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Central-Verein-Zeitung · 1934-05-03 · 18 (3.5.1934) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
18 (3.5.1934)
Date
1934-05-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Liturgis-MisMner^-.-dir-, sn.-ein jüdisches-Vdk,- an'efttKÄuckkshr' nach Palästina und an . einen persönlichen Messias erinnerten. Sie bemerkten hierbei nicht, daß das kümmerliche Gebilde, das diese Sterilisation und „Reform" zuräckließ, weder' , jüdisch noch christlich, sondern schlechthin unecht. I Winlich und abgeschmackt war.' Gegen die jüdische AssimilaUon trat gegen Ende : des vorigen Jahrhunderts der Jwinsiniis erfolg, reich hervor/ Senders charakterisiert den Herzlschen Zionismus als jüdische Assimilation an den europäischen Nationalismus und sieht in der „Poale- Zivn" die marxistische Parallelerscheinung innerhalb der zionistischen Bewegung. Erst der Knltnrzionisntns Achad Haains und der „Nationale Sozialismus der Hapvcl hazair" seien jüdisch eigeuständisch. Hier sei man zur Dissimilation vorgeschritten. Die Zionisten der Gegenwart seien in ihrer Mehrzahl kaum als „dissimiliert" anznsehen. -hieran lnüpst Senders seine bedeutungsvollen Schlußworte an: „Dissimilation" als Gegensaß zur „Assimili. lation" kann — ebenso wie diese — mir von : den Juden selbst nnsgehen. Wcim der Arier. Paragraph den Juden von einer Betätigung in der deutsll)en Politik und Kultur ansschaltet, so ist das — wie manche meinen — keine „Tijsi. milntion", da er nur einen äußeren Zustand regelt, aber ans das Innere des Juden zunächst keinen Einfluß I)af. Wir können die Inden nicht anders, nicht jüdisch machen. Das ist ihre Ausgabe. Wir tönnen nur darauf achten, daß nicht wieder dieses deutsch-jüdische Tnrcheinander entsteht, in dem der Jude sich als l'rnaeasiior uariiinnincmisgcbcn, und als Aepräien- .tanten deutscher Alultur suhlen konnte. Dafür in die Aricrgrseßgebnng da. Bom nationalsozwlistischen Standpunkt ans. lviisegnent zu Ende gedacht. wäre es nur zu begrüßen, wenn mm die Inden ihrerseits die äußere Grenzziehung des Arierparagraphens mit der inneren Grenzziehung der „Dissimilation" beantworten würden. „Dissimilation" — das ist die grvs^ Ehancc der dcntichen Inden, durch den Ausbau einer eigenen Gefühls- und Borstellimgsivelt von sich ans einer unfre'nvilligen Situation einen Sinn zu geben, ße zu einer freiiviUigen unxzngestalten, und ihr so den Tiklatcharakter zu nehmen." Mehr als beispielhafte Bedeutung mißt Lenders dem Kulturbund deutscher Juden für die kulturelle Vollziehung der ..Dissimilation" bei, ben das Dritte Reich hierfür den Juden in die Hand gegeben habe: „Wenn freilich der sogenannte jüdische.Kulturbund glaubt, sich durch die unermüdliche Ausführung von ausgerechnet „Nathan der Weise" einsühren zu müssen, so ist das eine hilflose Geschmacklosigkeit, die zeigt, daß man dort den Wink nicht verstanden hat. Der Kulturbund, der unter Leitung von so entschlossenen Assimilanteu ivic Dr. Singer lind Bad steht, hat überhaupt eine bemerkenswerte Scheu, spezifisch jüdische Motive in seine Arbeit hineinzutragen, obwohl die jüdische Literatur, besonders auch die hebräische und Jiddische, genügend Stoff luden könnte. So freilich ist „Tissimilatiou" nicht gut möglich. Aber vielleicht wird einmal eine Um- -gestaltung der jüdischen Schule das nachholen, was-der .Uultnrbimd versälimt. Aber das ist schließlich nicht unsere Sache. Für uns genügt der Arierparagraph und eine ergänzende Erziehting des Balles. Dissimilation der Juden ivürde diesen