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Central-Verein-Zeitung · 1933-12-21 · 49 (21.12.1933) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
49 (21.12.1933)
Date
1933-12-21
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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C rff V» bwl'^jeV!*”•*/ >'*'• r.v„W/ Suchen Sie eine neue gcistigeGrundiage im Lernen, im Buch kovrk. Das Wosrm das Judontums. /» - üoccU, Woge im Judontum.... 8.5Q WöifjS, Das Judentum.kart. S,— GoSdincum, Der Talmud. Sein Wardon, soin Wesen, sein Wort ..brosch. 2.— Rabbiner Dr. Max Wäener: lilisGim ReSigiea ia ZoMer s&r ksssMÄss 278 Seiten — Preis 6 Mark JuSsus Sab: WyOcecc-Ä Mzd Jpte& Ein Doppelbildniü. im deutsch ■ jüdischen Raum IQas iUn&idzcte G.esdietiä - Wml über 100 Seiten, RM. 2.30 Das Dosomborhoft des Ji-scrzi' ist im Godonfcon an l y SD W IG T I E T Z dsr deutsch <• jlklUchen Jugend yowidmef 52 Seiten Preis RM 1. - Fhilo Vsirlag uaä OsscJteälüns G. m. b. II Koriin V/ IS Pariser Strasse 4<5 Fernsprecher: Oliva 1375 Am 'Xöiuu'vi'tütf, iH'm 11. Dezember, sprach Kurt Sab>ctzttz vor Miseren zahlreich erschienenen /vreundeu in 2 ch m a I f n I b c n, wo zunächst die Vr.itietze 3intation dnrchgesprvehen nnd darauf ein Bild des B. im Reiche und in Mitteldeutschland gegeben mm-Oi'. Auch liier tonnte eine starte Bernnnoenlieit mit den Grimdsätzen des Ccmtral-Bereins sestgeslettt irerden. Hamburg 7m einer sehr gut besuchten Atitgliederversamm- :uug unter Teilung von Iuüizrat Waldstein 'brach oni IO. Dezember Tr. Ali red ch i r s ich der g i'-lvriin') über „deutsches Judentum heute und morgen". Der Leg des deutschen Judentums inr letzten Jahrhundert sei lein Irrweg gewesen; die Standfcstigkeil und die Uuerschütierlichkeit der den tuchen Juden in unserer Zeit seien Beweis des Gegenteils; aber der Weg führe durch eine veränderte Mett. Dieter Vorgang stelle unS die Aufgabe, dem Sverden der Zeit und der Wandlung der Bcksossnng durch Erneuerung unserer Problemnelluitg und Zeirnätzc unserer Arbeit Rechnung zu tragen. Line Normalisierung in der Gestattung eeü siDischen DaseinS der einzelnen wie der Gemeinschaft, sei zu erstreben. Erleichtert sei die Krbeck durch den Willen der jungen Generation wr Uinjchichtnng: mit aller grast für Arbeite. Eristenz- und AuSbitdungSmögtichteit zu sorgen, sei dir Berju'tichtung aller indischen Deutschen, denen tü um die Zukunft des deutschen Judentums gehe. Bon diesen Grundsäsml erfüllt sei auch die prall' tische Arbeit im CB, von deren Tätigkeit der Referent sodann c^nigehend berichtete, darauf gerichtet, den jüdischen Menschen in Deutschland als Träger deS deutschen Judentums zu erhalten. Wir vertrauten auf die lebendigen Kräfte in uns und!un uns. wenn wir mit ernster Zuversicht Volt in die Pckunst blicken. Ter Vorsitzende schloß die Beranstaitnng mit herzlichen Dankeswoneu. Mehr alS ie sei es Pflicht aller derjenigen, die aus dem Boden des deutschen Judentums ständen, sich im Central- Verein zusammenzuschließen; kein deutscher Jude unserer Gesinnung dürfe noch außerhalb seiner Reihen stehen. £>', M. Ösiwestfalcn-Lippe Prediger G