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Central-Verein-Zeitung · 1934-05-03 · 18 (3.5.1934) · page 10

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
18 (3.5.1934)
Date
1934-05-03
Page
– (sequence 10)
Language
German
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fdjmfitftcm Königswagen im Purpurmantel: Joseph, der Hebräer. „Heil ihm!" rief man aus Lausend Mündern. Da faßte ich mir ein Herz: rasch sprang ich hinaus, rasch nestelte.ich vom Halse mein einziges Kleinod — die goldne Tafel mit der geheimnisvollen Schrift; die niemand entziffern konnte. Man hatte sie bei mir gesunden, als ich. ein unmündig Kind, aus ferner Fremde ins Land gebracht worden war. — <ir hob es aus, das glänzende Kleiod; sein Auge durchslog die «Schrift — wie leuchtete ihm die 'Stirn! — „Komm naher, Jungfrau! Tu bist ein Kind aus Jaalobs Stamme: Schwester Tina, die Arme, hat dich geboren. Hier ist dein Schmuck — verwahr ihn wohl." Er gab mir das Kleinod und strich mir übers .öoctr. Schon brauste der Festzug weiter durch die Stadt. Still schlich ich nach Hause — mir war's genug, daß Joseph wußte, woher ich tarn . . . Abermals vergingen Wochen und Monde. Ta hieß es, des Königs Majestät wollte dem Günstling, dom schönen Joseph, ein Weib vermählen: „Wähle die Schönste aus Stadt und Land: kein Vater wird dir die Tochter,weigern!" — Aber Joseph sprach: „Herr und König, Qib mir die Jungfrau Asnath zum ehelichen Gemahl, die im Hause des Potiphar auserzogcu wurde." — Und so geschah cs: er nahm mich zmn Weibe nach den Gesetzen Israels. Ta hatte all mein frühes Leid ein seliges Ende. Igaron. Das Kind sitzt im weißen Gitterbett und wartet. — Es wartet, bis Mnttec kommt, um zur Nacht zu beten, wartet aus den Kuß, nach dem cs so süß und selig cinschläst. — Es sitzt aufrecht in seinen Kissen, unendlich müde und doch noch erwartungsvoll: Mutter lomint zur Nacht zu beten. Heilige Stunde des Tages. — wenn die Mutter allein am Veit ihres Kindes ist, um ihm die Furcht zu nehmen vor der Nacht, um cs einzuwiegen mit einem Vers, einem Lied, einer Litte zu Gott. Zuerst ist es das Wiegenlied, das Baby in den Schlaf singt; daun wandelt sich bald das Schlaflied zum Gebet, Tenn Baby selbst lernt Wort und Sprache und bildet den einfach-kindlichen Wortlaut des Nachtgebetes, den es von Müllers Mund abliest, ablernt. Was beteten wir, als wir klein waren? Wir wissen es noch ganz genau. Es hat sich uns eingeprägt, das Kindergebet, cs hastet tief in unserer Seele und immer wieder taucht es aus: .wenn wir Nachts einsam-hilflos sind, einsam in Lebensangst und Nöten. Und obgleich wir unseren Gott tiefer erkannten und bewußter fanden, flüstern wir dann üumer wieder den einfach-naiven Vers aus frühester Kindheit, den nur von der Mutter lernten. Es war int letzten Kriegsjahr in Straßburg. Anja hatte mit Walter einen Spaziergang an den Staden gemacht, wo die alten Kastanien ihre Zweigs tief über das Wasser der Jll niedersenken, und dann waren beide langsam zur Innenstadt geschlendert. „Kennst du die Synagoge?" hatte Walter Anja gefragt, und Anja erstaunte über diese seltsame Frage. „Natürlich kenne ich sie —" Walter hatte ihre Antwort nicht beachtet und bat in einer nervösen Erregung, daß