in allererster Linie selbst zugute lammen, die sich saust ständig durch den Arier- Paragraphen kulturell depvi'sediert vorkommeu n'üssen, »veil sie — wenn mau den Jtitlhtrbund" als Maßstnb nehmen wollte! — offenbar über eigene Kultur nicht verfügen oder nicht verfügen wollen, die ihnen einen geistigen Standort, eine geistige Heimat geben könnte." Soweit Lutz Lenders. m.. Die „I ü d i s ch e R u u d s ch a u" (27. April) antwortet Lenders mit einem Leitanssatz „Dissimilation". -Antwortet' ist kein ganz richtiger Ausdruck für die rückhaltlose Zustimmung, die sic Lenders schenkt, und die bei seiner Kritik des Kulturbundprogrammes sich sogar bis zu einer Unterstreichung des Tadels am Kulturbund steigert. Das zionistische Organ geht freilich über die von Lenders bestimmt nicht als Anerkennung gemeinte Feststellung der zionistischen Assimilationslage leicht hinweg, und verschafft, indem sie ihre Dissimilation der von Lenders gleichsetzt, der zionistischen Auffassung die Autorität des führenden Regierungsorgans. Eine kleine Paradoxie sei schon an dieser Stelle zu bemerken erlaubt: wir deutschen Inden des E.-B.-StandPunkteS assimilieren uns dem Deutschtum, dissimilieren uns jedoch von der herrschenden Rasseuidee. Die Natioualjudeu in Deutschland dissimilieren sich von Deutschtum, assimilieren jedoch ihre Idee an die herrschenden Nasscnansfassnngen. Etwas kann da nicht stimmen, aber bei wem, und inwiefern? .IV. Die beiden einleitenden Sätze von Lenders über die Unmöglichkeit, wie bei vielen anderen Gesellschaftsproblemen auch bei der Judenfrage eine „Auslösung" zu finden, und die Feststellung, daß deshalb alle' Theorien, die für die Judenfrage diese „Lösung" versprechen, „mindestens objektive Hochstapelei" seien, ergänzen und widersprechen sich in fruchtbarer Weise. Denn lehnen wir mit Lenders Hochstapeleien bei allen lösungsunfähigen Gesellschastsproblemen ab, so gelangen wir zum Ergebnis einer in ihren entscheidenden Beziehungen menschlicher Beeiuslussung unterliegenden ewig bewegten, sich wandelnden, also ewig unfertigen Welt menschlicher Zusammenhänge, von denen nur feststeht, daß in ihnen die Grundelemente von Haß und Liebe, Anziehung und Abstoßung, ewig wirksam sind. Nach der Bewertung, die je in seiner Zeit das eine oder daS andere Element genießt, entstehen Lösungsvorschläge — oder besser: Annäherung s - L.v s n n g e n der grundlegenden Gcsellschastsfragcn. Nicht mehr, aber auch nicht weniger gilt für das Gesellschaftsproblem der Jndensrage, für .die wir keine „Lösung" verlangen oder versprechen, sondern nur eine „Annäherungs-Lösung" wie die Wertmaßstäbe dieser Zeit sie znlassen. Lenders sagt mit Recht, daß es eine richtige und eine falsche Haltung gebe. Tie richtige legt die Maßstäbe der Zeit zugrunde, die falsche Maßstäbe der Vergangenheit oder einer vorgestellten Zukunft. Tann aber darf Lenders vom Liberalismus der Vergangenheit nicht sagen, daß er die richtige Haltung nicht gefunden habe: er hatte eben die Haltung seiner Zeit, und er hätte die „richtige" Haltung nicht gefunden, wenn er aus dem Teilgebiete der Judcnfrage epvchesremde Gesichtspunkte gekannt hätte. Ebenso falsch freilich wäre heute, inmitten einer antiliberalen Zeit, eine liberale Haltung einzunehlnen oder zu verlangen. Das Problem liegt eben darin, die der Zeit gemäße Haltung zu suchen und einzunehmen, wobei die Eigenschaft jeder Zeit, 1lebergang 31t sein, als ein historischer Grundsatz von unwiderlegbarer Richtigkeit vorausgesetzt ist. Es ist gerade vom Nationalsozialismus ansgesagt und für