Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 2 (11.1.1934)
- Date
- 1934-01-11
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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ffü K X hf ff’«* lr-1> tni;;-, i\\\rj } iJ\i3 W >2 «ÜM ,#(mllr»fflnf'lf ßla 1111 von Dr» RudoH CaUmann» Rechtsanwalt am Landgericht in Köln (dessen Wettbewerbs ■* Kommentar im - .vorigen Jahr in 2» Auflage aus* gegeben wunüe). Kslt 8 Iah rcn tler ersts nrcSs Kssr» rcftntar zu m öeutsefcsa KartcIJrccftfl, der ö!2 cisucn Kariullswciza te? RcicSsrcgi Bruno vom 15. lull 1533, U Ls seszuale ö!söcr?32 Rssfctk! ssr2Lk.L73 und das Sfchrtl&aa Bis | f. CMsr 1933 terBctsfcfeöat. Umfang1720 Selten t Preis in Leinen R33. 214»"® S Uil'd m ü l Berlin W 15 G. D. , b. Pariser SJraßo 44 fonöcrunn gerichtete 3tna:t*pa£ttif; ftt> soll aber nicht durch •'öaüinfünfte neteitet sein. Sie 11 iitcrfdicü?cn ’inct verschiedene Nichtnngen, U’cldLjc die auf Absvndernmg, also Dissimilation . der Juden gerichtete Staatspolitik cinschlagen lann: den Weg de» Kampfe», der fom»; promißlos auf die Vernichtung oder jedenfalls die völlige Ausscheidung aus Deutschland hinziclt, oder den 'Weg der Reform, einer positiven Ordnung durch Eingliederung in den nationalen Staat. In sehr eindringlicher Begründung weift (5;enna£ mich, daß der Weg der völligen Ausscheidung, einer „faktischen Entfernung" aus dem Reichsgebiet, ein „plan, mäßiger Äusmarsch", nicht gangbar ist. Er nieist daraus hin, das; die Abwanderung u ach P a t ä st i it a, ’ die als die bequemste Einung erachtet werden könnte, nur eine kleine Teillösung bringen kann, da Palästina zurzeit nur 1 Prozent der gesamten . Iudenheit beherbergt und die britische Negierung eine jüdische Massensiedlung in Palästina nicht für möglich hält und nicht duldet. Auch eine Imigration in die anderen Länder wäre mir möglich ans Grund einer internationalen Verständigung, die gleichfalls notwendig wäre, wenn der Vorschlag von Tr. von Leers, den - Juden 3U1* Ansiedlung Madagaskar ' zu eröffnen, verwirklicht werden sollte. Die Zust i m m u n g gerade der Länder, die als .Kolonialländer den Rassegedanken ablehnen müssen, wie England und Frankreich, sei jedoch bestimmt nie zu erhalten. Das; zudem eine u n g e r e g c i t e, erzw u n geue Auswanderung auf die Tauer für Deut s ch land s ch ä d l i ch sein muß, zeigen die Mißhelligkeiten, die schon jetzt hervorgetreten seien. Ezermak und Karbach fordern daher die Ne form, also die Ordnung der In den frage innerhalb der G teil» z e n D e ntschlands, durch Ausstellung positiver Normen für ein dauerndes B e i s a m m c tt I c b c n. Das Endziel dieser Reform soll die gleichberechtigte E i n 0 r d n u n g in den Staat sein und nicht der Beginn der Vernichtung der Juden. Die Verfasser glauben, daß im nationalsozialistischen Staat diese Einordnung erfolgen könne, wenn die Inden sich absondern als „Volk unter Völkern". Czermak fordert daher, daß ein besonderes Minderst orten recht geschaffen werde, das der spezifischen Situation der Juden gerecht w e t & c und das die wirtschaftliche nnd soziale Eingliederung der Juden in das „Gastvolk" so regele, daß möglichst wenig Anlaß und Gelegenheit zu Haßlonfliklen übrigblcibcu. Er bezieht sich auch auf die von den deutschen Gruppen aus dem -W i n d c r h c i t e n k 0 n g r c ß durch den Abgeordneten Roth gegebene Erklärung, worin zwar die Dissimilation, also die Ansgliederung, der Juden für gerechtfertigt erklärt, aber zugleich ausgesprochen wurde, daß die durch D i s s i m11 a t i 0 n zu Minderheiten gemachten Juden die N echte für sich geltcndmachen dürsten, die der Minderheitcnkongreß sür alle Minderheiten fordere. Ezermak führt weiter aus: „Der