Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 11 (15.3.1934)
- Date
- 1934-03-15
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Realen, wie jedes wahre Ideal die Schwierig« leiten seiner Durchsetzung überdauert. Die Grundhaltung dieser Jugend ist daher genau so ideell und, lebenZmutig wie die der anderen, die von Palästina seelische und wirtschaftliche Befriedigung erhoffen. Tie deutschjüdische Jugend fühlt sich aus der gleichen inneren Selbstverständlichkeit heraus an Deutschland gebunden und wird stets, wohin immer die Stürme des Lebenskampfes sie verschlagen mögen, das Land der Deutschen mit der.Seele suchen. Sie Plagt sich auch nicht damit, ihr inneres Verlangen auf chnen begriffsmäßigen Nenner zu bringen. Der Wunsch nach Verbundenheit mit Deutschland besteht als innere Unbcdtngtheit, und die Frage, in welches Denksystem er eingeordnet werden kann, verblaßt daneben. Hier liegt ein Wesentliches dessen, was die Jugend ihren alteren Glaubensgenossen zu sagen wünscht. . Sic möchte die deutschjüdische Mentalität verjüngt sehen, indem die Gedanlengänge der Jugend in sie einströrnen. Auch jene Aclteren, die sich im Schutze des Gewesenen vor dem jüdischen Zeitgeschehen bergen konnten, sollen ihr deutschjüdisches Sein nicht als Reliquie empfinden, sondern als Gcgcnwartswert, der sich aus der Frische des Empfindens erneuk. Ihr äußeres Schicksal mag sie von den Jüngeren getrennt haben, ihr jüdisches Erleben führt sie mit ihnen zusammen und zwingt auch sic, ihren inneren Standpunkt aus dein Heutigen heraus neu zu bestimmen. Auch ihnen darf das deutfchjüdische Bekenntnis nicht die Quintessenz aus Theorien und Lebensumständen sein, die im Damaligen wurzeln. Theorien, Lebenszwecke und --formen können wechseln; Weltanschauungen, die auf ihnen fußen, verlieren im Wechsel ihren Halt. Das deutschjüdische Bekenntnis aber gebiert sich neu für den, der es nicht aus Thesen und Nutzungswerten herauskonstruieren, sondern seiner inneren Wahrhaftigkeit halber erleben will. Die jüdische Jugend ' gelangte am ehesten zur Unbedingtheit ihres Sehneus, lucil sie es verschmähte, sich vom Zweck- und Formelhaften Bedingungen setzen zu lassen. Sie war zu jung, um im Zweck- und Formelhaften zu erstarren. Sie ist auch — im faustischen Sinne — zu jung, um phne Wunsch zu sein. Sie ringt weniger um Dogmen und Formeln als um Treue gegenüber ihrem sittlichen Wünschen. i)r. Kudolf H. Heininnsohn. Jugend, nämlich dem Bestehen zweier Welten, auch für unsere Jugend, daß „die Jügend versucht, sich aus die Härte dieses Schicksals irgendwie, wenn vorerst auch nur durch eine heroische Kampfbereitschaft, einzurichten." , Auch wir glauben, „das; nur nicht für uns, sondern für eine höhere Welt kämpfen. Dieser . Glaube kann Berge versetzen." R. H. St. ANÄ MM fy'ft tfft HAU! Die „Frankfurter Zeitung" veröffentlichte vor kurzeiu unter der Uebcrschrist „Zwei Welten" einen Artikel, der sich mit den zurzeit bestehenden Problemen und Spannungen der jungen Generation Europas beschästigte. Ter Verfasser diesem Aussatzes, Tr. Neinhold Schairer, früherer Leiter des deutschen . Studeutenhilsswerls, hat aus Veranlassung der „Franlsurtcr Zeitung" eine Studienreise durch die meisten