Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 17 (26.4.1934)
- Date
- 1934-04-26
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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C-V.-Ztg. Nummer 17 jll W, La 26. April 1934 ©0 r Wandol d©r plädcagogisdhi ©rEMKö]or[3Scll€iiSlli1|j®il / Von /VUtffeSschulrekfor Dr. STERN-Berlin'. Ter Versuch, die 'Pädagogik als selbständige Wissenschaft zu konstituieren, ist in praxi lnuiior daran gescheitert, daß sie weder fähig mnl) berufen ist, ans sich selbst heraus ihre Ziele zu cutwieleln. Eine Erziehung mir um der Erziehung willen gibt es nicht. Immer steht Erziehung im Dienste eines anderen; sie erzieht das Kind nicht nur, damit es erzogen wird, sie erzieht es vielmehr immer für etwas: für ein Ideal oder für eine Lebcnsnvt- Wendigkeit oder auch für beides zugleich. Welches Ideal das fein soll, oder was als Gebens- . uvtioendigkeit zu gelten hat, das bestimmt die G e sei! f ch a f t, — Gesellschaft im weitesten Sinne: Staat, religiöse oder weltanschauliche Gemeinschaft, herrschende Schicht — welche die Erziehuugsmvglichteiten schafft, um mit ihnen und durch sie sich selbst zu erhalten und zu erneuern. Das Wunschbild, das die regierende Generation von ihrer eigenen Form hat, stellt sie für die auiwachsende als Erziehunas- und Bildungsziel auf. Nur eine Gesellschaft, die so uneinheitlich oder degeneriet ist, daß sie keine deutlich erkennbaren Forderungen zu stellen oder durchzusehen ver- - mag, überläßt die Erziehung sich selbst und lieiert sie damit dem nicht immer idealen Wettbewerb der Nichtuugen, Parteien und Gruppen aus. Ist es also die Gesellschaft, welche die päd-, agogiieheu Grundausehauungen bestimmt, so fragt sich nunmehr, aus welchen frästen diese Grundansehaunngen erivachsen. Es sind die ideellen, weltanschaulichen, in Religion und Philosophie manifestierten Ideen, und die materiellen, die politischen und wirtschaftlichsozialen Tendenzen. Welcher Faktor die Erziehung am stärksten beeinflußt, der ideelle oder materielle, hängt von der Dynamik des einen oder anderen ab. Und von dem Verhältnis der beiden Faktoren zueinander hängt es ab, ob Erziehungsideal und Erziehungs- Wirklichkeit eine Dissonanz oder eine Konsonanz ergeben. Pädagogische Grundanschauungen beziehen sich auf das Wesen des Menschen, ans das Verhältnis des einzelnen zu der Gemeinschaft, der er angehört, und auf seine Funktion innerhalb derselben. Es ist ohne weiteres einleuchtend, daß diese Grundanschauungen nicht nnabhängigvoneiuauder bestehen können. Erfaßt man : den Menschen vorwiegend als Mikrokosmos, dessen formende Kräfte in ihm selbst liegen, daun erfolgt die Entwicklung im wesentlichen < von innen heraus, und mau kommt so zur. I u d i v i d u a l p ä d a g v g i k, deren Ideal die P e r s ö n l i ch k e i t ist. Erkennt man da- . gegen das Individuum vorwiegend als Glied der Gemeinschaft, dann gehen die formgebeudeu Kräfte von der Umwelt aus (Milientheorie), und man kommt so zur Sozialpädagogik, deren Ideal der der Gemeinschaft sich widerspruchslos ciuordnende und . ihr dienende Mensch ist. Besteht der Wert der Persönlichkeit.in ihrer relativen Vollkommen-' . heit, so die Bedeutung des sozialen Akenscheit in seiner Leistungsfähigkeit für die Gemein-, sehnst. In