ihn als Forderung ausgestellt worden, daß er ewig revolutionär sein müsse, wenn er echter Nationalsozialismus sein wolle. Es besteht also selbst bei einer geschlossenen Weltanschauung die Unumgänglichkeit, zeitgebundene Ausdrucksformen entsprechend dem immer wieder aus seiner Berührung mit neuen Ausgaben sich erneuenden Geist nmznfvrmen und neu an ihre Zeit zu binden. Gerade auch im Hinblick ans Die Jndensrage beweist Lenders 'ernster geistiger Lösungsversuch die Erkenntnis vorn Wesen jedes Zustandes als Uebergang und jeder Lösung als Aufbruch, bei dem nngeroiß bleibt, zu welchem Ende er führt. V. Assimilation unb Dissimilation sind einfache Bezeichnungen für sehr zusammengesetzte Erscheinungen. Beide gemeinsam ergeben das für jede ihres Wertes bewußte Gemeinschaft < gesetzte Ziel: im Milieu fruchtbar eingeordnet zu sein und zugleich die eigene Sonderhaltung zu erhalten. Alle Politik und Kulturpolitik, ja sogar alles Geschehen in der Natur kreist um diese Pole. Als Ergebnis sehen wir eine Welt vor uns, die in unübersehbarer Fülle Synthesen ausweist. Lediglich auf weltverlorenen Inseln und Landschaften gibt es scheinbar ursprüngliche Menschen und Kulturen, die bezeichnenderweise Primitive genannt werden. Aber selbst hier findet die immer weiter vorwärttzstoßende Forschung Zusammenhänge, Einflüsse, Akzente, die ans Auseinandersetzungen mit anderen Hinweisen; bei denen weder Sieger noch Besiegte int eigentlichen Sinne sestznstellen sind, sondern eine neue eigenartig betonte Erscheinung vvrliegt, in der ununterscheidbar Elemente der um die Gestaltung ringenden Faktoren verschmolzen sind. Ebensowenig wie dort im einzelnen fcstznstellcn ist, mer Sieger oder Besiegter war, ist zil unterscheiden, was bei der Assimilation willensmäßig und was unbewußt sich vollzieht. Bei der Dissimilation spielt der. Mille die größere Rolle; wieweit die Dissimilation aus ihrem eigentlichen Gebiete, bem Minderheiten- und' Völkerrecht, wirkscun werden kann, ist in diesem Zusammenhänge nicht zu .prüfen. . . Das große Mißverständnis um die deutsche Judenassimilation liegt darin, daß man sie als gewollte Auslösung der jüdischen Gemeinschaft im Deutschtum ansieht. -Das widerspräche dein VeharrnngSivillen, der in jeder Gemeinschaft, vor allem einer geschichtlich überkommenen, ruht. Es gibt einzelne Fahnenflüchtige, es gibt auch Gruppen'von so verdünnter Eigenwertcmpfindnng, daß als Ergebnis ihres Assimilationswillens nicht Anähnelung, sondern Auflösung und Anfgehen folgt. Es sind viele Stämme tut Verlaufe der Weltgeschichte so verlorengegangen, und neben die zehn Stämme des jüdischen Volkes ' sind die großen germanischen Stämnte der Völkerwanderung und ihrer Ausläufer zu stellen — Eimbern, Teutonen, Langobarden, Normannen—, die nur teilweise'im Krieg erloschen, mehr noch in widerstandsloser Assimilation zur Auslösung kamen. Von dem großen Schmelztiegel Nordamerikas ganz zu schweigen, bei dein nicht anseinandcrznhalten ist, wer sich wem gewollt assimiliert, wo cs aber immer sichtbarer wird, daß schließlich doch das Unkvntrollicrbare, das Untcrbewnßte: der Boden siegt und den Menschen ihre körperliche und seelische Aehnliehkeit gibt. Jedenfalls zeigt unsere jüdische Geschichte als Beweis jüdischer Lebenskraft nach fast zwei Jahrtausenden Entfernung von der prägenden eigenen Volkslandsrhaft noch heute deutlicher und zahlreicher denn je Menschen, die sich als Inden empfinden und die Inden bleibeit wollen. Hier liegt eben als Ergebnis von Assimilation unb unbewußter Dissimilation die Erhaltung