europäischen Länder unternommen und berichtet hier zusammensassend seine Eindrücke. Schairer zeigt, daß das Problem, welches die gesamte Jugend in stärkstem Maße bewegt, die Arbeitslosigkeit ist, denn diese ist „selbst bei ihnen (gemeint sind alle Schichten „bis hinauf in die ältesten .Kultursamilicn") nicht mehr ein Problem der sozialen Fürsorge für andere, sondern der eigenen unmittelbaren Sorge geworden." Tie "Ausführungen Scharrers haben für uns besondere Bedeutung deswegen, weil die Tatsachen und Probleme, die heute bedeutsam für die Wegsindung der gesamten Jugend find, sann noch krasserer Form die deutschjüdische Jugend berühren. Wenn er sagt: ..Zweifellos ist die äußere Weltlage in vielen Punkten einfach der aus die Ebenerer Jugend projizierte und dadurch vergrößerte Schlagschatten der Weltereignisse", so bedarf es keiner langen Nebcrlegung, um zu erkennen, um wieviel größer noch dieser Schlagschatten wird, wenn er auf die Ebene unserer Jugend projiziert wird. Aus diesem Grunde seien hier in kurzen Strichen die Tatsachen und Ergebnisse Scharrers und die sich für uns ergebenden Notwendigkeiten dargestellt. Zunächst wird sestgestellt, daß wir heute mit zwei Welten zu sprechen haben, „der Welk von gestern und der Welt lwn morgen, die sich hauptsächlich durch die Richtung in Kraft- und Willenslinien unterscheiden". Es wird gleich gesagt, daß es „ein Irrtum wäre, zu glauben, daß die Jugend von selbst aus der Seite der Welt von nwrgcn stehe, und daß die beiden Begriffe sich deckten". Es sei aber so, daß überall gerade von der Jugend ünmcr stärker sich der Uebergang in das Lager der Welt von inorgen vollziehe. Die Frage, wie sich diese Umstellung äußert, wird folgendermaßen beantwortet: „Tie wesentliche lind das GescnnwerhaUen bcstimmende Orientierung findet nicht mehr an dein Gestern, sondern an dein Morgen statt, nicht der Ambruchsort, sondern das Ziel ist entscheidend. Nicht was einer ist, sondern das, was er will, ist das, was ihm sein Gepräge, seinen Wert gibt. Aus welcher Familie einer stammt, wird gleichgültig; welcher Gruppe er sich müerordnet. bcslimmt alles . . . Man erstrebt nicht irgendein .Zurück-zn . . sondern ein ,Vorwärt§-aus . . .' Man will nicht irgendeine Reaktion, sondern man ist bemüht, ans sich ein Werkzeug zu machen, das am Ausbau der neuen Welt zu verwenden ist." Es wird gezeigt, daß die junge Generation aller Länder sich klar ist, daß eine expansive Wirtschastscpoche zu Ende geht und eine restriktive beginnt, und daß. wenn die Arbeitslosigkeit weiterbesteht, sie selbst zunächst von dieser betroffen wird. Erschwerend kommt hinzu, daß ein Ventil, das bisher — vor allen Dingen für die kleineren Länder — Erleichterung schasste, nämlich die Auswanderung, sortsällt, und daß an Stelle dieser sogar eine erhebliche Rückwanderung eingetreten ist. Die Reaktion der Jugend aus diese Gewißheit sei aber die, daß „sie versucht, sich auf die Härte dieses Schicksals irgendwie, wenn vorerst auch nur durch heroische Kampfbereitschaft, einzurichteu". Schairer sagt weiter, daß sich fast überall die Erkenntnis Bahn gebrochen hat, man käme nicht damit weiter, irgendwelche Illusionen ansrechtzuerhalten oder Versprechungen zu