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Central-Verein-Zeitung · 1934-05-03 · 18 (3.5.1934) · page 15

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
18 (3.5.1934)
Date
1934-05-03
Page
– (sequence 15)
Language
German
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zusammen ein bedeutendes Oeuvre, sic sind der ge. treueste und shinpachiichfte Lpiegcch den das östliche Leben der Juden um die Jahrhundertwende sich gel chatten hat. W<$ mährend der ersten russischen Revolution m>ch Judenverfolgungen in ßlnßland gang und gäbe wurden, ging Lcholem Vlfcjdjcm nach Vtmerifn. ','lit der Landungsb rücke in IKciu hork empfing ihn im Namen der aineritaniseheii Literatur Marl Tivain. der, um ihn zu brgruhen, einige Werte jiddisch gelernt Hatto: ,,-chvloin Alejehein (Friede mit Euch,, jüdischer Mar? Twain!" Hub Tcholem Alejchein antinortete: „Alejchern E,holen,, amc'rikanifck),'r Lchvkem Alejchein!" Aber Lcholcm gleichem war krank und wußte l>ald in die Schweiz. Winter nach Italien, und als der Krieg ausbrach, kannte er nicht in die ftdumt zurück. Er starb 1910 in New Bork als der populärste unt» beliebteste Milche Autor seiner Zeit. Erst jetzt, da die Welt im Osten so ganz verändert ist. wird die Freude an feinen kurzweiligen, reizenden Geschichten. In denen bortj das ganze jüdische.Herz ist, schwäcl-er und ,natter. Es sprachen: Ar, <9rnf( fi8l(ni>>ct: giiMiific SßüUlicnfscftfiung Am 17. April sprach im Nahmen des Berliner Kulturbundes im dichtgesntltcu großen Laal des Loaenhanses Tr. Ernst Holländer über das Thema „Indische Falnilienforschung". Tie Fawilieiiforichnna ist, so fiiljrtc der Redner ans. die innerliche Berbindnng der Generationen miteinander, sowohl rückwärts zn den 'Vorfahren, als auch vorwärts 31t den Enteln; sie ist eine uralte Ericheinungsfvrm der Zeit- und Kulturgeschichte (caqcu von den Heldentaten der Vorfahren). Lie soll die Bedcntiing der einzelnen Familie für Volk und 3foi„m festlegen. Tenn jede Familie stellt innerhalb des Volles oder Stammes eine beslimnite A r t dar, die jedes Mitglied fcsthalten muß, um sie auj seine Kinder zu übertragen. Familienforschung bezweckt also Erhaltung der Art. Tie großen Familicwromau-e deS letzten Meuscheualters (Buddenbrooks ufiu.) haben diese geistige Bewegung, die schon in den Worten „^tirb und Werde" ihren tlaisischen Aurdriick aesniiden hat, wieder anfgenowmen, heute heischt die Bewegung: Jeder Fanrilie ihre „l'vrsvte — Tie moderne eralte Fawiliensorschung ermöglicht eine streng irussenschaftkiche Erforschung vergangener Generationen auf Grund vorhandener Urkunden. Man kann nicht nur von Gemeinden ns>v. einige Namen und Taten von Borsahren kennen lernen, man kann diese Namen und Taten nid)t mit selbst ans alten Urkiiude» erforschen. souderri man kann durch Forschung in Ltaats- . ärchiven i>siv. sogar die 'Meutalilät bisher völlig unbekannter Ahnen erinitteli, und dadiircl, die Gesamtlinie der Familie, den Einfluß ciugeheirateter Fainilien uhv. sowohl Pshcholugisch wie erbbiologisch genau seststeUen. Tas ist für das Handeln jedes Menschen wie für die Kindererziehnng von größter B'edeutimg. Tie Forselmngslosten lassen sich dadurch loejenUich Iierabd, üclmi. daß man mehrere Forhhuuaen gleichzeitig vvrniinmt «der Bortrageiide jälnt dieses Frühjahr nach Pommern. Schlesien und Posen», Zum Tel-lnjse