Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 17 (26.4.1934)
- Date
- 1934-04-26
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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bcn wohl, unsere Bäter in ihren Wien gelebt, gedacht und geredet haben. In, dieser Haltung werden sie die Drangsal überwunden und bessere Zeiten mit heraufgeführt haben. Es war ein Namenloser, der mir das Judentum in seiner Stärke gezeigt hat. Ich dachte bei seinem Anblick an das Denkmal des unbekannten Soldaten, das unsere Zeit in verschiedenen Formen in den Hauptstädten der Welt, auch in der Neuen Wache in Berlin, dem eigentlichen Helden des Weltkrieges gesetzt hat. -' Und es-war mir, als-sähe ich neben mir den wahrhaften Träger unseres Daseinskampfes, ohne den unsere besten Führer ohnmächtig wären/ und auf dem unser Bestand beruht, den unbekannten Juden. MrlMWOOWM ■ Tie Generation, die aus dem „Hause der Unechte" auszog, muß von der Tora ermahnt werden, es im eigenen Lande ja nicht den Aegvptern gleichzutun, in deren Mitte sic gewohnt hat, sondern Gottes Wege zu gehen. Mutzte das wirklich Menschen gesagt werden, die unter dem noch frischen Eindruck jener furchtbaren, Jahrhunderte währenden, Lcidenszeit standen? Oh ja, cs war notwendig. alle haben ein sehr kurzes Gedächtnis, llnsere Erinnerung verflüchtigt sich in dein Matze, wie die Zeit dahingeht. Heute noch winden nur uns unter der Qual eines schweren Schicksals, und morgen, wenn die Last von unserem Rücken zu weichen beginnt, verblaut die Erinnerung an die Not von gestern. Wenn wir nnr ans dein iinendlich Bielen und Schweren lernen würden, das nns das Schicksal zufügt! Ter Kranke vertraut sein Leben dem Arzte an, solange er sich hilflos fühlt. Geht es ihm besser, so ist der Arzt schnell vergessen, und inan meint, seine Ratschläge entbehren zu können, und setzt sich bcdenkenlos der Gefahr des Rückfalls aus. So leben nur mit dem Tag. uiit der Stunde. Wie schön ivar die vergangene Zeit, jammert so mancher. In seiner Erinnerung leben die alten Tage, durch die Sonne eines ungetrübten Glückes verklärt, weiter. War es wirklich sok Haben nicht oft genug auch Scliatteii über unserem Leben gelegen? In d'dem Leben gibt es helle u n d dunkle Tage. Wir aber benfcii gern nnr an die frohen lind vergessen leicht die ernsten. Tie Israeliten, die ausge.zogen waren, inögcn auch schöne Tage in Aegypten erlebt haben. Aber vier Jahrhunderte der Unterdrückung konnten sie mein niiswiegen. Und doch haben sie sich oft und) „Aegyptens Fleischtöpfen" zurüctgeschnt. So sind wir Menschen: unser Gedächtnis reicht nicht weit zurück. Manchmal lvird es uns zum Segen, daß wir Schweres vergessen tonnen. Aber es kann auch Schaden stiften, wenn wir, am Augenblick hastend, den Blick in die Weite, hinter uns und vor rms, verlieren. Dr. Fritz IMotke. MbennMa. Alemannia und Fronkvnia aus dem BurscheMaltSverband auSgclüMcn Wie die „kölnische Zeitung" vom 18. April mit» will, sind die Burschenschp'Icn Buben rnt h ia E r l n n n c n , AI c m a n lt i n Bonn und F ran« 1 o n i a Bonn von dem Führer der Deutschen Burschenschaft, Diplomingenieur Sclpvab, aus diesem Verband ausgeschlossen ivorden. Siesem Vorgehen hat fid) der Allgemeine Dentscize Wassenring aiigeschloß'en. Ter Ansschlutz erfolgte, weil die Verbände den Ansschlutz der sogenannten indisch Versippten, nltu die Anwendung von Grundsätzen, welche über dos neue Beamtenrecht hiiiansgehen und denen der Pmrtcimitgliedschast entsprechen, verlangen. Zum Ersetz der nationalen Arbeit Tic fünfte Verordnung r,ijr Turch'ühriing des GeseljeS zur Ordnung der nationalen Arbeit vorn!.v April 1!