Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 20 (17.5.1934)
- Date
- 1934-05-17
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Wir haben erst kürzlich an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß die/ausländischen Juden, wenn sie gegen Deutschland Boykottmaßnahmen fordern, ihren in Deutschland lebenden Glaubensgenossen ' einen schlechten Dienst erweisen. Allerdings ist es schwierig, zumal in Jahren einer ohnehin anormalen WelthaudelSentwicklung, die tatsächlichen A'.rLwirtnngen der in einigen Ländern aufgelauchtcn Boykvttbestrebungen auf die Gestaltung der deutschen Ausfuhr genau feftznstellen. . Die amtliche Außenhandelsstatistik zeigt, daß weniger ein absoluter Rückgang des Exports als vielmehr ein Zurückbleiben des Auslandsgeschäftes hinter der Aufwärtscutwicklung des Binnenmarktes zu der Verschärfung der deutschen Devisenlage beigetragen Hut.' Tie zunehmende Beschäftigung der verarbeitenden Industrie für die Bedürfnisse des Inlands bringt einen erhöhten Einfuhrvedari an Rohstoffen und Halbfabrikaten mit sieh. Dagegen ist es nicht gelungen, die Ausfuhrerlöse entsprechend 311 steigern. Im ersten Vierteljahr 1934 war die Ausfuhr zwar der M e. n g e nach etwas größer als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, dem Werte nach aber immer noch um 8 Prozent niedriger, da die Fertigwaren preise im Zuge der internationalen Konjunkturbewegung weiter nachgegeben haben. Aber der beklagenswerte Tiefstand der deutschen Ausfuhr ist keineswegs nuw ein Ergebnis der jüngsten Vergangenheit. Der entscheidende Rückgang ist vielmehr in den drei Jahren 1930, 1931 und 193*2 eiugetretcn, alsv in einer Zeit, in der von Boykottbestrebungcn des Allslands nicht die Rode sein konnte. Seitdem hat sich die Abnahme eher verlangsamt. 1932 war der Gesamtwert der deutschen Allsfuhr um 37 Prozent geringer als im «Vinniunftuvjofjr 1929. Im Jahre 1933 jedoch betrug die Abnahme gegenüber dem Vorjahr nur noch 15 Prozent. Noch deutlicher wird diese Entwicklung, wenn man die Preis- Veränderungen, die während der Krise eine so wichtige Rolle aus dem Weltmarkt gespielt haben, ausschaltet und nicht den geldlichen Erlös, sondern nur das Volumen der deutschen Ausfuhr betrachtet. Von 1929 bis 1932 ist das Ausfichrvolumen um 40 Prozent zurückgegangen. 1933 dagegen nur noch um 6 Prozent. Gerade m neuester Zeit ist also der Rückgang der Ausslchrwerte vorwie^ gend eine Folge der ungünstigen Preisentwicklung aus dem Weltmarkt und nicht einer weiteren Schmälerung der Msatzmengen. Soweit es sich aber lim eine reine Preisbelvegung handelt, wird man den Boykott als Ursache der Ausfuhrkrise wohl ausschalten müssen; denn der Boykotthetzer will ja wahrscheinlich keinen Preisdrlick ausüben, sondern die deutlcheu Waren ^hne Rücksicht auf Preis und Qualität überhaupt von seinem Markte fernholteu. „ .. "Aus diesem Grunde werden vielfach die unsichtbaren Wirkungeil des Boykotts stärker veranschlagt als die sichtbaren. Mail sieht.in ihm weniger eine Ursache des Ausfuhrrückgailgcs als ein Hemmnis der Ausstchrstcigerliug. auf die Deutschland nach der allgemeinen Wirtschaftslage lind nach der Leistungsfähigkeit seiner Industrie Anspruch hätte. Zwar haben 1933 auch die großen Wettbewerber des deutschen Exports, England, Frankreich und USA, in ihrer Ausfuhr die Vorjahrsergebnisse nicht erreicht. Aber der