Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 11 (15.3.1934)
- Date
- 1934-03-15
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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rhEZ ehr oiq -schlichg bct!j ic Be, ld Zu. altuug, irk ver-, lusendg möchte! dieses t»oit : Mutt, eine ifetfem,?ummc onberir 4 dem jcn der ir einst ec und erspürt untreu .Hangs, luluug, eligiöse is wir die wir eachseu 'N, von ne. (§e>. aft der wieder n mag. c zwie- Ersah, m Herz kennen. Zweien Bestand lismus irvszten . Ter bischen öglichst daß er tr $C*; lötruft. Mfcn front' bc< Judew' rm der?n Äeg^ Wer in fürbcrl,.. (ciuitnfr.. it. ng und. .1 über»' t einer nischen. 'jofltcic”. eit das.. X den , wo er heim es unsere IvLv. .. spielten Gerhard Nerner vrchester. sich als wenigen einem nnem Tand-ers er schon n mer - o Wer, unter leiden, Solistin der ist mit chvürdig M üdischer ltte sich Er er- )te der m GWWW ß*t §s. tot CLrA.ßroD« ■! i Die Entwicklung des Krankenhauswesens in Palästina, liegt noch sehr im argen und steht im scharfen Kontrast zur Entwicklung anderer Zweige einer, modernen Kultur, wie . 33. derjenigen des absolut modernen, letzte Errungenschaften europäischer Technik aus» nutrenden Wohnnngs-Bau- und Einrichtung?, wesens. Es ist auch kein Zweifel, daß durch . die Errichtung moderner Kliniken eine doch größere Zahl von Aerzten, als es gegenwärtig der Fall ist, ihr Auskommen finden würde. Bon öffentlichen Krankenhäusern kommen, wenn man von den Hospitälern fremder.. Missionen und Nationalitäten.in Jerusalem. und Haifa absieht, in den drei jüdischen Zentren nur die Krankenhäuser der „Hadassah", einer amerikanischen wohltätigen Frauen». Organisation in Betracht. . Diese Krankenhäuser sind ziemlich klein. Las in Tel-Awiw — also das einzige öffentliche Krankenhaus in dieser Stadt mit 65 000 Anwohnern — dürfte..stoch nicht über 100 Betten verfügen, das Jerusalemer ist etwas größer. Sie sind zwar ausreichend ausgestattet, aber mit modernen europäischen Krankenhäusern nicht vergleichbar. Die Arzte sind fest angestellt und haben daneben die Berechtigung der Ausübung von Privatprcrxisi In Haifa wird neben dem hier sehr kleinen Hadassah-Krankenhaus ein nnt italienischer" Ltaatsunterstützung arbeitendes italienisches Hospital auch von Juden gern ausgesucht. In Jerusalem stehen noch sehr viele nichtjüdische Hospitäler zur Verfügung.- Hier oesteht ein Bedürfnis nach Krankenhäusern nur-' vom rein-, jüdischest Standpunkt, aus gesehen. Eine medizinische Fakultät der -Jerusalemer Universität oder ein Medizinisches Universitätsinstitut besteht hier noch nicht. Doch kann damit gerechnet werden, daß in der Hauptstadt Palästinas sich. in. Kürze ein medizinisches Zentrum entwickelt,' das erste medizinische Autoritäten aus Deutschland heranziehen wird. In diesem Sinne recht gut ausgestattet, sowohl in der personellen Besetzung wie in der materiellen Ausstattung, ist z. B. bereits die Röntgen- und Radium- Abteilung -des Hadassäh-Krankenhäuses. Neben diesen' öffentlichen Krankenhäusern bestehen allerdings in den drei Hauptstädten des Landes eine Reihe von kleineren Privatkirniken, die im Besitz schon längere Zeik in Palästina niedergelassen eo Arzte