zeigte der Borlraaende in Licillbildern die Ergebnisse der Forschung an seiner eigenen Familie. Er hat für seine vier Kinder eine Ahnentafel (rein jüdisch; von über 250 Ahnen ausgestellt, die sämtlich in Tenischland und Tenttch- Oc'üerreich gelebt haben: sie geht bis ins fünfzehnte Jahrhundert. in die aeiith'hntc Generaiion zurück. Tic nach 177.) geborenen Vorfahre!, sind restlos, die nach 17J0 geborenen ganz überwiegend fest, gestellt. Ter Bvrkraa erntete ftavtcu Beifall. eanfföKrßf9r.eM88islto: Sietct6!iR050t|e!ic!>n jissDsnSmn Wie allseitig belauut sein dürste, habe!', sich die körperbeschüdiglen Juden Teutschlands zu einer LelbsthÜsegemeinschatt bereinigt, in der eine besondere Gruppe die Blinden umfaßt. Ihnen erzählte der Berliner Angenar h Tauitätsrat Tr. L ee l i g. lohn in einer hark besuchten Bersauunlnng — im Gemeindehaus Boienstrotze — etwas von den elvigeu, jetzt so oft uud leidenschaftlich erörterten E'-esetzen der Bererbuug. Tie spielt auch bei unS Juden eine leider noch viel zu sehr verkannte Nolle. „Nasse und Ererbung" kantete das Thema des Lecligsohnscheu Vortrags, der an die gnmd- Ä Entdeckung des Augnstinerpaiers Gregor s anlnüpfke. Tie von ihn: zuerst erkannten Gesetze der Rassenkreuzung, lange vergessen, bilden Eei nnS die Grundlage der heutigen Ltaatsver. Wallung. Es find unabänderliche Gesetze, wie Tr. Leoligsohn an oinzelucu Beispielen ans seine»! Tondersach, z. B. der Farbenblindheit. der hochgrabt gen, Knrzsichtialeit. des Lchichtstarü erläuterte Unabänderlich, unentrinnbar, schicksalhaft. Aber »um soll darüber nicht ganz den Einfluß der Umweltfaktvrcn vergessen. Lie wirten allerdings nur auf den äußeren ' Menschen, seine Gestatt, seine Größe, seine Gestaltung -- oft recht erheblich. Wir sehen beispielsweise, wie die sporttreibende jüdische Jugend an Körpergröße häufig die Elter» überragt. Haarfarbe, Augen- und Nastmsor», dagegen sind und bleiben den Bererbungsgesetzen unterworsen. Ebenso wesentlich spricht die Bererbuug bei 'einer Neihe psychischer Ltöriingen mit, zum W'ispiel beiin Tckuvachsinn, besonders bei jener Klasse von schwachsinnigen, die inet großer An- . strengnng das unterste Bcaß geistiger Leistung erzivingen, aber im Lebenskampf meist versagen. Gerade diese erblich schwachsinnige!! bilden eine große Geiahr. lucit sie sich stärker vermehren als die normalen. Mit besonderem Nachdruck zitierte Tr. Leeligsvhn am Schlüsse seines Bortrags den jetzigen Nektar der Berliner Universität, den Tahlemer Anthropologen Eugen Fischer, der jede Rassentreuzuug entschieden ablehnt, auch »mm eS sich um eine Nasse handelt, die man „nicht ohne weiteres alS minderivertig" bezeichnen kann! Und er fügt hinzu: „Wenn ein Bvlk sein eigenes Bolkstum und seine Gesaintlnltur in ihrer bisherigen Form halten will, muß es Rassentrenzimg »bühnen." llnd noch einen anderen zitiert Teeligsohn: unseren Nabbiner Baecl. TaS Indent'.un — so lehrt der uns — ha! den Begriff des Mitineufchen entdeckt. Höher als der Nhjsegedanko stellt der große, ideale Nlenschheitsgedcutte, der altes Lebende uni Erden nnischließi. ohne nach Nasse und Abstcnnnning zn fragen. ihr herleiten will, so müssen wir uns darüber klar fein, daß die Bibel all diese Fragen tonnt, aber nicht »Io it,rei> Aiitielpmill, sondern daß sie die Naturgebundenheit erst in ihrer Brechung tennt und