Weihnachtsaustrieb der Aussuhrsaison war bei diesen drei Ländern stärker als bei Deutschland, und jeder Exportkaufmann kann bezeugen. daß sich, die Wettbewerbslage für Deutschland aus manchen Gebieten des Welt- -Marktes recht schwierig gestaltet hat. Immerhin ist es bemerkenswert, daß in den letzten Jahren lmd ailch ■ tut erste.it Quartal 1934 Holland, wo der jüdische Anteil an der Ge- Von kt drganMn btt MWO 1. NaliruvgSlntileldaobrl vtm Interesse der Zusammenarbeit des Reichsnährstandes .mit den zuständigen Berufsorganifotioneit des Groß, und Einzelhandels Hatz der Reichswirtschaftsministcr zwei Anordnungen erlasseil. Ter Retchsverband des d e,r t ° s ch e n R a h r u n g s m i t t c l g r n ß h a n d e l s wird als alleinige Vertretung auf Grund des Gesetzes zur Vorbereitung des organischen Ausbaues -der deutschen Wirtschaft, folgender Unternehmer und Unternehmungen des Großhandels anerkannt: *0 Großhandel mit Kolonialwaren, Feinkost und Genußmitteln. soweit es sich nicht um Landhandel tut Sinne des Paragrapheil 1 der dritten Verordnung über deil vorläufigen Aufbau des Reichsnährsiondes handelt. — je' für sich oder in Verbindung derartiger Warengattungen. Ter Spezialgroßhandel mitz Tabak und Tabakwaren bleibt ausgenommen. h) Gemischte Betriebe des Groß. .Handels im Sinne des Paragraphen 4 Abs. 2 der T 1 17. Mcu 1934 Hl samtbevöllerung größer ist als. in Deutschlaud, der weitaus beste Abnehmer der deutscheu Ausfuhr war.- Gestiegen ist im ersten Vierteljahr dieses Jahres unter anderem die deutsche Ausfuhr nach Italien. England, Dänemark, Norwegen und der Türkei; von diesen Ländern hat England eine für westeuropäische Verhältnisse zieullich hohe Judenquote. Die Ausfuhr nach P a l ä st i n a hat sich ausgesprochen günstig entwickelt. Zurückgegangen ist die Ausfuhr ltach Rußland, Frankreich, Belgien, der Schweiz, Polen und den Vereinigten Staaten. Unter diesen Ländern befinden sich neben Staaten, die, wie Rußland. Polen und USA relativ viele Juden iil ihren Grenzen beherbergen. auch solche mit einer nach deutschem Masistab besonders niedrigen Iudenquote, wie Frankreich, Belgien und die Schweiz. nach 1. Quart. 193! Belgien . . . Dänemark . . Frankreich . . Großbritannien. Italien . . . Niederlande , . Rußland . . . USA . . . . 65 3«; 101 6! 136 21 -17 Mill. NM 1933 1932 278 301 115 165 395 182 H0t> 446 223 613 633 282 626 246 281 4871 5739 Diese Uebersicht zeigt zum Beispiel, ein wie erheblicher Teil des gesamten Aussuhrrückgauges auf die Schrumpfung der Russenausträge zurückgeht. In der Sowjetunion aber, die mehr Juden beherbergt als irgendein anderes europäisches Land, hat weder ein jüdischer, noch sonst ein privater Kaufmann Einfluß aus den Import, sondern lediglich das staatliche Außenhandelsmonopol, das aus deviseilpolitischen Gründen seine Bestellungen, und zwar nicht nur in Deutschland, seit Jahren eingeschränkt hat. Man denke nur au die kürzlich veröffentlichten Nachrichten, wonach die Amerikaner, die aus ihre jüngsten Abmachungen mit der Sowietunion große Hoffnungen gesetzt hatten, über die geringe russische Kauflust recht enttäuscht sind. Der deutsch-polnische Warenaustausch hatte jahre» lang unter dem inzwischen beendeten Handelskrieg gelitten; 'im letzten Quartal vor Friedensschlnß dürsten sich ' die polnischen Importeure in der Hoffnung auf baldige Verbesserung der Einkaussmöglichkeiten