sinddie aber ■ für die Bedürfnisse der rasch anwachsenbest ' PfQOlE1300Q' ' kassiert der Postbote bei den Mitgliedern des C V. um den 20. April 1934 für April/ fÄel, -Juni-1934 Bei Abonnenten RM 2,12 Halten Sie den.Betrag bereitl Siövör?eJunß und eine wirksame Tätigkeit der zaylrerchm frisch ins Land gekommenen Spenicht ausreichen. . Dabei, ist da8 Bedürfms nach einer Krankenhaus- oder Klinik- , behandlnng in Palästina an und für sich viel» noch größer als in Deutschland. Denn . bte Mehrzahl der palästinensischen Wohnungen, sowohl in den Städten als erst recht in den^Siedelungen, ist für die Pflege eines erustüch^ erkrankten Familienmitgliedes oder emer.Wöchnerin, auch wenn ein operativer Emgrrsf oder dergleichen nicht notwendig ist, mcht geeignet. Ost haben die Wohnungen ja gar mcht eigentliche Schlafzimmer, sondern die Lagerstatt für die Nacht wird in dem Wohnraum, oft nur auf einer Art Feldbett; ausgeschlagen, und die großes Staub- und Lärmentwrcklung in den Straßen der Städte infolge der rasenden Bautätigkeit gewähren einem Schwerkranken „zu Hause" nicht die erforderliche, Ruhe und Erleichterung. Es ist daher klar, daß fast jeder ins, Land kommende Arzt, der über ein gewisses Kapital verfügt, den Plan faßt, dieses unoedtngi bestehende Bedürfnis durch. Erbauung und'Ein-, richtung einer, wenn auch'nur'kleinen, Privatklinik zu befriedigen. . Dem stehen aber nun leider, die außerordentlich rigorosen Bedingungen entgegen, die die Mandatsregierung an die erforderliche Konzessionieruna einer solchen Klinik stellt und die das in Europa dafür übliche Maß weit überschreiten. So wird für die kleinste Klinik von 12 Betten von der. Negierung ein — natürlich, nicht voll'zu bebauender — Bodenraum. von 6 Dünäm, das ist. ungefähr 6000 Quadratmeter, verlangt. Eine solche Vodenfläche ist im Innern der drei Städte überhaupt mcht .mehr auszutreiben und würde an ihrer Peripherie einen Kapitalaufwand erfordern, der ernstlich nicht in Erwägung zu ziehen ist. Denn im Innern Tel-Awiws z. B. kostete bereits vor einiger Zeit-der. Quadratmeter Boden 2 bis 2Vr £, ■ und an der Peripherie 0-8 bis 1*500 £. Legt ' man also der Berechnung auch nur. die sicherlich schon längst überholte Zahl'von 1 zu . Grunde, so würde der Bodenerwerb für die kleinste Klinik allein rund 90 000 RM bean-. sprachen, wozu für den eigentlichen Bau noch mindestens ein Betrag von 25 000 RM hinzu-; zurechsten wäre. Selbst wenn' ein solcher.Betrag durch eine Societät, von Aerzten in -bar -■ oder dssrch.-Zuhilfenahme einet Hypothek p 60 Prozent'der Bäükostensumme beträgt'die' zulässige hypothekarische Belastung — aufgebracht werden könnte, könnte eine "solche Klimt, auch bei dauernder voller Belegung, nie- und nimmer rentabel sein. Bei. einer größeren Dettenzahl.wird' ein entsprechend,, größerer Bodenraum von der.Regierung der- -( langt; dazu kommen noch sonstige erschwerende Bestimmungen, wie scharfe Trennung septi-, scher und aseptischer, sowie männlicher und weiblicher Kranker und dergleichen. So ist tatsächlich noch kems der in dem letzten Jahre ausgetauchten Klinikprojekte —, Palästina ist - 'KLerhaupk Virtz ßattb't« PrvieMmÄcherel' auch nur in ein ernsthaftes Stadium