anerkennt. Nach dieser prograimntischen Einleitung, die nebenbei ge,visse Anhvüchse heutiger iiidiseher Moderedner geißelte, ließ Ernst Tiinvn seine Hörer in seine Werlstcilte spezialisiertester Fanst.Forschnng sehen und deckte die Beziehungen nnf. die turn der .Hiobsgestalt zn Jesus führen und ihre Gestaltung in dev Patrizistik, aus der Goethe schöpfte. TaS Berfchinelzen dieser Figuren und ihrer Ideen geheiinnißte er bereits in den Urfanst hinein und eS durchweht den Faust. In seiner bekannten anregenden Art ließ Ernst £iuum sein Publikum für eine Ttnnde an einer Arbeit teilnehnien, von deren philologische»! Fleiß und schöpferischer Geijtigleit zugleich man ein lob- Haftes Bild belcun. N. B. MSerMchrkm Mise MeWWer" Ter Borsitzende der Jüdischen Gerneinde zu Berlin hat anläßlich des 7v. Geburtstages Nabbiner Tr/ Hildesheimers beschlvssen. die seit - Jahren bestellende Mensa in Inennst „Aladcinilerheinc Meier Hildesheimer" zu benennen. S pm's €tnft Cimvn. Knmkiurt a.M.: Asn m bis gaust Tnrch den ‘JJlunb von Nabbiner Tr. Tnlzbergcr begrüßte cS das jüdische Frankfurt freudig, daß Tr. Ernst Timon sHaifa) lvährend eines kurzen Anfeni- Haltes in Frantsnrt a. Nt. sich am V. April der Gesellschaft für ilidische Bvlksbildnng zn einen, Bortrag „Bon Hiob bis Faust" zur Bersügnng stellte. Ernst Timon reelitferligte zunächst seine The»,»- steilnng. Bon einem ans Tenischland stammenden, in Erez IiSroel lebende» Juden erioarte inan einen Bericht über die Realitäten Palästinas oder über die Lage des deutschen Judentums. Wenn er ein ganz nnderesThema getvählt habe, glaube er damit im wahren Tinne aitnell zn sein. Tie Bibel und il,re Einstnsse aus alle Gebiete des Lebens lverde von tztick>tjnden erforscht. Wieviel mehr sollten tvir m,S dainit beschäftigen. Wenn dies von manchen Teilen in der Richtnng geschieht, daß man Geltung der Erdgebnndenheit, von Blut- und Nassenfragen anS KttiyikksMSschrü ririfch?!! Md jitdijKsn Obersinrinbannführer Glöckler, der Führer des Gaues III im Tentschen Fnßballbnnd, hat an die Berliner Tportgcnneinschast in, NjF folgendes Schreiben gerichtet: Tcntschcr Fußbalt-Bnnd, Gau III Brandenburg, Berlin NW 40, Kronprinzeunser U». An die Berliner Tpvrtgcnneinschaft 1900 im Tpvrtlmnd des Reichsbnndes jüdischer Frontsoldaten, Berlin. — G!/I. - H*. 4. 1901. Ter Tpielverlehr mit den arischen Tportveretnen ist den jüdischen Tportvereinen zn Privatspielen in, Gnu m des TFB nicht vorboten. Ich erwarte, daß die Pvivatspielc von beiden Teilen mit der gebotenen Iurtzclhaltnng ausgegetragen werden. Mit sportlichen! Gruße Ter Führer des Gaues 111 des TFB. gez. Glöckler, Oberstnrnwannsührer. öanwail in Scctin Die Tpiele vonr 22. Apr,l gingen nicht ohne einige, kaum vorhergeseheno Ueberraschnngen ab. Tic zN'cüte Acanüßhail des IT TG »ä batte gegen BTG k aizmirelen nab Verlar mit 0:!) Toren daS erstrinal gizien diese t'-lt. Tobet!a!