aber besonders zurückgehalten haben. Auch die deutsche Ausslchr nach Frankreich hat im letzten Jahre einen Rückschlag erlitten, der aber nicht auf Boykottströmnngen beruht, sondern einfach auf der neuen französischen Einsuhrdrosselung, die seinerzeit in Deutschland und England einen nachdrücklichen handelspolitischen Protest ausgelöst hat. In England und in den skandinavischen Ländern, welche die Pfundeutzvertung mitgemacht hatten, konnte Deutschland erst in allerletzter Zeit einen Teil des durch mehrjährigen Valutawettberverös verlorenen Marktanteils zurückgewinncn. In Uebcrsee erschlocren die Abwertung des Dollars, die Vorzugsstellung der - englischen Industrie in den britischen Kolonien und Dominions und nicht zuletzt die überraschende Ausbreitung des japanischen Industrie-Exports Deutschland den Wettbewerb. Diese und andere HandelShemmnisie sind jedenfalls älter als der antideutsche Boykott gewisser Kreise des Auslands. Ihre Aufzählung zeigt, daß nicht jüdischer Boykott allein für die Schwierigkeiten der deutschen Ausfuhr verantwortlich gemacht werden kann. (Was übrigens auch von amtlicher Seite nicht geschehen ist.) Sie zeigt aber auch, daß die deutsche Wirtschaft, deren Schicksal auch das Schicksal der deutschen Juden ist, auf dem Weltmarkt Widerstände genug vorfindet, daß sie also aus reinem Selbsterhaltungstrieb jede Z u s a tzb e l a st u n g mit allen Mitteln abwehren muß. düster Jlchustriegrnppe vorgenommon. Es erfolgte eine Einteilung in ,zwölf llntergruppen. Tw entsprechenden Führer sind ernannt worden. 3. Cveöitjonögbwerbo Der Neichsverkehrsminister hat auf Grund des Gesetzes zur Vorbereitung des organischen AufbauT der deutschen Wirtschaft den R e i ch 3 f a ch st i n d des deutschen Sveditions- und Lager ei gew erb es als den für das gesamte Speditions.. Möbeltransportunb Lagercigewerbes maßgebenden Spitzenverdand anerkannt und ungeordnet. daß sämtliche natürliche und juristische Personen, welche eines der vorerwähnten Gewerbe betreiben, die Mitgliedschaft bei dent Reichssachstand bzw. bei einem der diesem Gewerbe angeschlosscnen Verbände zu erwerben haben. (Bis zum 1. Juni.) i. Anordnungen des Reichsiührers des Handels Der Führer der Hauptgruppe 11, Handel", Präsident Tr. Kar! Luer. hat für die in sein Arbeitsgebiet fallenden wirtschaftlichen Verbände eine der von uns in der letzten Nummer initgeteilten Anordnung des Führers der Wirtschaft über organisatorische "Maßnahmen in der Wirtschaft entsprechende Rundverfügung erlassen. Ferner hat der Reichsführer des Handels bostinunt. daß sich bis spätestens 15. "Mai alle Vereine und Verbände, die sich der Bearbeitung von Einzelhandelsf ragen widmen, bei dem Reichsboaustragten für den Einzelhandel, Tr. Hahler, Berlin NW 7, zu melden haben., 5. Neue Fachgruvoenkührer Der Generaldirektor der Adlerwerke. Frankfurt 0. Main, H q a c nt c t c r , ist 311m Führer der Fachgruppe „FahrZeugindustr i c" ernannt worden. Direktor Pfotenhauer (Darmstadt), wurde zum Führer der Fachgruppe für chemische Industrie berufen. T r. E. "M. G r i s a r (Penzig. O.