machen, die mau nicht erfüllen kann. Genau so wellig kann mau ben bisher bevorzugten Umweg weitergehen, nämlich diejelligen, die nicht dem Arbeitsprozeß zugeführt werden konnten, in Schulen und Hochschulen untcrzubringen und sie auf später zu vertrösten. Aus all den Mißverhältnissen der bisherigen Wirtschaft ergibt sich eine Spannung und Bitterkeit gegen alles, was bisher geherrscht hat, und zwar überall, so daß man, so meint Schairer, von einer Psychologie der „Stehenden" und der „Sitzenden" sprechen kann. Gemeint sind diejenigen, die in der Straßenbahn bzw. im Leben einen „Steh"- platz oder einen „Sitz"platz haben. In der Zahl der „Stehenden" finden wir aber diejenigen, die der Welt von morgen verschrieben sind, wohingegen unter den „Sitzenden" eher Elemente der Welt von gestern sich befinden. Ter Verfasser zeigt, daß sich aus diesen ganzen Spannungen eben das überall notwendigerlveise ergeben muß, was mit dem Worte „Sozialismus" ausgedrückt wird, daß mau aber „selbst in Deutschland noch in zwei Welten lebt, von denen die eine von der anderen noch wenig lveiß. Noch nie zuvor ist in der Jugend so viel Entschlossenheit, Tattraft nnd Bereitschaft zn finden gewesen. Diese Jugend verlangt in ihrem Sinne für Sachlichkeit eine scharfe und klare Absage an bloße Schlagworte; sie erwartet, das; jedes Wort, jedes Versprechen durch die Tat eingelöst lvird. . . Manches Spiel wird zunächst verlorengehen, aber die Männer von morgen haben den unbesiegbaren Glauben, daß sie doch am Ende gewinnen und die besseren Spieler sind. Diese Gewißheit ist es. die sie aufrechterhält und ihnen die große Ruhe gibt. Sie stammt antz dem Glmrben, daß sie nicht für fid), sondern für eine höhere Welt kämpfen. Dieser Glaube kann Berge versetzen". Zum Abschluß des Artikels wird gezeigt, daß die junge Generation von heute sich nicht ihre Kraft zum Tun au3 der sichtbaren Welt holt, sondern daß der Ursprung und das Ziel im Geistigen zu suchen sind, daß eilte Kraft zur Begeisterung sondergleichen vorhanden ist, und daß das Ideale im Vordergrund steht. Mit gutem Grund wurde gerade über diesen Artikel der „Frankfurter Zeitung" hier berichtet. Das Problem der Arbeitslosigkeit mit allen seinen Auswirkungen ist gerade für unsere Jugend wesentlich, und alle Versuche der Berussumschichtung sind ja mehr vder minder nichts anderes als Versuche, Arbcitsmöglichkeiten, die uns viel schneller genommen wurden als der übrigen Jugend, neu zu schassen. Auf der anderen Seite sind auch die Versuche der deutschjüdischen Jugend, zu einer neuen Lebensform zu gelangen, die, bestimmt vom gemeinsamen Schicksal der deutschen Juden, hinzielt auf das Gemeinschaftsdenken, von denselben Faktoren beeinflußt, wie die Bestrebungen der übrigen Wie die Pressestelle des Geheimen Slaatspolizeiamtes mitteilt, hot Ministerpräsident Göring als Chef der Geheimen Staatspolizei folgende Neuregelung der Schutzhaflbestimmnngen rn Preußen angeordnet: ' l. Tie bisher für die Anordnung der Schntzhmt ans 'politischen Gründen geltenden Znständigteits- Vorschriften werden aufgehoben In Zukunft dürfen. Boschränlnngcm der persönlichen Freiheit nach Maßgabe des § 1 der Verordnung zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 