o l d m a n n (Herford), Syndikus des Landesverbandes Ostwestfalen nnd Raehbargebiete im C. B., sprach in den Ortsgruppen Bünde und Herford. Zugleich mit diesen Versammlungen fand eine VorstandSsitzimg des Landesverbandes in Herford statt, auf der der LandeSvcrbaudsvvrstßeude. Rechtsanwalt Dr. Katzenstein!Bielefeld) referierte. Besonders eingehend Wandte man sich der Iudcnsrage zu. Essen Bor einer vielhundertlöpfigcn Zuhörerschaft sprach Dr. Alfred H i r s ch barg (Berlin) am IS. Dezember in der Synagoge in Essen über „Gegenwart Larbeit und Zukunstswege". Gr untersuchte die Situation, in der uns die Borgänge dieses IahreS geistig, ivirtschaftlich und jüdiscki angetrossen hätten, wir daun die Ergebnisse sestzustellen, die die nationale Umwälzung auf diesen Gebieten für uns deutsche Inden gebracht haben. Die Arbeit deS (v. B. in diesen geschichtlichen Monaten habe darin bestanden, die Bemühung um das Borhandene zugleich mit der Planung'des Reuen nnd Znlnnftsvollen zu verbinden. DaS Reue und Ungewisse erfordere die Bereitschaft, unser unzerstörbares jüdische Sein fruchtbar für die Gestaltung unseres Lebens auf deutschem Boden cinzusehen. Linksrhein Der Landesverband Liiitsrhein deS C. B. trat in diesen Tagen neuerlich an die Oefsenttichteil, um über seine mnsangreiche Arbeit zu berid)tcn,_bic viele Hunderte ans Dorf, Klein- und Groß-Stadt infolge persönlicher Erfahrung bereits anerkannt haben. Ter Syndikus deS G. B., Dr. Alfred Hirschverg (Berlin), erösfnete die Reihe der Bersnmmungen mir Vorträgen in Aachen. Köln und Zlreseld. Am 10. Dezember berichtete er in der L a n d e 8 v e r b a n d s s i tz u n g in .llöln. Er gab einen Ueberblick über die Fülle tatsächlicher Arbeit nnd zeigte unsere Stellung und Aufgabe im Gescheljen unserer Tage ans. die er nu Sinne deS Aufbaues einer praktischen nnd ideellen Lebensgestaltung würdigte und ordriete. Sv vermittelte er keine Illusionen, sondern wirkliche baltnng und Znknnstshofsnnng. Höhepunkt der Reise >var ein Boriragsabend nn Rahmen deS jüdischen LehrhanseS in chölu am 10. Dezember in der großen Synagoge. In einer Reihe von Borträgen, die über die einzelnen Richtungen und Organisationen innerhalb dcö deutschen Judentums aufktären sollen, kam alS erster der Ccntralvercin zu Wort. Eiulciiend sprach RechtSanwalt Tr. Rudolf C.allmann, der Vorsitzende deS Landesverbands Linksrhein deS C. B., als Mitglied der Rcichsvertretnng. Er sprach in eindringlicher und klarer Darstellung zu der einstimmigen Forderung deS deutschen .IudentuinS nach Einigkeit. Eiirigkeit zeige sich in der Tat, in der Zusammenarbeit aller .llräste. Diese erfordere aber eine mutige nnd verantworinngSvolle Zurückstellung der Ideologie hinter die jcloeilS dringende praktische Arbeit. Damit hat Dr.