Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1934-03-29 · 13 (29.3.1934) · page 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
13 (29.3.1934)
Date
1934-03-29
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2277379-2278044-2278057--08476-2289483
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Vrm udßes rmigZ. int im loschen c 3?crc 2}et. fahren eit 23c. biejcc 'g ibifd]eit lutiuinlätiel-. iS) reu ier Lklieber, fi'öchl, i, znin it Derl,voller ’ . da 4 'M\ay len des Standes ch nach bürten- Mage ch'" aornien beri)0Ü Volts. lngaben zweiten lbschnit! i! Und ton bm teutfdj-- >!) Jjift* PhS- :ttl mit jnglier* .genDen i'tttunfl-' der 311 H nicht nst das gcn. ja Zuq. voll-! allein, Ls einj 5 mehr ijtoncn, nd wir; barmt LJU. NUMMER 8 29. mm 1934 . BLÄTTER DES BUNDES DEUTSC-H-JÖDlSCflER. JUGEND - BEILAGE DER. CV.-ZEITUNG ein ©®fe@f doi” itorad© Die zersplitterten Kräfte der deutschjüdischen Jugend haben sich im „Bund“ zu einem tatfähigen Organismus vereinigt, aus dessen Geist eine neue, schicksalsstarke Generation geboren werden soll, eine Generation, der das Judentum zur Kraftquelle wird, ’dic in allen Nöten der Gegenwart nie versiegt und sich jedem erschließt, der willens ist, sie zu suchen. Jude und Deutscher zu sein, jüdisches und deutsches Geislesgut in wesensgemässer Form zur Harmonie zu bringen, wird ein wichtiger Grundsatz unserer Erziehungsarbeit sein. Deutsches Geistesleben umgibt uns in allen Lebensformen, ist ein Teil unserer Selbst; Avir sind naturhaft mit ihm verwurzelt, doch das Judentum müssen wir uns erobern, es in zäher Arbeit zum anderen Teil unseres Selbst zu machen suchen; und hier steht die jüdische Jugend vor der Frage: Sind deine Führer zu Lösung dieser neuen Aufgabe fähig? Sind sie diesen vermehren Anforderungen gewachsen? Es ist. klar und verständlich, dass bei der Wandlung in der geistigen Struktur unseres gesamten jüdischen Lebens die Jugendfiihrer vor ganz neuen, ja oft ungewohnten Fragen stehen, sofern sie nicht schon rechtzeitig die . Verpflichtung zu jüdischer Geistesarbeit erkannt haben und dieser Erkenntnis die Tat folgen Hessen. Wir wollen uns nicht verhehlen, dass für viele unserer Führer die jüdische Schulung eine recht unbequeme Forderung .war, über welche man mit Geringschätzung lächelte und deren Erfüllung man neidlos den Lehrern und Rabbinern überliess. Diese geistige Trägheit glaubte man dadurch zu überdecken, dass man in den Bünden recht viel Betrieb machte,. Problem über Problem wälzte, über alles sprach und doch nur an der Oberfläche der Dinge haften blieb; zu einer vertieften, wirklich fachlich fundierten Pflege jüdischen. Wissens waren die wenigsten Jugendorganisationen fähig, aber einzig und allein aus dem Grunde, weil den Führern die elementarsten Kenntnisse jüdisch-religiösen Lebens fehlten. Wie bitter ist diese Erkenntnis in der Zeit unseres Erwachens aus den Banden der Selbstgefälligkeit und Indifferenz! Jetzt regt sich das Verlangen nach wirklich jüdischen Führern; wir können sie nicht aus dem Boden stampfen: wir müssen sie heranbilden; dieser Bildungsarbeit muss sich jeder Führer willig unterordnen, wenn er nicht das Recht verwirken will, jüdische Jugend zu formen, und zwar in einer bejahenden Hinwendung zu den Geisteswerten jüdischen Lebens. Welcher Art sind die Kenntnisse, die man von einem jüdischen Jugendführer verlangen muss? Zunächst ist die Beherrschung der hebräischen Sprache ein dringendes Erfordernis; der Geist der Bibel und der Gebete spricht am lebendigsten in der Ursprache zu uns; wir müssen endlich einmal mit dem Vorurteil aufräumen, dass die Pflege derhebräischen Sprache eine Parteiangelegenheit sei, die im