«34, Aeiä/ögesehblatt Ar. 11 vorn 1V Avril, bestimint: „Aus Grund des § 04 Abs. 2 des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit wird im Einvernehmen mit dem Rcichswirtschastsminister verordnet: Das feierliche Gelöbnis der Mitglieder des Vertrauensrates (£ 10 Abs. 1 des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit) ist am l. Mai vor der an der Betricbsstätte versammelten Gefolgschaft abzulegen. Das Gelöbnis kann mit Zustimmung des Treuhänders der Arbeit an dem auf den 1. Mai folgenden Werktag abgelegt werden, wenn infolge der räumlichen Entfernung des Betriebes von dem Orte der allgemeinen Feier des 1. Mai durch eine vorhergehende Betriebsversammlung die Teilnahme der Betriebsangehörigen an der gemcinfamen Feier der Bevölkerung wesentlich erschwert werden würde." Sie Auswirkung des Arircvaragravken lieber die Auswirkungen der Ariergesetzgebimg - auf einem wesentlichen Teilgebiet äußert sich das Ainttärimgsaiiit sür Bevöllcrungspolitil und R'asienpslege. Es handelt fiel) dabei um die Verringerung der Zahl der nichtarischen Rechtsa'.nvälte und Notare in den preußischen Ober, landesgerichtsbezirten. Tabei tvird fcstgestellt, das; am ' April 1934 die Zahl der nichtarisclzen Rechtsamvälte gegenüber dein 7. April UW um 3S.H4 'Prozent abgenonunen hatte, die der nicht' arischen Notare um 56.7!) Prozent. Insgesamt waren in den erwähnten Oberlandesgerichtsbezirken am 1. April 1934 noch zugelassen 2060 nichtarische Rechtsanwälte (gegenüber 3378 am 7. Llpril 1933) und 884 nichtarische Notare (gegenüber einem Bestände von 2040 am 7. April 1933). Inr April 1933 -stand der Anteil der nichtarischen Rechtsanwälte an der Anwaltsck)ast in Preußen überhaupt auf etwa 29,57 Prozent. Das Gesetz vom 7. April 1933 hat-diesen Anteil auf 17,5 Prozent herabgemiudert. Was die einzelnen Oberlandesgerichtsbezirke angeht, so ist der Rückgang der jüdischen Rechtsamvälte am stärksten im.Bezirk Hamm i. W„ wo er 49.4 v. H. ansmacht. Es folgen die Bezirke Tüsseldorf mit 48,23 v. H„ llönigsberg i. Pr. mit 47,78 v. H„ Köln mit 47,20 v. H., Mariemverder 1. Mai sind alle Geschäfts- und Beratungsstellen desCentral-Vereins geschlossen. Redaktions- und Inseratenschluss der Nr. 18 per „C. V.-Zeitung" daher schon am 30. April. mit 47,06 v. H„ Frankfurt a. Ai. mit 44 v. H., Naumburg mit 40,74 v. H„ Breslau mit 39.38 v. H.. belle mit 38,10 v. H„ Berlin mit 35,79 v. £>., .tzasfel mit 32,56 v. H„ Kiel mit 32.35 v. H. und schließlich Stettin mit 31.03 v. H. Bei den Notaren ist die Abnahme der Juden am stärksten im Bezirk Llassel mit 73,63 v. H.: es folgen Tützeldorf mit 68.18 v. H„ Hamm i. W. 63,37 v. H„ Königsberg i. Pr. 62,26 v. H.. Naumburg 57,89 v. H.. Breslau 57.41 v. H„ Berlin 56.45 v. H.,. Frankfurt n. At. 55.29 v. H., Stettin 