Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 18 (3.5.1934)
- Date
- 1934-05-03
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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gl ist aus dem gleichen Grunde ungerecht, VI fordern, daß wir unsere Kulturarbeit jiddisch oder hebräisch treiben sollen, weil diese beiden sprachen vor nuserer deutschen Sprachgemeinschaft liegen. Jiddisch? Bester -Wt s ü r unsere deutsche Sprachgemeinschaft, to* ihren Elementen Hans Sachs' Sprache 'eitgenössisch und der Walters von der Vogelwei'de. Aber wird statt Goethes „Faust" denn das mittelalterliche „Fastnachtspiel vom Doktor Faust" auf der deutschen Bühne aufgesührt? Vielleicht mitunter aus literarhistorischen, folkloristischcn Gründen — und iv auch bei uns. Wir hoffen, daß aus der lebenden Generation der deutschen Juden Dichter und Dramatitcr erstehen, die jüdische Probleme der Zeit gestalten vermögen, wie Beer-Hosmann solche der Geschichte: daß einem von uns Gott gi sagen gibt, was wir deutsche Juden in diesen Monaten gedacht, erlebt, seelisch gelitten „aden. Aber er wird es d e n t s ch , in unserer Muttersprache, sagensicherlich werden aus dem Osten ^chauspieltrnpps kommen — sic kamen ja schon vor — und jiddische und hebräische Stücke spielen. (Sie haben dabei lt. a. Gutzkow und Shakespeare hebräisch gespielt!) Deutsche Juden saßen im Parkett, wie bei französischen, englischen Gastspielen, bei italienischen Stagiencs das. Publikum die Räume füllt. Muß Stoff, Sprache und Publikum mehr nur als in geistiger Aufnahmcbercitschaft nbcveinstimmen, nm Kulturleistuugen zu ermöglichen? Vir fühlen uns nicht „kulturell deposscdiert": kein Aricrparagraph kann uns unsere tzultur nehmen, sie ist mit uns, um uns, in imsbcutfqym Juden in Deutschlands Kultur, rrers geworden, und wenn man will, -ist' sie m so fern unsere „eigene" Kultur, als^ sie von ^.ckwen empfunden und gepflegt ist, und man 'n mem^ 2uden formten nicht deutsche iliutur Pflegen. Aber man lasse uns in un,erm eigenen Bereiche deutsch sein, wenn tu dem allgemeinen unzulässig geworden ist. ,?cr Abbruch unserer Möglichkeiten, schöpferischen Anteil am allgemeinen deutschen Kulturleben zu nehmen, ist ein Ausbruch zum Kulturschaffen der deutschen jüdischen Gemeinschaft geworden. Nicht literarische Ausgrabungen oder literarische Anleihen sind das Jiel, sondern Gestaltung übernommenen und Neuformungen eigenen Erlebens und Denkens. .Vielleicht wird .daraus, wenn die gesetzgeberische Dissimilation sehr lange dauert, eine eigenständige Erscheinung. Aber sie wird eine deutsch-jüdische E i g e n st ä n d i g k e i t ausbauen und entwickeln, weil von unserer Seite her gegen die formenden Äträftc frc-o deutschen Bodens und die Auswirkungen der deutschen Umwelt kein Widerstand möglich und, soweit es mit unserer Existenz und Würde vereinbar, auch nicht gewollt'ist. Was grich in unseren Kreiseil, vor: aller nationaljüdischen eigenständigen Zielsetzung weit entfernt, sich vollzieht, ist nicht Dissimilation, sondern Wille zur jüdischen Regeneration, der Wille, das nicht cintreten zu lassen, was Senders mit Recht als schlechthin--„unecht", „Peinlich" und „abgeschmackt" empfindet, nämlich die Untreue und Zusammenhanglvsigkeit nnt dein ursprünglichen Wert unseres jüdischen Seins. ZU 8§tz pptt i wmm * lltei Die Reichsvertretung der deutschen Juden hat folgendes Telegramm an den Herrn Reichskanzler gesandt: „Der .Stürmer' verbreitet eine Sondernummer, die unter ungeheuerlichen Beschimpfungen und mik grauenerregenden Darstellungen das Judentum des Ritualmordcs bezichtigt. Vor