getreten. -7- Andererseits wird langsam, Le- ' sonders in Lel-Awiw, .das . KliniLoedürfnis ein so dringendes, daß wohl die jüdische - Stadtverwaltung nun doch in Kürze entweder ~ iSoben oder einen eigenen Krankenhausbau wird zur Verfügung stellen müssen. Etwas finanziell günstigere Möglichkeiten bie.tet die Errichtung von Kliniken in den Kolonien, weil hier doch der Boden noch vielfach billiger zu erwerben ist, und es bestehen auch, z. B. in Petach-Tikwah, Rechoboth ujw.. bereits relativ weit fortgeschrittene derartige Projekte, auch von Aerzte-Kooperativen, aber hier wird natürlich die Rentabilität durch das vorläufig noch nicht so zweifelsfrei wie in den Städten bestehende, sondern erst, in der zukünftigen Entwicklung zu erwartende Be- . dürsnis in- Frage gestellt. In Afuleh und Liberias arbeiten bereits kleinere jüdische Krankenanstalten. — Für das Gebiet des Mt. Earmel bestehen — zweifellos sehr zu be- grüßende — SanatoriumSPläne, weil dieser Platz sich wie kaum ein anderer des Landes durch seine klimatischen Verhältnisse, das Vorhandensein wenigstens eines gewissen.' Waldbestandes und.durch die Schönheit seiner landschaftlichen Lage dafür besonders.-.eignet. Die bisher hier bestehenden Einrichtungen - dürfen sich wegen Nichterfüllung der oben erwähnten staatlichen Bestimmungen nicht offiziell „Sanatorien" nennen und entsprechen ' auch nicht ganz den Ansprüchen, die wir in Deutschland, wo der Sanatoriumsbau allerdings auf einer fast nirgends sonst in der Welt erreichten Höhe steht, zu stellen gewohnt sind. Wenn man nach alledem, kurz zusammen-- 'assend, die Schlußfolgerungen und die Nat- 'chläge präzisieren soll, die man Aerzten, die 'ich mit dem Gedanken einer Niederlassung in Palästina beschäftigen, geben könnte, so - würden diese — absichtlich, etwas schematisiert — etwa folgendermaßen lauten: - Alle jüdischen Aerzte, die nicht dringendste Gründe zur Auswanderung zwingen, tun besser daran, zunächst wenigstens, noch m Deutschland - zu bleiben. Ächon aus Rücksicht auf ihre, anderen jüdischen Kollegen muß geradezu erne dahingehende dringende Bitte an sie gerichtet werden. .Amschlimmsten, sind natürlich. diejenigen Aerzte.darqn, die zu alt sind, um einen anderen Beruf .'zu ergreifen, andererseits auch nicht ein- / mal über das. zur Einwanderung' erforderliche .'. Kapital von 15 000 RM oder nur gerade über dieses verfügen. Dies scheint — vonbesonders : günstigen Umstünden und ungewöhnlich bescheidenen AlssPrüHen des Auswanderers abgesehen — kaum ausreichend, um eine Niederlassung als Arzt - in Palästina zu wagen.' Für sie nu'ißte meines. ' Erachtens die Gemeinschaft der . noch gut.beschäf->- tigtew Aerzte in Deutschland, vom. Heist'.einer wahren Schicksals- -und VerufSgemeinschaft. be-.- s-eelt, ein HllfSwork in-3 Leben rufen, das-sie.bei. einer. Uebersiedlung nach Palästina 'voreiner" etwaigen unverschuldeten Notlage schützt., ' Die älteren deutschen Aerzte, die über einetwa -20 Ö00 RM Übersteigendes -Kapital - im -- . Lande verfügen, können meines Erachtens — wenn sie.in Deutschland keine berufliche'Existenz--, finden — ohne weiteres das Risiko einer. Niederlassung in Palästina auf sich nehmen. . (Zugrunde gelegt ist daS Bedürfnis einer 8—4köpfigen Familie.) Selbst tvenn sie dann in den ersten drei bis'vwr Jahrerr (!) nicht ausreichend beschäftigt ' - sind, spricht doch eine gewisse Wahrscheinlichkeit bedouteto lm Vorjeir» touseadea Jüdischen Ptmili«* wirkliche PeatBsircndei Hst Ihr Jung«, Jhj - Mddol' ei« schon?' 