Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 13 (29.3.1934)
- Date
- 1934-03-29
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Natürlich ist da schon die Wirklichkeit und Wirksamkeit dieses spendenden Gottes vorausgesetzt, und das Beten verlöre ohne diesen Glauben seinen Sinn.?lber ebenso könnte es keine Religiosität geben, oder sie würde sich nur — wie auf primitivster Stufe — in einer Abwehrreaktion gegen schreckeneinslößende dämonische Mächte entladen, wenn uns nicht aus. unseren iunerweltlichen Beziehungen die Regung dankbaren Kemutcs wohlvertraut wäre. Wie immer dieses Gefühl in der beschichte der menschlichen Seele entstanden sein mag. im vollerwachten Leben ist es rein unb ungetrübt von selbstsüchtigem streben, von den Affekten und Eingebungen der Eigenliebe, wie von Sclbstsicherheit und Stolz aus das eigene Vermögen, l'ims Religiöse gewendet, auf das Gefühl unserem Schicksal schlechthin gegenübergekehrt, bedeutet es, daß wir eigentlich immer Empfangende, Gestützte, Getragene sind, weswegen ja mich die Grundtugend der Frömmigkeit die Demut bleibt. Wir möchten wohl annehmen, daß Dankbarkeit eine Ur- Qualität im Typus menschlicher Charaktere ist; womit wir '' meinen, das; ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal der Individuen darin beruht, ob sie von Haus auS jene Eigenschaft als die ihr ganzes Sein formende Kraft besitzen oder nicht. O ich wesensmäßig das Gute, was ich von bestimmten Perjenen oder von der Natur oder von meinern Geschick erfahre, als selbstverständlich hinnehme, oder ob ich mir bewußt bleibe, baß es keine mit meiner Geburt mitgeschafsenen Ansprüche an das '„'eben gibt, das scheint eine der am meisten einschneidenden Tifserenzen in der Bildung von Charakteren überhaupt zu sein. Wir sprechen hier nicht davon, ob und wie man durch äußere Handlttngen ans solche Erlebnisse reagiert, sondern es lammt nur auf die innere, auf die gesinnungs- und gesühlsmäßige Verfestigung dieser.seelischen Haltung an. Im Judentum ist dieser Tatsache dadurch Rechnung getragen, daß es in seinem Urgedanken die Erwählung eines Volkes aus allen anderen heraus lehrt und die Begnadung gerade dieses Volkes mit der göttlichen Wahrheit. Es ist gemiß, daß hier das Vorbild aller religiösen Gnadenlehre gesieben ist, Berufung, Prädestination durch den göttlichen Willen, wie diese Vorstellungen in der außerjüdischcn Dogmatik imsgebaut wurden. All diese Gedanken sind, aus dem allgemeinen Verständnis des Seelischen heraus gedeutet, ja nichts enbereö als der Ausdruck einer ursprünglichen inneren Gechheit, daß der Schwerpunkt unserer Existenz, dessen, woraus ll bei ihr ankommt, der Kräfte, die sie schaffen und gestalten, außerhalb unser liegen, daß wir die von einem Schöpfer Geschaffenen sind. Innerhalb des Judentums nun vertieft sich praktisch die Wirkung dieses allgemeinen Schicksalsgedankens dadurch, daß hier die religiöse Erwählung mit der Heraushebung einer bestimmten Gruppe, einer stammhasten oder nationalen Gemeinschaft zusammenfällt. So wurde, und zwar aus dem tiefsten, aus göttlichem Grunde her, bewirkt, daß das befühl des einzelnen von dem ihm zuteil werdenden Schicksal chM RsW sich viel inniger mit dem Bewußtsein gemeinsamen Geschickes verschmolz, als das je außerhalb unseres Kreises ans Licht trat. Wir