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Central-Verein-Zeitung · 1934-03-08 · 10 (8.3.1934) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
10 (8.3.1934)
Date
1934-03-08
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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i 7 kümmert - umdie Aeußerungen eines krankhaften Verantwortungsgefühls, ohne Rücksicht auf die Egoisten und Individualisten, die Partikularisten und Rur-Kritiker, die Bürotraten und Konjunkturritter, hinter bic Gemeinschaft ft eilen. IV. Das Thema über „Gesundes und krankhaftes VerantwortuntzSgefühl" kann heute nur mit Bitterkeit und mit Sorge besprochen werden. Aber trotz dieser Bitterkeit brauchen wir nicht zu resignieren und erst recht nicht zu verzweifeln. Tenn gerade, wenn wir unsere jüdische Verantwortung tief empfinden, wird das, was uns in der Gegenwart bedrückt, ausgeglichen, ja überkompensiert — durch das Bewußtsein, daß diese Vcrantwort-ung nicht zeitgebunden ist, daß sie uns vielmehr lebendig verbindet - mit allen Generationen, die als Juden gelebt und gelitten haben. Tenn die Gemeinschaft, vor der wir stehen, der wir veranwortlich sind, ist in Wahrheit zeitlos; sie ist die große — ewige — Gemeinschaft Israels. Otsrum censeo: Fühlteuere Verantwortung, denkt an die Gemeinschaft! SSotzssNfZsr Reich abzüglich Berlin — „Provinz". „Provinz" — provinziell, das heißt rückständig und beschränkt. Tiefe in der Reichshauptstadt im allgemeinen bewußt oder unbewußt vorhandene Wertglcichung wird verstärkt durch das 'Naturgesetz der Perspeltive, das nicht nur in der gegenständlichen Optik herrscht, sondern auch in geistiger Hinsicht bewirkt, daß räumlich nahe Ereignis in natürlicher Größe, weiter entfernte in stark verkleinertem Maßstabe erscheinen. Co entsteht die allen Berliner Zentrallcitungen in wirtschaftlichen Unternehmungen, Behörden und Verbänden gleichermaßen eigentümliche Ueberzeugung von der eigenen höheren Einsicht und der Unzulänglichkeit „provinzieller' Erkenntnisse. Tie Klagelieder von Filialdirektoren, Landesbelwrdcn, Vereinsvorsitzenden erklangen stets über der gleichen Melodie. Tie „Provinz" hat diese Erscheinung im Bewußtsein .älteren Kulturbesitzes. wie er in den Begriffen Bamberg und Lübeck, Aachen und Goslar, Worms und Würzburg beschlossen liegt, mit mehr oder, minderer Gelassenheit als typisches Verhalten des unstreitig Tüchtigen, aber ein wenig hastig zu Geltung und. Erfolg Gekommenen ertragen. Für die deutsche Iudenheit gilt noch Besonderes. Rund ein Drittel der deutschen Juden wohrck in Berlin. Man erschrickt stets^ wieder angesichts dieser Tatsache, die als Schulbeispiel^ der verhängnisvollen Konzentrierung deutscher Juden in den Großstädten dienen kann. Aber auch: Nur ein Drittel der deutschen Lauben wohnt in Berlin. Die große Mehrheit siedelt glücklicherweise noch immer in der „Provinz". Diese „Provinz", die große Mehrheit der deutschen Juden, steht mit Zorn und Beschämung das wöchentlich erneute Nebeneinander und 'Gegeneinander Berliner jüdischer Einrichtungen und Organisationen, betrachtet mit grimmiger Belustigung seltsame, durch nichts begründete „Führungsansprüche" von Institutionen. die ihrem ganzen Wesen nach auf Berlin beschränkt sind, verwahrt sich gegen das Nebergreifen von Körperschaften aus Sachgebiete. für die sie nicht bestimmt sind und zu deren Betreuung jeglicher Apparat mangelt. Die „Provinz", die große Mehrheit der deutschen Juden, kennt, unbeschadet feststehender weltanschaulicher Unterschiede, nicht den leidigen Konkurrenzkampf jüdischer Organisationen, sondern wünscht und erlebt,, daß die bewahrten Einrichtungen der deutschen Juden mit Hingabe sich ihren traditionsrnäßigen Ausgaben widmen. Tie „Provinz", die große Mehrheit der deutschen Juden, verlangt planvolle, brüderliche Zusammenarbeit, reibungslose Einord-, turne} der jüdischen Organisationen unter der kraftvollen Zusammenfassung durch die dafür geschaffene Neichsvertretung. Sie fordert endlich Verwirklichung des Klalgedankens, der so viel berufen und so wenig gelebt wird. Auch in Berlin. Gerade in Berlin. Ernst Plant, E«sen. .Dis ZrZMchs Versorgung % I. Aerzke und Krankenkassen. Von De. Kurt Scheyer-Dreslom sich eins Vorstellung von dieser Zal)l zu - machen, sei erwähnt, daß die entsprechende Zahl für Deutschland 7.4 auf 10 000 ist. Tatsächlich ist aber ein Vergleich mit deutschen Verhältnissen, wie ihn vor kurzem eine jüdische Zeitung durchgeführt hat, überhaupt nicht möglich. Zunächst scheidet ein Teil der arabischen Bevölkerung, nämlich derjenige, der in geschlossenen arabischen Siedlungen wohnt, fast ganz aus, weil die Niederlassung jüdischer Aerzte an solchen Plätzen zwar an und für' sich durchaus noch aussichtsreich wäre, aber bei der gegenwärtigen politischen Spannung zwischen Arabern und Juden nur von den .wenigsten einwanderudeu Aerzten gewagt werden dürste und auch nicht mit gutem Gewissen empfohlen werden kann. Daun ist natürlich auch das kulturelle Niveau und damit das Bedürfnis nach ärztlicher Behandlung — gerade mit deutschen Verhältnissen verglichen — ein in ckaum vorstellbarer Weise niedrigeres. Aber auch der jüdische Teil der Bevölkerung, dessen .Hauptanteil immer noch aus dazu noch meist ärmlichen Verhältnissen Ost- EnroPaS kommt', frequentiert den Arzt nicht in dem Maße, wie wir es in Deutschland gewohnt sind. Vor allem ist jedoch in Betracht zu ziehen, daß obne die besondere Form der Krankenkassengesetzgebung in Deutschland die gegenwärtige Zahl von Aerzten hier auch nicht existenzfähig wäre. In Palästina gibt es eine staatliche Kraukeukassengesetzgebung überhaupt nicht. Die vorhandenen Krankenkassen sind eine rein private Institution der Arbeitergewerkschaften. Die größte dieser Krankenkassen ist die „Kupath Eholim". Sie beschäftigt meist fest angestellte Aerzte — eine freie Arztwahl wie in Deutschland gibt es also, nicht — und diese beziehen meist ein festes Gehalt, das unabhängig von der Zahl der Leistungen und übrigens, am Einkommen eines deutschen Kassenarztes gemessen — sehr bescheiden ist. Privatpraris dürfen sie dabei meist nicht ausüben. Die Zahl der von der „Kupath Eholim" angestellten Aerzte betrug. Ende 1962: 62. Aus der Kleinheit dieser Zahl kann man sich eine Vorstellung davon machen, wie unentwickelt das Krankenkassenwesen in Palästina noch ist, in einem Lande, in dem die Mehrzahl der jüdischen Einwohner schwerst-arbeitcmde, nur gerade ihr Eristenzminimum verdienende Menschen sind. ~ Die größte Älnhäufung von jüdischen Aerz-- ten findet sich naturgemäß in Tel-Awiw. Hier waren Ende. 1932. 193 jüdische. Aerzte niedergelassen, und man muß an nehmen - ----- nach^ den oben angegebenen neuen Gesamtzahlen —, daß heute dort mindestens 328 niedergelassen sind; das ergibt das geradezu groteske Verhältnis von rund 50 Aerzten auf 10 000 Einwohner, oder mit anderen Worten viermal so viel wie das mit Aerzten doch wirklich schon reichlich' versorgte Berlin! Noch deutlicher kommt einem bte lieberbesetzung der drei Hauptstädte des Landes mit Aerzten zum Bewußtsein, wenn man die Straßen dieser Städte durchwandert und die Unmenge von Arztschitdern erblickt. Die Zahl dieser i-ii freilich noch mehrfach größer, als es der Zahl der praktizierenden Aerzte entspricht, weil nämlich die meisten Aerzte leider dazu übergegangen sind, an mehreren Stel-' len Sprechstunden abzuhalten, und z. V. in Haifa nicht nur an ihrer Wohnung und dann noch am Orte ihrer eigentlichen