100 "8. Elfenbeinkarton, Grossfonnat, Hsndißhe bewegliche Bilder, vorzügliche Uebercctsun^ rieo« Mnclknoten. Preis geb. RM. 4.80. In Jeder Bachhandlang oder direkt vom Hebr. Verlejy „Menorali*4* .Dciirlia.riX’y. 07». EUopoioclrotraaao 31,.. ....-- bei der gesteigerten Palästina-EinwanderungSneigung in der ganzen Welt dafür, daß. sie später zu einer bescheidenen Praxis kommen. Besitzen sie mehr Kapital, so können sie durch geschickte Kapitalanlage, für die sich in Palästina zahlreiche Ätöglichkeiten bieten, über eine das- Existenznnnunum-sichernde Rente, eventuell als zusätzliches Einkommen, verfügen. Bon den jüdischen Aerzten, die z. B. durch Entziehung der Kassenpraxis ein ausreichendes Einkommen in Deutschland nicht mehr haben, muß, allen jüngeren, nicht besonders kapital- . kräftigen Kollegendie auswnndern wollen,. ebenso dringercd geraten werden, einew anderen in Palästina zurzeit, aussichts- -reicheren Berus zu ergreifen; also vor allen: in der Landwirtschaft oder im Handiverk. Die Erörterung der verschiedenen Möglichkeiten der. landwirt-sä-astichen Siedelun-g — im Rahmen' - einer Genossenschaft u. dgl. — gehört nicht zum ' Thema dieser Darlegungen. Wo hier die Altersgrenze zu setzen ist, wird sich natürlich nur nach, der individuellen körperlichen Eignung des Ein- . Wanderers entscheiden lassen. .In einem Alter. über 35 Jahre dürfte jedenfalls eine Derufsum- '• stellung nur noch sehr selten nwglich sein. Diese Betrachtungen, die ja nur der-wirt^ schastlichen Seite einer ärztlichen Nieder- 'lassung in Palästina gelten, sollen aber nicht geschlossen werden, ohne — gerade auch..in dieser Zeitung — mit größtern Ernst zu ve- ' tonen, daß auch -eine ärztliche Betätigung in Palästina nicht möglich ist ohne den anf- . richtigen Willen und die Fähigkeit, sich in da3 Land einzuordnen. ' - ----- -- - In einem Aufsatz ,Die Tragödie der Emiara-' Hon" . („Hochland, 31. Jahrgang. Heft 4) legt Michael Berg eine hochinteressante Untersuchung vor. die absichtlich aus die deutsche Emigration der Gegenwart nicht eingeht, -sondern an der französischen in der Epoche der großen Revolution und an der russischen in der Epoche des Bol-- schewismus das Problem der Emigration streng - wissenschaftlich.zergliedert.' Tenn sowohl die f.ran< zösische wie. dir .russisclie"Emigration, sind typische'. Erscheinungen, die in'einer Fülle menschlicher" und " literarischer Dokumente überliefert sind. - Nach der Darlegung Michrel' Bergs ist die "ma--' terielle Not das Kennzeichen der Emigrations-.' tragödie. In dieser Not beginnt die. Lerussumschichtung:. so wurden in-der.Epoche der franzö». sischen. Revolution Frauen der Aristokratie zu Nähe» , rinnen, Ladcnverkäuserinnen, Sprach, und' .Musik» ' lehrerinnen, Darmherzlgen Schwestern..' Tä'. 'das!