Anja ihn ins Münster begleite. „Ich muß morgen ins Feld, komm, gehen wir zusammen zur Synagoge, Abschied nehmen." Ins Münster? Anja war befremdet von Walters eigenartigem Wunsch. Doch dann waren Sie beide in einen dunklen Nebenraum des Doms getreten, und Anja hatte sich führen lassen. Walter blieb bei den beiden Frauengestalten stehen, die hier vor der dämmerig grauen Steinwand majestätisch und hoch den niedrigen Raum erfüllten . . . aufgerichtet und sicgcssicher die Kirche, in weicher Haltung, den Kops gesenkt, die Synagoge. Tie graugrüne Uniform Walters verschwand fast in der dunklen Beleuchtung des .Kirchenwinkels, wo man die edlen gotischen Figuren in den Kriegsjahrcn untergebracht hatte. Man sah nur ganz deutlich die Helle Haut des Männerkopses aus dem Schatten leuchten. Das Gesicht des Soldaten war emporgerichtet zu der Steinplastik, der Synagoge. Er nahm Abschied von der Heimat. Hier vor der Symbolfigur des Judentums, vor der Synagoge, die den zerbrochenen Stab in Händen hält, deren Augen hinter der Binde im Leid verborgen sind? feierte der Soldat seine Andacht. „Müde bin ich, geh'' zur Ruh*'oder .Lieber- Gott * — mach' mich fromm". So hatte man e8 uns vor zwanzig oder dreißig Jahren gelehrt,'so ist eS ein- Ä gegraben in unser Gedächtnis. Es taucht immer TjB9iT$jO wieder in uns aus. das kindliche Stammelgebet Der Kindergarten,, man ihn heute braucht' mit dein „PrivatenHang", der meist aus ganz persönlichen Litten an den lieben Gott unserer Kinderzeit bestand. Jeder hatte seine kleinen Privatgebete, sie waren cs, an die wir glaubten, fest, unverbrüchlich und wahrhaftig. An diesen Versen war nichts besonderes, nichts, was sie hcrvorhob und auszeichnctc, sic waren schlicht und einfach zu erlernen. Tas war wohl das wesentlichste an ihnen, daß sie fest.und unzerstörbar zum seelischen Besitz wurden. Heute aber wünschen wir für unsere Kinder ein lebendiges Eindringen in jüdisches Leben, in jüdische Tradition. Was liegt da näher, als dem Kinde schon mit der Erlernung der Sprache Laut und Sinn eines jüdischen Gebetes zu lehren. Es gibt ein Nacht- und Morgengebet für Kinder;, aber erst das größere Kind wird den hebräischen Tert des Gebetes erlernen können. Für Baby aber, das von der Mutter abends im Dettchcn Verse vorgesungen haben will, und das versucht, diesen Singsang nachzuahmen, sind diese Kindergebete viel zu schwer und tiefgründig.' Ein kleines Kind braucht einfache Gedanken und schlichte Worte, die es wie im Traum aufsängt, höchstens vier Zeilen, die sich wie im Nu einprägen. Wenn es älter wird und zu lernen beginnt, wird es in neuem Gewände das altvertraute Stammelgebet begrüßen. Es ist die große Weisheit der alten Gebete, daß sie als Kern solche einfachen Kindergedanken enthalten. Ter Rllmn, der im Gebete vor Gott zum Kinde geworden ist, sagt im Morgengebet: Ob ich wache, ob ich schlafe. Es wacht in mir Tein Licht, Trum furcht' ich nichts, . Nicht wankt mein Mut, Ich bin in Gottes sicherer Hut. Solche einfachen und schönen Stellen der Gebete kann man herausgreisen, sie noch etwas vereinfachen, und schon, hat die Mutter ein erstes Kindesgebet „entdeckt", schöner und besser, als alle Erfindungen unserer modernen Pädagogen. Von der