Staat, dessen Gefüge und Rechtsordnung vom jüdischen Volk bedingungslos respektiert wird, wird auch den nationalen Lebenswillen seiner jüdischen Staatsbürger achten und die gegen das jüdische Volt etwa zum Ausdruck kommenden Instinkte zum Schweigen bringen." Er wendet sich an den nichtjüdischen Teil mit den Ausführungen: JmIulr/Augnsthest (1933, Nr. 7/8) der „Muttersprache", Zeitschrift des Deutschen Sprachvereins, erschien ein Aussatz von Leo Weisgerber „Wesen und1 Kräfte der Sprachgemeinschaft", in dem die Sprachgemejnschaft als die naturgegebene/ Grundform geistiger Gemeinschaft auf Erden bewiesen wurde. Wir entnehmen dem Aufsatz, der in einer .eingehenden Darstellung den Grundsatz: Sprachgemeinschaft gleich Volksgometnsrhaft verfocht, einige charakteristische Sätze: „Die Sprachgemeinschaft ist tatsächlich eine unaufhebbave Voraussetzung menschlichen Lebens, sie ist die naturgegebene Grundform geistiger Gemeinschaft ans Erden und erweist sich in höch° stem Maße als Trägerin volkhaster Kräfte . . . Tie Erfahrung des täglichen Lebens hat längst erkannt, das; Sprache und Volk zutiefst zusammengehvren; wir reden geläufig von den Sprach e n der V ö l k c r , bestimmen die Größe der Völker nach der Zahl der Angehörigen ihrer Sprachen . . . im Anschluß an Herder und Humboldl, an Fichte und Arndt und viele andere Wortführer des deutschen Denkens wissen wir wieder die volkhasten Kräfte der Sprachgemcinschast richtiger ciuzuschähen . . . Tie Sprache ist die einzige Macht, die über Raum und Zeit hinweg ein Zusammenwirken von Menscheu ermöglicht, die ein Schassen aus einem Geist geradezu erzwingt . . . Tie Sprachgemeinschaft lann sich ihre Mitglieder nicht auswählen, sie kann keine Bewährungsfrist abwarten, weil jeder Wert eines Menschen sich erst entfalten kann, wenn die Sprachgemeinschaft die Möglichkeit dazu eröffnet hat. Ferner gibt cs leinen Weg, ein nicht genehmes Mitglied aus der Sprachgemeinschaft auszuschließen. So ist gerade der Sprachgemeinschaft am deutlichsten die Aufgabe gestellt, ihren Daseinszweck zu verwirklichen in dem Zusammenfassen aller ihrer Angehörigen, auch unter schwierigen und ungünstigen Vorbedingungen.. . .Was hier vielleicht als übergroße Ausgabe erscheint, das bewirkt aber auch zugleich die Stärke der Sprachgemeinschaft: leine Macht der Erde kann eine so zusammengeschlossene Gemeinschaft zerstören und zerteilen ..." Diesen Ausführungen, die. ohne die deutschon Juden zu nennen, sie als Gliedernder Deutschen Sprachgemeinschaft stillschweigend, wenn auch sehr entschieden, zugleich in dre deutsche Volksgemeinschaft emschlossen, lst im Dezemberhest der Zeichen Zeitschrift (1933, Nr. 12) rn unerbittlicher Schärfe widersprochen worden. Dr. Heinrich Bann:za von Bazan führt in einem Aussatz „Grenzen der Sprachgetncinschaft" den Rassengrundsatz als die entscheidende Trennungslinie auch innerhalb einer durch sprachliche Einheit gebildeten Gruppe ein und behandelt die Judensrage in einem Sinne, der die deutschen Juden eindeutig attßerhalb nicht nur der Volks-, sondern auch der Deutschen Sprachgemeinschaft stellt. Er schreibt u. a.: „Die Bedeutung der Frage wird aber nirgends deutlicher als bei den deutschen Juden. Hier gibt es zeitlich und örtlich die mannigfaltigsten Abstufungen des Ringens mit der artfremden deutschen Sprache. Vom halb-hebräischen Manschein sabbatfrommer Kastanträger bis zum anscheinend gepflegtesten Hochdeutsch neuzeitlicher Romanschrisisieller ist der Weg gar nicht so weit. Die Inden haben sich schon seit ältesten Zeiten für den täglichen Umgang unbedenklich der - Sprache ihrer andersrassigen Umwelt bedient und das Hebräische dein Ausdruck der heiligsten Gedanken, dem Wort der