52.17 v. H„ Niel 52 v. H„ Gelle 42.86 v. H. und Aiariemverder mit 41,07 v. H. Im Oberlaudesgerichlsbezirk llöln war de! Erlaß des Bernfsbeamtengesetzes mir ein iiichtarisclser Notar zngelassen. der inzwischen auf Grilnd des Gesetzes ansgcschieden ist. so daß in diesem Bezirk als einzigem preußischen Obertandesgerichtsbezirk überhaupt lein nichtarischer Notar mehr vorhanden ist. Zn der vom Ncichsivehrminister angeordneten TnrchführiUig des Aricrparagraphen in der Wehrmacht sind inzwischen die notwendigen Feststellungen getroffen worden. Insgesamt werden davvii betroffen: im Reichsheer 5 Offiziere, 2 Offiziersanwärter, 1 Snnitätsvffi.ziersanwärter, 3! E Unteroffiziere und Aiannschaftcu. In der Reichsmarine: 2 Ossiziere. 4 Offiziersanwärter, 5 Uiiteroffiziere und Mannschaften. Sie scheiden bestimmungsgemäß aus der Wehrmacht aus. LWncihmtn für Slfchtarier erlöfchrn mit dm AMKriden auö dem Dienst lieber die Dauer der Wirksamkeit der Ausnahmebestimmungen des Berufsbmmtengesetzes sür bestiinmte .Nategvrieu von Nichtariern tFroutlämpfer »sw.) hat der Reichs,irbeitsminister eine grundsätzliche Stellungnahme in einem Erlaß an das Reichsversichornngsauü belanutgegeben. 'Dem Minister ivar ein Fall zur Eutscheiduug vorgelegt worden, bei dem die Frage entstand, ob ein HiidjU nricr, der ans Grund der Ansnalnuebestiminiingen des Bernfsbeamtengesetzes in seinem bisherigen Amte als Reichsbeamter belassen blieb, nunmehr als Beamter bei einer zUwperschast des öffentlichen Rechts aiigestellt werden könne. Ter Al'inister erklärte, er habe diese Frage verneinen müssen, weil der Anstellung als Beamter bei einer ,Körperschaft des ofsentlicheu Rechts das Ausscheiden des Beamten ans seinem bisherigen BeamtenVerhältnis voranszngehon hätte._ Seine N e n a n st ellnng fei aber nach den Bestimmungen des Reichsbeaintengesetzes "sw. dann nicht mehr möglich gelvesen. Tiefer Ansicht habe sich alich der Reichsinnenminister äugeschlosse». Tamit erscheine als erllärt, daß die auf Grund von Ausnahmebesliminnngen des Berussbeamteiigesetzes im Amte Belasseiien nur bis zu ihrem Ausscheiden ans den; Beamtendienit diese Ausnnhmeberechtigung genießen. Auch sür sie täme aber eine Isteiielustetlimg nicht mehr in Betraclit, weil in solchen Fällen das neue Reichsbeamtengesetz Geltung hätte. Das Problem einer Gesunderhaltung des deutschen Volkes wird in bezug auf die Förderung nur gesunder Elien im Zcntralorgan des Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen zur Debatte gestellt, desseri Herausgeber Reichsjustizlommissar Tr. Hans Frank ist. Im Rahmen der einzeliien Betrachtungen macht dabei Amtsgerichtsrat Borst den Vorschlag, ein Berehelichungszeugnis einzusühren. Er nennt, wie eine Korrespondenz mitteitt, als feine Vorschläge fünf Vorcnistzchmigen, u. n.: die eidesstattliche Versicherung jedes Ehegatten. daß er lein rasiesremder Alen'ch ist. kein Jude, Reger », dgl. (Ausnahmen fvUeu der Genehmigung bedürfen). Die zahllosen Freunde und Verehrer Dr. Meier Hildesheimers werden erstaunt ausblicken, wenn sie die Neberschrift dieser kleinen Würdigung lesen — denn wer hätte geglaubt, daß der alle Zeit jugendliche, für alles und jedes ansuahlne- und hilfsbereite, vom