des Judentnnts bis in die Gegenwart vor. Das wurde vor allem dadurch möglich, daß die Inden sich itieht mir an ihren Umkreis und dessen Menschen jeweils assintilicrteit,' sondern zunächst ait die großen Zeit st r ö m tt it g c n und d a n n c v ft a it d i e engere Umgebung. Die großen Zeitidecn zwangen also gleichzeitig Inden wie Umwelt ihr Gepräge ans. Beide wurden, mathematisch ansgedrnckl, derselben dritten Größe ähnlich — und deshalb auch untereinander. Die Epoche des Liberalismus beispielsweise machte Juden wie Nichtjndeit liberal. Und erst in zweiter Reihe, teils gewollt, teils wieder nach dein Gesetz der Anziehung durch größere Körper unbewußt, assimilierten sich die liberalen deutschen Inden an diese libercale deutsche Umwelt. Es bleibt also, selbst bei allem Willen, die Assimilation an die lim- Welt ausznheben, die Unmöglichkeit, über die Assimilation an die Zeitideen hinwegzukom-- inen. Und deshalb können wir Lenders nicht solgett, wenn er das jüdische Bestreben, der '„Jndensrage" znenilansen, gleichsetzt mit: dem Indent n tu entlaufen und die „reine. Glaubensgemeinschaft" als einen „Trick", unser Dentschsein als eine „Verkleidung" ansieht. Als diese Assimilation sich vollzog, war alles echt tmd richtig. Unser Tentschsein vertrug den schärfsten Maßstab, den man an-, legen mochte, solange Witte, Benmßtsein. Sprache unb Opferfähigleit für die Zugehörigkeit zur deutschen Ration ansreiehten. Und ebenso steht es mit der Abwertung der G l a n b e n s g e m e i n s ch n s t, zu der in dent weltlichen 19. Jahrhundert allgeinein, auch bei den anderen nur sehr vereinfachte Beziehungen bestanden. Es darf doch nicht vergessen werden, daß die deutsche Gegenwart undenkbar ist, ohne die Vorbereitung, die das 19. Jahrhundert schuf, selbst wenn man den großen Umbruch Deutschlands als Antithese zum 19. Jahrhundert an sieht. Auch Deutschland und das deutsche Volk ttnterlagen dem großen Gesetz der Assimilation an allgemeine Zeitstrvmnngen. Die Kulturen wurden einander vom Stand- Pnnkt des Eigenwertes der Volk-Kultur zu ähnlich. Die nationale deutsche Revolution ist ein großer Akt deutscher Dissimilation von den müderen Völkern — wobei auch hier schott jetzt wieder erkennbar wird, daß selbst in den großen liberalen Demokratien der Welt der Liberalismus neue Formen gewinnt, die jenen Untergründen ähneln, die den Nationalsozialismns tragen. Wieder werden sich die unabänderlichen Anähnelungsgesetze geltend machen,. bis sie einen Sättignngs- — mitunter vielleicht einen Uebersättigungs,zustand geschaffen haben — und dann beginnt der Regenerationsvorgang — die Dissimilation — der einzelnen Böller von neuem. Nichts kann aber die Elemente beseitigen, die jede Epoche WH ir .V i J L ll 3 vi.-Uk'j,. ' neu in die Fundamente der Völker gelebt Und nichts kann aus der Srtbstanz schen Juden das deutsche Erlebnis in 2 und Herz beseitigen. Was auch immer Z außen oder innen im deutschen ^ubentm geschieht oder gewollt wird, muß diese 1 sachen in Rechnung setzen. VI. Dissimilation kann niemals rück wärt? wirken. Man kann willensmäßig den milationSvorgang verlangsamen, man kann feststellen, wo er unmöglich ist, iueil eine jüdische Assimilation an Ideen und Vorgänac die in jüdischer Geschichte und Lehre ohne Bestätigung sind, sich nicht vollziehen kann Insofern liegt gegenwärtig eine immanente Dissimilation des jndischbewnßten deutschen Judentums von der Zeitidee des Rassen, staates vor. Aber weder Wille noch Gesetz dessen obrigkeitliche Berbilidlichkeit wir gerade auch vom jüdischen