> es in der ersten -Gold,eit nach einen, nenerliSzen Erfolge deS „Elnbs" ans. In Beginn der zweiten Halbzeit bot sich noch dasselbe Bild: aiisgeotichenes Tpiel mit teichtc-n Borteilen säe den IT BE. Plöylich mußten kurz biictereinander je ein Tpieler beider Nlonnschoslen wegen nnsairer Angriise heransgestellt werden. Tie a.',er die den Berlnü des Atittellcinsers, ihres besten Tplelers, nicht verschmerren kbnnten, nnirden von diesem Augenblick an zusehends schlechler, N'ähreiid die BTGer. die die Berivirrtcng in den Nteilien der Gegner merkten, immer besser in Fahrt kamen. Ihr schnßtrciftiger Innensturm, der es g,tt verstand, die ihm dargebvtenen Ehaneen ansztninlten, erzielte noch drei icltvne Tore, denen der Gegner, der zloar ebenfalls Gelegenheiten hotte, dies aber nicht ansggoerten nmßte. nichts mehr entgegensetzen konnte. Bei der BTG gefielen diesmal neben dem jungen, eifrigen Ianenslnrm besonder/ die Verteidiger und der Tvrsteher, die sich mit viel Glück und l'h'schick il,rer Arbeit geloaehsen zeigten. Ebensalls eine Ueberrajchnng bedeutet der hol,e Tieg der Ncaeeabi-Älannschast gegen Bar Kochbä die, unbvllständsg anirctend «K „ 2 : l0 Toren glcitt geschlagen bekcnncg m„s, , , Tie Boper zcigie», im Gegensatz hm bJl( < I Tonntag, daß sie atlch fair, sogar norbitbUd, w spielen können, mib bas ift doch Immerhin ,, der starke» Leistungssteigerung, die bio sJUamdrw!I in tnrzester Jett dnrchgenzacht haß srenliches Feichen. u' Tie übrigen Ergebnisse: B2G t!k^Ir-N ir v r.:3 (1:2). -- »Kß«m 1. 2. Frauen 7:0 ():0). Der Jüdische Tnrn- ,,nd Lpori-Elub «5 veranstaUet atu <!. und am ts. Nlai aKici\ivn» M c r b c spvrts c st c uni dem Tportplai, hl! Jüdischen Gemeinde am Bahahos OZruncwald^ -r . (*. Nlai. der. als internes lni)Hmi,ia*|>nvtint Ja gezogra. feine Kriümng dnrcb einen '‘l'ilitiilm« sämtlicher aktiver Nliiglieder erhalten Uiivhl cmvosautes Bild tnrn der syorUichen VUbeit h- ITTG (T» vermitteln. Tie Beraaüalhm.i l.'t. Nlai iliiter deiic Protettorat des Vcnsiicenben hü Jüdischen Gennünche ist offen inr alle iübifdia» Thorller und Tportlerinnen Tentschlaad.', ' geschrieben. Einladungen sind an sämgiche iicditzwn Bünde und sporttreibenden Vereine ergaag,-,,. ^./g, zcc hoüen, daß dos Vorhaben des IT20. G FchihN nämlicl> durch die Feclnal,me oller jilhiM,,,', 4»ereine gleich ob sie decn ..Nlaeealü' voer dcw Tporlbund im 0HFaccgelioren — der Brrli»^ jüdischen Tesientlichteit zn beweisen, daß der Fne» es vermag, über alle tveltanschanlichen Gegeulüi-c Ilinweg, die jüdische Iageicd zu eine». Acchßlmu in der Geschäftsstelle des IT^E. ach Berbn » .. »Knrgstraße :,(», Fsniiiicr 7b (Id.: J» -j stzctzdccu dämm LlSt.,. Ter IBG „Berlin" (im Tportbnnd de>.' ,!t>Z, veranstaltete seinen ersten össentlichen Barmmps. abend. Tas ansverkanfto Hans, dessen Insaimnen. setznng bewies, daß es den, Klub gelnnge» j>h dem Borfport viele neue Freunde zn gewmn/,! kargte bei den vielen begeisternden Kann.'!: Momenten kann, mit Beifall. Als Gegner de, Berliner hatte man ßc'jF-Borer ans Köln. (Fi> senkircheu, Eyemnitz und Breslau verpflichlet. dic. nach dem kürziichen Bersaaen der Kölner Gegner des Niaeeabi etivas skeptisch aufgenoinmen. nach der angenehmen Teite l»in enltänschlen. Ten Tondervreis sür den tecl>i,i,a, shüutzrr Kamvs des 'Abends erhielt verdleaterncasg» der lüde Berliner eile s lder frühere NlaeecibioAcncna. Trotzdem er durch eine tzlrmverletzuag etwa; gchandieapt war. yaUr er seinen gewiß nicht scl,!eg,ß,l Gegner H i n t s e l d schon in der erste» »»lmcde so zermürbt, daß sich der Niagrichler gezwimge» sab. in der zweiten Runda de» völlig groggy geschlagene» (Zelsankirchener nach meltreren Oliederseinägcuc' >un dem Rßng zn nehmen und tSaßes zunc Tieger bürg teclurischen k. c>. zn erklären. Von de» »»den» VuintV'icn geüelen