übrigen die auf dem Boden des Galuthjudentums stehende Gemeinschaft nichts anginge. Loschaun hakkaudesch, die heilige Sprache, ist Erbe und Besitz der Judenbeit der ganzen Welt, und dieser Besitz verpflichtet auch uns, , auf seinem Grunde die Gedankentiefe jüdischer Lehre zu erfassen. Loschaun hakkaudesch ist verbindendes Element jüdischer Gemeinschaft; die Sprache des Gottesdienstes soll für unsere Jugend nicht eine Erinnerung an längst vergangene Zeiten darstellen: sie muss in ihrer Inhaltlichkeit und Ausdruckskraft als Gemeingut jüdischer Menschen eine Bereicherung des Ich mit religiösen Werten bedeuten und die Synagoge zum lebendigen Mittler des göttlichen Wortes machen. Schule und Bund können hier in gleicher Richtung diese Forderung erfüllen; doch wie sollte ein Jugendbund dieser Aufgabe tatsächlich gerecht werden, V/cnn seinen Führern die geistigen Voraussetzungen zu ihrer Durchführung fehlen? innige Vertrautheit mit der jüdischen Geschichte ist eine weitere, ebenso dringende Forderung. Wesen und Entgehen der jüdischen Gemeinschaft,' das Geistesleben .unserer grossen Vergangenheit müssen mehr denn je in den Herzen Unserer Jugend lebendig werden und ihr öle Lebenskraft des Judentums In guten und bösen Tagen, vergegenwärtigen. Es ist kein blosses Betrachten früherer Zelten, sondern ein Messen der Gegenwart an den Tagen der Vergangenheit. Wer so jüdische Geschichte sieht, erfährt eine tiefe seelische Bereicherung, und gerade unsere Jugend bedarf ihrer so dringend. Es. handelt sich hier nicht um eine zusammenhanglose Anhäufung geschichtlicher, Tatsachen, sondern um die Erkenntnis der strukturellen Eigenart jüdischen Geschehens. Jedoch ist das Wissen die Grundlage dieser Erkenntnisse; es will zunächst erworben sein, um späterhin artgemäss verwoben zu werden. Auch hier drängt sich uns wieder die Frage auf: Ist der Führer im geistigen Besitze dieser Elemente, die zum Verständnis jüdischer Entwicklung . gehören? Selbst höchste pädagogische Fähigkeit .vermag nicht über die Lücken hinwegzutäuschen, die vielfach in der jüdischen Schulung unserer Führer klaffen. , Wenn die deutsch-jüdische Führerschule zur Tat geworden ist, möge jeder Führer in intensivster Arbeit an sich selbst die Sünden der hinter uns liegenden Epoche wieder gutzumachen suchen; denn nur der hat Anspruch auf Führertum, welcher selbst lernen und immer wieder .lernen will. Auch in diesem Sinne: Bereitschaft!. Erwin Rosenthal, Berlin. zwei&Q FähnloErt mesfof % ■ Fofis^ Treffpunkt: 8 Uhr Zoo. Punkt acht wird angetreten. Wer später kommt, muss „die Front“ abschreiten und wird von allen angegrinst, aber keiner sagt einen Ton. Es ist s o peinlich, dass man das nächste Mal nicht zu spät kommt. Wir fahren raus und treten wieder an. Dann wird etwas „geklotzt“, um möglichst schnell aus zivilisierter Gegend herauszukommen, dann singen wir . unsere Marschlieder; Sobald wie möglich biegen wir in den Wald ein, bis wir geeignetes Gelände für ein Geländespiel finden. Jetzt wird das erstemal gelagert und „Süko“ (das ist alles Essbare ausser Brot, meist Süssigkeiten und Obst) wird eingesammelt. Davon bekommt gleich jeder etwas. Dann steigt das Geländespiel! Zwei Parteien werden gebildet, und nach kurzer Zeit ist eine richtige Jungenkeilerei im Gange; natürlich ist man dabei nicht allzu grob. Nachdem wir uns ausgetobt und mächtigen Hunger bekommen hüben, wird wieder gegessen. Vorher wird nicht vergessen, irgendeinen Essenspruch zu sagen. Wir setzen uns im Kreise hin und singen, oder jemand erzählt etwas. Immer ist es aber zu früh, wenn wir nach Hause gehen müssen. Auf dem Wege wird wenig gesprochen; denn wir denken alle über „Kameradschaft“ nach, diesem Etwas, was man nicht erklären, sondern nur fühlen und erleben kann. Und erlebt haben wir es alle! Pimpf. ^©r -AiHb©Bv Isvä E©idi Eindrücke vom fJIBttoBdoutschon Tr©$?on in loipslg Langsam gehen wir der Sperre zu. Ob wohl Jemand von unseren Freunden uns erwartet? Da sehen wir schon das lebhafte Winken, acht aufgeregter Pimpfe; jeder will uns nach deV Begrüssung zuerst mitteilen, dass wir zunächst einmal zu Jögo gehen sollen. Nach'kurzer Zeit haben wir das begriffen. Also, au! zu Jpgb! Auf dem Weg gibts eine halbe Stunde Heimatkunde. Königsnamen, die wir noch nie gehört haben, werden da hin- und hergeworfen. Dann eine kleine geographische Auseinandersetzung:-Liegt Leipzig an der Pleisse oder an der Elster? Plötzlich ein Pimpf: „Du, du bist aber ein richtiger Berliner, dir merkt man das aber an!“ Sein bewunderndes Grinsen wird durch schallendes Gelächter unterbrochen -- ich bin nämlich Hamburger! Erste Arbeitstagung. Nach einem kurzen, sachlichen Rückblick über die Gauarbeit spricht Fritz Schäfer über Wirtschaftsfrapen des deutschen Judentums. Ueber der Diskussion liegt das Verantwortungsbewusstsein um die Arbeit, die bisher geleistet wurde und noch stärker von diesem Treffen ausgehen soll. Ohne jede Polemik wird diskutiert, ohne Illusion, aber auch ohne Schwarzfärberei w.ird die Situation besprochen, mit den erzieherischen Notwendigkeiten, die daraus folgen. Der Wille zur Umschichtung kommt wohl am besten in einem Einwurf zum Ausdruck: „Warum sprechen wir so wenig von der Umschichung zum Arbeiter?“ — Ein guter Auftakt. Jeder hat das Gefühl, als das Kameradschaftslied die erste Aussprache abscbliesst. Appell! 160 Jungen und Mädel in der leuchtenden Festkluft sind im Viereck angetreten, feierlicher Ernst au! den Gesichtern. Drei Führer sprechen. Der Bund spricht zu ihnen, ruft sie an ihren Platz. Ein Lied wird gesungen. Und vor den leuchtenden Augen selbst der kleinsten Pimpfen ersteht in seiner Grösse, mit der Schwere seiner Forderungen, mit all dem Schönen seines Lebens der Bund. (Das hätten die Skeptiker sehen sollen! Wie wir hätten sie gewusst, dass der Tag in Lehnitz doch der Aufbruch der deutschjüdischen Jugend war, wenn in den drei Monaten schon solche Gruppen entstehen konnten.) Singerast. Ein Lied immer noch schöner, noch begeisternder als das andere. . Erzählungen rahmen ein paar Lieder, die wir Berliner Vorsingen, ein. Die Klampfe jauchzt auf, als wolle sie noch mehr dabei sein als die vor Erregung glühenden Jungens und Mädels ... Die zweite Arbeitstagung. Eine Arbeitsgemeinschaft mit Günter F r i e d 1 ä n d e r über das Ziel der hündischen Arbeit. Im Mittelpunkt stehen die erzieherischen Fragen, stehen die Menschen, in denen alle Veranlagungen, eile Kräfte zu einem harmonischen Ganzen geformt worden sollen. Wieder einmal sehen wir, dass die Schwierigkeiten der Arbeit mehr technischer als menschlicher Art sind. ,Zum Donnerwetter, Ihr sollt ruhig eoin! Ich* hohe m«ch im stillen schon gewundert, wie ' iCn*o d*e drüben das auahalton. Ein PimpSenbelin mit 50 Pimpfen ist keine Kleinigkeit. — Kimcnicle, neue Lieder, mit Begeisterung. ge-, . lernt," Erzählungen aus Berlin — dabei soll man ruhig bleiben können? Trcwicchcn spricht H e i c 0. Vis Diökucsion rHbiTc^e GcanmScchau über das, wes in den drei Arboite^cmeinscbafton durch gearbeitet wurde. Mit aller Leidenschaft wird 'diese letzte, im ersten Teil ideologische, Im zweiten .Teil weihung, an der etwa 80 Bundesmitglieder aus dem ganzen Landesverband teilnabmen, fand ein Gemeinschaftsnachmittag mit Vorträgen und gemeinsamem Singen statt. Am Abend schliesslich veranstaltete die Ortsgruppe einen Bunten Abend für die Eltern und