^Eallinann nichts anderes gefordert alS stille Pflichteriüllnng einer jeglichen jüdisihen Organisation. Anschließend sprach Tr. Hirschberg über „GegenwartSarbeit nnd Znkimstsivegc" und entwickelte deur Rahmen der Beranstaltuug gemäß die Lehre vom deutschen Judentum/ Rach einem Bericht über daS praktische Tun zeigte er, wie dio nüchterne Arbeit des G. B. notwendige Voraussetzung für eine ideelle Lcbensgestaltung ' deS deutschen Inden- (ums fein könne. Jede General ton müsse so bandeln, als ob von ihrem Handeln allein daS jüdische Schicksal abhinge. Rur wer in freier Selbstbestimmung Prüfungen als Bestäligung seiner jüdischen Berusnng in der Welt aus sich zu nehmen gewillt sei, habe Recht rmd Grundlage, über den Tag hinaus Jude zu sein. I)r. ll. <J. Am 9. Dezember sprach Dr. Hirschberg in Aachen und am 11. Dezember in Krefeld über „Deutsche Juden von heute und morgen", bck gab ein Bild von der seelischen m.d mcriellen Lage deL deutschen IudentuinL, schilderte die vvm b'entralverein bereits gelösten Ausgaben und verwies ans die ungeheuren Arbeiten, die bevorstehen, um das deutsche Judentum in die Zeit cinzugliedcrn. Der Bortrag schloß mit einem eindringlichen Hinweis, der jüdischen Berpflichinng, die nur innerhalb der Bindungen der deulschen Gemeinschaft gelöst werden könne, treu zu bleiben. Hessen und Hessen-Nassau Ter Landesverband Hessen und Hessen-Nassau des E. B. sejitc in der Woche vom 10. bis 14. Dezember ich;:?, seine Werbearbeit fort. Der Eindruck der ersten Veranstaltungen, daß'nicht nur die alten Freunde mit neuem' Arbeitswillen erfüllt wurden, sondern auch viele neue Rtckarbeiter gnvonnen werden konnten, bestätigte sich. In Kassel zum Beispiel war der Zustrom zu der Veranstaltung so stark, daß Parallelversammlnngen abgehalten werden mußten. Am Sonntag, dem 10. Dezember, sprachen Dr. Frij; Goldschmidt (Berlin) und der Svntükus der Frantfnrtcr Geschäftsstelle, Dr. Woligang S. Matzdorfs, in zwei Beranstaltnngen in Kassel ülxw ■ daS Thema: „W i r deutschen I n d e 11", die von Dr. Felix B l n in e u f e l d und Tr. G r ü u b a u m geleitet wurden. Hierbei kam eS zu einer lebEisien Aussprache, in der auch junge Zioniüen das Wort ergriffen. Einmütig wurde aber anerkannt, daß die ülvrwältigende Pjehrheit der deutschen Inden weiter aus deutschem Boden leben wolle und leben werde und daß der E. B. sich für die Rechte der Gesamtl)cit in Deutschland einsetzc. Am folgenden Tage bot sich in H a n a u in einer Generalversammllmg daS gleiche Bild. Diese Berti usialtn na am 11. Dezember ist die größte C. B.- Bersamnunng, welche je in Hanau stattgefuuden hat. Die starke Beteiligung legt ein beredtes Zeugnis ab von der Treue der Mitglieder zum Geutralverein gerade iu dieser Stadt, m welcher in letzter Zeit versucht worden ist, mit Mitteln, welche bisher für innerjüdische Auseinandersetzungen nicht üblich waren, Zlvietracht zu säen. Ilm Erlebnisse klar ausiverten zu können, must man zu ihnen einen gewissen Abstand bekommen. Das gilt auch für den deutschen Inden, der nach Palästina ging, um dieses Band und feine Menschen kennenzuleruen. Der Abstand must um so größer sein, je unvorein° genommener man das Land betrat, oder gar, wenn das innere Leben des Besuchers sich nicht über eine besondere Beschwerung durch Scu° timentalität oder historisches Interesse beklagen kann. Was sieht ein solcher Mensch nach dem zwciscllos großen Erlebnis Pa» lästina aus dem Abstand und aus der Entsernung? (Dergl. „G. B.