sind nicht von außen durch gemeinsame schwere Erfahrungen zusammengeschmiedet worden, sondern wir bilden eine innere Einheit, kraft der Nachwirkung unseres Urerlebnisses, von dem alle Juden hundert Generationen hindurch ausschließlich ihre geistig-seelische Existenz gehabt haben, und das kein „Nationalismus" und „Atheismus" von drei oder vier Menschenaltern ins Nichts versprühen lassen kann. Das Gefühl unseres Schicksals ist heut so stark wie nur je. Der Unterschied zwischen einst und jetzt besteht freilich darin, daß das freudige Bekenntnis, die Liebe zu ihm, uns alle nicht mit der gleichen Selbstverständlichkeit durchdringt wie unsere Vorfahren. Ihr Leben war vor und neben aller Erfüllung der Gebote ihres Gottes eine einzige Leidenschaft für ihre so und nicht anders gestaltete Wirklichkeit, e i n Dank, ob sie den Gott priesen, der sie auserwählt und ihnen die Thora gegeben, oder den, der sie geschaffen nach seinem Willen. Man hat sich — zumal in der modernen, analysierenden, den Blick aufs Ganze scheuenden Art der Betrachtung — meist gar nicht klar gemacht, wie das Schwergewicht der alten jüdischen Frömmigkeit gar nicht so sehr in der wachen oder triebhaft gewordenen Wahrung der Satzungen bestand, in der Treue zum Gesetz, als in der Treue zum Schicksal, in der freudigen Unterwerfung unter sein Gebot. Das stand nicht im Gegensatz zu der gewiß nicht fehlenden Energie; so wenig wie nur je Willensspannung von Schicksalsbejahung angekränkelt ward. Wenn der von seinem Gott abtrünnig gewordene Jude Spinoza die bewußte, klar schauende Eingliederung in den Kosmos des Alls als höchste Pflicht und echtes Glück der Vernunftwesen beschreibt, so ist der rechte Jude von dieser Leidenschaft kalten Feuers nicht berührt. Er sieht ja sein, seines Volkes Los, als ein besonderes, von deni lebendigen Gott ihm zugeworfenes an. Aber der Heroismus, der dort dem Weisen angesonnen wird, ist ihm wohlvertraut, der beglückende Stolz des AuSharrens in der demütigen Entgegennahme dessen, was Gott ihm bereitet. Wenn wir glücklich durch diese Pforte geschritten sind, dann wird der Weg eben. Jetzt wissen wir, was lernen heißt und was wir mit Erkenntnis sollen. Es hat sich in der neueren Zeit ein eigentümlicher Judentmnsersatz herausgebildet. Die Alten studierten das Gesetz, um es zu üben. DaS ist gut und sinnvoll. Sie gingen von der ihnen selbstverständlichen Tatsache aus, daß sie sieh in dem Ererbten auskennen müßten, um es als eigen zu besitzen. In unserer Zeit hat sich — vielleicht ist der Höhepunkt auch schon überschritten — die Meinung verbreitet, daß Können und Wissen ein von besonderem Zweck und Ziel losgelöster Wert sei. Das mag für mathematische Dinge richtig sein, nicht für das Reich des lebendigen Geistes, am wenigsten für ein Gebiet von Wirklichkeit, das wir so ursprünglich als uns eigen empfinden wie das unseres Daseins als Juden. Hier schafft die Liebe, die eins ist mit Gläubigkeit, das demütig dankbare Empfängen schicksalhafter Existenz, erst den Drang zum Erkennen, die Freude am Forschen. Denn erst solche Gesinnung schneidet die Frage des Bösewichts in der Peßach-Haggada an der Wurzel ab: was soll dieser Dienst euch? Dieses grundsätzliche Ja begeistert zum Suchen und wirkt Wunder in der Kraft des Findens. So allein sind wir, ist all unser Erlebnis, unsere Geschichte über so viele Ge¬ DI« sechs Aufsätze von Rabbiner Dr. Max Wiener wü©SogS@Bi in di©s®r Seif" erscheinen ln den nächsten Tagen In geschmackvoller Ausstattung als Nr. 1 der Somdorhofao -dor „C.