Förderer, HirscEtfoorg S. Schl, Alfred Fabian (Breslau) sprach im Rahmen eines recht gut besuchten Gemeindeabends über die Aufgaben der deutschjüdischen Jugend. Es sind Bestrebungen im Gange, eine Gruppe des Bundes oufzubauon. praktische Aussprache geführt. Klar, genau und mit dller Schärfe steht Ansicht gegen Ansicht, aber wie auch vorher, nicht eine verkrampfte - Anschauung, Gedanke wird gegen Gedanke ausgespielt, bis die Linie der Arbeit gefunden ist: Die Erziehung zur Gemeinschaft der deutschen Juden, der Blick immer und immer wieder auf die Gruppe der Juden .in Deutschland gerichtet, .die als Gruppe im Bewusstsein ihrer jüdischen Wertigkeit, in der Kenntnis ihres Judentums und in der Liebe zur deutschen Heimat und ihrer Kultur, ihren Weg in die Zukunft bahnt. ' Der Abschluss des Treffens: das Heim der Mittleren. . Eine lebhafte Unterhaltung zeigt die Steilung des einzelnen in der Gruppe, zur Gruppe und zum Gruppenführer. Das ganze wieder eingerahmt von Liedern, neuen und alten. Dann das nicht endenwollende Verabschieden. Der hat noch eine Bestellung — der muss noch etwas erzählen — G. F. fvlagdoburg Am 18. März eröffnete unser Ortsbund Magdeburg ein „Heim, der deutsch-jüdischen Jugend“. Ruth H a d r a, die Führerin der Ortsgruppe, hatte, unterstützt von 50 begeisterten Jungens und Mädels, den Widerstand mancher- Kreise, die von der Notwendigkeit des Keimes erst am Tag? der Eröffnung restlos überzeugt werden konnten, zu überwinden, bis es ihr gelang, mit Unterstützung des Centrälvereins und der Vereinigung für das liberale Judentum unserm Bund diesen neuen Stützpunkt in Mitteldeutschland zu schaffen. Zur Heimweihe war Heinz Warschauer, Berlin, erschienen, der vormittags zu den Jungens und Mädels von den Grundlagen unserer hündischen Arbeit sprach und am Nachmittag im Rahmen einer Singestunde und einer anschliessenden Führerbesprechung Jüngere wie Mittlere fest mit dem Gesamtbund verband. Ueber dem ganzen Tag stand ein glücklicher Stern: es wird wohl wenige Gruppen im Reich geben, die den Weg vom Jugendverein zum Bund so überzeugt und begeistert gefunden haben wie diese Magdeburger Gruppe. Porciuftom Am 18. März fand in Kolberg ein. Eite.ruabend in Form einer Jakob-Wassermann-F.eier ' statt. Die Gedenkrede hielt der Ortsgruppenleitor Dr. Walter Jacobi. Die musikalische Umrahmung hatten Kantor J. Wechsler, Kolberg,. als Förderer unseres Bundes, und Hertha Fink übernommen. Mit dem Largo von Händel klang di? stark besuchte Weihestunde aus. , ‘ . Der Zug Anklam-Greifswald veranstaltete am 11. März in Greifswald einen Vortrcgsnachmittag, wozu auch die Gemeindemitglieder eingeladen waren. Otto Michelsohn, Stettin, der Syndikus , des' Landesverbandes Pommern des C, V., sprach. über Tagesprobleme. Eine rege Aussprache schloss sich an. Don Dank der Anwesenden sprach Zugführer Siegfried Becker aus. 1 aesko (0B,orasra&aB,&) Am 11. Kürz fand die Einweihung des neuen Heims der hündischen Gruppe der Ortsgruppe statt. Der OrtcgruppenvorGitzende Joachim Ansche 1 gab dem Heim den Nomen Ludw i g - T i e 13 - Ii e i m. Ausserdem sprachen Dr. Arno H o r z b e r g und Rabbiner P e r 0 t z. Ludwig Roßonthal, Sshneidcmühl, weihte den neuen--Wimpel der .Gruppe. Nach der Ein- Wcas muss EJGB* pöD<gj@ wbssg&ü? Ueber Bewertung und Sinn dieser laufend veröffentlichten informatorischen Uehersichten gaben wir in Nummer 6 vom 22. Februar Auskunft. Die vorliegende Zusammenstellung wurde von Bäckermeister J T a n n e n w a 1 d , Berlin N 54, Gipsstrassc 11, bearbeitet. Anfragen an das Büro des „Land- und Handwerk“, Berlin T 2, Biirgsfrassc 30 (Telephon: D2 Weidendamm 8164), erbeten. Die Redaktion. III. Der Bäcker 1. Berufsgliederung: Grossbetrieb: Brotfabrik. Kleinbetrieb: Feinbäckerei, in der neben Brot auch Weiss- und Kuchenware horgestellt wird. Konditorei. 