Sprech- Die ITA brachte folgende, nicht-sehr viel beachtete Meldung aus London: „Im Unterhaus richtete Colonel Wedgwood an den Minister -für die Kolonien die Frage, ob er auf die Tatsache auf. merksam gemacht worden sei, daß die - Palästina-Regierung eine Beschränkung der zum ärztlichen Beruf zuzulassenden Juden in Palästina beabsichtigt, und ob er Mitteilen wolle, obdiese Einschränkung von der englischen Negierung gebilligt wird. — Ter Minister für die Kolonien, Sir Philip 'Eunliffe-Lister. erklärte, er fei von der Palä- .stina-Regierung nicht verständigt worden, daß eine solche Einschränkung geplant sei." Diese Meldung zeigt die außerordentliche Ueberfüllung des ärztlichen Berufsstandes in Palästina und die in ihr wiedergegebene ausweichende Antwort der Regierung zeigt, daß die Gefahr eines Verbots weiterer Zulassung von Aerzten in Palästina immerhin ernst zu nehmen ist. Dabei hütet sich die Mandatsregierung auf anderen wirtschaftlichen Gebieten, wo ihr Eingreifen wohl erwünschter wäre, z. B. dem der ins Ungeheuerliche steigenden Bodenurrd Mietpreise, vor Eingriffen in „das freie Spiel der Kräfte". Eine formelle Handhabe zur Beschränkung der ärztliHen Niederlassung hat die Regierung ja nicht nur in der in den letzten Wochen allgemein besonders scharf durchgesührten Einwanderungskontrolle, sondern auch durch die gesetzliche Vorschrift, das; die Ausübung der ärztlichen (und zahnärztlichen) Praxis an die Erteilung einer „Lizenz" des Gcsundheitsdcpartemeuts in Jerusalem gebunden ist, die allerdings bei Vorhandensein ordnungsmäßiger Jmmigratiouspapiere und der deutschen Approbation immer — wenn auch in der letzten Zeit infolge der massenhaften Lizenzanträge erst nach Monaten — erteilt wurde. Tie dafür vorgeschriebene Form der Anträge erfährt der einwandernde Arzt am zuverlässigsten bei.der „Hidachduth Ole Germania", die in allen größeren Plätzen Ortsgruppen mit Auskunftsbüros, vor allem auch für Wohnungssuchende u. dgl., unterhält. und deren ärztlichem Berater in Jerusalem, Dr. Treu, alle einreisenden deutschen Aerzte für seine aufopfernde, wirklich kollegiale Hilfsbereitschaft nicht genug dankbar sein tonnen. Für die tatsächliche Zahl der in Palästina bereits niedergelassenen Aerzte fehlen bei dem ununterbrochen einströmenden Zufluß von Einwanderern nicht nur zuverlässige Zahlen, sondern auch Schätzungen sind zwecklos, weil ■ in wenigen Wochen völlig überholt. Die letzten amtlichen Zahlen, die den Stand von Mitte Februar 1934 wiedergeben, lauteten fvlgendermaßon: Zahl der in Palästina niedergelassenen Aerzte: 1424 (Ende 1932: 658), davon Juden: etwa 1260 (Ende 1932: 513). Die Zahl der jüdischen Aerzte in Palästina' hat also im Lause des letzten Jahres um die enorme Zahl von 108 Prozent zugenommenr dieser Zuwachs steht in gar keinem Verhältnis zu der Steigerung der jüdischen Einwohnerschaft, deren Zahl für 1931 mit 175 000 angegeben und für Ende 1933 aus 220 000 geschätzt wird. Setzt man die Zahl der Aerzte zur Gesamteinwohnerzahl Palästinas in Relation und schützt man diese für Ende 1933 auf 1 140 000, so entfielen Ende 1933 auf 10 000 Menschen in Palästina 12,4 Aerzte. Nur um. non 2&cmettanrofi(fen Der Wunsch der Parteien ist zu berücksichtigen Der preußische Jujlizminister hat eine Allgemeine Verfügung vom 22. Februar 1934 (l, 6157) -- „Deutsche Justiz". S. 273 — über die Beiordnung von Armenanwütten erlassen-. „Bezüglich der Beiordnung von Armenanwälten sind Zweifel über die Art der gemäß $ 36 der RAO zu treffenden Auswahl des boizuordnenden Anwalts entstanden. Lei der Auswahl des beizuordnenden AnwaltS wird der Richter zweckmäßig von nach-, folgenden Erwägungen ausgehenn Ter Sinn der ArmenrcchtSbewilligung ist. einer armen Partei in