nur von dein Geheimen Staatspolizeiamt mit Wirkung für das ganze Staatsgebiet nnd von den Ober, und Regierungspräsidenten. dem Polizeipräsidenten in Berlin nnd den Staatspolizeislelten für ihren örtlidjen Amtsbereich angeordnet werden. Die bisherige Anständigleit' der" Kreispol ize'ibehmden, namentlich der Landräte. für sollste Maßnahmen ist nicht mehr gegeben. Tie bisher von ihnen verfügten Maßnahmen treten mit Ablauf des 31. März 1934 außer Kraft. sofern nicht, ihre Verlängerung von den zuständigen Landespolizeibehörden bis dahin angeordnet ist. 2. Wird die Schutzhaft als Provisorische Maßnahme wegeil des Verdachts einer strafbaren Handlung angeordnet, so ist unverzüglich die Entscheidung des Geriehts für die Verhängung der ge« richtlichen Untersnchnngshast herbeiznsühren und im Falle der Ablehnung eines richterlichen Haftbesehls auch die polizeiliche Maßnahme außer Kraft zn setzen, sofern nicht ausnahmsweise ihre Aufrechterhaltnng ans anderen Gründen begründet erscheint. 3. Beschränkungen der persönlichen Freiheit, die von den Obernnd Regierungspräsidenten. denr Polizeipräsidenten in Berlin und den Staatspolizeistellen angeordnet werden, treten >nn achten Tage nach Ablauf des Soges, an dem die Schutzhaftanvrdnung vollstreckt.worden ist. von selbst außer Kraft, sofern nicht inzwischen ans entsprechenden Antrag hin die Fortdauer der Schutzhaft von dem Miuisterpräsideuteu ausdrücklich angeorduet worden ist. 4. lieber jede von den Obernnd Regiernngs- Präsidenten, dem Polizeipräsidentei: in Berlin und den Staatspolizeistelten augeordnete Schutzhaft ist dom Ministerpräsidenten persönlich telegraphisch binnen 24 Stunden unter genauer Angabe von Namen. Alter, Berns und politischer Einstellung des Betroffenen sowie des Anlasses zn der Maßnahme zn berichten und erforderlichenfalls die Notwendigjfeit einer über sieben Tage hinaus für angebracht erachteten Freiheilsbeschränkimg zn begründen. 5. Verhaftungen, die nicht unter den Begriff „Schutzhaft" fallen, dürfen nur von den hierfür gesetzlich bestimmten Behörden erfolgen. In diesem Falle ist aber unter allen Umständenbinnen 24 Stunden richterlicher Haftbefehl herbeizusühreii. Wird ein solcher Haftbefehl vom zuständigen Richter abgelehnt oder ist derselbe binnen 24 Stünden nicht zn erlangen, so ist der Betreffende sofort zu entlassen oder, falls die Verhaftung crnfrechterhalten werden soll, entsprechend Ziffer 3 und 4 zu verfahren, iiidein telegraphisiste Mitteilung binnen 24 Stunden an deii Ministerpräsidenten zn ergehen hat. Tie. mißbräuchliche Anwendung der Haft wird der Ministerpräsident in Zukunft nnnachsichtlich ahnden. Dienststellen der Partei oder der Verbünde dürfen Festnahmen von sich aus nicht tätigen. Bei Nichtbeachtung dieser Anordnung ist von der zuständigen Behörde sofort hiergegen einzuschreiten und dem Ministerpräsidenten umgehend Meldung zn erstatten. Arier Md! in der Mckinrr AerMHaft Jur „Aerztoblatt für Berlin" (Heft 10 vorn 10. März 1934, S. 73) gibt der Vorsitzende der Aerztet'ammer für Vertin, Dr. Löllke, rn einem Aussatz „Tie rassische Zusammensetzung der Berliner Aerzteschaft" eine Zusammenstellmig über arische und nichtarische Aerzte in Berlin. Die Gesamtzahl