Gott und Menschen erheben wir gegen diese beispiellose Schändung unseres Glaubens in feierlicher Verwahrung unsere Stimme." Durch grelle Flugblätter angekündigt, erschien zum 1. Mai in verstärkter Auslage und in vermehrtem -Umfange das Nürnberger Wochenblatt „Ter Stürmer", nm sich unter der Schlagzeile ..Jüdischer Mvrdplan gegen die wchtjüdische Menschheit ausgedeckt" auf Zwölf stichillustrierten Seiten dem Nachweis jüdischer Nitualmorde 51t widmen. Der Historiker. der Theologe, der um obiellive Wahrheit bemühte Mensch weiß: Grciiclmärcheu entstehen überall und immer, >vo eine wehrlose oder in ihrer Abwehr- Möglichkeit beschränkte Minderheit, deren Imwillcben irgendwie als nicht völlig durchichaubar angesehen loird, diffamiert werden soll. Alan braucht gar nicht weit in die Geschichte hinabznsteigen, um diese Behauptung bestätigt zu finden. Ter Deutschenhaß noch dem Ausbruch des Weltkrieges lmd die Grcnelpropaganda nach der nationalen Revolution sind Belege für diese Erkrankungs- 'ähigkeit der Atassenseele. Wer erinnert sich nicht der schändlichen Behauptungen von den abgehackten Kinderhänden und den ausgestochenen Augen in Belgien, und der furchtbaren Verleumdung, h'.e erst vor wenigen Jahren im englischen Unterhaus öffentlich zurückgcnommcm wurde, iZü die Wichen kriegsgefallener Soldaten zur üellgewinmmg ausgebrateu würden? Wer die mau behauptete, ihre bildliche Be- Rlligung .zugeordnet ist? Ter genauere chenner weiß "von den französischen Bildcrlainnlluugen, die angebliche Photographien ''on Frauenanspeitschimgen, Gefaugeueumißhandinngell und sonstigen Greueln durch' Futsche Soldaten ausweiseu. Aber wird lemand zu behaupten wagen, daß diese Dinge Wscheheu sind oder daß, wenn irgendein entnrteter Eiuzelmensch seine verbrecherischen Anausgetobt hat, er damit Eigenschaften, >a wgar Gesehen seiner Gemeinschaft gefolgt teil Von Miuneius Felix — 200 n. Ehr. — mx Tertullian und Justinus Ätartyr an lampsteu die Kirchenväter des Christentums 'Mn. die Beschuldigung, daß der Christ von Wtuzions ivegen Ntenschen morde, und als F- Christentum nicht mehr Minderheit, son-, Frn Staatsreligion geworden war, iviederhoue sich der gleiche Vorgang: die offizielle ■:Vor 15Iah«e» d-..,...,: Arn 80. April wurde in München in einer von der Stadt im Benchmcn mit der Thulcgcscllsch-ast veranstalteten Frier der zehn Opfer-des Geiselmordes vom 9(). April 1019 gedacht. Aus diesem Anlaß veröffentlicht die „Münchener -Zeitung" im - Rahmen eines längeren Berichts die Bilder der .ermordeten Geiseln, unter denen sich anch der greise Kunstmaler Professor Berger, em Jude, befand. Aeich ihm Halle man gegenrcvolnlwnäre Bestrebungen vorgeworfen.' Seine- Verhaftung erfolgte, als er ein Plakat der Räterepublik abriß. 29er die Verhandlungen verfolgt hat. weiß, welche unerhörte Mißhandlung Berger erfuhr, und kennt die Zurufe der Atörder ans seinem TodeAoege: „Tein kommt sein Kohlrabi lieutc noch herunter". „Heute gibt eö gebackenes Hirn". . bet ' §-Sp$>$ eöio U DÄS sKMMUNgSR Rach der Verfügung bcS Preußischen Kultusunnisters vom 20. Oktober 19V wurde bisher nichtarischen Medizinstudenten die Approbation nicht erteilt, gleichgültig, ob sie unter die Ansnahmebestimmnngeu, die das Vernssbeamtcnimb ^ch'llgeseß znlassen. sielen, oder nicht. Tiefe Anordnung sollte nur vorübergehend bis zu einer reichsrechtlichen Regelung gelten. Jnznüschen ist eine Aendernng der .Vage eingetreten. Gemäß Verordnung deS Reichsministers über die Aendernng der Prüfungsordnung für Aerzte, Zahnärzte und Apotheker vorn 5. April 1999 (Öteiehsininisterialblatt Nr. 15 