-Ztg/' Nr. 44 u. 45.) In meinem Artikel „Die Hintergründe der Arabernnruhen" schrieb ich bereits, daß wir das Land am Vorabend des Gedenktages der Balsour-.Deklaratiou verlassen haben. Damals fuhren Panzerwagen durch Haifa und sorgten für Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung. Indessen haben sich die Verhältnisse wesentlich zugespitzt, und wir müssen mit ' In Fricdberg wnv am 12. i imhczu btc gcsointc Gemeinde Horerm der H<rrrn Dr. Goldschmidt und Dr. Mwtzoorss. Am 13. Dezember sprachen bic beiden Redner w der Gemeinde WormS, einer der ältesten PR. scheil (.Gemeinden Deutschlands und konnten nach &fm Bestall dieser größten südischen Versammlung, wc-lä" sei! 'm-gem in Worinslaügenmdeu hat, scststcll^ daß der Ge.".'.o!o.'ccinsgedmOw auch hier nichi ninfeste Wurzeln geschlagen hcn, sondern daß auä, hjI wie in den anderen Orten zahlreiche neue IrcunI sich von der Rotwcndigseit unserer Arbeit über', zeugten. Den Schluß der Vortragsreise bildete eine Wr- 1 sanunlung in der hejsiicl)en Landec-Hanpnch^- I Darmstadt unter Vorsitz, von Rcchis.uuvch' Dr. Reis, tzbich hier zeigten die berdcn Redner, wie seitens deS EenimlvcrcinS in der Zentrale und r,,i Landcsverliand Hessen und Hesse,i-Ranau versuch! worden ist, im lllahmen der gesetzlichen Rcoahz-, leiten dafür zu sorgen, das; das Schicksal der 'iiiM-. scheu Gemeinschaft in Deutschland crletchtert wird Tie große Inanspruchnahme des Eentralvcrcins gerade aus diesem Bezirk beweist die Rotweuöichctz > ' der E. B.-Arbeit, die von der Erfahrung von Jach' leuten getragen wird und die nicht nur dem enchrci, MitgliedcrkreiL deS Gcntralvcrcins, sondern Rlüi! deutschen Inden zugute kommst ' " Baden Bor Mitgliedern des CB und geladenen Eäsw! sprach in Konstanz am 10. Dezember bn i LandeSvorsitzende des CB für Baden. Rechks > anwalt Hngo Stein (Karlsruhe) über das Thcwm j ,.D ie gegenwärtige Lage des d e u t. f ch c n I u beut ri m s . Der Redner erbrachte dc-r i eindentigcn Beweis, daß inr CB ruhig und Je!-! beivußt gearbeitet ivird, und Ras; diese Spitzen-! organisation der deutschen Inden noch nie ihr,- Daseinsberechtigung mehr erwies, als in der für uns alle so bittererusteu Zeit. Für den wir großen; Beifall ansgenommeneu Bortrag sprach der s Vorsitzende und Vorsteher der (Leuieindc. '.ltcchtSamvalt Moritz Bloch, herzliche Tantel - - Worte. In seinem Schlußwort nach eingehender! Anssprache gab der Redner das Versprechen <w. \ daß die Landes p'ntrale immer treu für die llen-! slanzer Freunde bereit bleibe. R'echtSawoalt Stein sprach anckj in der Ortsgruppe O f f e n b u r g des Central-Vereins. Bedauern nahezu täglich in den Zeitungen leien, daß Inden, die ohne Ginwanderuijgserlauünis angetrossen werden, durch Gefängnis und Deportation bedroht, find. Gngliwk hat offensichtlich vor, die arabische Erhebung aus Kosten der Inden zu verhindern. Man kann der Arabersrage, die iatfätfjliüi eine latente Gefahr darstellt, nicht gerecht ivcrden, indem man, wie dies in letzter Zeit so oft von zionistischer Seite^ ans geschieht, sie mit dem Appell an den Heroismus und mu | der Feststellung erledigt, daß in Palästina für > Feiglinge