^eschichtliche .Bewußtsein '.'der'. Exilierten'^ eineir' urchfbaren' Schlag erhalten hat,', fliehen sie tn' did^. Vergangenheit. Sie schaffen sich—- wce es Madame" de Stael und Chamisso mit Deutschland taten-—" den Begriff eines geistigen Adoptivlandes. ' Nnvsr^ nündert ist ihre Anteilnahme an dem verlorenen Vaterland und der..Wunsch, dahin zurückzukehren:-.^ so entsteht eine unauflialtsame htepatrierungs-'-: oewegung. Bei..den. russischen Emigranten entstand ' die Vorstellung, einer in die Fremde verpflanzter! , Kultur:" die Vorstellung eines „Rußlands jenseits . , der Grenzen^. Tie Muttersprache erhält das Band .' mit der Heimat am stärksten, jedoch die fremde - Schule wirkt aus die Emigrantenjugend denationali- - sierend ein.. scheu.'Berballho'rnungen. .dieses Wexkes beseitigt und in ihrer. stilechten Werktreue als eine der besten. Orgel-Klaviertranskriptionen Überhaupt bezeichnet zu werden verdient. vr. K. Tie beiden Künstler konzertierten am 5.^ Atärz in Groß-Strehlitz (O.-S.). Eine kleine andäckstige Gemeinde hatte sich eingesunden und spendete reichen Beifall. . Auch hier erklang in . limstlerischer Vollendung das v-moll-Orgelkonzert von.Bach. Ein gleiches Erlebnis war die Brahms- -onate op. 108. Joseph Schwarz' schöne Chopin- Interpretationen' sind weltbekannh Die Wiedergabe von Werken Mussorgskis, Rimski-Korsakows- und Rachmaninows, in denen sich das hinreißende Teiüperament von. Boris Schwarz — unterstützt von., der fein einsühlenden -Begleitung seines Vaters ' — besonders gut zeigen konnte, löste restlose Be- '• geisterung ans. mp, - - In einem Cynagogenkonzert in Oppeln sangen Oberkantor I o s P e (Oppeln) und der erste - Kantor der Breslauer Neuen Synagoge,W a r t.e ti-, berger. die beide über einen wohlausgebildeten Tenor verfügen, sowie Oberkantor Cohn '(Elei.- Witz) sBaritons. der in letzter Zeit oft mit viel Erfolg in Schlesien konzertierte, synagogale und weltliche Lieder und Arien. Gerhard I a b l o n s k i lB.reslau) spielte zwei Sonaten sür Flöte mit feiner Tongebung. Erich S ch ä f f e r (Breslau) wirkte wit bestem'künstlerischen Gelingen an der Orgel.' - Im dritten Konzert der Gemeinde spielte der §(iger Stefan Frenke! (Berlin) die Monate in 0-moN von Tartini (Teufelstriller) und das Konzert. ü-äur von Paganini (mit der Kadenz von Frenke!) wit meisterhafter Virtuosität. Es folgten noch kleinere bekannte Stücke. Frenkel wurde von'dem begeisterten Publiknm stürmisch gefeiert. Der Vautonist Max R a y m e r (Berlin) sang Werke von Mendelssohn,^Händel,.. Schumann, .Ppahms, .Hugo, Wolf u. a. und überraschte durch eine wundervolle, breitflreßende Stimme .und seine vollendete Vorragskunst. . Die Pianistin Alma Weiß (München) spielte mit verständnisvollster Hiüg'ebung. — er.. Ö ' *' . , Das Konzert von Frau M a s s e,n b u r g. Stuttüart (Gesang), Ruth Hamburg, Stuttgart Moline) und Judith' Rosenthal, Herrlingen Me.vier), hatte viele Zuhörer in die Ulmer Syn- ^gvge gelockt. Die fast etwas zu reichliche Vortragsjvlge-brachte-hauptsächlich Werke der.Nomantik. EL r_,_ _. uv*. „«twui weiset, von Schubert wohl am stärksten; hervorzu- - heben sind noch das „Arioso" von Händel und „Höre, Israel" von Mendelssohn.