Mutter mit einfacher Melodie vorgesungen, wird es hasten bleiben. Wenn dann später das Kind vom Lehrer den richtigen Text „lernt", wird es an die Erinnerungen der frühesten Kindheit anlnüpsen können. Nicht vom Lehrer, von der Mutter hal es zuerst in seinem Leben erfahren, was Religion bedeuten kann, nicht als kalte Lehre, sondern als lebendige Wärme. Tie zwei großen Urerlebnisse, Mutterliebe und Religion, sind ihm zur Einheit geworden. Ruth. . Die Kindergärtnerin hat in dieser Zeit eine wichtige Mission zu erfüllen. In ihrem Beruf spiegelt sich am deutlichsten das. unruhvolle und schwere Schicksal der jüdischen Familie. Fast immer ist. im Gegensatz zu früher ein Kommen und Gehen von Kindern, bedingt durch.die Veränderung des Wohnorts,^durch den Wechsel des Berufs, durch vorübergehende Unterbringung der Kinder bei verwandten Familien. Um so größer ist das Bedürfnis, sie einer Umgebung von Ordnung und Gleichmaß rinzuvertranen. Nicht alle Kinder sind für ein Kinder- ' heim geeignet, das mit einer großen Kinderzahl rechnen muß, nnd das sich mit dem Einzelkind nicht so befassen kann wie in einer kleineren Gemeinschaft. Ein Kindergarten, der sich nicht nur über die wenigen Vormittagsstunden erstreckt, sondern der die Kinder bis zun: Abend behält, ist deshalb nicht nur zum wachsenden Bcdürsuis, sondern geradczu zur Notwendigkeit geworden. Tie Kinder werden am Mittag beköstigt: sie werden nachher zum MillagSschlaf hingelegt. Sie bekommen Kakao und Keks am Nachmittag und auf Wunsch sogar ihre Abendbrvtschnitten. Aur Abend hat die beruflich oftmals überbürdete Mutter keine andere Pflicht, als ihr Kind schlafen zu legen. Tie größeren Geschwister kommen am Nachmittag. unr ihre Schularbeiten zu nrachen und sich nach Wunsch zu beschäftigen. Tas Ganze trägt den Stempel der Familie, einer frohen Ungezwungenheit, einer ungehemmten Freude an Spiel und Arbeit. Tie meisten Eltern haben kein richtiges Bild von dem, was sie erwarten oder verlangen können, wenn sie ihr Kind für den Tag svrtgeben. Entweder „sie wollen es nnterbringen" oder sie wollen „daß es etwas lernen soll". Tie einen treibt die Not, die anderen der Ehrgeiz. Mit der bloßen Unterbringung der Kinder ist vielleicht den Eltern, sicher aber nicht dem Kinde geholfen. Es ist wünschenswert, daß ein Kindergarten, besonders, wenn die Kinder dort den ganzen Tag verbringen — über zwei Räume verfügt. Ter eine dient zur Aeschästigung, zur Sammlung, der andere zu freiem Spiel, zur Entspannung. Es gibt Kinder, die sich gelegentlich aus der Gemeinschaft lösen müssen, und wieder andere, die sich erst in der Gemeinschaft entwickeln. Biele Kinder, die sich im Kindergarten nicht cinleben können, die aufgeregt oder getangweilt nach Haus kouunen, finden nach der einen oder anderen Seite in dem betressenden Kindergarten keinen Ausgleickp Es genügt nicht, daß die Kinder durch die Beschäftigung geschickt und selbständig werden; es genügt auch nicht, daß sie sich in: Sommer so viel als möglich im Freien tummeln. Da der Kindergarten sich als allgemeine Einrichtung für das vorschulpslichtige Kind in einer Weise durchgesetzt hat, daß kaum noch eins zu Hause bleibt, ist die pädagogische Reise der Kindergärtnerin von weittragender