ähnlichen Entscheidungen kommt mau. wenn mau die Frage nach den für die B i l d s a m feit entscheidenden seelische n F u u ktioue n stellt. Ist es der Intellekt, daun sieht iviedermn der individuelle Mensch im Blillpunlt, und der loesentliche Bildnngsfaltor ist das Geistesgnt der gesamten Kuttnrmenschheit; denn dem Intellekt ist alles Geistige zugänglich, neben dem Arteigenen . auch das Artfremde. Anders ist cs, mcnu man die emotionalen Seelenkräfte, Instinkt. Gefühl und Wille, mit dem modernen Terminus das Irrationale, als die das Seelenleben beherrschenden und damit für die Erziehung lebenswichtigen Funktionen erkennt. Dann tritt wieder der kollektive Mensch in den- Vordergrund: denn das Irrationale im Individuum wird gestaltet durch die rational, oft gar nicht zu erfassenden Ausstrahlungen der Lebensgemeinschaft, in der, mit der und biu-fl) die der einzelne — der Tsteorie zufolge — alles ist, ohne die er nichts ist. Im Borbeigeheu sei gesagt, daß die hier hevansgearbeitcke Gegensätzlichkeit in dieser Schärfe-natürlich nur in der Theorie vorhaudcu ist. In der Erzichuugs p r a x i s gilt doch mehr das S v w v h l - a l s - a u ch, als das E n t >v e d e r - O d e r. Ein Gegensatz herrscht gewiß auch hier, aber nur in bezug auf die Dominante. Der oben geschilderte doppelte Stellungswechsel-der Pädagogik in ihren Grundanschauniigen hat sich schon vor.dem Kriege augebahut und ist in der Nachkriegszeit in . Theorie und Praris immer deutlicher zum Ausdruck gekommen. Insbesondere ist der Gcmcinschaftsgedankc beherrschend geworden, nicht zuletzt wohl auch durch den Elan der Jugendbewegung, die von sich aus, ünab- ■ hängig von der pädagogischen Theorie, eine besondere Form der Gemeinschaftserziehung in Angriff.nahm und in bewundernswerter Weife durchführtc. In der Schnlpraris kam der Umschwung am deutlichsten in der Ent-; Wicklung von der Lernschule zur Arbeitsschule , zum Ausdruck, einer Entwicklung, die, trotz aller schlagwortartigen Formulierung ihrer Tendenz, nicht nur die 'Abkehr, vom. Intellektualismus, sondern auch vom Iudividualismus' dokumentiert, insofern sie .den Akzent. mehr auf die Klassenleistnng als auf die Eiuzelleistung legt.. Weitere grundsätzliche Wandlungen sind damit vollzogen. Das Bildungsideal ist nicht mehr der wissende, erkennende, gebildete Mensch, sondern der schassende, und'ihre Impulse empfängt die Erziehung nicht mehr von der religiös oder.'ethisch oder philosophisch fundierten Weltanschauung, sondern von. den ' aus. der Lebensgemeinschaft erlvachsenden idealen und materialen Forderungen. Diese Wendung läßt auch schon die Weimarer Verfassung in ihren, einschlägigen Bestiminungen deutlich erkennen. Während hier aber der Begriff der Gemeinschaft noch universal, im Sinne des alten Humanismus, gedacht wird, schränkt ihn die nationalsozialistische Pädagogik klar und bestimmt aus Volk und Staat ein. Aus der Volksgerneiuschast und ihrer Organisation, dem Staat, strömen die Kräfte, die den Volksgenossen — und n u r den Volksgenossen — nähren und formen, und damit Volk und Staat diese Funktionen erfüllen können, ist das eine, unteilbare Erziehungsziel, die Bereitschaft puu Leben in Volk und Staat, für Volk und Staat. Und dawider .nationalsozialistische Staat als