der von der Aerztetammer für Berlin erfaßten Aerzte betrmg danach in der Mitte des vergangenen Jahres 6338. Von diesen waren nach den Dr. Löllke vorliegenden Unterlagen 3135 — 47,8 Prozent arisch und 3423 52,2 Prozent nichtarisch. Die Zahl der am 14. Februar 1934 in iüerün erfaßten Aerzte betrug 6203. Sie ist also um 353 geringer genwrden. Hiervon werden nach Lötltll 3289 — 58 Prozent arisch, 2914 — 47 Prozent nicht - "risch. Auch hier sind zu den Nichtarieru die jüdisch verheirateten und die rassisch fraglichen Aerzte ge» zählt., In der Zeit von Mitte 1933 bis zum 14. Februar 1934 verzeichnet Dr. Löllke einen Gesamtzngang von 134 Ariern nnd einen Gesamtabgang von 509 Nichtariern. Den Gesamtziiwachsvon Ariern berechnet er auf 2,5 Prozent, den Eesamtabgang der Juden auf 8,2 Prozent der Gesamtzahl. Ter geringe Zugang von 2,5 Ariern wird damit erklärt, daß Berlin kafsenürztlich übersetzt ist. , Jin Oktober 1933 waren bon 3481 Kassenärzten 1404 — 40,3 Prozent Arien und 2077 — 59,7 Prozent Nichtarier. Auch hier find itt der Zahl Nicht'aritzr Mischehen üsw. enthalten.. - — Die letzte Zusammenstellung vom Februar i«fti erhält nach Löllkes Berechnung eine Gesamtzahl i,n„ 3114 Kassenärzten mit 1023 — 31,6 Prozent Ariern nnd 1521 — -18.4 Prozent Nichtariern. Die Ialg Per,Kassenärzte hat sich also bis znm 14.. Februm 1934 um 337 vermindert gegenüber einer Gesamt, verminderiliig von 333. Tie Verminderung der Aerztezahl betrifft also vor allem die Kassenärzteschaft. Ein beträchtlicher Teil der gesamten bcHl[d)on Judenheit lebt in Berlin. Infolgedessen ist auch die Zahl der jüdischen Aerzte in Berlin niwerbällm-, müßig hoch. -Die bisherigen statistischen Vereest nungen gehen von der Glaubenszugehörigkeit ans und berücksichtigen die getauften Inden nicht. Tahee ist es zurzeit außerordentlich schwierig, die Fgg der nichtarischen Aerzte sestzustelleu. Tr. Lölll,- hebt selbst hervor, daß bei den von ihm angegeben!'» Zahlen auch „rassisch frag liehe' Aerzl,- und mit Nichtariern verheirakele A e r z t e enthal t e n sei e n. Dadurch unterlieg! aber die Prozentberechnung für arische und arische Aerzte nicht unerheblichen Fehlerquellen. ' Der ArlerpMagraxh!u äst KchmaA Das Deutsche "Nachrichtenbüro teilt mil: ..-lieg, Vortrag beim Herrn Reicl'spräsidenten ga; der Reichswehrminister verfügt, daß die Beilininning,-» des Gesetzes zur Wiederherstellung des Bm> st. beamtentums vom 7. April 1983 8 «Ar'.ervm-»- graph) sinngemäß Anwendung ans die Ossiziere. Sw oifiziere, Unteroisiziere nndMaiinschasien der LAst macht finden. Tie Durchführung der Verfügung wir!» bis znm 31. Mai 1934 beendet sein. Diese Meldung rührt eine besonders schmerch.-i, mitschwingende Saite in unserem Innern an. 69 wiß i't das Berufsbeamlen'tnm der durch Versaillcs Dentsrhland anfgezwnngenen 100 090 Mann Reichewehr nicht mit der allgemeinen Wehrpilich! dc^ Boltsheeres zu vergleichen, dem angehören zu dürfen höchstes staatsbürgerliclies Recht gewewn i>i. Aber trotzdem empfinden wir die grundsätzliche Amschaltnng jüdischer Menschen ans demjenigen Kreis,-, dem die Verteidigung der Heimatgrenzen mau'rtnn; ist. besonders schwer. Sie ist der histvriscl:e biege» Punkt unserer deutschen