kein Platz sei. Von unserem (Xj sichtSPunkt ans betrachtest soll einmal dir Frage aufgeworfen werden, ob Menschen als Feiglinge betrachtet tverden können, die der besonderen SiLuarion in ihren Heimatländer!! wegen nach Palästina gehen, in der Anssichl. dort zwar schiver arbeiten zu müssen, aber eine gewisse natürliche Gntwicklnngssreiheit für j ihre eigene Person zu haben. Wir haben in Palästina pessimistische Stimmen von bin i UDaHaanaB WQ&aumü* IHcalimMämaa^mm Von Friedrich Borchardt IJPf. Hfl, iftficit uub dessen Stellung innerholo der neuen Ucujrkbeweguug. Der:: Abschluß des Abends bildete 'Rozorts V.mvll-Qmirwtt. E. H. Wcr in den letzten Woc(;en und pRonoten cinmol Ostponunerit besucht Hot. ivird sich ansrichiig über dos jüdisch-kulturelle Leben in den südischen Geoteindc-n gefreut hoben.^ Ueberoll inniger Zusammenschluß. überoll Begeisterung für dos Judentum und dos Bestreben, mehr olS je den Gemeindemiigliedern jüdische Werte zu vermitteln. Besonderen Anteil an diesem Blühen des jüdischen Lebens Hot die d e u t > ch -• jüdi f ch c I ngend , die lebhofteS .Iulcrefse au der Arbeit der Gemeinde nimmt und mit ihrer jugendlichen Begeisterung manche schöne Veranstaltung in diesen Wochen gefördert Hot. Inr Rcittelpunkt OstPommernS, Stolp. veron" üaltete der „Ring". Bund deiltsch-jüdisckier (Tugend, Zug Stolp, am 19. Rckveniber für die Miiolieder der Syuagogengemeiude einen Kultnrabend. Prediger L e w i n , KöSlin. und Oberkantvr Werblolvski, Stolp, hatten sich liebenswürditgerweise zur Bersüguug gestellt. Prediger Lew in leitete den rezitatocischcn Teil mit einem Vortrag über „Jüdische Lichtung" ein und gab den Zuhörern ein ouschaulick;es Bild vom Wirken und von der Bedeutung jüdischer Dichter. Er brachte einige Jorgs.iüig auSgewählle Werke zur Verlesung, u. a. von Vuber, Perez und Scholom Asch. Im musikalischeu Teil gaben beide Künstler gute Proben ihres Konsens. " Oberkontor Wcrblowsli brachte: „Wie schön sind deine Zelte", von Bodrian, dos „Arioso" van Händel und den Jahres Koddisch von Zivi zu Gehör. Prediger Lewiu trug u. o. Stücke von Vach und Tschaikowslu vor. Höhepunkt und Abschluß bildeten daS Präludium zu Kol-Ridre von Lewondowski und daS Kol-Ridre selbst. Der starke Besuch, besonders auS den ländlichen Gemeinden, dürste ein BeiveiS für daS starke Interesse, an solchen Veranstaltungen sein. Am 29. November sprach Prediger Lew in, .Köslin, vor der Schivelb einer Gemeinde. Sein Thema „Was ist indischer Geist, und wcke bringen wir ihn zur Geltung^' bereitete die Zuhörer würdig auf den Kultnrabend vor, der am 10. Dezember in deu Synagoge zu Schivelbem mit einem ähnlichen Programm wie im Vormonat in Stolp stattfand. Wiederum wirkten Oberläpior p'5 e r b l o w s k r. Stolp. und Prediger L e w i n, uöSlm. mit. Auch diese Weihestunde war von Bewohnern der Rachbargemeindeu gut besucht. Breslau DaS Konzert, das Rose Book und Alax AcauSseld am 10. Dezember im Mozart-Saal veranstalteten, wird den Zuhörern in angenehmster Erinnerung bleiben. Rose Book, noch im Borjahre am Stadtckieater Breslau, jetzt Mitglied der Hamburger Oper, ist^ emc. unserer