totaler Staat zugleich, die entsprechende Weltanschauung uild Kultur verkörpert und auch die Macht besitzt, diesen GeUungsanspruch durchzuschen, - ist die Einheit vvu Erziehungsideal und Erziehuugslvirklichkeit g r u u d s ä tz l i ch gegeben. Es ist hier und heute nicht meine Aufgabe, acis dieser pädagogischen'Zeit- und Sachlage die Folgerungen für uns Juden zu ziehen. Nur ein gruusätzlichcr Weseuszug dieser Problematik sei ain Schluß der allgemeinpädagogischcn.Darstellung aufgezeigt: Der Anschiuß an den Gemeinschaschgedanken in der Erziehung ist für uns Juden eine Lebensnotwendigkeit. und wenn wir diefür uns in Betracht kommenden Kraftquellen für die Schaffung der neuen jüdischen Lebensgemeinschaft prüfen, so kann im deutschen Raum nur eine entscheidend sein: die Religion. GZ SMS Auf die Frage „Gibt es eine jüdische Päd-- agogik" werden die einen sagen: „Ja, selbstver-.. stündlich." Oder was ist. die gegenwärtige Be- . wegung und Pas Ringen um' die Neusormung unseres Erziehungswesens anderes, als ein Drang . nach Neugestaltung unserer Pädagogik? 'Andere werden die Frage verneinen und meinen, es gibt keine spezifisch jüdische Pädagogik, sondern Pädagogik ist allgemein-gültig, autonom, sie wird auf die Erziehung aller Kinder. auch der jüdischen, angewandt. Und wieder andere werden sich fragen: „K a n n cs denn eine jüdische Pädagogik außerhalb von Palästina überhaupt gebenV Ja, es kann, aber, ob w i r sie besitzen, das ist die Frage. Und schließlich: Soll cs überhaupt eine jüdische Pädagogik geben? Die Antwort auf diese Frage wird gegenwärtig wohl kein Mensch mehr verneinen; wir haben es ja erlebt, daß" Gedanken.. von der allgemeinen Mcnschenbildung zu sehr in der'Luft schweben bleiben, daß Pädagogik eines eigenständigen Bodens bedarf, um für die Bildung eines Menschen maßgebend zu sein. Und dieser eigene, gegebene'Boden. ist für uns ganz eindeutig die jüdische Weltanschauung. .. Zunächst: Wasbedeutet denn bas Wort Pädagogik? - Ganz intuitiv gesehen'ist es die Lehre,' . die. Erkenntnis, die Wissenschaft von der Er- Ziehung,'das heißt also nicht das Erziehuugsweseu als solches, Unter der Bezeichnung „Pädagogik" hat man zu verschiedenen- Zeiten ganz Verschiedenartiges verstanden: zmn Beispiel die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern, um diese auf didaktischem Wege in die verschiedenen Schulfächer einzusühren. Bei dem Wort Pädagogik schwingt weiterhin der Gedanke au jene Beziehung zwischen einem Erwachsenen und Kinde (oder Jugendlichen) mit, die man, weil sie von einem bestimmten Bildnngsethos getragen ist, als „pädagogische Atmosphäre" oder „pädagogische Situation" bezeichnet hat. Sic ist'natürlich nicht aus die Schule beschränkt; mau findet sie überall, wo überhaupt die Absicht besteht, Kinder und Jugendliche in-'einer bestimmten Richtung zu bilden. Endlich meint man unter dem Wort Pädagogik auch die Erkenntnis jener ganzen teils sichtbaren teils unsichtbaren Provinz, in welcher Kinder und. Jugendliche gebildet und erzogen werden, um dereinst Hüter der ihnen übermittelten . Kultur sein zu können, und in welcher Kinder; geschützt werden, damit sie zu an Leib und Seele gesunden Kulturträgern heranwachsen. Pädagogik als Lehre tum der Erziehung würde demnach umfassen: