Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 17 (26.4.1934)
- Date
- 1934-04-26
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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\ . Amsterdam,; 5.z erscheint nicht zufällig, daß d2v große s -ni!.'matiker des klassischen Liberalismus, ' Änid Ricardo, aus Holland stammt: dieses! inh war bisher seit Jahrhunderten neben '1 Äand der typiscl-e Freihandelsstaat. die j,r naangspforte und europäischo VerteilungZi virale überseeischer Erzeugnisse. Wenn man ' uns an dieses Land der Windmühlen, : ‘f njiC/ der Blumen- und Gemüsegärten, der ' rLt und des bekannten Käses denkt, ist inan Ufia geneigt, einige nicht unwesentliche Tat- .M der holländischen Wirtschaft zu über-; Uu Holland ist ein Kolonialreich von ’rt Millionen Menschen, ein Gläubigerland . früher fast einer Milliarde Mark Jahress Hute eines der wenigen großen . Zentren des :• Iid* und Kapitalmarktes, das größte deutsche 1 gebiet und ein, wenn auch bescheidenes, i 4>nstricland geworden, dessen Bevölkerung i m einem Viertel von der Landwirtschaft ' W Tie Wirtschaft des Landes ist vor- - -viegend auf den Weltmarkt hingelenkt und " l^arf der Ergänzung durch Erzeugnisse, und si},irttc anderer Länder. Ter Liberalismus : ift f];cr, wo nicht wenige große Geschäftshäuser ' 5',,' ein zwei- bis dreihundertiähriges Bestehen . zmiictdliäen. keine Theorie, sondern eine von i vielen Generationen geübte Lebensweise — j eine Tradition.; Tie wirtschaftliche Weltkrise hat die Grund- ’■ lagen, auf der sich diese Tradition aufbaute, > pnn großen Teil zerstört. Die Zollmauern! imd Einfuhrverbote der gewohnten Absatz, i gebiete, die Tumpingmaßnahmen der Enti ieertungslünder, der stockende Zinsen- und i Tlgmigsdienst der Schuldnerländer haben die j ischbrngsbilanz verschlechtert; der Welthandel, < k't nicht geringen Teil über holländische! idiiifc und Häfen ging, stagnierte die letzten ichre ans einem außerordentlich tiefen Man. Tie Folgen trafen die holländische - Micha st in einer bis dahin fast ungekann- ■ :m barte: die Zahl der Arbeitslosen stieg auf; r.-.'it mehr als ein Viertel der Beschäftigten,;;m Handel hausten sich die Konkurse. Von s bi-) 1933 sank unter dem Druck der Krise . ' Poltseinkommen um nicht weniger als * tfi Prozent. ‘Me in den meisten Ländern, griff auch i bin die Regierung mit. Hilfe von Krisengesetzen : ein. Lbwohl natürlich auch gegen andere Mer gerichtet, sind diese Gesetze nicht als lrchmnaßnahmen gedacht, dazu fehlt es, i mJi zusammen mit den Kolonien, an der /L'chichteit autarker Wirtschaftsführung/ — •;; wtem sie bilden vorwiegend Dokumente ilü'.e) vielleicht vorübergehenden wirtschastsßchatechschen Rückzuges aus der Weltwirtschaft, ' per sich in diesem Land ohne Nohstoffe gegen Willen der meisten Beteiligten vollzieht, irischen den Zangen, des auf die.Zahlungs- : siiauz ausgeübten Druckes versucht, bas Land : ’fit einem Jahr sich möglichst fest einZukapseln. :!o relativ klein die Möglichkeiten hierzu in ■ pilaiid auch sein mögen. Die Regierung hat i ''h in diesem Zweck eine Reihe von Kontrollj Rögiiiljtcitcn über wichtige Teile des Außeni pndels gesichert, die Agrareinfuhr für Konpmenzprodukte eingeschränkt oder unmöglich Machch für eine lange Liste von Jndustrie- '.peiignissen, deren Herstellung in Holland iZslich ist, darunter-Möbel, Schuhe und stillen, wurden