besten Koloratursängerinnen. Sie sang einige der beliebtesten Arien und erntete viel Beifall. In 'Mar Mansfeld lernte man einen wirksamen Oraioriensänger kennen, der seinen klaren Temm zu hervorragender Geltung bringt. Einige Schumann-Lieder lagen ihm nicht so gut wie die Arien auL „Joseph" und „EliaL". Lotte Sch o ep s °R ogosiu sk i begleitete init feinstem Einsühlen. Schw. ■y- Hans Baron, der frühere Spielleiter der Breslauer Oper, erösfnete am 14. Dezember im Riozartsaal die .,B ü h n c j ü d t s ch e r K ü u st l c r" mit der Ausführung dreier Einakler (KotzebneS „Landhaus an der Heerstraße", Holteitz „RI Atinuten in Grünebcrg" und Leo Falls Altwicner Singspiel „Brüderlem sein"). In die Spielleitung teilten sich Alfred Salzmann, Siegfried Bruck und Hans Baron. Außer ihnen spielten Rost Albach. Lotte Roscuberg, Hertha Arno und Hanni Golz. Man erlebte einen unterhaltsamen, sehr reizvollen Abend, zumal die sehr guten schauspielerischen Leistungen durch die stilvolleil Bühnenbilder Kurt L c u n e r s wirksam unterstützt wurden. Gin Trio (Lotte S ch o ePS - R og o s in s k i, Heinrich Al a r l r, Hans E o h n) nahm sich liebevoll der Fällschen Musik an. Tie einleitenden Worte HanS BaronS ließen erkennen, daß dieser AEmd gleichsain die erste bescheidene Tat des soeben iuS BereuiSregister eingetragenen „Schlesischen Kulturbundes deutscher Juden" darstelle. Bon eipem Kulturbund iverdcn wir wohl auch eine gesteigerte Tätigkeit ans eigentlich jüdisch.kulturellem Gebiet erwarten dürfen. 8clnv. SnMn In einem gut gelüugeuen Operetteuabcud wirkten die GesangSsoubrette Bella Erdoc>S, Dresden, der bekannte Berliner Tenor Mar Kuttner und alS vortrefflicher Begleiter Walter G o l d m a n n mit. Das Opcretteiitrio war aufs feinste abgestimmt. Bella GrdoeS' Geiaugstalent zeigte den Erfolg fleißigen StlidiumS. Dazu kommt eine wirksame Mimik. Nicht minder gefiel Max Kuttner. rsb. Leipzig Tie dritte Beranstalinug deS füdisll>m AusschnsseS für Knnstpslege brachte einen Rczitationsab'ow „Ans jüdischer Seele" mit Edith H e r r n st a d t * Dettingen. Leider war die Synagoge nur schlecht gefüllt; mau hätte sich für diesen Abend einen intimeren Raum, glivüuicht. DaS Programm ivar den Zeitumständen geschickt angepaßt. Edith -Herrnstadt-Oettingen bracstte u. a. die talumdische Legende „Der Atessias und das Licht" in der Bearbcitnng von Auerbach. „Joseph gibt sich seinen Brüdern zu erkennen" von Bnber-Rosenzlveig. Einige Kapitel aus dem Luch „Hiob" von Roth fanden durch die ausgezeichnete Börtragskunst den ungeteilten Beifall der: Zuhörer. Tie „Feierftuudc" war von Orgelvorträgcu von Alfred S i m o n auSgcsührt, umrahmt. 