Morgen bis znm Abend unermüdlich tätige Meier Hildesheimer bereits das biblische Greifenalter erreicht habe. In der.Tat ist eS ein ganz besonderes Geheimnis der Persönlichkeit, daS itnserem Jubilar diese ewige Jugend verleiht; seine Aufgeschlossenheit sür alles Menschliche, die übersprndelnde Menschenliebe, die in seinem Herzen wohnt, und die geradezu das adelnde Symbol seines ganzen Lebens von frühester Jugend an bis ans den hentigen Tag geworderi ist. Nur eine solche Liebe zu allem Lebendigen vermag selber jung und lebendig zu erhalten. und sie hat sich als ein solches Lebens-- clixier auch an unserem Jubilar erwiesen. . Als Sohn des bekannten rabbiickschen Meisters und Gründers des Berliner Rabbinerseminars und der vrthodoren Adas;- Iisroel-Gcmeinde. Dr. Esriel Hildesheimer f. A.. ist Dr. Meier Hildesheimer von frühester Jugend an in die Hallen der füdischen Wissenschast, zugleich aber auch in eine weit- Verzlveigte vor leinen Schranken des Standes oder der Gesinnung haltmachende jüdisclie Wohlfahrtsarbeit eingesnhrt worden. Reben feiner Berufstätigkeit, die sich auf die 'Ausübung des Predigeramtes an der Adatz-Iisroel-Gemeinde und auf die erfolgreiche Leitung der großen Religionsschule dieser Gemeinde konzentrierte, übernahm er vom Vater das ganze gewaltige Werk der Armenfürsorge und geradezir internationalen jüdischen Wohlfahrtspflege, die ihn in Berührung mit allen Zlreifeit der jüdischen Gemeinschaft brachte. Sv hat er denn frühzeitig auch die Bedeutung unseres Gentral-Bereins erkannt und sich mit dem Einsatz seiner vollen Tatkraft in den Dienst unserer Bestrebungen gestellt. Seit langen Jahren gehört er dem Hailptvorstand des Gentral-Bereins an und hat diese seine Zugehörigkeit niemals als bloße Würde, sondern immer in vollem Ernste als eine ihm anserlegte Pflicht erkannt. Er hat kaum bei einer einzigen Sitzung gefehlt und die Fülle der 2lnrechUlgen, dre wir seiner Erfahrung und geistigen Regsamkeit verdanken, läßt sich im Rahmen eines kurzen Inbilänmsartikels kaum aufzählen. Ihm ist es auch vornehmlich zu danken, datz unser Geutral-Berein von Anbeginn an engste Beziehungen zu den rechtsstehenden, streng religiösen Kreisen der jüdisck)en Gemeinschaft^ pflegen und sich deren Mitarbeit allezeit erfreuen durste. 2llle die Tausende, denen Meier Hildesheimer während der Arbeit eines halben Jahrhunderts mit seinem goldenen Herzen und seiner unermüdlichen Tatkraft in Not ttnd Bedrängnis zur Seite gestanden, denen er mit seinem Rat und Zuspruch des Lebens Last crleiclitert, und alle die Körperschaften, denen er seine altfbauende Mitarbeit gewidmet hat, sie vereinigeit sich in dem Gebete, daß auch in kommenden .Jahren dem Jubilar vollkommene Gesundheit und Iugeudfrische erhalten bleibe und datz cs ihm vergönnt sein möge,^ an der Heraufführung freundlicherer Zeiten auch für die deutsche Iudenheit schafscussroh mitzuwirkeu. Dr. 8. Ehrmann, Frankfurt n. M. * Dein 70jährigen Meier Hildesheimer dankt der Geutral-Berein über ein Atenschenalter Mtarbeit in Treue und Berständuis. Tie Tradition, die den Namen Hildesheimer mit demGentral-Berein verknüpft und die in den .Gründungstagen ihren Anfang nahm, hat Aieier Hildesheittter nach Hirsch' Hildesheitner wahrhaft sortgesührt. Rllcht nur in den bcsonderen Fragen, über die seilt A.rbeits-, Gesinnnngslind Lebeiistreis >l,n als Sachverständigen vollkommen sein ließ, hat Hildesiicuuer im G.