-L.). wurde zum Führer der Fachgruppe Glasindustrie ernannt. Die Handelsrnid Handwert stgmmer m Stutz, gart haGu an alle Betriebe einen Appell gerichch die durchgehende Arbeitszeit aliomr! eiuzusühren. Bon dieser Maßnahme müsse mim fuh lveseniliehe gesundheitlich^. sozialpolitische, bevöltz. nmgspolitisck)e. aber auch betriebswirtscszastliä-. Vorzüge versprechen. Auf Grund des Gesetzes über den Verkehr mit industriellen Nohltosfen und Halbsabrisaten hat Reichswirtschaftsminister zur Regelung Hebet ln a ch u n g des V c r l e h r s mit K a u t s ch u k eine lleberwachimgsstelle Käutschtlk mit beut Sitz in Hamburg errichtet. Tie Zahl der Arbeitslosen hat im April uut umb 190 000 auf 2 009 000 nbgeiimminn. Sie liegt um 2 722 000 unter der Vorjahrszisfer. ' Tie Einzclhandelsu m s ä tz e zeigen m März eine starke Steigerung, die neben der hm. jnnktnrellen Besserung mit dem, frühen Tstertermiil zusammenhängt. Die Märzumsätze lagen 19V um reichlich ein Viertel über denen von 1933. ßL le für t>en S3crUnec EiiWlhandr! Um feftstellen zu können, wieviel Lehrlinge in den Einzelhandelsgeschästen ausgebildet werden, welche Vorbildung die Lehrlinge haben usw., hat das Einzelhandelsamt der 'Berliner Industrie, und Handelskammer die Anlegung einer sogenannten Lehrlingsrolle beschlossen, die bis 3 u m 2 0. M a i angelegt sein soll. Außer den sonstigen Mitteilun. gen, dte der Einzelhändler zu diesem Zweck lausend zu machen hat. wünscht das Einzelhandelsamt auch zu wissen, ob der Lehrling nach Beendigung seiner Lehrzeit als Handlungsgehuse weiter beschäftigt oder entlassen wird. In einem Aufruf an alle Lehrfirmen des Bezirks weist die -Industrie- und Handelskammer darauf hin, daß sich in letzter Zeit,die, Gesuche von Eltern um vorzeitige Schulentlassung für ihre Kinder gehäuft hätten, weil diese nachweislich eine Lehrstelle schon vor dent 1. April, dem Schlüsse deS Schuljahres. antreten sollten, wenn sie ihrer nicht verlustig gehen wollten. Rach den gesetzlichen Bestimmungen sei eine vorzeitige Schulentlassung nicht statthaft. Tie Kammer spricht die dringende Er. Wartung mies das; sämtliche Lehrfirmcn des Bezirks künftig Lehrlinge stets erst nach Beendigtmg ihrer Schulzeit, also grundsätzlich erst nach dem 31. März eines jeden Jahres, einstellen. dritten Verordnung über den vorläufigen Aufbau des Reichsnährstandes, soweit in ihnen Land- Handel im Sinne des Paragraphen 1 der genannten Verordnung und Großhandel mit Kolonialwaren. Feinkost, Gennßmitteln. Wasch, und Putzwittcln und verwandten Artiteln — je für sich oder in Verbindung derartiger Warengattungen —vereinigt sind. Großhändler und Großhandels- Unternehmungen dieser Art haben sich bis z n m 1. Juni bei dom Reichsvcrband des deutschen Nahrungsmittelgroßhandels zur Mitgliedschaft om znmelden.?Iuf Grund der gleicher» Besiimwmlgen wird die Rekofci (Reichsverband deräfcher Kaufleute des Kolonial-. Feinkost- und Lebeilsnrittelhandels) als alleinige Vertretung der entsprechenden Kategorien des Einzelhandels anerkannt. Auch hier haben die Anmeldungen b i 8 z rr m 1. Juni zu erfolgen. 2. Lisenwareninvultrie Ter Führer der Hauptgruppe 3. „Eisen-, Blech- und R>etallruarenirtdustrre", der Gesamtorganisation der deutschen Wirtschaft, der Präsident der Solinger Handelskammer^ -Hartkopf, hat eine. Neuordnung ItMSt BrMMWM Bei einer kritischen Betrachtung über die unerwünschte Vermengung nationalsosialistischer Symbvle mit der Geschäftstätigkeit wird in einer Veröffentlichung der Deutschen Arbeitsfront hervorgehoben. daß eine derartige Handlungsweise einen llllischrauch darstelle, der nicht scharf geitug gegeißelt werden könne. Für den ehrbaren, deutschen