besonders die beide» Ireüe» >,» Weliergewücht, die beide Blale Kölner Borer 1» Front sahen. Ter erst 17jährige Al e N e r, tvatzl ba Talent des Adends, schlag den jid, vergvetzev tnelirenden B e r I e hau.slioch nach Punlte». unf> M a i) n triumphierte tiari) wechfelvoNem Berte»! iiln’,: D avid s 0 l, u. der. bas Pecl, >,alle. gleich c» Beginn des KanihfeS in einen tzß'Ntrefser hineinznllinic'n. Nlit riejig.e», ßßnsall emysaugen. >t,u>» auch Bl i d) e l j » h n nad) achliälniger Paule wieba in, Nliag und zeigte gegen feinen gntecc Eezna: B aelerer I iKöln'i eine lechniscli bvitlanta Lc'isliing. die il>m einen glatten Puaslsieg eiwaachle. Fa, den übrigen Kämpfen waren eein]nrcidi: Aaslaniel (Berlinl gegen Barlerer l! cßel» Eskenazi lBerlin) gegen l^abler zEhemnil',-. Uiiituustein (O'ljcmnili) gea.cuc Kulmapt (Kölnl. ckal»»»'» t'kll'rliic! gegen iöaldslein (Berlin) and Leivleivtlz k'BreslcUl) gegen Basch iBerlinj.!>'. Der T-B „Tchild", Frankfurt a. Al., lu-vanitattct am 27. Nlai. 10 Uhr, auf seinem neuen Tpcnch'l.ch in Tberrad einen I n g e n d s p 0 r t l a g. zn bc"» alle Ingendlichen znnscchen ß und lx Jahre», Wieder und 'Aichimiiglieder. zngelasseic und einzs laden sind. 'Aameldnngen: Ieil tz». >. Das Hallenschtoimmsrst der Berliner TPcwl-cha meinschast 1!!R! (im Tporlbund des RjF) muiite am' ei »ei! späieren Ieilpn nll verlegi werden, da die Tch'.vimnchalle ans »ccvorhergefdseae» blröndc» am 20. 'April nicht zur Verfüg»»g sland. Acncr Termin loird noch dekanntgegebeii. W ä r e i ch g e y e n beide R e N cz i 0 n c n a! ei ri) a ült > g. n n d v e r l a ch t c oder v c 1» a ch tele i 11 in eine m T inn 0 n 11 c Offenli a r u n g e w. s 0 lv ü ß t e i ch cz a r w 0 h l. w a s die K l n g h e 11 r ä t. kv e n n d a s G e w i s s c n s ei, ,v 0 ige t." Lavater gntschuldihtg sicch in einem vsfenen Autlvortschreibon. das mit einer „Naeheriunening" von Bchndelssolfu zusanuneuczedruekt cr- 'chieu l 1770} lucflüu seiner UebereilunF. Die vtsencliehe Bceiunuci. entch der maßaebendcn Theoloyen, zeiFte sich Bceudelr'sohn srenndlich. Ehristoph Georcz B i ch t e lr b e r a. einer der ilüasken Männer nicht nur seines Feicaliers,- überschüttete Lnvaler mit der beißenden Takt re seines „Timoeus". Tas ist Borteidigung zweier Israeliten, die dnrck, die Kräftigkeit der Lavaterschen Beweisgründe und der Gölting'.'nschi'n tUIettnn'nftc bewogen. een wahren Glauben augenomwcn Den Kern der Dache lrifst seine Apostropliieruncz Lavaiers: „Je!, jeffo aar zn deutlich, nue sehr es Dich schmerzen muß, da Tir nun alles wißlnugeu ist. ja. da Tu, ivieivohl nuschuldigerlveise. die Tache schlimmer gemacht Ifast. als sie vorher gewesen ,var, iudem mancher Jude, der nuZ noch wohl einmal gekommeu wäre, es jetzt brav lvird bleiben lassen. Tenn lviebiel Nachdenken ist jetzt den andern Inden durch diese T t a n d h a f t i 0 k e i t d e 8 W e i s e st cn nute r i 1) 11 c 11 e x s P a r t ,v 0 r d e n, ja, eine rechte > Flühe ihrer Hartuäckißste'ck, die gegen alle unsere Ereinpel von Indenbelchrungen anshält, haben sie dadurch erhalten." Eine bedeutsame Folcze des Ttreitcs mit Lavaier war ein Briestvechsel Acendelssvhns mit dem Erbprinzen Karl Ferdinand von Brainlschlveip. denr R'essen Friedrichs des lbroßen, detltselbcu, der Leising in Wvlsenbüt-!c( als Bibliothekar anpestclll hat. Ter Erbvrinz hatte