-B. wertvoll mitgearbeitet. Seine Lebenserfahrung, sein auf großen Reisen geweiteter Blick, seine menschliche Güte uuö seine natürliche Freundlichkeit lietzelt auf ihn anfmerken und ihitt folgen. Wir ivünscheu eine lauge Fortsetzllug der freundschaftlichen Beziehtingen zwischen Meier Hildesheitner und Gentral-Bcrein. ~ J. Br. * Die Eröffnung des 122. Semesters ain Rain biner-Seiniimr. die ntu 23. April 1934 durch dm Dozenten Rabbiner Dr. I. W e i n b e r g erfolgte, ftgitd im Zeichen des 70. Geburtstages Tr. Ateier Hildesheinters. Dr. Hildesheitner habe, jo führte Dr. Weinberg ans. sein ganzes Leben m den heiligen Dienst der Arbeit für das Rablnnersi'intitar gestellt. Ter Jubilar habe dem Sentinar über die fcjpvierjgsteu Sitnativuen hiinveggehotsen und iliiit erst seine Eristenzinöglictp leiten geschasseit. lieber seine Tätigkeit ün Scan nnr hinaus sei Dr.. Hildesheiitier eine von allen füdischen Bevölkerungslreisen geehrte ttnd geliebte Persönlichkeit. Bei der Iargend und den Grtvac),' senen erfreue er sich gleich tiefer Syntpathie, öo sonders aber bei den Hörern des Seminars, die in ihm mit Recht ihren väterlichen Freund erblicken. Nachdem Oberkantor S P i |t einen besonders zn diesem Zweck verfaßten Rh'.si^eberach gesungen hatte, übermittelte Rabbiner Dr. Jakob Frcimann die Glückwünsche des ,Kuratoriums. Dozent lliobbiner Dr. Biosetz Auerbach dankte im A'amen der ehemaligen Hörer des Seminars. Iin Rauten der fetzigen Hörerschaft des Seminars feierte Dr. Aron Atelier den Jubilar. NvÄ einmal: Sie Wrrtlmg des Alten Tel'Mrnts Wir hatten in der vorigen Nummer der „E.-B.- Zeitung" im Anschluß an Notizen der „Fräitliscl)en Tages.zeittmg" rmd des „Oeynhatiser Anzeigers", die fchivere Herabsetzuugeit des Alten Testaments darstettten, gegeitteilige Aeußerungen von Ernst Ätoritz Arndt, Goethe, Alant, Will)elm von Humboldt nnd Friedrich Nietzsche veröffentlicht. Bon befreundeter Seite tverdcit mir noch auf das Urteil Leopold von Rankes über die Bibel hingeiviesen. Rauke schreibt in fehler Weltgeschichte, 1. Baud. S. 21: „Tie mosaische Schöpfungsgeschichte ist ein Mainfest gegen die Abgötterei, tvelc.hr die Welt bcherrsehte. Die'er Gegensatz ist es, tvelcher der nationalen Tradition der Hebräer, ohite Zweifel eint' unschätzbare Reliquie aus de» Zeiten des Hoheit Altertums, ihre» vornehmsten Wert verleiht!" Seite 25 heißt es über die Erzählung von Melchisideks lind Isaaks Opferung: „Die 6H"IHIuitg von senem Sieg und Se«zen sowie von diesem vereitelteit Opfer fitth die Prächtigste Episode der 5 Bücher Bloses m\b gehören Zu dem Schönsten, was je geschrieben worden." Ueber den Tekalvg schreibt Ranke: „Eine erhabeitere Inauguration des sittlichen Lebens in der uteuschlickjen boesellschaft könnte uid;t gedacht werden." (S. 22.) Ferner weist Rabbiner Dr. Ernst S t e ck e k m a ch e r daraus hin. was ein Vertreter der evangelischen altte,tamentliche,i Fvrschttng, Professor D. Dr. O t t o E i s f e l d t, in seinein Wiche E i n l e i t u n g in das Alte Testament unter Einschluß der Apolryplien und Pseiidoepigraphen. Eutstehnitgs. ge schichte des Alten Testameills. (Neiie Theologische Grundrisse, Tübingeit, I. E. B. Ntohr/l934) zu dieser ^rage jchreibt. „v» . Li u u y y l- ] u) i«) re o o ü vu r e» : m e lt t 3" weist Professor Eisfeldt tnirauf h das Alte Testameut. mic es au der Gest 6 hasten tum s der eitizeliten Epochen mitgestal wich in Zuluust als Quelle religiöser .