-V.-ZoSf&mg"- zum Preise von RM, 1.—. Jeder Leser des Im Philo-Verlage erschienenen allgemein als Standardwerk anerkannten Buches des gleichen Verfassers Jüdische Religion im Zeitalter der , Emanzipation" wird auch die neueste Arbeit Max f Wieners gern besitzen wollen. Vorbestellungen sind zu richten an o-VorlQg und iwe^focsindlung Bor85n W 15, Pariser Sfr. 44. schlechter hinweg, Denken und Wollen unserer Vorväter uns nicht fremd, ja uns vertraut, auch wenn wir uns deS Gehalts alles dessen nur in mühsamer Arbeit bemächtigen. Der Religionsunterricht gilt — wie selbstverständlich — als der Gesinnungsunterricht schlechthin. Aber er kann nicht zu einer bestimmten Gesinnung führen, wenn er nicht ans einer bestimmten Gesinnung heraus wst erteilt, so auch genossen wird. Nicht die leere Seele ist empfänglich, sondern allein die durch Stimmung und Willigkeit vorgeformte. Worin diese Vorformung beruht, daß in ihr gerade beim Judentum schon Erschlossenheit für die denkbar tiefste religiöse Einwirkung steckt, suchten wir deutlich zu machen. Nun ist gewiß der so wach gewordene Sinn für Religiosität, die sich hier schon auswirkende Frömmigkeit nicht eins mit all den Besonderheiten einer geschichtlichen Religion, mit ihrem Ritus und Gottesdienst, mit ihrer Glaubens- und Sittenlehre. Aber wir meinen, daß doch die ernste Bereitschaft von Geist und Herz geschaffen ist, zu vernehmen und zu prüfen, jenes Erbe mit den Augen der Liebe zu mustern. Kampf und Enttäuschung. Zweifel und Ketzerei werden gerade dem Lebendigen am wenigsten erspart bleiben. Aber das sind dann die Kriege Gottes, und sie werden aus dem Schauplatz geführt, der schon abgesteckt ist durch das grundsätzliche Ja. Wieviele solcher Kämpfe sind in unserer Geschichte geführt worden! Und in ihnen hat sich sicherer als anderwärts bewährt, daß der Krieg der Vater aller Dinge sei. Wir Inden sind immer die Menschen der Extreme gewesen, der Uebertreibung und Ueberbetonnng. Wie bei uns die Tradition am stärksten und starrsten wirkte, so war hier unter den einzelnen am ehesten die Neigung mächtig, das eigene Denken und Fühlen mindestens im eigenen geistigen Dasein durchzusetzen, eine ganz persönliche Ueberzeugung zu haben. Jn unserer neueren Zeit wurde die zweite Richtung übcrgewaltig, drohte, jedwede umschließende Einheit zu zerfetzen. Tenn sie wandte sich ja viel stärker gegen innen als gegen außen. Wenn in der Gegenwart immer größeren Gruppen unserer Gemeinschaft jene Einheit, die einst von der religiös-nationalen Tra- . dition verkörpert und versinnbildet war, vor Augen geführt wird durch Schickfalsmächte, die von jenseits unserer Grenze wirken, so werden die einen dieses als sinnloses Unheil empfinden und am Weh darüber verbluten. Die aber, denen das Gefühl für ein inneres, für ein von Gott bestelltes Schicksal nicht verlorengegangen, werden aus solcher Erfahrung vor allem den Ruf zu sich selbst vernehmen, den Gott ertönen läßt. Das ist kein Gottesbeweis, noch eine Demonstration für 'die Wahrheit des alten, von so vielen vergessenen oder niegekannten Glaubens. Aber es ist