Bedeutung. Bei jedem Kind muß die Synthese zwischen sozialer Eingliederung und individueller Auslösung erst erprobt und gefunden werden, damit cs im Kindergarten das findet, was sich in der Familie mehr oder weniger von selbst ordnet. Auch das verlockende Angebot eines Gartens genügt nicht, wenn er nicht bestimmte Bedingungen erfüllt. Er muß Sonne und Schatten zugleich haben, eine kleine Wiese zum Tummeln, einen Buddelplatz, ein Stückchen Anlage zum Bepflanzen nnd. wenn möglich ein paar Turngeräte. Damit ist schon genügend darauf hingewiesen, daß die Führung eines selbständigen Anja konnte nicht sprechen, es war eine so seltsame Stille in dem Raum. Sie hörte die Worte Walters fremdartig in dem Raum schallen: „Ist sie nicht edel und schön, diese Gestalt mit dem demütig geneigten Kopf, und ist sie nicht stolz und erhaben in ihrer Trauer?" Die schlanke Figur in dem rötlich-grauen Stein stand in den blauen Schatten des Raumes eingehüllt, wie in einen Mantel. Die Falten des Gewandes flössen herab, leicht und weich umgaben sie den Körper, der zu leben schien. Die ganze Haltung dieser Frau atmete Hingabe und Vergehen. Gewiß, die andere neben ihr war herrischer und bewußter, und ihr Kopf sah lächelnd und sieghaft aus in seiner klaren Zeichnung; aber die Synagoge war in ihrer Temutshaltung noch süßer und inniger. Rührend zart hatte der Künstler den Kopf der Steinplastik geformt. Das Oval des seinen Gesichtes mit dem gescheitelten Haar, umrahmt von zwei kindlichen Lockensträhnen, die niederfallen zur Schulter der Frau, — es drückte soviel Schmerzlichkeit und Ersülltfein aus, daß Anja es fühlte und verstand, warum Walter hier noch einmal Abschied nehmen wollte, ehe er auszog . . . und sich versenken wollte in den Ausdruck der Synagoge. Und wortlos schaute sie neben Walter aus zu ihr ... die über ihnen stand, mit zerbrochenem Stab, die Binde über den Augen. abgelegeneil Raum, wo die Figuren stehen mußten. Der Raum war leer. Leer und einsam. So leer wie ihr Herz und ihr Gefühl. Sie hatte Walter verloren, unb jetzt fand sie auch die Erinnerung nicht mehr, die sie suchte. Anja fragte den Küster nach den Figuren. Man verwies sie an das kleine Seitenportal, durch das die Fremden, die Straßüurgs Sehenswürdigkeiten besuchten, Einlaß fanden, zur weltberühmten Straßburger Uhr. Hier fand sie die beiden Plastiken wieder. Sie waren zu beiden Seiten des Portals über dem Eingang angebracht. Tie Synagoge links, die Kirche rechts. Es schien Anja, als seien sie kleiner geworden, als hätten sie eingebüßt an Größe nnd Erhabenheit. Damals hatte sie aufblicken können zu ihnen; denn damals ruhten die Gestalten eingchüllt in die einsame Stille des geschlossenen Raumes, der fern war der Straße und dem Alltag. Jetzt standen die Figuren im Hellen Tageslicht. Kinder spielten vor der Kirche, Menschen kamen und gingen. Und Anja suchte'die Erinnerung. Sie trat ganz nah hin zu dem Bildnis der trauernden Steingestalt, inn bei ihr jene Stimmung wiederzusinden von einst. Und wieder sah sie aus zu dem wunderbar schönen Kops der Frau, und wieder fand sie Trost und Hilfe . . . hier vor dem Symbol der Schönheit im Leid. L.P. Jahre sind'seither vergangen. Als Anja Straßburg wiedersah. wehte