Feierstunde Vorbehalten. Die Umgangssprache wechselte man, wenn damit ein besseres Fortkommen, eine günstigere Tarnung erreicht wurde . . Wie fern der deutschen Sprachgemeinschaft noch Rütte des 19. Jahrhunderts Juden der führenden Schicht mitten in Deutschland gewesen sind, verdeutlichen überzeugend die „Breslauer Erinnerungen" von I. daftan im „Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur" (26. Bd., S. 64 ff.). Er schildert jüdische Kreise, deren Miterleben mit dem Schicksal des deutschen Volkes kaum über das Jahr 1648 „Auch wir Deutsche haben keine Ursache zu leugnen, daß die seit Jahrhunderten unter uns wohnenden Söhne des jüdischen Volkes ihren Teil bcigeiragen haben zu dem Reichtum und zur Fülle aus allen Gebieten kultureller Leistung und wirtschaftlichen Aufstiegs." An die Juden richtet er sich mit der For-' derung: das jüdische Volk müsse sich als Volk unter Völkern ei »ordnen und alle Grenzen, die da gezogen werden müssen, achten. Die ans ' jüdischem Nationalismus beruhenden Ideen, von denen die Verfasser aus-/ gehen, und die Lösungen, die sie 'anslrebcn,,. nämlich die Erklärungen der Inden zur nationalen Minderheit, werden von der überwältigenden M e h r h e i t der dents ch e n Iudenheit a b g e l e h n t. Sie beruhen zum Teil aus einer völligen Verkennung . der Verhältnisse in der deutschen Iudenheit, deren wahres Fühlen und Denken den Verfassern völlig fremd zu sein scheint. Sie berücksichtigen nicht, daß die deutsche, wie überhaupt die ganze westeuropäische Judenheit seit fünf Generationen eine ganz andere Entwicklung genommen hat als die Ostjuden. Die große Masse der deutschen Iudenheit fühlt sich national nur verbunden mit der deutschen Nation, nicht aber mit einer jüdischen Nation, die, falls man von einer solchen überhaupt sprechen könnte, höchstens das Ostjudentum und die Palästinensische Iudenheit umfassen könnte. Nationale Gemeinschaft beruht in erster Linie auf Sprachgemeinschaft. Nationale - Minderheiten haben als entscheidendes Merkmal die Verschiedenheit der Sprache. Wir ventschen Juden sprechen aber nur die deutsche Sprache nrrd haben reine Sprachgemeinschaft mit den Juden der anderen Länder. Wir führen uns der deutschen .Kultur zugehörig, in der wir aus deutschen Schulen erzogen werden. Hier sind die Gräber unserer Vorfahren; diese Heimat haben wir in den Schützengräben mit nuferen Leibern verteidigt. Deutschland ist unsere Heimat; eine andere Heimat kennen wir nicht. In diesem Punkte stimmt die große Masse, der deutschen Iudenheit den Ausführungen zu, die der Gesandte von Keller'im Namen der nationalen Negierung im politischen Ausschuß der Völkerbundsvcrsammlung abgeyeben hat, wonach die Juden in Deutschland weder eine sprach- ' liche noch eine nationale Minderheit bilden, sie sich nicht als solche fühlen und niemalsden Wunsch geäußert haben, als solche behände l t z u werden. Diesem Negativen entspricht allerdings auch ein Positives. Sind wir keine sprachliche und keine nationale Minderheit, dann müssen wir also in sprachlicher und nationaler Hinsicht der d e u t s ch e u Nation 3 u g c r c d) n c t werden. Wir wissen zwar, daß damit die Anwendung der Minderheitenrechte nicht völlig aus- . geschlossen wäre. Denn Minderheitenrechte werden im Völkerrecht nicht nur nationalen und ' sprachlichen .Minderheiten - zuerkannt,, sondern auch den Minderheiten „nach Rasse, Sprache oder Religion". Wir lehnen es aber üb er stäup t ab;■ - erI s Minderbe it zu ge lt en , weil wir uns der d e u t - f ch e n N a t i 0 n z u g e h ö r i g fühlen, weil wir die Gleichberechtigung erstreben und n.icht nufere Nechte beim Völkerbund.su ch e 11 wollen. „Ordnung in der Judensrage" erfordert aber nich