einmal eine Erziehungsunb : Bilduugsgemcinschast. sie würde sich außerdem erstrecken auf die Kinder selbst, weiterhin würde sie die Lehre von den sogenannten Erziehungsmitteln sein. Und endlich würde man von einer jüdischen Pädagogik dann sprechen, wenn' das Grziehungs- und Bildungsidcal aus bc;u jüdischen Kultur- und Gedankenkreis in seinen verschiedenen Ausprägungen stammen würde. . Damit wäre, umschrieben, was mit der Frage: „Gibt cs eine jüdische Pädagogik?" gemeint ist. Wie kann diese Frage zurzeit beantwortet, werden? Was zunächst die Träger der Erziehung, die Bilduugsgemeinschast. betrisst.- so besitzen wir diese in Deutschland. Sie setzt sich zusammen -. ans. den Familien und den Schulen, den Anstalten und Vereinen, den .-Einrichtungen und Ver- :. anstaltungen. deren Aufgabe, unmittelbar vder . mittelbar Erziehung, und Kinderschuh ist. Wir haben auch jüdische Kinder' und Jugendliche. Ihre biologische, psychologische, soziale und Wirtschaftrssn ,'7S1 p rM M'i ü O ' . kJ? gerade eine Ideallösung der Ausgabe, den Stofs dem Schüler nahezu bringen. Vielfach merkt man iln,en eine Abhängigkeit von den ans anderen Bmaii-v. setznngen fußenden . Knlcchismu-.' Rtelhodcn nU; manche beschränken sieb auf eine ei um« kindliche ft znm Teil geradezu albern amnuleude Dcsiniiwn religiös-ethischer Begriffe. wieder andere reden iu zu schwer verständlicher Sprache. Das neue Buch von Jacob stellt sich demgegenüber als ein in natürlicher Sprache geschriebenes, also auch gut.lesbares. le,gz verständliches, Gemüt und Wille des Schülers om regendes Buch dar, das das Abstrakte sowohl iin Fort ivie in den Belegstellen ans Bibel und Dalmnd lebendig geslaliet; es ist gegliedert in die Mige. abschnillc: „Tie Lehren des Judentums", „Tn Leben der Inden" und „Die Bücher der Lehre'"'? ~ Besonderes Augenmerk legt der Verfasser ssieP seine Ausführungen in den „Mitteilungen des t'UIgemeinen Deutschen Rabbinerverbandes", Au bl darauf, daß sein' Buch u. a. culhätt: Auseinander, setzlingen mit modernen Lebensfragen, eine uh-.,-,. lirhl't objektive Darslellnng der Differenz zwihP» Liberalismns und Orthodorie, soivie znnseheij Inde„- tnm- und Ehristentnm, eine llebersielit über das jüdische SchriiUnm. dabei eine kurz ßzefaßte Bidetkünde. Als besonders glücklich erscheint ein Anhang „AM Worte Judentum", das sind hebräische Ansdrücke für Grnndbegrisse jüdischer Religion »nd jüdischen Lebens. Das Buch, dasfür die oberen Klajß'n der Voll-b schulen und die mittleren Kckassen von höheren Dchulen bestimmt ist, läßt dem Lehrer freie Laich in der Wahl der Bleihode. Wo für den Arbeitsnnterrichk genügend Zeit ist, kann das Buch mit seinen t'htgaben von B.ibelsteUen zinu Nachsä,lagen ats Grund- Inge für die Arbeitbenutzt werden. Das; es sich OHrt; für den Bar Blizivolp und den Proselytenmilerrieht, für Kursegisw. eignet, ergibt sich aus dem Ecsagten von selbst. "Es stellt eine bemerkenswerte und erfreuliche Bereicherung unserer pädaoogiseheu Literotur dar. . L. Bnerwnld (Miindicn) liehe Situation ist unter Pädagogischen Gesichts^ punkten.von Bedeutung, üticht ganz so klar ist es, ob wir auch jüdische Erzieyungs- und Bildungs- Mittel haben. Wohl ist die Erziehnngsfibel der Blenschheit, die Bibel, jüdischer Besitz, aber sie ist nur bei