vonr U'>. April 1994, S. 900) sind bezüglich der Approbation für die drei genannten Verufsgrnppen solgeiide Vestiinmnngen oeiroffen: „Die Zulassung zu den Prüstncgen sowie die (sirteilnug der Approbation sind zu versagen, wenir berechtigte Zweifel an der nationalen oder moralischen Zuverlässigkeit des Olntragstellers gegeben sind, insbesondere, wenn schwere strafrechtliche oder sittliche Versehlungeic vorliegen." Jrgcudivclche Sonderbestinunungen für Richtaricr enthält die Verordnung riicht. ES ist daher zu hoffen, daß nunmehr anch die jüdischen Modlzinstcidenten. solveit sie nicht ans besonderen Gründen unter die in der Verordnung vorgesehenen Ansnahmebeslimmnngen fallen, ihr Studinm micber durch Erhalt der Approbation zum Abschluß werden bringen können. Kirche erhob die Blutanklage gegen die Sekten, Manichäer, Gnostiker, Karpokratianer und Marcioniten. Ebenso verhält es sich innerhalb der mohammedanischen Sekten, unb noch zu Ende des vorigen Jahrhunderts erhob sich die Wut der chinesischen Oefsentlichkeit gegen die christlichen Missionare, weil ihnen Blutnwrde an chinesischen Kindern nachgesagt wurden. In allen Fällen haben die Greuelmärchen eine Zeitlang gedauert. Ihre Verbreitung ■ hörte auf, wenn der gewünschte Zweck erreicht war. Nur der jüdischen Gemeinschaft, chie seit Jahrtausenden Atinderheit-ist, und deren offenkundige Glanbentzübnngen kennen zu lernen jene Psendowissenschastler flcf) nie bemüht haben, die anderseits die tiefsteri Geheimnisse des Judentums zu kennen behaupten, folgt noch heute dieser Schatten, den felbstckmzweiten Jahrtausend das Gespenst des Aberglaubens an die Erde lvirft. Päpste, Kaiser und Könige, Gclehrtenkongrcsse, die bedeutsamsten Wissenschaftler über Fragen der Religions- und Volkskunde, das Reichsgericht haben alles llNaterial geprüft, das seweils und seit je als angebliche Beweise für lRitliabnorde gesammelt worden ist. Ihr Votum lautet: n e i u! Soll man sagen, daß alles vergeblich war, weil 19154 in Nürnberg eine Nitu'allnord-Nummer des .„Stürmer" erschienen ist? Wir wiederholen die Namen, die - Taten, die Gutachten, die Gerichtsurteile nicht. ' Die Judensrage ist für uns nicht aus der Ebene ' der Ritnalmordbeschilldigmigen zu erörterm, Tie gleiche Nummer des „Stürmer" enthält unter der Ueberschrift „Atordplan gegen Adolf Hitler" Neujahrspostkarten, die angeblich vom jüdischen Kahal, „der geheimen Jndcnregierung" herausgegeben worden sind. Ter Kahal gehört in die Rubrik: Nitnalmordmärchen. Er existiert selbstverständlich nicht. Wer die Ansichtskarten herausgegeben hat. in denen Reichskanzler Adolf Hitler mit dem Haß und dem Bernichtungswillen desAnsichtskartcnherstellers bedacht wird, wissen wir nicht. Jedenfalls: aus Geschmacklosigkeiten miverantwortlicher Ätcnschen, die wir anss schärfste ablchnen, einen Acordplan der geheimen jüdischen Oberrcgieriing gegen den Führer des deutschen Volles zu machen, entspricht dem Vorgang, der'Ritualmorde durch Juden als wissenschaftlich erweisbare Tatsache hinstellt. MWrMMkKMg M Wta eiM LMM ÄErt Uober eine amtsgerichtliche Entscheidung von grundsätzlicher Bedeutung zur Frage der BNischehe berichtet das „Frankfurter Volksblatt" u. a.: „Ein arisches Atädchen Hatto sich mit einem 19jährigen Richtarier eingelassen und erwartete von ihm ein Kind. Der Kindesvater wollte das Mädchen heiraten und beantragte bei dem hiesigen Amtsgericht seine Volljahrigkeitserklärimg, da nach den deutschen Gesetzen- ONinderjährige. nicht heiraten dürfen. Da mit der Heirat dann das Kind als ehelich gilt, geben die Gerichte derartigen Anträgen in aller