t die Aendcrung der sta atsp0litis che n Stellung der Juden. Durch Maßnahmen einer „Fremdengesetzgebung" wird eine Lösung nicht herbeigesührt, sondern nur Negatives geschaffen. Auf das eigentliche Problem, das in der Judenfrage zu lösen ist. hat Herr von Keller in seiner Erklärung hingewiesen, als er aussprach, daß es sich in erster Linie um ein bevölkerungspolitisches und soziales P r o b l e m handele. Neichsminister Dr. Fr ick hak sich wiederholt in einem ähnlichen Sinne dahin geäußert, daß die Nassonfrage in erster Linie aus Reinhaltung der Rasse Hinziele. Soweit sie sich gegen das Judentum richte, geschehe es zum Zwecke der Zurückdrängung der Juden auf gewissen Gebieten, um „der übermäßigen Ueberfremdung Einhalt zu tun". Auch hier steht also nicht das staatspvlitische, sondern das soziale und kulturelle Problem im Vordergrund. Seit der Emanzipation hat die deutsche Iudenheit die einseitige Berufsgliederung^ als ein Verhängnis empfunden und auf eine Veränderung hingearbeitet. Die Ataßnahmen, die jetzt gewählt wurden, wollen und können selbstverständlich unsere Zustimmung nicht erhalten. Ist aber dieser Weg beschritten, dann kann eine Ordnung in der Judensrage nur herbeigesührt werden, wenn dem Herausdrängen aus den Berufen auch die positive Lösung, die Eingliederung in solche Berufe nach, folgt, in denen bisher Juden erheblich unter rhrer Pr0 zen 111 otm vertret c n waren. Denn aus dem Beruf herausgedrängte. entwurzelte Existenzen sind Elemente der Unordnung; erst durch Verwurzelung in neuen Berufen wird die gestörte Ordnung wrederhergestellt. Die Ordnung darf sich aber auf das materielle Gebiet nicht beschränken. Die E rmöglich u n g der beruflichen Existenz muß von der einer gesunden seellschen Eristeuz begleitet sein. Aber auch auf diesem Gebiet eröffnen die Ausführungen des Nelchsministers Frick. wie im einzelnen m der vorhergehenden Nummer dieses Blattes A^chl'ü^' 3U lL'^Cn lmU*' CinCU positiven zurückceiäst. Der angesehene BreSlaucr 9ändc^ rabbiucr Tiktin versuchte zwar1 zuweilen /eine deutsche "'Ansprache zu halten, brachte sich aber dabei durch Entgleisungen m da8 VreSlauer Stadtgespräch, bis er schlrcßlich den auSsichtälvstii Wettstreit mit der ihm artfremden Sprache aus. gab. Mancher vennvchte nur mühselig seinen Namen in deutscher Sprache^ hlnzukritzcln nnd lebte noch fest verbunden mit der jüdischeic Neber. lieferung. Und dann bedurfte eZ doch nur eines Halb. jahrhundertS. den deutschen Büchermarlt mit Werken jüdischer Schriftsteller zu überschwennne». die für sich in Anspruch nahmen, die bernscnen Vertreter des deutschen Schrifttums zu sg„. Wie aus anderen Ledeusgebieten. sv erlagen mul; hier unzählige Dcut'che der Täuschung, das; der Jude das Recht nnd die Ntöglirhleit habe, in den deutschen BollZlörper eiuzndriugeu. ja sogar besonders aus dem geistigen Gebiet die Führung Zn beanspruchen. Hier hat Wilhelm Stapel in seiner Auchch. reihe „Antisemitismus und AntigermnniSmnsunt Feingefühl und Entschiedenheit Klarheit geschasst (S. 40 ff. „lieber deutsch-jüdische Lprach. assimilativu und Dichtnug"). „Dichtet nun ein jüdischer Dichter in deutscher Sprache, so kann sein Dichten nie ein natürliches Quellen, ein unmittelbares Laubverden der Seele sein." gestaltet nicht mtS der Sprache, sondern mit Hilfe der Sprache. ES füllt seinem .Sprachgebrauch' ein ToppetteZ: erstens das Verhältnis zn dein ursprünglichen, unvermittelten Klangempsinden. ans dem heraus die Sprache so gervorden ist, wie sie ist, zweitens das Verhältnis zn der unbewußt mitklinaeuden Voltsgeschichte." — Lehrreich sind Stahls Feststellemgen, wie der jüdische Dichter die ihm fehlende Vlntvcrlmndenheit mit der lebendigen Sprache zn