üraft Gegenstand wissenschaftlicher Uutersilchungert wnrleri werde. Ein nicht auch durch das Att> n>ent geformtes Ehrijteuium habe es nie geget nur das zu neitnen, was in der Gegenwart besonders bedelitsarn erscheint, so hat das Alte Testament vor allem da seine Hilfe zur Verfügung gestellt, wo das Ehristeittuin, das seiner Art itarli über diese am Vergehen befindliche Wett (1. Rar. 7, 3.1) der zukünftigen Stadt (Hebr. 13. 14) zustrebt uitd darum die Güter und Werte dieser Lllelt haben iitochte, als hätte es sie nicht (1. Vor. 7, 30), sich in dieser. Welt einznrichteu und ihre Güter-Ehe nitd Familie, Arbeit uitd Bertls. Recht und Sotaat — als sittliche Güter zu verstehen und zu tverttu lernen, mußte. In besonders iltitiger Beziehung steht die Religion des Alten Testaureuts mit Voll-.>- tum und .rotaat, und so vern,ag sie dem Ehristeutilin den Zugang zu diesen Gütern auch besonders Gicht zu eröffnen. Dabei ist es gerade in die'eui Falle deutlich, das; der Beitrag des Alten Testaments zu der Kestaltnitg des Ehristentuins dies keiitestvegs in die Gefahr bringt, in eine lurter seiuein Niveau liegende Sphäre' herabgezogen zu tverden. Tenn neben höchster Wertung von Volkstum und c^taat enthalt daS Alte Testainent. in der Vertündigimg der Propheten, zugleich die allericlßirsste Vernrleilniig der Verabsolulierinig dieser Güter (Ainos 3, 2. 9, 7). Sehr beachtenswert ist auch, tvelrhe Folgeruugen sich Eisfeldt aus seinen Tarlegungeii ergehn. „Die christliche Ethik, die ihre letzten Antriebe freilich vom Evangelium' her empfängt, hat in deren Anwendung aus das praktische Leben, namentlich das Leben der Geineinfchast. sich bis heute immer wieder vom Alten Testament den Weg wellen laßen. Es wirb dieser Wegweisnng auch in Zutunst nicht entbehren können, am wenigsten in einer Zeit, da die sitllichen Güter der Geinelnschast von ön: christlichen Weltanschauung neu ersaßt iiud begründet werden muhen. Ist es aber an dem. daß die Wirkungsgeschichte des Alte» Testaments^ noch nicht zu Ende ist, vielmehr am Anfaicg einer neuen Plsase stehl, so ist dies Buch es ivvhl wert, daß auch seine Entstehungsgeschichte mit nnerim>dlichem Eifer erforscht und mit dankbarer Liebli gelesen werde." Berichtigung. Im Artikel „Erlaß zum ch u l b e g i u »" in der ..E.-V.-Zeilmig" vam April musste in pjmstlehteii Aeilc h.'ipcu statt „iLchulde;ernat der ReichSregiernng dczcrnat der R e i ch s v e r t r e t u n g." livia\ü J LLjmi.Lr-ü^Lj^iJv. SCHIRÄS undHOSSUl^SsO K&RADJÄ bis zu bis zu. J J\/ijü. s Zü Li LJ iLl 1 C/Qy!,) ^jJ UlS L\J 3 13« /•// iV'#"? bis ZU t/l! 80 ^130 cm 9.CLx140crn ZM "A MQ MW sSSsl in ollen Größen von seltenen . /;Mokefefcfi'C, t--- nli. I t, 'Sty f~ 7 HEßiSn? 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