für jeden, der das Hören nicht verlernt hat. eine Mahnung, nach einem gangbaren Wege zu' suchen. Wir glauben, daß er an diesem Wege vieles von Wie die Sonne sich zum Untergänge neigte, lamm die Wanderer wieder in eine Äadt. Hier eiltm alle Bürger mit großer Freude ihnen entgegen, führten sie zum schönsten Hause und bewirteten sie aufs beste. Tes Morgens, als sie Abschied nahmen, betete Glia und sprach zu den Lmten: «Der Herr lasse unter euch nur einen zum Oberhaupt werden!" Ta konnte sich Josua nicht mehr länger halten: «Soviel hier aus unserem Wege geschehen. so viel Unbegreiflichkeiten sind es suir. Ist das Gottes Gerechtigkeit, daß dem frommen, dem Guten Leid geschieht und dem Dösen Liebes? So will ich laut Wehe schreien; denn mein Herz hat Gott verloren, bem es diente!" Und er warf sich vor Elia nieder in seines Herzens Verzweiflung. . Elia aber reckte sich aus und sprach: «Ist deute Treue gegen Gott so schwach? Habe ich dn nicht gesagt: Du wirst nicht fassen und erlragen können, was Gatt durch mich tut? wisse denn! Dem ersten Manne war ein schweres auserlegt, ihm sollte an jenem'Tag ctit Weib sterben. Da flehte ich, daß seine "uh als Sühneopfer angenommen werde; Ad Gott in seiner Güte willfahrte meiner ^stte und beschied hernach dem Manne durch mn Weib noch viel Segen und Frmde. — weiter Hartherzige hätte unter der bausälli» M Mauer einen ungeheuren Schatz gesunden und wäre dann noch viel hartherziger und böser geworden: so ließ ich die Mauer unt selbm Tage fertig oastehen. — Den hochsuutw/n Frömmlern im Bethaus. wünschte viele Häupter; so wird ihr Los Streit und unetntgkeit der Großen sein und ihr Ende das Verderben. — Den Gerechten, denen ich nur ei n Haupt wünschte, wird mein Gebet chUl Guten gereichen. Der Geist der Zwie-- wcht kann unter ihnen nicht gedeihen, und hre Gemeinschaft wird gesegnet sein." beschämt schaute Josua Zu Elia empor. fuhr fort: «Was du hier auf unsere Wege erfahren hast, wirst du überall >^en, wie weit du auch wandern magst auf Erdm. Steh auf, Menschmsohn, ich mtiß nun von dir scheiden!" Er entbot ihm dm Friedensgruß und ging seines Weges, wäh. rend Josua in Demut vor Gott niederkniete. Woher stammt das Lied vom Lämmchen? Von Chajim Mach Seit vielen Jahrzehnten befassen sich deutsche und jüdische Gelehrte mit der Feststellung des Ursprungs des aramäischen Liedes „Ein tÄimmchen", das in der Pessach-Haggadah enthalten ist und am Pesfachabend gesungen wird. Einige Fachleute führten den Beweis, daß das Gedicht sehr alten Ursprungs ist, obwohl es zum ersten Male in der im Jahre 1590 zu Prag gedruckten „Haggadah" vorkommt. Seit Jahrhunderten suchte man dem Gedichte seinen tieferen Sinn abzuringcn; Kabbalisten, Historiker, Philosophen, Moralisten gaben dem Gedichte Auslegungen nach ihrer Weise. Hammer-Pnrgstall hat bet ben. Persern, Sanders bei den Neugriechcn ähnliche Volkslieder gefunden. Es schien seltsam, daß ein bei den deutschen Juden bekanntes Lied — die spanisch-portugiesischen Juden kennen es, nicht — bei Persern und Nengriechen Nachahmung ge. sunden haben soll. Schließlich wieg der deutschungarische Rabbiner Dr. David Oppenheim vor mehr alZ siebzig Jahren aus die Aehnlichkeit de8 deutschen Volksliedes „Der Herr schickt den Jockel" mit dem Gedichte „Ein Läinmchen" hin. S'-in-'r Annahme, daß das