-Das Ensemble von Judith Roseaithal und Ruth Hamburg, ist daß Ergebnis jahrelanger Arbeit und beeindruckte mit Fantasiestücken von Schumann und der virtuosen Sonate »-mol! von Cäsar Franck mindestens ebenso stavk. wie die Solodarbietungen der- Künstlerinnen. Die Zuhörerschaft war' dankbar. Vielleicht veranlaßt das den JüdisclM Kulturbund Ulm, den- Veranstalter dieses Konzerts, solche jetzt noch, gelegentlichen Veranstaltungen zu einerfesten Einrichtung -zu machen. ,K.B. . Mit "echtem, tief jüdischem Empfinden las Alfred Auerbach aus eigenen Werken mit fernem hervorragenden schausvrelerischm Talent. Man spürte, wie der Künstler Brücken amfajen Gegenwart und Vergangenheit schlug. Vor unserem gÄstiaen Auge erstanden Menschen, die gerads durch die Not erstarkten, in der Not füreinander alles gaben, um den-Nebennmsschen zu erhalten. AuZ.denr äußerst wertvollen Repertoir.Auerbachs seien genannt auS Werken: „Wanderer, wohin und „Der L Ju^ und die Not". F-rner- Maser-von- Mmer Aron Goldschmid (Kopenhagens «Dw beiden Antipoden" von. Kohn, „D:e Resse nach Masso von - Hermann. . .. Zwei Konzerte..des AusMsieS für kulturelle Darbietungen stehen auf künstlerisch außergewöhn' Sr Stu e Paula Lrndberg. Berlin, bot -. ein vielseitiges Programm. Ihre.warme Altstimme , nvir für die Interpretation der jüdischen Lieder a-LiÄt" ''Jni zweiten Abend' wirkten^ ttflä rentl l Berlin, einer der besten Geiger der iüngersn Generation, und die einheimische Silse Loeb. Die Pianistin zeiate sowHl m der Begleitung Frepkels wie in ihren .soliden glanzende Technik und reise Durchdringr'ttO ^er L^ompositionen. Ein ReZitationSabm^ " von ÄLUd Maur. Berlin b-grgnete großem Fntercsie. Das Programm zeigt au^.llescm-n Ly Sei Tn Erfolg dc-S Abends war sehr herzlich. WtS&mtt 6.4iji V* einen Ueberblick'- über die indische Geschichte . ll? Mit einer Veranstaltung in der Münchener Haüptsisnagoge trat der neugegründete „Jüdisck)e Kulturbund in Bayern" . mit ei nein Cröffnungs-, konzert ins Leben. Ein würdiger und zugleich verheißungSvoller Auftakt, der erfreuliche Perspektiven, eröffnet für den Geist, in dem der neue Bund seine ' keineswegs leichten Aufgaben zu lösen bestrebt ist. Diese Ausgaben, und Ziele entrollte Oberstlandes-' gertchtSrat a. D. Dr. Alfred Neumeher, der" als Vorstanddes Verbandes Bayerischer Israelibischer Gemeinden ans Pult trat, in einer ebensofeingeistrgen miowarmherzigen Eröffnungsansprache. Aus ihr klang das Wissen um die jüdische Seele, und iyr Sehnen nach Ueberwindung des Alltags. und zugleich auch die Erkenntnis, daß der iübifclyc" Künstler der Stütze und dsL Haltes bcdarf. Mit ' vollem Recht hatte der Redner davon abgesehen, ein Programm im einzelnen zu endviüeln; in seinerknappen Prägung wußte dieser mit tiefem Ernst durchtränkte Geiersspruch unssoiuehr von der Lebens- Notwendigkeit des neilen Bundes -zu überzeugen. Und dieser, man darf sagen, heilige Ernst, fand ' auch in der musikalischen VortragLsolge. bekenntnisgemäßen Ausdruck. Man hörte Werke von klassischer Erhabenheit: Concerto grosso, Nr. 17 6-moll von Händel, desselben Meisters Konzert sür Orgel und Orchestör Nr. 4 F.dur utrd die Kantate ■ „Non sa; che ßia dolore“ vom I. S. Bach. Bei-dieser Gelegenheit stellte sichdas aus einem früheren Grund- - stamm neuerrichtete Kulturbundorchester vor, und legte schon bei sc-inern ersten Erscheinen daS Zeugnis freudiger, zielbewusster Arbeit ab. Ceiviß erst ein Anfang, und. e3 wäre töricht, von diesem jungen Jnstrumentalkörper schon Vollkommenheit zu verlangen. Daß zuweilen rhythmische oder dynamrsck)« Unebenheiten 'uniterlaufen.'