den allcrlveuigsten znm bildenden geistigen Eigentum geworden. Wohl gibt es eine jüdische Kunst, Literatur und Biusik, wie viele kennen sie? Unb das uralte Haupterziehungsmittel, die Sitten und Gebräuche, die Feste und Feiern, entfaltet seine Pädagogische Wirlsamleit noch nicht allgemein. Aber in der Jugendbewegung, in der Anstalt, in der Schule und vor allem in Palästina bilden sich hier seit Jahren schon ganz neue Formen aus, um alten Sinn lebendig zu machen, so daß man in dieser Hinsicht optimistisch in die Zukunft schauen kann. Bor' allem'.fehlt es uns gegenwärtig aber an der Hauptsache, an eine m jüdischen Erziehungsideal in Deutschland. Wir haben nur Erziehungsideale, zum' Beispiel auf religiöser Basis: .vrthvdorc und liberale; auf nationaler Basis: zionistische; wir haben auch einen ganz allge- ' meinen Ausgangspunkt für die Errichtung eines Bildungsideäls in den Richtlinien der ■ sReichsvertretnng, aber e i n jüdisches Erziehungsideal selbst besitzen wir in Deutschland nicht. Da die Bildungsmittel noch keine .allgemeino?' Bedeutung besitzen und die Frage der leitenden? Idee noch problematisch ist, die Erziehuruchwick-.' liehkeit also noch nickst vollständig errichtet ist, so'- kann cs auch leine jüdische Pädagogik-geben, y Wenn es aber auch gegenwärtig noch ' keine jüdische Pädagogik in Deutschland gibt, so schließt "das nicht aus, daß wir sie einmal in der Zukunft wieder haben werden. Dafür bürgen Kamps und Bewegung, welche die jüdisch-pädagogische ' Welt in Deutschland seit mindestens der Jahr- Hundertwende, wenn auch jetzt in verstärktem Btaße, erfaßt hat. Eine jüdische Pädagogik gibt es zwar noch nicht, jedoch nur haben jüdische Pädagogeu, die Tag für Tag iu der Praris die sie bedrängenden Probleme nach bestem Wissen und Gewissen zu lösen suchen und dabei für ihre Person aus der Spannung zur Klarheit kommen werden. Und wo so diele Lsändc sich regen, wird . einmal auch das Werk einer jüdischen Pädagogik . errichtet sein. vr. Hildo Oitenheimcr. Lifercäüw ErnsfDcscob :JsraeIIf Ische ^eäigaonsiehre. Verlag 8. Keller, Mönchen 1934 liegt wohl an der Problematik des sysiematychen Rcligwnsnnterriäjtes. daß auch die für ihn bestimmten Lehrbücher stark umstritten sind. Man hat rz-ach und Lehrbuch vielfach ans dein Religionsunterricht verbannt in der Bleinung, durch die t'lrbeit m Hebräisch und Geschichte alles notwendige Wissen vermstteln 'zu können, nachdeni-man vor einigen Jahrzehnten der Religionslehre vielfach eine allerdings - übertriebene Bedeutung beigemesien und IVv'l .cmn- ^wissen Anlehnung an den christlichen Katechlsnuls gelehrt hatte. So wenig nun eine solche Abhängigkeit oder Anlehnung zu verteidigen ist' so wenig können wir einer Systematik in der Rel-:aio'ns. ehre cntrnten, die ja in Bibel und Talmud bereits ■ ^Rwckdet st von ihrer Ausbildung in der m.sttel,' 5 ^olhllpnsphilosophic ganz zu schweigen.