die Trikolore über dem Münster. Sie wollte die Synagoge Wiedersehen, jene Synagoge, mit der sie die Erinnerung an Walter verband, wollte jenen Tag herausbeschwören, an dem sie beide Abschied genommen hatten. Ihr Schritt hallte an den hohen Säulen des Doms empor, und der Hall verfing sich in den roten und violetten Scheiben der Rosettenfenster, durch die das Licht in Strahlenbündeln in die Kirche einbrach. Sie kam zu dem Die LlttöbildttttgsstäLte für jüdische Kindergärtnerinnen' und Hortnerinnen beginnt ihren Lehrgang Mitte Mai.. Ter Pensionspreis beträgt 50,— RM monatlich; das Schulgeld 25.— RM monatlich. Es sind' noch einige Plätze im Internat frei. Anmeldungen sind unter Beifügung eines selbstgeschriebenen Lebenslaufes, des Schulabgangszcugnisses und des Nachweises der hauswirtschaftlichen Ausbildung und Betätigung an die Geschäftsstelle des Lehrgangs Zentralwohl' fahrtsstelle der deutschen Juden, Berlin.-Charlottenburg 2. Kantstraße 155, oder an den Indischen Frauenbund (Neichsgeschästsstelle), ebenda, zu richten, - Kindergartens um so ulnsasseudere Vorbereitungen braucht, als die Kinder nicht nur bewahrt. sondern in ihrer gesamten körperlicher! und geistigen Ent- 1 lmcfhmg gefördert werden sollen. Gerade aber m diesem Berns ist die Nachfrage für KinderM. nerinnen als Hanshallshilseii, besonders für .bald, tagsstellnngen, sehr groß. Es braucht nicht erst gesagt zu werden, wie nvtrvendig gerade das gebildete und selbstärrdige junge Mädchen zur Kinderpflege ist, dem die Mutter in ihrer häufigen AbwcsenPii die Kinder beruhigt überlassen kann. Mehr als früher nürd die Kindergärtnerin, ob angestellt oder selbständig, in soziale Fragen hinein, gezogen. Wenn früher ein Kind vom Kindergarten nach Haus ging, so war die Kindergärtnerin von der weiteren Verantwortung entbunden. Heute ge, hört es in ihre, allerdings freiwillige Ausgabe ein, ihre Schützlinge bis in das häusliche Leben hinein zu verfolgen. Schon durch die tägliche Beköstigung ist ihr auch das leibliche Wohl dev Kinbes unterstellt und der Kontall mit den Eltern inchr als wünschenswert. Tann aber auch gibt es gerade heute eine Maningfalligleit erschwerender Umstände im häuslichen Leben, durch Veränderung der Wirt, fchastlichen Verhältnisse, durch Krankheit der Ellen! oder der Kinder selbst hervvrgeruseu. Tie Kinder, gärtnerin kann ans vielfache Weise helfend und ordnend eingreisen. Tainit wird ihr Kindergarten zu einern Heim, zu einer Stätte lindlichen Friedens nnd kindlicher Freude, in das alle Vebenvgebiete mitnben. Ihr Berns ist heule derjenige, der die Bürde deS jüdischen Schicksals aus die Schultern nimmt, den Eltern zur Entlastung nnd einer wecdenden Generation zmn Segen. Meta Samson Brief einer zärtlichen1 muner Btosessor Aron WvIfsob n. ehemals Lchrer. an der Wilhelm.cclmlc in Breslau, war Häler der Erzieher von Giaconw Meier (A!rnerbeer> und seinen Brüdern. Naebstebeuden Brief, bei, aß Mutter BteyerbeerL, Ainatie Beer, Uu'!][ im gu'ne 1513 an den Lehrer ihrer Söhne ßmtljio; ba:, Mit uns ein Urgrotznesse Professor WelsjHiv. Max Thurnauer (Aschasfeubnrg). angeregt timli den kürzlich in diesen Blättern vervffenlllchlen "Mm sah „Amalie Beer und ihre Söhne" zum Mlbbrnc! zur