deutsche Lied eine N^dichüwg de3 jüdischen ist, trat man mit dem Hinwei3 entgegen, daß man ebenso behaupten könnte, daß die Juden daS Motiv den Deutschen entlehnt h^ben. Vor einiger.Zeit kam Josef Hofmiller, ein bekannter nichtjüdischer Schriftsteller, daraus, daß auch Shakespeares Dialog zwischen Lorenzo und Jessica im „Kaufmann von Venedig" („In jolcher Nacht. ..") auf Kenntnis der Jflblfocn Haggadah beruht haben muß. Nach Hofntiller entspricht der Hgggadah ein großer Teil der Karsamstags-Liturgio. Das jüngste Kind beginnt zu fragen: „Was zeichnet diese Nacht vor allen anderen Nächten aus?" Ter Hausvater antwortet. Darauf geht nicht nur das „Hgec beata nox“ der KarsamStags-Liturgie zurück, sondern entsprechend dem „Jn dieser Nacht" der Haggadah, auch eine der schönsten Stellen des .Kaufmanns von Venedig", das Duett zwischen Lorenzo und Jessica zu Beginn des fünften Aktes, . mit dem siebenmaligen (!) in such a night. Shakespeare muß. als er den „Kaufmann" schrieb, durch seine jüdischen Freunde die „Haggadah* kennengclernt haben, denn die Aehnlichkeit ist zu ausfällig. Das „Echad nü jodea" („Wer weiß daS Einzige?") 1 —Gott, 2— Tafeln des Gesetzes, 8 —Stammväter, 4 —Starnmesmütter 5 —Bücher Moses, 6 —Ordnungen der Mischna, 7-Tage der Woche, ist ins deutsche Volkslied übergcgangen: „Sag' mir, was ist EinS?" Das ' Schlußlied vom Zicklein („Chad gadja", vgl. die gleichnamige Ghettonovelle von Zangwill) ist der Stammvater der sogenannten Kumulativlieder vom Schlage unseres „Der Bauer schickt den Jockel ans", die sich im volkstümlichen Liederschätze vieler Völker finden. Wie dieses mindestens dreitausend Jahre alte Ding in die Haggadah gekommen ist, ist nicht festzustellen. Was es bedeutet, darüber gibt e8 eine Reihe Vermutungen. Wer der Typus: „Der Ochs, der säuft das Wasier nicht, das Wasser löscht das Feuer nicht, das Feuer frißt den Prügel nicht, der Prügel schlägt den , Pudel nicht, der Pudel beißt den Jockel nicht", ' bis dann zuletzt der Metzger kommt, — in der Haggadah der TodeLengel — dieser internationale Typus geht bestimmt auf die Haggadah Zurück. Die JMfchs Ormsinds iLreNn vsraustaliet für daS jüdische Kllnd am Sonnabend, den 7. April, 20 Uhr. durch den Kulturbund deutscher Juden im Berliner Theater eine Voraufführung von „Hoffmann S Erzählungen". Musikalische Leitung: Generalmusikdirektor I. R o s e n st o ck, Regie: Dr. Kurt Singer, Bühnenbilder und Kostüme: Heinz Cond.ell. Auch N i ch t rn i t g l i e d e r des Kulturbundes haben Jutrltt, , von Elsa Dora Wolff VIsZM. 25&S Nicht im Schmerze hab’ ich Ihn gefunden, Nicht in der Reue qualvoll schweren Stunden Nach Ihm geschrien, Nicht von dem Weh der Weit mich zu erlösen, Als Schirm und Schutz nicht vor der Macht des Bösen Ersehnt ich Ihn! Wenn hoch des Lebens Flammen in mir, schlugen, Wenn es geschah, Dass heisser Dank die volle Brust mir, sprengte, Wenn Schaffenslust in allen Pulsen drängte, War ich Ihm nah. Nun fand ich auch den andren Weg zu Dir, Durch Nacht und Not und Qual und Angst und Reue, Von Tränen blind, am Eisenseil der Treue Steig’ ich hinab, den Abgrund neben mir« Dürft’ ich erschauen vor des Weges Wende, Auf Gipfelhöhe Deiner Gnade Strahl, Nun, da der Weg mich führt durchs dunkle Tal, In Deinem Licht lass’ mich ihn gehn zu Ende. m A - --"..'ft - ■.....