ersehe» sucht. Ta der Sinn sür die tieferen Sprachlverte fehlt, verzichtete er ans den „AnZdrnck" und beschränkt sich, ans die „Mitteilung". Oder er bemüht sich detvußt. in einem „gepflegten Stil" „gut" und „ein. drnclsvoll" zn schreiben, ohne jedvcr; an die Seele zu rühren. Oder er vergewaltigt die Sprache, indem er nicht ernö ihrem Geist heraus das entfaltet, was ihn im Innersten bewegt, sondern indem er einen „mystischen" Tiesengehalt in sie hineinznzlvilcgen versucht. Schreibt er aber ganz zivangws ans seiner arteigenen Haltung heran-- deutsch, sofort gewinnt der TonfoU seiner Sähe, der Klang seiner Sprache etivaS, das an din Jiddische anllingt" . . . Tie Werte Wassermanns, Stefan Zweigs, Arnold Zweigs und der vielen ' anderen Schriftsteller, die bisher in mancher deutschen SchristtumSgeschichte genannt wurden, werden damit in ihrer sprachlich-geistigen Haltung sicher bestimmt und von dem wahrhaft deutschen Schrifttum gesondert... . 1 Der Deutsche Sprachverein hatte eS biShe^ vermieden, eilten Trennungsstrich .zwischen' Nichtjuden und Juden, unter denen er'treue, ihm mit heißem Herzen verbundene 8JHU.. glieder wußte, zu ziehen. Er hat mit dem Abdruck deL zweiten Aufsatzes gezeigt, daß er in Zukunft aus die Mitarbeit seiner jüHifchem -'Freunde 'zu -- Verzichten entschlossen ist. endet der Dienst deiltscher Juden''am Deutschen Sprachverein. Ter liebende Dienst beut»*-- scher Juden an der deutschen Sprache wird auch hiermit nicht enden. Der Do§§oMkel Im „Amtlichen Preußischen Pressedienst" ist eia Erlaß des Kultusministeriums abgcdrmät, durch den vielfach bestehende Untlarheiten über ZnlasjnngSmög'' lichtesten jüdischer Studierender zu den Doktor, und Diplomprüfungen beseitigt sind. Rach dem Erlas: sind zu tut Prüfungen diejenigen Reichsdeutschen nichtarischer Abstammung uubesehräukt zngelassen, deren Väter im Weltkriege au der Front sür da-- Deutsche Reich oder seine Verbündeten getämpst haben, sowie Abkömmlinge nu-3 Ehen, die vor Inkrafttreten deS ReichSgeseßes gegen die llobcrfüLlimg deutscher Schulen und Hochschule» vom ->5. April 1933 geschlossen sind, wenn tin Elternleil oder zwei Großeltern arischer Abkunft sind. Ferner sind zu den Prüfungen zngelassen diejenigen Studierend» nichtariseher Abstammung, die entweder zum L lN'- d i u in s e I b st zugelass e n sind, oder denen das weitere Studium gestattet ist. und zwar auf Grund des AussnhrnngSerlasses des preußischen Kultusministers vom 10. Juni 1033 Z»r Anssnhrnng des Gesetzes gegen die llebersnllung da' deutschen Schulen und Hochschulen vom -5. April 1933. Diejenigen jüdischen Studierenden, die n>» 16. Juni 1033 bereits exmatrikuliert umreit, aber die sonstigen Voraussetzungen zu einer Zulassung zur Promotion ci'jiUleii, lvnnem auf Antrag mit Genehmigung des preußischen Kuljusministerimns zugelnsse'n werden. Ausgeschlossen sind alle diejenigen Studierenden auch arischer Abstammung, die anZ; Hm Listen der Hexchschnlen gestrichen sind. Tiefer Erlaß ändert nicht, ivie sestzustellen wir legitimiert worden sind, die in der Nr. 47 der EV-Zestnng besproehene Regelung der ProiuotivuSmöglichleiten jüdischer-Mediziner. Für den jüdischen Med iz i n studierenden gilt noch die Verfügung des preuchschen Kultnsminiswe Ruins vom 20. Oktober 1033. nach der die Pro-' nwtion nur bei einem Verzicht niif die prensnkst'. Staatsangehörigkeit zu erreichen ist. Eine endgültige Regelung wird hierfür erst dann eilstreten, wenn . bas NeichSstmenmimsterstun neue Bestimmungen stG die Erteilung der Approbation geschaffen hat. LGWWlG nach auswärtsbemusterte verlangen sie an g e bofe —---rr sl6?-»S97-"S129,»im,«il129r»I139, k "!159-”®94^li214-"S243.-”a-SM-»BI284.-'- _ i vertag.»«,25, 36?» «p K-°