den'Wnnsch ausczedrückt, Blendelss oh ns Ttelluitanahme zu Bannet kennenzu- „denn nichts kann einen, unseres Glaubens lvich' tiger sein, als zn bemerken, nue ein unter dein inosaischen Gesetz lebender Philosoph den historischen Beweis von NioseS führt, in welchem tvir mit ihm einstimmig sind, und ivie zugleich denen Itistorischen Beweisen ausgeivichen wird, ans welchen der christliche Glaube sich iZründet." In seiner ausführlichen Antivort hat tUioudelswhn so rüet halt los lvie sonst nieninls die Scheidelinie zwischen seinen UeberzeuczilnFen tlnd dem Ghristentinn stezogen. Gr berücksichttczt dabei auch die GrscheinnnFsformen des Ehristeninrns, die vorn jüdischen Standvnnlt ans die dogmatischen Dedettklichkeiten der vorlferrschenden Formen des Christentnms nicht ariftoeiselk. Deine Anseitiattdersetzultst mit den U n i t a r i e r n ist auch sür die Gegenlvart noch von Bedenlung. In diesern Brief toar alles vvrtueggenotnmen. lvas dreißig Jahre später bcu jüdischen Hausvätern um David Friedländer entgegenznhalteu gelveseu loäre, die bereit waren, sich lausen zu lassen, wenn man mit der Dogmenglänbigteit Rachsicht haben ivollte. Versuche, Mendelssohn zn belehren, wurden nicht mehr genracht. Wenige Jahrzehnte nach seinem Tode war es nicht mehr nvtivendig, sich mit der Bekehrung der Inden groß anzustrengen. Es war die Beit gclonunen, too viele, mn mit Biendelssohn zu reden, taten, lvas die ,U lughei t v ä t, w c n u das Gewisse n schweiget". _ JW Ml «WllleilÄli Ohne das; es besonderes Aufsehen erregte und ohne feierliche Grabreden hat in diesem DNonat eine deutsche Zeitung, die durch über Ztoei Jahrhunderte mit der deutschen Geschichte und insbesondere mit dein kulturellen Leben der Reichs. Hauptstadt anfS engste verknüpft war, ihr Erscheinen einftellen wüsten. 1704 bis 1904 ~ 200 Jahre ist aber jedenfallö ein lvürdiges Aller, in dieser Zeit ist die „Boß", die „Berlinisclfe Zeitung von Ttaalr- und gelehrten Sachen", zu eine», feststehenden Begriff geworden, der auch in der Zukunft bei rückblickender Betrachtung aus Taut schlauds libernlos Biirgertinn nie ivird bergefsen iverden können. Es ist nicht nur ergötzlich, in den werlvvllen Vevgilblen Bänden einmal die Berliner Tagessch: ijlstellerei aus der Zeit Friedrichs des Großen zn studieren, man kommt, in das Blättern verlief!, schiverliel; nneder von den, eigenartigen Reiz fort, den das Tam'.nelsurium von Kuriosität,'!, und attueilen Berichten über historisch bedeutsame Ereignisse ansübt. Müßig wäre es natürlich, nur nach wesentlichen Angaben über das damalige Leben des Berliner Judentums Aussehan halten zu wollen, ivenn Ifier auch hin und wieder beachtenswerte Notizen zu finden sind. Aus den Jahrzehnten, in denen Moses Bcendcllssoyu und alle deutschen Juden sich au jedem Grenzschlagbau», „lvie Ochsen verzollen lassen mußleu" — nur die französischen Inden Nwrden von dem Leibzoll befreit sind ja auch iiüeressiereu-de Beknudnugrn in der streng religiösen „Boß" kaum zu erwarte,,. Gin Absatz in der langalmig!'