Kontingente eingesührt, p-! Staatsmitteln eine im Ausland fast un- W^'ll'te technische Riesenleistung wie die chwäenlegung großer Teile der Zuidersee i -lnäigeführt und erst kürzlich wieder fast --??llivilen Mark für weitere Arberts- /hchassi,ng.)maßuahmen bewilligt. Im ganzen;prelltet, stellen sich diese Maßnahmen als '-p Art Rückkehr zu merkantilistischer Wirt- ^chsispolitik dar, die nur aus einem Gebiet Lücke aufweist, nämlich dem der Heran- Mng ausländischer Fachkräfte. Gerade .Erfind im Gegenteil den beiden Kammern pl> dcr Regierung Gesetzentwürfe Zugeleitet ,'Men. die zum Ziel haben, den Zugang ländischer Arbeitskräfte gesetzlich zu Omnien, also das vorläufige Ende der libe- Ren Wirtschaftspolitik durch Einführung i Autarkie des Arbeitsmarktes zu be-! ^Allgen. Wie die endgültige Fassung des j pipei lauten wird, läßt sich noch nicht überi ,w'ch jedoch ist soviel sicher, daß sich eine tveit-; ,;«* rechtliche Erschwerung einer Au-! tz,^"ipmöglichkeit für alle Ausländer, somit I p für deutsche Juden, daraus ergeben! \\ Klange keine entscheidende Besserung! ^weitsmarktlage eingetreten ist. Zwar; öuf diesem Gebiet bereits vereinzelte Er-! le erzielt worden, verschiedene Industrie- \ ' die Bauindustrie und dre Radio- ^nerkonjunkturellen Belebung berichten, die 2ahl der Erwerbslosen ist auß 25.6 Prozent vM^lr°52n-) ^2r Veschästrgten gesunken. Hno. btc Zahl der Konkurse hat sich im letzteir wenigstens nicht werter vermehrt. Dennocy werden neu hinzukommenden Ausländern als Angestellten und Arbeitern zmnal nach Jnkraft.reten des neuen Gesetzes die hollänim allgemeinen wohl nicht zugänglich sein. Kie wirtschaftlichen Möglichkeiten für ausländiscye Unternehmer sind jedoch nicht unbedingt als gleich ungünstig zu betrachten. Tie Konkursstatistik zeigt im letzten Halbjahr 1933, z. T. als Folge der Hilfsmaßnahmen für den Mittelstand, eine gewisse Verminderung der Ziisammenbrüche unter den wirtschaftlich Selbständigen. Die Auftrlebstendenzen sind aber nicht lediglich künstlicher Art, sondern finden in der Neubelebung des Weltmarktes, auch in der Krise der imnier noch erheblich aktiven Zahluiigsbilanz (die auch durch die Feit Ende Januar als Folge der Dollärabwertung austretenden Goldabzüge kaum betroffen wird) sowie in der nicht sehr großen Bedeutung der Schwerindilstrie, die wie in anderen Ländern durch ihren Leerlauf die Krise hätte vertiefen können, eine starke Stütze. Die holländische Wirtschaft — seit einem Jahrhundert nicht mehr durch Kriege erschüttert — hat niemals den Tiefenrekord anderer Krisenländer erreicht. . Der deflationistische Druck auf das Volkseinkommen: Lohnsenkung, Preissenkung, Steuererhöhung, ist zwar noch in vollem Gange, gleichzeitig aber auch die Entspannung aus dem Kapitalmarkt, so daß bereits eine großangelegte Konbersion früherer Staatsanleihen vorbereitet wird. Selbständige wirtschaftliche Tätigkeit, gepaart mit reichlich viel Kapital und mit Sach, und Landeskenntnis, kann nach den Feststellungen des holländischen Konjunkturinstituts zumal in den vom Staat durch Kontingente geschützten Wirtschaftszweigen^ zurzeit nicht als völlig aussichtslos gelten. In einigen Branchen ist es einer, wenn auch bescheidenen Zahl von Auswanderern, mit beratender Unterstützung des Hilfskomitees, gelungen, sich eine Eristenz zu schaffen, so etwa aus dem Gebiet der Textilsabrikativn, Papierverarbeitung, ferner