der gleichen Weise die Versolgimg ihrer Rechte zu ermöglichen wie einer begüterten Partei. Infolgedessen muß die arme Partei ebenso wie die begüterte Partei die Möglichkeit haben, sich den Anwalt ihres Vertrauens zu wählen. Bei der Auswahl des beizuordnenden Anwalts wird deshalb in erster Linie auf den Wunsch der armen Partei Rücksicht zu nehmen sein. In vielen Fällen zeigt sich dieser Wunsch darin, daß die Partei schon vorher einen Anwalt zu Rate gezogen hat, der dann den Antrag der Partei, das Armenrecht zu bewilligen und ihn bei« zuordnen, einreicht. In den Fällen, in denen die arme Partei noch keinen Anwalt hat und auch um keinen bestimmten gebeten hat. einpfiehlt es sich, die Partei um Namhaftmachung des von ihr gewünschten Anwalts zu ersuchen. In den Fällen, in denen die Partei das Armen« rechtögesuch vor Gericht zu Protokoll gibt, kann sie durch den den Antrag ausnehmenden Beamten befragt werden, welchen Anwalt sie wünscht. In den Fällen, m denen die arme Partei das Armenrecht schriftlich beantragt hat, wird häufig 'eine weitere Aufklärung von ihr verlangt werden; jedenfalls besteht ohne weiteres die Möglichkeit, die. Partei schriftlich zur Nennung des von ihr gewünschten Anwalts aufzusordern. -Bei Durchführung einer solchen schriftlichen oder mündlichen Befragung des Armenrechtsuchenden werden verhältnismäßig wenige Fälle, verbleiben, in denen die Partei leinen besonderen Wunsch bezüglich des ihr beiziwrdnendn Anwalts ausgesprochen hat." Nach dieser Verfügung ist somit aus den Wunsch der armen Partei, mag es sich um Arier oder Nichtarier handeln, auch dann Rücksicht zu nehmen, wenn-die Beiordnung eines jüdischen Anwalts beantragt wird. MWM _ Die Tagespreise gibt nachstehende amtliche Mitteilung bekannt: Der Reichsminister für Volksausklärung und Propaganda hat an die Landesregie-, rungen folgendes (.Ersuchen gerichtet: . „In zunehmendem Maße wird beobachtet, daß Nichtarier, die bereits verschnmnden und großenteiis offenbar ins Ausland geflüchtet waren, in Theatern und Variütös, Kabaretts usw. auftreten. stunde, etwa in der Herzl-Straße im Mischen Viertel Hadar-Hacarmel, sondern oft noch außerdem im arabischen bzw. Geschästsviertkl Praxis. auszuüben. Daß durch dieses Ab! halten von Sprechstunden an mehreren Stel. -len. selbst wenn vielfach Sprechstunden-Gemeinschasten verschiedener Spezialitäten bestehen. die Spesen unverhältnismäßig groß sind, ist ohne weiteres klar. Es fällt an diesen Schildern weiter auf. daß die Zahl der . praktischen Aerzte, von deren großer Bedentüng für die Volksgesmrdheit man sich in der ganzen übrigen Welt nach einer Periode der Ileberschätzung des Spezialistentums gerade wieder zu überzeugen änfängt, verschwindend gerimg rst und es sich bei ihnen meist um die schon viele Jahre im Lande befindlichen Aerzte handelt. Die neueingewanderten bc-. zeichnen sich als Vertreter aller möglichen Spezialitäten, dazu noch'ost gleichzeitig nieli* rorcr nicht immer in Einklang miteinander stehender Disziplinen. Hier eine genauere Ueverprüsung der spezialtstischen Vorbildung vorzunehmen und dem Schilderunwescn Einhalt zu tun, scheint eine dringendere Ausgabe des Gesundheitsdepartements der Regierung oder einer — eben leider noch nicht vorhandcneu — jüdischen Aerztetammor als die er. wähnte drohende Sperre der Lizenzen. Auch aus dem Laude, also in den Kola, men, besteht zurzeit wenigstens nirgends mehr ein Bedürfnis nach Aerzten. Sicher gibt es hier und da noch eine Siedlung ohne eigenen Arzt, aber es handelt sich dann um so kleine, daß der Arzt sich aus seinem Beruf allein seinen Lebensunterhalt nicht verdieilen sann. Es wird darin vielfach der Versuch gemacht, gleichzeitig landwirtschaftliche Betätigung zn betreiben, aber