Regel statt. In diesem besonderen Fall sah sich daS Gericht zur Ablehnung des Antrages genötigt. In den Gründen wird ansgesührt: Es liegt zweifellos im Interesse des Staates, den Kindesvater, der seinem Kind zur Ehelichkeit verhelfen will, zu unterstützen. Anderseits jedoch hält es das Gericht snr unvereinbar mit seinen Aufgaben und für seinen Pflichten zuwiderlaufend, der Ehe eines Illichtariers mit einer Arrerin Vor-, schnb zu leisten. Die Entscheidung ist hart für Vtntter und Kind. Die Vtntter. die sich noch im Jahre 1990, als das Wissen um die Bedeutung rassenmüßigen Denkens schon festen Fuß im Volk gefaßt hatte, mit einem Juden eingelassen hat, verdient es nicht besser. Sie muß für ihreli Veichtsinn und mangelndes Verant>vortungsgesnhl bestraft werden. Aber auch die fraglos vorhandene Härte gegenüber dein Kind nuiß in diesem Falle in Kauf genommen N'erden, da seinen Interessen hier die der Allgeineiciheit gegenüberstehen. Hätte das Gerieijt durch Stattgeben des- Antrags dem Kckndesvater die Heirat ermöglicht, so wäre eine neue Mischehe geschlossen und der Jude instand gesetzt worden, ungehindert und mit besonderer staatlicher Geuehnngung eine Reihe von weiteren Bastarden in die Welt zu setzen. Der Staat, hier verkörpert durch das Gericht, muß es ans das entschiedenste ablehneii, hierzu seine Hand zu bieten." „VWWMsMZWM chmHsrtz- In diesen Tagen sind in der großen Presse viele ehrende Artikel zürn 60. Geburtstage Btareonis erschienen. Rianche gedenken dabei anch Heiirrich Hertz' des Entdeckers jener elektrischen Wellen, deren Kenntnis die VoransseZmirg für Telephon, Telegraphie und Radio sind,: freilich ohne zu erwähnen, daß Hertz nach heutiger Aussassung Rnssejride war. Die „Allgemeine Watteirsitzeider Zeitring" veröffentlicht einen Aufsatz: „Vtareoni, dem Pionier der Radiotechnik, znrn 00. Geburtstag" von A. Bn- ' littet. In ihm heißt es: „Als Student in Bologna fnnt er (Marcom). ein Schüler Righis — des Entdeckers einer für die Anssendnng elektrischer Wellen besonders wirknngövolleir Fimkenstrecke — anü) mit deir Entdecknngeir des dentschen> P h y s i k e r 3. Hei rr r ichHertz in Berührung. Bei aller großen Begabung war M W mM MWO Alles kann vergessen werderü aber diese? eine Wort ans der Thora hat noch nie einer vergessen, der es je gelernt hat: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!" Es ist leicht Pn-- gesprochen, das Wort von der Alenschenliebe; wie aber steht cs im Leben mit seiner Erfüllung? Ein Ehassidimrebbe hat es seinem Schüler begreiflich zu machen verflicht, was tvahre Liebe bedeutet. Ein Balicr, erzählte er, hat einmal seinen Freund gefragt, ob er ihm auch wirklich in Liebe verbunden wäre. Ter andere bctcnercke es. Weißt du aber auch, fragte der andere, kvas mir fehlt? Wie sollte ich das kvisseu, wandte der andere ein. Bin ich nidit mit meinen eigenen Sorgen genug beschäftigt? Da sagte ihm der: Jetzt sehe ich, daß du mein Frclind nicht bistz Damals, schloß der Rebbe seine Erzälzlnng, habe ich begriffen, als ich dem Gespräch dieser beiden Bauern lauschte: lver den anderen nicht in die Seele hinein liebt, ist nicht sein Frelind. Tie meisten fiitö so sehr mit sich selbst bcschästigh daß sie am Leben des andereil, seincu Freuden und Sorgen, fmtni einen innerlichen Anteil nehmen. In dem Tvra-Abfchnitt „Emvr" steht, man solle den Fremdling, der unserer Stütze bedarf, lvie einen Einheimischen behandeln. Denn, loird an anderer Stelle begründend hinzligefügt, ihr . wißt ja selbst, lvie einem Fremden zmilute ist. Ans Büchern allein loird man cs nicht lernen^ das Lebell ist