^ braucht ebensowenig wunderzunehmon, wie, daß im Kllanglichen -noch nicht alle Wünsche restlos erfüllt sind. Das hindert - ’ indes keineswegs, sich über dieses frische und--erfrischende Musizieren ausrichtig zu-freuen: ziveifelto8 ist dieser 'Kern gut, da3 war schon aus der ■ erheblich gesteigerten. Sorgfalt und Präzision zu ' erkennen, .mit der das Orchester in .dem Orgel- , musikalischen- Qualitäten, die Klarheit und Aus-. druckSgröße, mit der er die Werke zu interpretiereri.- wußte. Da gab es stets natürliche Zeitmaße, die Gliederung.des linearen Flusses steckte voll Leben" und enthüllte allenthalben den gesunden Sirm 'des Dirigenten und seinen, die iveite Bogenlinie umspannenden künstlerischen Atern. Irma ' S t e r n ', - von ihrer früheren-Tätigkeit-an der Staatsopernoch in angenehmer Erinner'ung, lieh dem Gesangspart der Bach-Kantate ihren hchönen, wohlgeschlifsenen Sopran. Als Jnstrumentalsolisten bewahrten sich Sigmund S ch a p i r a . Nosl Müller, Dv, Benno F l e h i n g e r und Alfred B l ü m. U. Der Kulturbund druLschrr Juden veranstaltet ayr. : 55. Wärz, '15 % Uhr. irrt Berliner Theater eine neue , , Bunte .Kinderstunde unter Leitung von Luep.. Gelber. Die Kmdertruppe des Kulturbundes bringtein neues lustiges Kinderstück „ZirtuS Knorke" von/ Luch Gelber..-. - - WrluLaunssckier »- enppelln - Chsr, DerUn. Gut singende, musikalische Damen und Herren können noch an der Aufführung des neuen Werkes „Aivodah hakodefch" für Kantor, Chor und großes Orchester von Ernest Bloch teilnehmen. Meldungen beim Dirigenten Alexander Weinbaum, W 30, Luitpvldstraße 41 (Tel.: ß 5 Bar» bawssa 4656).. Die Jüdische Ckisrvoreinisuug, Drrliu, hak mit ' ihren Proben zum HändebOratoriuin „Judas Macca- - bäns" begonnen.'Stimmbegadte und-musikalische Damen -und Herrerr-können, noch ausgenommen werden. Mel--.- dungen bis zum . 30. März, an die Geschästöstelle der, Jüdischen Chorvereinigung, 15, Pariser Straße 24. Jübls.hr O?chrstrrvr'röiut2Uttg» Drrttn. Zu einem demnä-hsc'siastsindenden Konzert haben die Proben' begonnen. Rur gute.Streicher iverden noch anfgenvinmen, Pielbnngen bis zum 20. März an -Leo Kops, Berlin» WilmerLdork, Günhelstraße 13. geleistet. Sein organisatorisches Talent, sein nimmer-- müder Eifer sind ebenso zrl rühmen wie-Mne'' Herrni Llistta .tanzt nicht nur im T.in g>-' Tangel. wi» wir i'n unser nolgedruligen kurzen' Kritik in der vorigen Nummer berichteten,- sie singt' - vor'-allem zu ihrem -Tanz sthv -temperamentvoll ' drei Chansons, von denen-dä8 rufftfdja. &>'" sonders gut gefiel. . ........... D^S -^:::rvL.'dss' Deslirrer. -WrnLsrMs'.. Zu unserer Kritik über.das Konzert der Berliner Jüdischen.Gemeinde (Winterhilfe) in bu Synagoge Llttdenftrg.s'o teilt uns der Vorsteher der Syüagogen''.:'.:stnde mit, daß die Orgel keine Konzert- : orßcl, 'fo:’.b:vn ein reines Kultinstrument sek.' Als ' solche werde sic von den Organisten außerordentlich gelobt. ' - - ■ - > - - - ' -