auch durch Errichtung von Wäschereibetrieben, Kinos, Casüs ustv. Die holländische, Wirtschaft weist keine weit vorgeschrittene Konzentration auf. Der Mittel- und Kleinbetrieb überwiegt. Der Mittelstand hat in diesem Land, däs bisher von einer Inflation verschont geblieben ist, noch eine gewisse, wenn auch durch die Krise etwas , angegriffene Basis. An Jnvestitionsmoglichkeiten' mängelt 'e8 nicht. Im Gegenteil, Auswanderer, die der Ruf einer gewissen Kapitalkraft umgibt, werden hier vielleicht noch mehr als anderswo von Projektemachern mnfchwärmt, so daß die Fülle, in denen selbst erfahrene Geschäftsleute geschädigt wurden, nicht ganz selten sind. In der Regel ift e8 jedoch nicht mangelnde Sach- oder Landeskenntnis, sondern das Fehlen von Kapital, das den mangelnden Geschäftserfolg verschuldet. Zum Glück -finden nicht weiüge Auswanderer an einer gewissen gegenseitigen Solidarität einen , kleinen Rückhalt, so z. B. die zahlreichen „selbstständigen Geschäftsleute" aus kleinster Basis, nämlich dem mit Waren gefüllten Handkoffer, die ihre Kundschaft nur unter Auswanderern suchen. Die wirtschaftliche Tätigkeit ans solch kleiner Grundlage ist selbstverständlich nur eine andere Form der Arbeitslosigkeit, so daß in diesen Fällen nicht mit einer Ausenthaltsbewilligung zu rechnen ist. Die Niederlassung, d. h. die dauernde Ausenthaltsbewilllgung, wird nur bei Nachweis eines entsprechenden, ziemlich hohen Kapitals oder einer festen Anstellung geu'ährt. Zu der wirtschaftlichen Unsicherheit des größten Teiles der Auswanderer tritt also noch die öffentlich-rechtliche hinzu. Für die große Masse der Auswanderer ist bisher' trotz der Tätigkeit der Komitees noch keine Er.istenzmöglichkeit gefunden worden. Hochcntlvickelte. „alte" Länder mit hoher Bevölkerungsdichte — dies lehrt nicht nur das holländische Beispiel — bieten eben für eine Massencinwanderung keinen Raum. Daß e8 sich bei diesen Scksivierigkeiten nicht in erster Linie um die subjektiven Gesetze der Einwanderungslünder. sondern um objektive Gesetze der Wirtschaft handelt, mag daraus ersehen werden, daß der holländische Staat seinerseits bemüht ist. den deutsch-jüdischen Einwanderern zu helfen: die Negierung hat zlvar ans der einen Seite die BerusSbestimmnnyen verschärfen müssen, hat aber andererseits 65 Hektar soeben dem Meere abgewonnenen fruchtbaren Marschbodens dem Hilfskomitee zur Verfügung gestellt, um jüdischen Intellektuellen und Kausleuten eine zweijährige landwirtschaftliche und handwerkliche Ausbildung zu ermöglichen. Von hier auö soll nach erfolgter Umschichtung die Weiterleitung in Neuländer wie Südamerika .und Palästina erfolgen. Auch der.damit ein» ' geschlagene Weg, so sehr er vielleicht den Wünschen manches jungen Einwanderers , entgegenkommt, oildet keine Massenlösung des jüdischen' Wirtschaftsproblems. nach der die Suche unermüdlich fortgesetzt werden sollte. SÄMÄ D SÄWM Tie „Nationalsozialistische Deutsche Ostfront", daS amtliche Organ aller staatlichen Bepürden, veröffentlicht in ihrer ‘äh. 110 vom 23. April al8 parteiamtliche Mitteilung nachstehenden Untergaubefehl Nr. 8/34: „Um den aus dom ©enfer Abkommen für daS Deutsche Reich ergebenden Verpflichtungen Genüge zu tun und den in dieser Richtung bisweilen auftretenden Schwierigkeiten zu begegnen, tverden alle Unter- und Nebongliederungon der NSDAP innerhalb des