2. Werkstolle: Mehl (Roggen-, Weizen- und Auszugsmehle, die aus bestem Weizen hergestellt und böherprozentig ausgesucht sind); Fett (Butter, Oel, Margarine); Zucker, Eier, Backpulver, Hefe, Essenzen usw. 3. Werkzeuge: Der Backofen, der zur Erhaltung der Hitze von festem Gemäuer umgeben ist. Ueber der Feuerung liegen die Horde, auf deren ebener Fläche der zubereitete Teig abgebacken wird. Knetmaschine zur Teigherstellung, Teigteilmaschine zur Teilung der abgewogenen grösseren in gleiehmässige kleine Stücke. Roll-, Rund- und Langholz, Messer, Kessel, Bleche, Formen, Schieber, Backstubeubretter usw. Die Mehle liegen in der Backstube getrennt in Beuteln, die mit Platten zugedeckt sind, auf denen der fertige Teig verarbeitet wird. 4. Persönliche Eignung: Geschicklichkeit, kör- . perliche Sauberkeit, gesunde Lungen sind unbedingt erforderlich; gute Augen und gutes Augenmass sind wünschenswert. 8. Gesundheitliche Beanspruchung: Arbeiten in Hitze, Zucker- und Mehlstaub fordern körperliche Leistungsfähigkeit und Ausdauer. Ueberempfindlichkeit gegen Mehle und Mehlzusatzmittel führt zu sog. Bäckerekzemen und ist vorher durch fachärztliche Untersuchung auszuschliessen. 6. Aeussere Bedingungen: Dreijährige Lehrzeit, die bei außergewöhnlicher Geschicklichkeit abgekürzt werden kann. Beginn der Lehrzeit möglichst unmittelbar nach der Schulentlassung, Gesellenprüfung mit 17 bis 18 Jahren, Meisterprüfung und Berechtigung zur Ausbildung von Lehrlingen nicht vor dem 26. Lebensjahr. — Für den Beruf des Konditors ist eine besondere, für den ausgelernten Bäcker verkürzte Ausbildung erforderlich. Sämtliche Zahlungen für den Landesverband Berlin-Brandenburg des, Bundes deutschjüdischer Jugend erfolgen auf Postscheckkonto 153477 Berlin (Heinz Brück, Berlin O 34) AfliWcilungon dos ßoBefasaussdaussos dor iüdSscfaon JsjQend« •vQpböndo Der Reichsausschuss hat für alle ihm angeschlossenen Jugend-, Turn- und Sportvereine mit Wirkung vom 1. April 1Ö34 die Durchführung eines einheitlichen Versicherungsschutzes1 an« geordnet, nach dem aO die Personen (Jugendliche wie Gruppenleiter), die beim Betriebe der Jugendpflege einen Unfall erleiden, Anspruch auf Entschädigung haben, und ö b) den Vereinigungen, Vereinen und Ver« , .bänden, deren Vorstandsmitgliedern, den Gruppenleitern und anderen als Leiter tätigen Personen Schutz gegen Schadeneratzansprüche auf Grund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen ' geboten wird. Trägerin dieser Unfall- und Haftpflicht-Versiche- rung für Jugendpflege ist die Agrippina, Allgemeine Versicherung*, - Aktiengesellschaft, Köln, Richler Strasse i)Q. ’ Die Prämie für die Unfall- und Haftpflichtversicherung einschliesslich 5 Prozent Versicherungsstouor beträgt für die Gruppe A (Mitglieder der Turn-, 'Spiel-, Sport- und Vereine für Leibesübungen bis zum vollendeten 21. Lebensjahr): 70 Rpf.; o Gruppe B (Mitglieder der Turn-, Spiel-* Sport- und Vereine für Leibesübungen vom voll* endeten 21. Lebensjahre bis zum vollendeten 25. Lebensjahre): 250' Rpf.; für die Gruppe C (Mitglieder der Vereine der geistigen und sittlichen Jugendpflege bis zum vollendeten 25. Lebensjahre): 50 Rpf. für jeden Jugendlichen und auf das Versicherungsjahr. Der Abschluss dieses zu sehr günstigen Bedingungen erfolgten Versicherungsvertrages stellt einen grossen Fortschritt für die Arbeit der dem Rolchsaunachuss angeschlossenen Jugendbünde dar* Die Adresse des Reiehsausschusscs ist: Berlin- .Charlottenburg 2. Kantstrasse 158.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.