Kaufntann müsse es hertte eine Selbstverständlichkeit sein, daß er bejahend zum neuen Staat stehe. Ein besonderer Hinweis, der gleichzeitig als tuirtschastltchcs Werbemittel gedacht sei. bringe den Geschäftsmann allzttletcht in den Ruf des Konjuuktnr- Politikers, und lasse beit Verdacht aufkommen, bas; die Gesinnung frisiert sei. Firmenbezeichirunaen mit dem Beinamen „de titscht oder „vaterländisch" oder ,.it a t i 0 n a I". soweit nicht ihr Bestimntungszweck in Ausnahmefällen den Vermerk rechtfertige, müßten ebenfalls in diesem Zusammenhang als bedenklich genannt werden. Derartige Hinweise ertveckten bei oberflächlich deitkenden Menschen den Eindruck, als wären Konkurrenzunternehmen oder deren Inhaber Politisch weniger zuverlässig. liß KMZZMte Der R e i ch 8 be a u f t ra g t c für unedle Metall e' weist nochmals daraus hin. daß die Meldepflickit bis zum 5. Mai 1934 befrist war. Alle Mcldepflichtigen. die ihrer Pflicht nock) nicht nachgekommeu sind, werden aufgefvrdert. dies umgehend nachzuholen. Es hat sich sedcrntann zu melden. Fer Ätetallbestätrde in irgendeiner Form ^ume^en haben alsv unter anderen auch MetnUhandelsbetriebe. Altmetallhändler, Metallwarenfabriken, Maschinenfabriken usw. Die Pressestelle der Berliner Handelsdarauf hin. daß nach dem preußischeu Gesetz vom 28. Dezember 1933 eine Eintragung m me Eunzelhandels- und Gelverberolle der Handelskammer. sowie eine Beitragserhebung 'von Folchen^ Gewerbetreibenden, die in der Handwerksrollc eutgetragen sind, rticht in Frage kontmt. , ,, Die lleberwachu ngs stelle für Woble gibt bekannt, daß m diesen Tagen die Einkaufsgenehwigunaen versandt werden. Sie gelten erst kaufsverbotch^ 22‘ 3Tcni verlängerten Ein- In der voit der „Deutschen Akademie" heraus, gegebenen Schriftenreihe „Das New) Reich" ist eine Arbeit von Reichswirtschaftsminister Tr. Schmitt über „Tie Wirtschaft int neuen Reich" erschienen. Mit außerordentlicher Klarheit zeigt der Reichs wirtschastsminister auf wenigen Leiten die Lttzi. kung der Wirtschaft im neuen Reich ans. Unter, stützt werden seine Tarlegitngeu durch einen sehr gut ausgewäh ltcn Tabellente it. der der Schrift den Hintergrund vermittelt, von dem sich die Aussül;- ruitgen Tr. Schntitts besonders klar wcheben. AusgattgSpwikt und Leitiiwtüi der Darlegungen sind die Grundsätze, die im Tritten Reich besmVets stark in den Vordergrund gerückt worden sind. Sie finden ihre Zusammenfassimg in dem Satz: ..Tie Wirtschaft hat dem Wohl der Volksgemeinschaft, zn dirmenE Unb noch einmal ko in int Tr. Schmüt. später auf diese entscheidende Grimdtatsache zm>ilch „Es ist im Tritten Reich kein Raum geboten ti<t schrankenlosen Egoistnus, der sich zum Schaden de; Wohles der Allgemeinheit auswirken kann/' Leer an anderer Stelle, an der der Reichswirtschaft--. minister darauf hiuweist, daß das Neue Reich dm einzelnen Betrieb kemeswegs sein Programnt vor- ^schreiben oder ihn mittelbar oder unmittetbnr leiten oder gängeln wolle, heißt es.