ehemaligen oberschlesischen Abftiinmungsgebietes angewiesen, jegliche öffentliche Propaganda gegen Angehörige der jüdischen Minderheit im früheren Abstimmungsgebiet zu unterlasten. Diese .Anweisung gilt in besonderem . Maße für die NS-Hago und die GHG. Verstöße . werden in Zukunft parteidisziplinarisch geahndet. Ich bin mir dessen bewußt, daß die strenge Befolgung dieser -Anordnung von allen Amtswaltern der oberschlesischen Bewegung ein hohes Maß von Selbstzucht und Einsicht in politische Notwendigkeiten erfordert. Ich weiß aber auch, daß ein Nationalsozialist jedes Opfer zu bringen bereit ist, wenn sein Volk und Vaterland §3 derlangen, gez.: Waldmaun, stellv. Untergauleiter." r*. fw«-*Vv'*vii t,v.,wv.v.vvj ti/WvV In der Verwllltungsstreitsacl? des Händlers Adolf R. in Dessau gegen die dortige Polizeivertval. tmm wegen Berfageno der Genehinigung für einen Straßulverkw,Instand hat das anbaltisc!,e Landes. Berwallungsgericht am 18. April ein Urteil gefällt, das von grundsätzlicher Bedeutung für die Angehörigen bc* ambulanten Gewerbes ift.. Eure Reihe von A'-lizei-Verwaltimgen und Tienstverwaliungen ist -daun übergegangcn, den Angehörigen des Reichsverbandcs der ambulanten Eeiverbetreibenden eins Nwnopolstellung'-im Straßenhandel b.pv. auf den ^Märkten einznräurnen. Da Nrchtarwr satzungLgemäß nicht Mitglieder des Neichsv' rbandes sein .können, so sind sie in den betreffenden Orten von allen Vergünstigungeli. die der Neichsverband durch die- Ortöbehörden genießt, ausgefchlossew Tein Straßenhälwler Adolf R>. dir einen Obst. Handelsstand im Straßenhandel innegehabt.hat, rvar der Stand durch die Polizeivcrwattnng entzogen worden, mit der Begründung, daß er nicht Atitglied des Reichwerbandeö sei. Tic Hinweise des R.. daß er aus Grrmd des Arierparagraphen nicht Mitglied . sein könne, veranlaßte die Polizeiverwaltung nicht zu einer Aendornng ihrer Haltung. Aus den Rekurs hin hat das L a n d e § v e r w a l t n n g s. E e r i ch t die V c r f it g n n g der P o l i z e i v e r w a l - t u n g a u s g e h o b e n. Ii; der Ilrteilsbegründung erklärte der Vdrsitzende, daß die Versagung nicht aus. die Nichtmitgliedschast znm Neichsverband gestützt werden könne. Lediglich die in der E e w e r b c v r d n u n g ans« geführten Gründe seien niaßgcbend. Infolgedessen sei R. zenn Straßenhandel znznlassen. Wegen rrnbcsngLerr Tiäelsühreuö und unlauteren Wettbewerbs wurde laut „Frankfurter Zeitung vorn 21. April vom Berliner Amtsgericht der frühere Rechtsanwalt Genug Israel zu 100 RÄ! Geldstrafe verurteilt. Israel war bis zmn Juni 1033 als Rechtsamvalt in Berlin zngelassen. dann aber auf Grund deö Gesetzes über die Nichtzulassung vichtarifcher Rechtsanwälte in der Anwaltüliste gelöscht worden. Im Septcrnber, Oktober und' November 1035 hatte er an eine Reihe früherer Mandanten und auch an andere Personen Rundschreiben gerichtet, in denen er sich zur Uebernahme von Hanüvenvaltnugen, Rechtöberatiulgen und Stenerberatnngeu empfahl. Für diese Rundschreiben ■ hatte er feine alten Briefbogen benutzt, die den Kopf trugen „Georg Israel. Rechtsamvalt". In mehreren Fällen hatte er bei diesen, Rundschreiben :, feiner Unterschrift auch den Titel „RechtLanWalt"'' bergesngt. Das Gericht sah aber auch in den Schreiben, die er mit „bisheriger Rechtsanwalt" - nnterzeichnet hatte, den Tatbestaiw des unlauteren WettbewerbeL als erfüllt an. ' Die Diskussionen über den Wert oder Unwert unserer Bibel reiften nicht ab. Erst in den letzten Nummern der „C.