!! b«'sii;a„!icheu Dchilderung vom festlichen Einzug Friedrichs in Berlin nach de», zweiten Lckflesischen Krieg im Winter des Jahres 17173 fällt auf: ..Auch hiesige Iudeuschasl heckte ihre Thnagoge aufs desto iUiuuinirot und mit einem schönen Gemählde geschmüclet. und hielte darin beh schöner Boeal.'uu-d Instrumeutal-Nlusie ein seiorliches Tanlstst ivegeu Tr. Köuigl. Nßhestat glück, liehen Znrücklnnsl. Bon der äußern Pforte bis zum Eingänge der Lhnagoge Halle man durch viele mit Tanger bc'flochlene und mit vielen Lampen erleuchtete Portal-Bogen zn gehen. Abends mn ts Uhr erwiesen Ihro Nlajestät die regierende^ Königin in Gesellschaft Tero Dnrchl. Herrn Bruders des Prinzen Ferdinands der Iudenschift die höchste Gnade, in tljv-c Thnagoge zn lowmen, da denn die Bocal-Ncusir, lvie auch der Tegenswnnsch des Rabbiners, der die Thora in der Hand hielte, wiederholet wurden, ivelchen letzter» die ganze Gemeinde mit lauter Ausrufung eines Amens beschloß." (Nr. 150, 1745h 1751, als 22jähr!ger, übernahm Lessing sunt einjähriger Ilnlerbrechung bis 1755) die tziedaltiou de8 gelehrten Artikels, und damit erhält das Blatt Nwit über die bisherige Starrheit hinaus ein eigenes markanles Profil, das „Zeüungsschreiben". Referate, Rezensionen uud Feuilletons 'werden zur Knnstsorm erhoben, und aus den verstaubten Blättern scheint die glänzende Prägung, die Lesfing seinen .Gedanken zu geben ver.mvchie, und. Ter keideiischafllickfe Ernst, mit dem er sie verlral. tzellA ljervorzulenchten als jemals. Plan lieft mit null» Hafter Freude die freudige Aukündiauug des „Buü- Wechsels eines Pliilowpljeu mit einem Juden" c'Gc die beißende Polemik, mit der er kleiulictze Eczncc abserligt. Er ist der 'Ahnherr des deutschen >nvnakismu's. uud Ludwig Börue. der au fai'.alisch'r Wa>!,ijeilsliebe mit ilm> welteisern kau», lnciist' liarlnäclig (und uuaerecl'tl. Lesung sei der eiiützp Deutsche, von dem man beftimntt behaupten limmc, er!;abe Ttil. Rach Lessing hat die „Boß" noch häufig ::f‘ haste oder berühmte Rledakteure beherbergst sln'-G ihnen viele Männer uud manche Frauen jildittch Glaubens. Oie alle lcaben sich bis zum lc!;:.':, Tßß ihres Wirkens au der „Boß" bemüht, die alte -r'.-'f ditivu der Zeitung „von Ot-mteuud,gelell'AAt Lachen" fortzufebei'. Nun erscheint sie nicht n'-ßl-- Das Vseboi Des Films „MLnrrer um eine Frau" Gegen die Entscheidung der Pulißelle. die dnn Fil», „Nlänuer mn eine Fran" wegen der BP Wirkung des ameritanifchc'!! Borers B!a( B'Tals Hauptdarsteller die Zulassung versagte. naU^ wie gemeldet wird, die P,elro Goldnufn Ai'U'H' Film A.>G. Beschiverde eingelegl. sie Oberfu» stelle hat iu ihrer Lißuug diese ^Beschwerde i»UZ^ gewiesen und das Verbot nnsrechlerhallc'». a Ilevereiiislimnmng mit der Prüsilelle und n» von dieser Ltelle veruommeueu Taclu'cuha.nuA des Reichsuüuillerinm.o für Bollsausllärm») > I. Propaganda hält die Oberpriisüc-lle dam» die Zensur nicht einfach an der Talsacln'I'wstst gehen könne, das; das deutsche Volt d>e m ' sührnng von Filmen mit iiidifchen Haupch.'.nm lern als Provotatioi, empfinde. Au dielst') Fil,ne müsse deshalb ein besonders strenger-w st stab gelegt iverden. Vorliegend sei es . hältnis des jüdischen TcirstellerS. der uactz . " der Oberprüfstelle vbeudreiu ein durchaus W . '^r.ThP sei, zu den iu dem Film nu IPj;u*1 nnhlfi,di scheu Frauen, das eine Verlel-m-ll nationalsozialijtifchen Empfindens im stU". .„j. neuen Lichlspielgesetzes von, 16. Februar l.-st lmlic. Aus diesem gesetzlichen VeebotchNmn die fernere Vorführung'des Films und B wohl in der Origiualfassuug wie iu der cclUF/' Fgfiung nicht mehr cwchwg'a.

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