Religionsgesctze her anerkennen, kaitn zweierlei verhindern: das; die deutsche Gegenwart itt den Erscheinungen, die unser Jndesein nicht zerstören, unser Judentimt nicht entwürdigen, assimilationArästig für uns deutsche Inden bleibt, und sodann, daß unsere Fortexistenz in Deutschland aus der Tatsache geprägten deutschen Judentnnts beruht. Wenn hierbei das. wie Lenders es nennt, jüdisch Eigeusläudige stärker zum Ausdruck kominen wird, so zeigt sich ja gerade die Lebensfähigkeit des denb scheu Judentums daraus, daß 0* iuuechalb des deutschen Ranines diejenige Assimilation an Zeitgedanken vorninunt, die es in ii'mt nicht fremder machen, sondern als deutsches Judentum erhalten. Tettn wir sehen dieses jüdisch Eigenständige ans geistig-religiösem Gebiete, weit wir keine Heimatlvsiczkeit durch nationale Eigenständigkeit erstreben. Dadurch schassen wir uns iunerhalb Deutschlands, in ben der „formalen Geieju gcdttng unzugänglichen Grenzen" müerca geistig-seelischen Raum, in dein mir jüdischer und damit utenschlich wertvoller werden u»d zugleich deutsch bleiben, iveil mir uuserm überkommenen deutschen Besitz um allgemeinwertige Ausstrahlungen des neuen Deutschtmns vermehren. VI l. Man muß Lenders dankbar sein, daß er beispielhaft das Problem des Kulturbundes d e u t s ch e r Jude it in die Srörternng hineinstellt. Seine Kritik geht vor. der für uns iticht erwiesenen Atöglichkeit rückwirkender Dissimilation aus. Weil Lessing Rcichtjude tvar, soll er nicht attsgesührt werden dürfen? Wem gehört dann Goethe, Beethoven, Shakespeare, Atozart, Acichelougelv. Bach. Lionardo, Wagner, Aienzel, Verdi - wem gehören sie eigentlich mt? Ten Böllern, denen sie ontstammen, oder der lltzelt, die sie begreift? Soll die Dissimilaiiou die Ä»b losung aller Ktiltnrsynthesen bedeuten? Seit rückwirkend ans dein deutschen Knlturkreis alles herausgebrochen iverdeil, was nicht dentschblütigen Schöpfern entsprang? Wir wollen die großen, mensehheitlichen, Deutschland ntitumgreisenden Bewegungen, wie z.B. Renaissance und Ausklärnng, nicht unterstreichelt, sondern nur einiges Ideengut jüdischen Ursprungs verfolgen, das unbewußt Deutschland und Deutschtum mitsorntte: die Bibel, durch Luthers Ucbersehuug und in zahlloseit Kunstwerken deutscher Besih. Soll nun alles ansgemerzt werden, was auf sie znrückgeht. in Tichtiutg. Rüisik, 'Malerei? Soll der „Faust" ohne das „Vorspiel im Himmel" gespielt werden, weil hier das „Buch Hiob" Vorbild tvar? Kann aus der Eeschichte der Rcichsgründuitg die Arbeit deutscher Inden von Nießer, Jaeoby, Simsen bis zu Lasker tmd Batnberger weggedacht werden? Will man ans den Rnndfnnk verzichten, rneil Hertz und Lieben seilte Grnndlageit fanden und schufen? Will tnan die deutschen Städte durchziehen und die Bauten ansmcrzeii, die jüdische Architekten errichteten oder deren Schüler? Sv wollen und können auch wir nicht atif Goethe, Beethoven, Schiller, W'ag^ »ter, Bach, Lefsing verzichten und aus unserein deritschen Erlebnis attsbrenneu. Sie gehören uns nicht nur, weil sie der Menschheit gehören, sondern iveil, als sie lebten und ivirlten. in Deutschlands Grenzen Juden ausnehmend tmd fördernd den Genius dieser Großen begriffen. (Fortsetzung Hanptblatt N. Seile.) JVjL SCm: bis zu •S0-*4.aQj£jÄ' KARADJÄ11 j/ bis zu //"-S' mm,in •a % % 6 y US bZU ,-J M o Provenienzen enlhältSfücke / h \^ STß-in allen Größen von seltener t ' QaWrtCff — von seltener , . - lauer ' ' ' 'r ’ ^)!!/ /, j! H t , //ff BerTi.. - > a Spondaue. Ü9" «*2£S4,3£ t >

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