°V.-Zeitung" konnten wir wieder Aussprüche führender dcutsckzer Geister zitieren, die das Alte Testament als' „eroige'8 LebeuLbuch fiir alle Zetten und Geschlechter" bezeichneten — Aussprüche von > Dichtern und Philosophen. Ta mag es nun interessant . fein, zu hören, was ein christlicher Theologie sagt, und unser Blick fällt auf einen bedeutenden Vertreter dieser Wisseusechaft, auf Carl Heinrich Cornill, der am 26. April 80 Jahre alt gcuwrden wäre. AlS Cornill vor 14 Jahren als Professor in Halle starb, waren seine zahlreichen Bück/Sr. die sich mit den Problemen des Alten Testaments besckpftigen, weit verbreitet und manches komüe auf eine hohe Alstlagezifscr zurückblickcn. Tie „Einleitung in die kanomscheu Bücher des Alten Testaments" sowie die kleine apologetische Schrift „Zur Einleitung in das?llte Testament" zeigen, daß wir es mit einem Vertreter der Citlcrcu Wellhauscnsch^n Schule zu tun halxm. Tie Studien über Ezechiel und vcsonders über Ierenna nehmen in der Wissenschaft einen hohen Rang ein und zeugen von echtem Forschergeist. Wenn wir aber Coruills an seinem 80. Geburt?, tage gedenken, so tun wir es besonders um eines kleinen Büchlciiis tvitlen, das wissenschaftlich und doch für Laien bestimmt in den höchsten Worten von den jüdischen Propheten spricht. — I»n Jahre 1806 richtete der Leiter des Freien Deutschen Hochstifts zu Frankfurt a. M., Pros. Beit Valentin an den damaligen KönigSberger Professor Cornill die Aus. fordcrung, in einer Vortragsreihe die Grundzüge des isr^litischeu ProphetismuS darzulcgtn. um „gebildete Laien zrnu Verständnis dieser großartigsten Erscheinung der vorchristlichen Religioirsgeschichte zu führen". Cornill leistete dieser Anffordernng Folge und konnte sich dann auch nicht der Bitte verschließe», diese mit großem Beifall ausgenonunenen Vorträge im Druck erscheinen zu lassen. So kan: vor 40,Iahren die erste Auslage'des „Israelitischen Prophetismns" heraus, der damr 1020 in fast völlig rluvcräutxrtor Form seine 13. Ansloge erleben konnte. Tie Darstellungstveise Coruills ist außerordent. .lich lebendig, und die Propheten, die in historischer Reihenfolge behandelt sind, werden uns in einer Form nahe gebracht, die, ohne überladen wissenschastlich zu tvirken, doch mit dem Rüstzeug der neuesten Bibelkritik bewaffnet ist. Es ist nicht nur die Tarstellungsweise Coruills. die und sein kleines Büchlein so angenehm macht, sondern auch sein tiesiS Einfühlungsvermögen in den Geist der Prophetie'. Er versucht den Ersck^inungem und den Tricbkrästeu, die hinter diesen stauden, auf dnr Grund zu gehen und sie in voller Rwalität erstehn zrr lasten, Längere Zitate mi3 den Prophetenbüchern ' selbst veranschaulichen stets das Gesagte. Wir Juden sind arm an eigenen bibclkritisckxn! Werken, und erst in allermmester Zeit beginnt man> sich auf die Quellen zu besinnen. Um so'mehr müssen wir da das Brrch eines christlichen Gelehrten schätzen^ der derartig tief in das Wesen -miscrer jüdischen Prophetie eindringt und sie so wirklichkeitsnah und formvollendet darzlistellen vermag. Fitr jeden, der. sich mit der Bibel beschäftigt — und dies sollte jeder Jude tunt — ist es ein Genuß und gewiß auch ein Eervinn. in diesem Buche zu lesen. Ter Laie erhält ein erstes Bild, und auch