Emanzipationsgeschichle. die mit der Berechtigung znm Heeresdienst mir 125 Jahren begann. LaSeverbok in Nauen beskäligl Das Sächsische Inn eirini n i ste ri um Ich dem Landesverband der sächsischen israelitischen Rebgivnsgemeinden mitgeteilt, daß es gegen die Stellung nähme des Rates der Stadt Planen und der Krcb. Hauptmannschaft Zwickau, derzufolge Juden vm; Besuch der städtischen Badeanstalten zu ihrem eigenen Schutze ausgeschlossen sind, nichts einzuwenden hat?. für Erpressunge« an MüMrierm Vor dem hessischen Sondergericht hatte sich ein Ehepaar aus Herrnheim bei Worms wegen Er ' Pressung zu verantworten. Es hatte seine frühere Stellung in der NSDAP dazu mißbraucht, eine» jüdischen Kaufmann in WormS. mit dein die Fran außerdem ein Verhältnis unterhielt, durch Greuel märchon einzuschüchlern nnd zur Hergabe von l»0n Mark zu veranlassen. Der Kaufmann war nnl Wissen der Polizei aus die Pläne des Ehepaars eiw gegangen. Das Ehepaar ist schon vor längerer 3eit aus der NSDAP ausgestoßen worden. Die Frau . als die treibende Kraft erhielt 2K Jahre Zuchthaus. . ihr Ncann 1 Jahr Zuchthaus. Beiden wurden die bürgerlichen Ehrenrechte ans fünf'Jahre aüerkanni. Der Staatsanwalt betonte, man müsse mit einer drakonischen Strafe der Well zeigen, daß anständig' Juden in Deutschland jederzeit vor solchen abscheulichen Volksverrütern und Schmarotzern geschutzr würden. Tie Justizpressestelle Berlin teilt mit: „Bor dem Soirdergericht Berlin wurde gestern die Honptverhandlung gegen sieben junge Leute beendet^ die vor einigen Wochen unter dem Bonoann politischer 'Motive gegenüber einem jüdischen Fabrikanten auS Ehemnitz eine Erpressung versucht hatten. Der Fabrikant war dabei mißhandelt worden. Ferner haben die Täter aus einen Pvlizeibeamten, der w' festnehmen wollte, geschossen. Von den Angeklagte» wurde einer zu sechs Jahren nnd sechs Monate,\ Zuchthaus, einer zu sechs Jahren, ztvei zu ie fünf Jahren und sechs Monaten Zuchthaus, ein weiterer zn fünf Jahren Zuchthaus nnd zwei zn je drei Jahren Gefängnis verurteilt. Gegen sämtliche D>- geklagten wurde der Hastbeseht ansrechterhalleu. 2^ Urteil des Sondergerichl s ist recht »kräftig." Freie Gewerkschaften mrd Deutsche Arbcitssrout Nachdem - einzelne Landesarbeitsgerichte über die Frage der Haftung der Deutschen' Arbestssront für Verbindlichkeiten der Freien Gewertschasten einen nicht einheitlichen Standpunkt eingenonnnen haben, hat nunmehr das R e i ch s a r b e > t s Gericht auf eine Klage von zwei früheren Hc- Werkschaftssekretären der Freien Geivertschalte» entschieden, daß die Deutsche Arbeitsfront für Verbindlichkeiten der früheren Freien Gewertscha'ü'ii nicht Fastet. Das Neichsarbeitsgericht sagt in dcc Begründung, daß diese Haftung luebcv ans dem Gesichtspunkt - der Identität noch der Rechksnachfolge begründet werden tonne. H! 18 U LJ%Ä>Ü fl -~T j ' » Uflu JSi'h: wmm Pi, : -KM--W1- <«65?° "AM- «$83m 255 f ck bettum randun gen 1 Läufer co. 75 ,<36Sr>J 501 Läufer taOOxif- 2BeNvorlGa»*1550l. -- ' " a 350*1 '5151 b r ü c ke’n' verlangen sie die”^ \kostenlose Zusendung desgilde-heimda!-/ Nbeppich-kal'aloges -/ -W»E5L.« L^ZFzjl^CJlJ^-U L VLrlgLLLEILMZLiLllU 13, 1T-P 24r Yerkautnur Berlin C2jSpandauerStr.Sl