8.8. SSÄSM Auf die ersten Veranstaltungen der Ge-. m eins ch a f t jüdischer K ü n st l e x (Kammermusik, auSgeführt von Hertha K ahn und Hertha v an So u) folgten zwei Klavierabende des Hamburger Pianisten Bernhard Abramvw i t s ch. Ter junge Künstler bot ein geschmackvoll znsaminengestelltes Programm. Der erste Abend brachte neben der Chaconne von Bach-Bnsoni nnd Chopins h-molt-Souate u. a. eine ausgezeichnete Suite von Kotinsti. Am zweiten Abend hörte man ein höchst amüsantes, wenn auch im gewissen Sinne reißerisches Stück „Ter Jongleur" von Ernst Toch, mit Elan gespielt. Daneben Chopin und Schubert und Schumanns sinfonische Etüden, die einen Pianisten von Format verlangen. K. WdLOoim Tie Hildesheimer Gemeinde versammelte sich am 14. Tezember zu einem Konzerlabeud. für den Stefan Freukel (Geige) und Oberkantor^ Israel Aller (Tenor) als Solisten gewonnen ivaren. Stefan Freukel spielte neben Bivaldi, Beethoven, Alendelslohn, Couperin, Nick-Frenkel und d'Ambrosia eine Pastorale von Händel, die wohl den stärksten Eindruck hiuterließ. Der Geißer ließ dieses Werk in feiner ganzen Einfachheit iu einer Art ersteheu/daß man eine Hirtenschalmei zu hören glgubte. Obert'antor Alter sang hebräische und jiddische Lieder. John Ataudelbrod, Hannover, begleitete am 2'lügel. k, zs. Eiirn Tie „Jüdische Künsu'erhilie Elsen" fa;:d auch uw ihrem zweiten Programm vicl Blisalü Viktor Her^ selb erössnete den Abend mit dem Ario'o ucn Händel. Riri Klein nnd Kaie Frohsinn ersrcutcn die Zuhörer durch Gesaugsvortrage. .von,: : Heine und Carlo Call mann tanzten ei::; Alemiett ans der „Kleinen Rachtmm'ik" von Alw/nb : Ter Itzfahrige HanS K a u f m a> n n spielte G- „Kolnidre" von Bruch. Werner S ch ü l e r wi'rltc aic- \ Solist und Begleiter. Der ziveite. l;eilere Teil U'.r. als Reite durch die Well gedacht. Musitali'ci.e und; tänzerische Darbietnngcn der genannten Kimstlcr (H z staltctcn das abwechslungsreiche Programm. Köln Im Nahmen des „Kulturbundes :Rheiii-A'nüC spiette am^4. Dezember die neue Trio-Bereinig»»'?. F-renkel—-Ltegmau—hisner in der Snnae.eF- Weuu auch die Feinheiten des ZusammenipielI — durch die nicht überall ausgeglichene Alnüsi des GolteShanseS —einem kleinell Teil der zetzlreich erschienenen Hörer verloren ging, so i:o"; doch dieser. Abend als ein durchaus gelungener gebucht werden. DaS Programm, das einem gao; großen — für Kammermusik nützt durchaus um gebildeten — Hörerkreis angepaßt war. vermih teste Werke leicht verstandlickien Ctzarattecs um' wirkte befreiend und beglückend. PR'ozarls (i-'l"-- Trio erössnete die Folge. Als zweites WK'ri t'orc.l die Künstler das Tumky-Triv o,.. du von TvorK. Ein in der Form für unsere oentsetzen Begriiie nicht ganz geschlossenes Werk wird getragen ucr fetzwermütigen Atelodien, die uns häufig an iüd>!ae' Weisen ,/Semiroth" erinnern. Das Ko»'4'-'! schloß mit Mendelssohns Trio in G-ntoll. küstm formvollendeten genialen Werk nlelodienrcic.i und voller Frische. Tie Wiedergabe der Werte war, bis ans eine kleine Uebereilung des letzte:: . Satzes bei Mendelssohn, vollendet. Stefan Frest' kel ist als Pionier für moderne Atzißk in Köln bereits^ anerkannt, während Bruno E i s u e r u>'tz Ewcl ss t e ß m q n zum erstenmal vor dem Kölner Publikum musizierten. Die drei Künstler erwiesen sichchurch edle^ Tongebung, uusehlbare Technik in-si große Musikalität als Acusiker allerersten Rmlge-.-. lia. Ter jüdische Kulturbund Rhein-Ruhr erösmeic ain 10. Dezember mit einem Kaumiermusitabend cmölveile Reihe musikalischer Darbietungen. Damit >mw

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