der Wissenschaftler finbet vieles Wertvolle. Wir können dag Andenken dieses ernsten christlichen Gelehrten nicht besser ehren, als wenn wir dir Schlußworte seines Buches zmn Abdruck bringen; denn hier faßt Cornill in wenigen Sätzen das Gesagte noch einmal zusammen und läßt cs voll ausklingen. „Soweit der Einfluß des Christentums reicht, so weit reichen alich heute noch die Wirkungen der israelitischen Prophetie, und wenn schon der älteste >der schriftstellernden Propheten. Llnws, die Prc>- phctic als . die herrlichste Gnaden gäbe bezeichnet, ivelche Gott Israel, und nur Israel gegeben habe ' CJliii. 2, 111, so hat eine Geschichte von i'A Jahr, tausenden sein Wort nur bestätigt. Tie Geschichte, der gesamten Dämschheit hat nichts hervorgebracht. - was sich auch nur entfernt mit dem israelitisa^n ProphetiAnuS vergleichen ließe: durch seinen Pro. , PhStismuS ist Israel der Prophet der Pfenschheit geworden. Möchte daZ doch niemals übersehen nutz - vergessen werden: da2 Köstlichste und Edelste, wa? die Ätenschheit besitzt, sie verdankt e§ Israel und dem israelitischen ProphetismuS." kat.; Hauptscbriftlelter Dr. Alfred BlrcobboTOS Stellvertreter Dr. Uareareio Bdelbela. .Beide, in Borlln. Für Bückcenduns onvorbs^ter ‘de.-.ii:G!:r!pto Ist Frclunmehhitf botenfürjon. Leiter der AncoSpcu-AbtollunR und verantwortlich für den Inhalt dor Ansagen* Friedrich Nathan, Berlin. DA. I. VJ. 55 COO. Verlag: Centralvoreln deutscher Staatsbürger Jüdisches Glaubens Berlin W 15. Emcer Str. 42. Tcl.’Adr,: „Ccntralglaubon Berlin.” Fcrnspr J 2 Oliva 8111—45. Postscheck: Berlin CQ-172. Drock der Bach* end Ticfdruck-Gccoüschaft m. b. H., Borlln GW. 13. : gosocB mit voller Veröffentlichung meines Namens einverstanden Da mein Gelenkrhcmna zum dritten Male rn verschärfter Form aufgetreten war, und ich bei Tag fast nicht mehr arbeiten und nachts vor S->mLrkt Pc packen nicht immer va3 Uebrl cm ’*»n^Ihnen ein wirklich erprobtes Mittel. §!: *^as fnff«f r 3 verfugen. 0r)r:r saJ p ■< '■^Ätticfc: SI,‘BB mC!,t fß®!' felC" 'a ich mich zu Tank verpflichtet fühle, bin ich LHösie und ftmgenehmste Mstte!^ fün v kremte. Ich war nach acht Tagen schon voll aroritu' sny:g . - - .^.enk-r. Malermeister. Düsteldorf, Aack-ener Straße 10, am 2. 4. 34. ■' Gichtosint hat mir sehr gute Dienste-getan. Der letzte, Rheumaanfall im Januar d I. war nach -kur^m Gebrauch der Trinkkur behoben. Ich haoe nach zeynjüyrigem Leiden einen angenehmen Winter verleben dürfen, wofür ich Ihnen von Herzen dank-' '.bar bin. O3kar Johnsen in FlenSLmP am 2. 4. 8-1. ' Ich kann nicht umhin, Ihnen meinen herzlimstcn Dank für die ausgezeichnete Wirkung der Gick-toflnt- Tabletten Lei Rheumaleiden auLzufprechrn. Ich bin alle Schmerzen lob, ja selbst die Schwellungen im I Hilft. ch-S tmie^lenk sind verschwunden, und kann -bei meinen'. Altervon 64 Jahren jetzt LA jedem . Wetter ttz.gll.ch Fußmärsche von 8 bis 4 Stunden ohne Unterbrechung unternehmen und ohne Hernach Schmerzen oder Anstrengungen zu verspüren, ' , Friedrich Lange. Zugführer, Güstrow, . - am v. 4. 34, Solche Briefe besitze ich über 15 000 (notariell 'beglaubigt), und nun hören Sie weiter: , Gicht und RheumatiLmuL können nur von innen .heraus ' ' - - - - aull, sonst nützt alles Gtnrcidrn und Warmhauen nichts. . , Zur Beseitigung der Harnsäure dient da3 Gichtosint. 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