auch hier der beste ^Lehrmeister. Wer selber einmal buvd] eine schwere Zeit hindiirchgegaiigen ist, lveitz, lvie dem andereil in derselben Lage zumute ist. Darum versteht inan auch das Wort ans den „Sprüchen der Väter", daß mau über eincit Vien scheu erst dann urteilen soll, wenn man sich in seine Lage versetzt hat. Vtanchcs harte, ungerechte Wort lvürde nicht fallen, wenn man sich die Mühe nähme, den anderen zu begreifen^ Und gerade darauf kommt cs an. Rtan spriclit, sagte ich, das Wort von der Nacllstenliebe so leicht hiic uub meint, nichts fei leichter zu erfüllen als dieses Gebot. Rein, cs ist unendlich schwer, mit ihm Ernst zn maihen. Wem der andere incht wirklich der — Nächste ist, den liebt er nicht. Wer Liebe empfangen will, muß selbst Liebe ansstrahlen. . Wie hat doch jemand, sinnvoll die llleberfetzung des Satzes von der N'ächstenlicbe variiert: Liebe deinen Nächstem denn'er ist — wie du! Vr. Fritz IMotke. dieser stille Gelehrte im Experimentieren nicht gerade glücklich. Das aber nutzte ONoreont mit der ihm eigenen außerordentlichen technischen Begabung nach jeder' Richtung ans.- Rach inü!,e- - vollen, oft enttänschenden Bernichen kani doch endlich der Erfolg! Die Berlvirklichnng Her Funkentelegraphie konnte durch ihn ihren s-iegeszug durch die Welt antrcten. . . . Wenn man Mareoiii die lveltmnspmmcnde Erfindung beimißt und ihm henke als den weitberühmten Großen im Reich der Technik I,nldigt, so müoe man nicht vergessen, daß gerade er es nur, der von der grundlegenden Orntdeckling eines D e u t s ch cu, d e * b e s ch e i b e n e u G Mehrten Hertz, seine bedenlsainen ersten Anregnngen erhalten hatte. 29 a s w ä r e Ri a r c 0 n i ’ 0 I, i, e H e r tz? Außer diesem loirkten noch andere deutsche Physiker mit... Atarroni gehört 91t jenen großen Männern, die sehr früh die Höhen mensehticher Berühmtheit emporgestiegen sind und Anerlennnng, ja ungeteilte Beiolindernng faliden. Acit iijin aber sei anch des deutschen Genius in jenen deutschen Gelehrten rühmlich in Ehren gedacht, an dem die 2Eett so reichlich nutzbaren Anteil hat." &88i« E. m HM 70 Wre alt ' Senator S. van den Berg, eine der hervorraoendsten Persönlichkeiten der Iiolländischen Jndeicheit, hat dieser Tage sein 70. Lebensjahr vvllcndet. Rät Rücksicht ans das vor aiinoer Zeit erfolgte Ableben feines Bruders, des bekatzmten jüdischen Philanthropen Jaeoo van den Berg, wurde von der Beranstalinng von Feierlichkeiten am 70. Gebnrtstag des Senators abgeselien. S. van bau Berg hat bei dem Ausbau der holländischen Btargarine- Industrie eine hervorragende Rotte gespielt und Jahre hindurch den Margarine^Konzern als Direktor geleitet. Er war Rlitglied der ztveiteu Kammer des holländischen Parlaments, in der er, wie heute im Senat, die liberale Partei vertrat. Auch ans iüdisct.'.ösfentliehem Gebiet hat er eine unn'asseiwa Tätigkeit entfaltet. Senator van den Berg ist Mit- -glied des Kemitees für besondere jüdische Interessen und Vertreter der holländischen Iudenheit im Eouncil der Iewifh Ageuch. Ilauptschriftleiter J)r. Alfred Hlroohberg; Stellvertreter Dr. Margarote. Edelhol m. Beide" in Berlin. Für Rücksendung unverlangter Manuskripto ist Freiumschlag beizufügen. Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen; Friedrich Nathan, Berlin. DA. I. Vj. 55 000. Verlag: Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V., Berlin W 15, Emscr Str, 42. Tel.-Adr.: „Centralglauben Berlin." Fcrnspr. .T 2 Oliva 8141—45. Postscheck: Berlin 30472. Druck der Buch- und Tiefdruck-Gosellschaft m. b. H., Berlin SW. 19. ilsd'iMtl! 8 j f.j 01N j s i9!S9 3