cs muß füglich bezweifelt werden, ob sich wirklich eine gewissenhafte Aus- Übung dieser zwei wenig zueinander passenden Berufe — des Bariern imb des Arztes - - auf die Darrer mit Erfolg 'durchführen losch selbst ruenn die körperliche Eignung vorhanden ist. In den großen Kolorrieu, wie z. B. Rechoboth Petach-Titwah usw. sind bereits fast alle Spezialitäten vertreten.' Das Bedürfnis nach den verschiedenen Fachvertretern verteilt sich in Palästina entschieden etwas anders. rvie wir es in Deutschland gewöhnt sind. Entsprechend der größeren Geburtenzahl und der besonderen Liebe und Sorgfalt, die man den Kindern angedeihen läßt, werden Gynäkologen, speziell Geburtshelfer, . und Kinderärzte verhältnismäßig mehr gebraucht als iu Deutschland, während die Bedeutung den Chirurgen zurücktritt und vorläufig noch beinahe ganz auf die Krankenhaustätigkeit beschränkt ist. . ■ . Was die wirtschaftliche Lage der bereit-, länger im Lande tätigen Aerzte anhelangt. si sind auch hier. die Verhältnisse -mit den cheull schen nicht/vergleichbar. Die Honorare für ärztliche Leistungen liegen im allgemeinen nicht unerheblich 'unter denen der hiesigen Privatpraxis, und das Ueberangebot vom Aerzten dürfte in der nächsten Zeit eher noch eine weitere Senkung der' Honorare und andere wenig erfreuliche Begleiterscheinungen eines scharfen Konkurrenzkampfes im Gefolge haben. Dazu kommt, daß auch die beslbeschästigten Aerzte in Palästina bei mcitem'. nicht über eine so große Patientenzahl, wie es in Deutschland doch sehr häufig war, verfügen. Allerdings würde wohl auch dm- «Vlllima ein derartig angestrengtes Tages' Pensum, wie wir es in Deutschland durchsführen gewohnt waren, nicht erlauben. Ein zweiter Aufsatz über die Kranker häuscr und die Schlussfolgerungen für die jüdischen Acrctv in Deutschland folgt. Die Schriftleitang. Ich weise darauf hin, daß das Auftreten aus deutschen Bühnen von der Zugehörigkeit zu einen' der F'lchberbände der ReichStheaterkammer abhängig. ist (§ 4 der ersten Durchführungsverordnung zum Re'ichsällturkanunergesch RGBl. 1 S, 797), und daß Nichtariern die ^lusnahme.in diese Verbände gemäß ß 10 der bezeichneten Vervrdnung regelmäßig verweigert wird. Ich bitte deshalb die Polizeibehörden anzuweisen, in allen in Frage kommenden Fällen den Nachweis der Verbandszngehörigkeit zu verlangen und, wo er nicht erbracht werden kanndaS-Auftreten zu verhindere Ich stelle weiter anheim, Fälle, in denen die VerbandSzugehörigkeit nachgewiesen wird, zur Kenntnis des Präsidenten der ReichStheaterkammer zu bringen, damit der Fall einer Nachprüfung unterzogen wird. Ich bitte um nachdrückliche Durchfi'chrung meines Ersuchens. Es darf nicht dahin kommen, daß sich das Publikum gegen das Auftreten von Elementen, von denen es bereits befreit zu sein glaubte, mit Selbsthilfe zur Wehr setzt." Der zitierte § 10 lautet: „Tie Ausnahme m eine Einzelkammer k>nm abgelehnt oder ein Mil' glied ausgeschlossen werden, wenn Tatsachen vorliegen. aus denen sich ergibt, daß die iu 3™!^ kommende Person die für die Ausübung Tätigkeit erforderliche Zuverlässigkeit und Eignung nicht besitzt." m. .[pfa# K? h W mljyi 1 iiil Ä-l I li wir zeigen eiwa 200 verschiedene mqdell-fensfei*, fertig aufgemacM und laden zur besichHgung ein halb storß-mefervare entzückend« neuheiten mit blenden, sin> Sätzen und fransen / A" ca. 250 cm hoch mtr. gardinenstoffe (nsrhueHt buntfarbig, Indanthren. Ai 35 2« 366 schwedenleinen' / überragen de auswatil, '/ indnnfhren fvj* ' /, ca.120 cm breit rf. dakorstfonssfoffel allerletita neuheiten, hoch« /; / dGufschß tüllgördin en ®$Us3.85 5.® b? ■in— 0--ArS C-'VJi i/erkäuf 'huf' Berlin C2, Spart dauer Strass s32

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