- Man sollte cm reifes Kind nicht ans der Schnle-bnt.'i W F6 Grundfragen der Religion und. Sittlichkeit einmal systematisch kennen gelernt lmt Run waren;reilich die bisherigen Lehrbücher nicht Kursus für die -Anwärter der geplanten Voiksschuilehrcr- Bildyngsaftsffato Der Preußische Landesverband Jüdischer Gemeinden hat bekanntlich beschlossen, eine jüdische Volks,chnllehrcr-Bildungsansiatt liberaler Nichlueg m Berlin zu begründen. Die Berhandlnnaen mit dem Prnißischen-Btinisterimn für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung find ncxch int Gange. Ilm feine Z" verlieren, gibt der Preußische Landcsverblniki den Anwärtern, die sich zur Ausnahme gemeldet haben und ihm geeignet erühieuen. durch Veranstibtnug eines Privaten Kursus die Blöglichleit, sich schon letzt ans den Besuch der zu begründenden Lchrer- Bildnngsanstalt vorzubereilen. Der Unterricht >vird ui Anlehnung an die.für die Hochschiclen für Lchrcrbildnng inaßgebende Stundentafel erteilt. Rabbiner Dr. GalUuer. der Schnldezernent des. prenßischeit Landesverbandes, erösfnete den Kursus am Mittnwät kd. April, in den Räinnen Lntzoivstraße lll. Dm» machte Tr. Fritz Bambergcr, der die Leitung ribernoinineif 'hat, mehrere -Mitteilmuien über die Durchführung, des Kursus. f^Joy© ■ |Odllsdhe Schu!©n Lübeck ■ bciifuu’lr&incr- Tag war für die Gemeinde -Fs"? ow Eröffnung der neu gegründeten jüdischen '^'vlksjcknile, die mit dem Einsatz aller Kräfte und der vollen. Unterstützung des Vorstandes von Rnbbiner Dr. W i n t e r ins Leben gerufen n'nrde. ckut einer Frier in der Synagoge, zu der sich die Vertreter der Gemeinde, Eltern, Lehrer und Schüler eingesnnden hatten, tvnrde die neue Sclpile am ersten Schultage eröffnet. Ein feierliches Boruch habo der Kinderstimmcii grüßte Eltern und 'Lchüler. Tann nahm Rabbiner J.X. Wi n t c r das Wort und sprach nebst dem Dank an Ewtt den Dank an alle BUtarbeiier ans. die dieses verheißungsvolle Werk für die iüdisä;e Jugend errnötstich'k hatten. Der Vorsteher der Gemeinde. Alfons Frank, übernahm die Schule in die Obhut der Gemcinde. &res?a*j ' .„Tie neue liberale- Schicke in- Breslau, die dcm 1 ndlnchvn ^Gesainlschi,l>Perk in Breslau angeglied-er! V, tvnrde am zg. April mit einer einbrnclsvellcii iU'ter mp der dichtg-esnllleir A'enen Synagoge ecich' lu‘‘-. ^.cr Borsitzende des Renen Jüdisä>e» Dchnb . vereuw. Rechtsanivalt Spitz, gab der Freude >md vom n.ank Ausdruck: Wß es aeinngen sei, das neue ^chnliverk zu errichten, in ivelchcni die jüdische fügend zum Dienst-an dentscl>-r Kultur iind pmi ^.ien,t anr Judentnut herangebild-et iverden iel>- Gemeinderabbiner Dr. Vogel steril sprach d-N'a>lf über den Geist nn.d ülmr die Ziele der »emm -chnke. Ws im Jahre 70 Jerusaleni gefallen ivar und das-Indent,im nnterzngeheit drolite, griiiiocie Rabbr ^rB>t>ra>r den Satki sein Lel,rhans in sialmd iind an», dein Uickergang des Staates erblühte »> sckc!h'mm ^lüdifche .Religion und jüdische m?’ Ihn[f'niUiW-S0' aiu - Oden lag. fanden ü-h -- beinalls Männer, die alle Kräfte der Bitdung >"? Gcinengckpst. neu ent sachte ii. Mit den, Mick Z'l - diese Ursprünge wird die neue Schule ihrei! 2mg . gehen, unt Persönlichkeiten heranznbilden, die m-> im'der-.- vonz Alltag -bestimmeu noch vom Pckn ---ineyter-u lassen,'-dje fest und sielxr i'n der denüch'- - Kultrir. und iw ihrem Jndentnm stehen, nich bn - iux.. hrchidchau ihrer Pflicht und zmn Ticiistc ' - Gem.e>nsck>stt!,era,uvachsen sollen. - zs . ^chnllerter. Stndieirrat i.'R. Schaf s e r - nberiin!!'" nnt' dem Dank für das Bertrailen und., mit de»'- -.- Eselolnus. der hohen Berautioortnng für das begon-nene Werk beivnßt zu bleiben, die neue