Dersügung. Herrn Pro scsi ov A. Wokssohn wohlach. Tarmstadt In diesem Augenblick erhalle ich Ihr Sdpc-ibm vom 28 t mit der angenehmen Nachricht, daß es mit Ihrer Gesundheit allmälig besser geht, und ich bin überzeugt, daß wenn es gute Witterung bleib!, st werden Sie mit göttlicher Hülse bald wieder rstnzliü hergestellt sein, nur suchen Sie sich so viel als möglch zu zerstreuen, nnd lassen sich nichts abgehen an Fhm Pflege, denn Beer ist würklich so gut, das; er cl'ci mit Vergnügen für Sie thut. was auch nicht mehr wie billig ist, denn wie viel Tank sind wir tzhwn schuldig, und wie viel trägt es zu meiner Ruhe Ei die lieben Kinder unter Ihrer Aussicht zu. wissen. Ich wünschte nur noch. daß Sie mehr Veriramn zu uns hätten, und uns immer frei nnd ohne llmstinll sagten, was Sie wünichen, tvir werden es beide als ein Betreiß von wahrer Funutudschasi averlemtert. Böglers Schreiben hat mich sehr erfreut, unr mch er es nicht übel nehmen, daß ich ihm heuue null antworte, wir haben Morgen eine deine Suur, daher ich heute viel zu lhnu habe. künftige Res werde ich ihm antivorten. lieber Meyers Psalm sind o Recensiouen. -eins, was sie die Eine Hanen mir zu schicken eins im Morgenblan, und eins tu au Hamburger Blatt, eine Vvrtheilhaster als die andere, wie glücklich mich das macht, darf ich Ihnen edler Freund der alles so lebhaft mit mir sühli wohl »d;: erst sagen, so viel ist ausgemacht manche Freudcathräneu habe ich schon darüber getveint, aber auch Beer ist selig damit, und mein Vater sehr gbiclüch damit. Gott der Allmächtige erhallte uns den lndcu Jungen nur immer gesund dieses ist mein slelwa zum Himmel Tag nnd Nacht. Glauben Sie. me::: licbcr Freund, daß ich seine Entfernung sehr l\t) W'* ich muß öfters mein ganß bischen Vernunft z'H sammeu nehmen um nicht zu unterliegen, daher sein Sie versichert, daß jeder Posttag ein Freudchteg für mich ist. und in den Augenblick bin ich gewili A allen guten fähig, wo ich Brief von ihm habe, dann komm ich' mir vor als beim Anblick der ans urd untergehenden Sonne daß bringt jedesmal em-s heilige Stimmung in mir hervor, so auch em Anll von Meyer. Er ist aber auch meine Sonne denn er verbreitet Lick)t über uns alle. Heute war der Baron Vlartens bei tnir der eigentlich bei Aä'her wollte, er sagte er hatte vor 5 Jahr seine Betana!' schast auf der Akademie gemaelst, ist von hn'r iM Italien gegangen von da nach Paris, jetzt hat der Kaiser hier her als Courier gcfclitcft, er ch. auch den. Herrn GeheimratH Vogeler er grui Meyer herzlich. Grüßen und küßen Sie Meyer st mal von mir. Und leben Sie so lvohl als es wmhuz Ihre Sie liebende Freundin „ „ Amalia Mer. Grüße. dem ynten Hans 1000 Küße so bald ich Zstt er ein recht langen Brief von mir haveit^ km Bischosswerder hat mir ansgetragen tzs 1000 Schönheiten von ihr zu sagen , in Eil den Morgen habe ich 50 Person hucl -strage NU. begann am 1. B'mt mir eu Kursus zur Vorbereitung auf den Yaij-' lidjen Beruf. Kursusdauer (5 Moitau'. •25 NM pro Monat etttschlleßltch Mtttagenst Schülerinnen könnten noch Ansnahine Ist *• fragen an die Leiterin, Annemarie Laguer. die BernsSberatung der Jüdischen Gemetno 6. 2, Rosenstraße 2—1. 7455208809

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