- „Ter VerZ des Unternehmers ist indessen in einer Veziehung noch verantwortlicher als früher, weil von ihm vc'^ langt wird, daß er. bei allem feinem Schaffen des Wohl der Allgemeinheit im Auge behalten mutz- Dr. Schmitt geht von der Tatsache aus. kv; das Reich zunächst das eigene Haus wieder in 111111$ bringen wolle. Er behandelt deshalb an erü'r Stelle die neue Bauernpolitik mit ihren weittragenden wirtschaftlichen Folgen für Erzeugung. Peibrauch und Außenhandel, weist aber 'glcici,zeitig darauf hin. daß auch bei pfleglichfler Bechandlni>l( der Landwirtschaft in Tentschlnnd immer noch eit gewaltiger^ Bedarsi an landwirtschaftlichen Gütern bleibe. Dies sei in noch stärlerom Grade bei bet nicht agrarischen'Indnstrierohstossen der Fall. Tie Nichtnng dtzr AUßeuhättdelspolitit lonnnt au zwei Stellen besonders deutlich zum Ausdruck. Zu Prginn, wenn es heißt, „daß der wirkliche Zuichnch bedarf an Nahrungstnitteln aus dent Auslwche starlFzurückgeht und daß, handelspolitisch gesetm. die Hereinnahme von Nahrungsmitteln ans dun Ausland -- namentlich angesichts der lleberpreduktion auf den Märkten der Welt — zu einet: Vergünstigung wird, die nicht ohne Gegenleistung <V'J währt werden kamt."" Unb dann wieder am Schluß der Schrift.' Hier heißt es nach Fesistcllung der Tatsache, daß neben und ans Grund der pfleglichsten Vehandliuig des Binnenmarktes und dre Entwicklung einer starten Nationalwirtschaft die Pflege der Ausfuhr immer notwendig bleibe, feigendermaßen: „Deutschland wird sich darauf einstellen müssen, seinen Bedarf vorzngswetse aus fei« fiten Ländern zu decken, die ihrerseits bereit sü'R deutsche Waren als Gegenletstung und zur ÄH deckung der schulden auszunehmcn. Das Ziel «um nl)o sein: nicht etwa Autarkie, sondern im Gegenteil Vertiefung der tvirtschaftliehen Verslechtimgeu. aber nur gegenüber solchen Ländern, die bereit sind, Leistungen mit Gegenleistungen zu vergelten/' In den weiteren Ansführtmgen beschäftigt sich Dr. iLchmitt u. a. mit der welttvirtsehafckietzl'l Stellung Tcntsehlands. indem er darauf hinmein, daß beider "llohstoffarmut Teutsäjlands ans der einen Seite, seinem "Menscheuüberflust und du« ^.jchjbe der Technik andererseits für unser tzleich fcie I)ödj|te Verfeinerung der Rohstoffe die gegebene wirtschaftliche Aufgabe sei. Er betont weiter, de« der induitriello Sektor der Wirtschaft anfs engA' mit dem landwirtschaftlichen Sektor als Ab«eli«e'e der Jndustrieprodukte verbunden sei. Es gewinne somit die wirtschaftliche Festignttg der deutschru Landwirtschaft für die Absatzmöglichkeiten der^Zw dustrte unmittelbarste wachsende Bedeiünng. Fni«' dem dürfe man sich keinen Täuschungen darüber hutgebcn. daß die Landwirtschaft einen vollen ErRe für den Außenmarkt bieten könne: damit die HN' duitrte blühen könne und die zahlreichen brachhe» genden Arbeitskräfte voll beschäftigt werden sell'U'. blewe für uns immer eine starke Anssuhr lchen--- notwendig. Schließlich weist der Reichstrürts6;«!llsmmist^ noch aitsführlich darauf hin, daß in ähnlichcc tung die Rohstofflage in Berbindtmg mit der yE' gegenüber dem Ausland wirke, b beschäftigt sich eingehend mit den Wegen,^ d>e entern Ausgleich zwischen Zahlung-V und Hanceb^ Inlonz führen können. Es ist an dieser Sielle «_ möglich), auf alle Einzelheiten der anßerordcntl -- lomprunterten. Tarlegnngen Dr. Schmitts c»y 9°^^ Jedem, der mit wirtschaftlichen Tw.gcn " tUPhat. sei aber die Lektüre der Schrift angelege!>v lkchst empfohlen, ' v äec /ivoi Die um) r:;uu fibue VW jlnJie Mü'J» crel lw!.c liehe cr^l „ewi KiHi lliuclässt Di«' uud den ab. > fühl uoeb Zn rf losif l lu-a! liell, .hu als < ariff ijivj hobt Slur (He «indi im alle: sieh pan- Wr-' sprl auf) Zeit Sie Juy Dun spn selb eine ist ( sr.hs bew elocl J»g Dio (Ibu mit and Es