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Central-Verein-Zeitung · 1933-12-14 · 48 (14.12.1933) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
48 (14.12.1933)
Date
1933-12-14
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Ci <•, ... .. <,\P- \j l>L? L* vAi> l> L-’J m'J Cs- Uli ^„.-' U^sll., -r V> U* Ljf Cyj>jj C4?iß n.c$Socm?3l& MLtzsLLL Zahl^iche Pexsrm.L.rr jrnb im So,uf bar ItMßii Neonate au.vgßm(?u|?Grt. Die Exrpägpmgü.n jchpS AuZwanstdrers müssen grundlegend davon beeinflußt werden, das; er sich die Rückkehr nach Deutschland nicht verbaut. Dazu, ist iu erster Linie nötig, bei der Auswanderung die einschlägigen st euer- und d e v i s e n r e eh t l i ch e n Ä o r s ch r i f t e n zu beachten. Abgesehen von den schwerwiegenden Fochmc. 'die die Verletzung dieser Destirnmungen in verinügeioch lind strasrechtlicher Hinlicht für den Auswanderer hat, ist mit jeder illegalen Au-chpander.ung nach die Gefahr der A b e r l e n u u n g her de u tsche n S t a a t s a u gchö c igkeit auf Ewuich des Gesehen dam sil. Juli 1063 verstunden. 2anach tönmul NeichSaNgehürige, die sich im Aus" land aushalten und einer Rückkehransforde-. rung uichl Folge leisten, der deutschen Staatsangehörigkeit für verlustig erklärt werden. ohne das; ihnen esu Rechtsmittel ge,gyn diesen Bescheid zur Verfügung steht. Die steuerrechtlichen Berpslichtmrgen des , Auswanderers lassen sich in drei Gruppen' teilen: In Verpflichtungen, die sich auf die laufenden Steuern beziehen, in die Erfüllung ' der anläßlich der Auswanderung erüstehenden Obliegenheiten. endlich in die Beachtung der nach der Auswanderung geltenden Vorschriften. Asi? Auswanderer im Sinne dieser Betrachtung sind Personen auznsehcn, die ihren bisherigen inländischen Wahnsitz ofap gensichglichen Agisgnthalt iui Inland ausgeben und ins Ausland üherfiedüln. Dabei iss tzs gleichgültig, ob her Petresseude im Ausland seinen Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt nimmt oher von Land zu Land reist.' Dies berührt (abgesehen für daS Gebiet der Doppelbesteuerung) nur die Frage'der ausländischen, nicht aster der inländischen Besteuerung. t+ ZLS ©EpStarj toet Sgatmfösiöesa §Z§us?:VorpMch§rLTTgM: Fm räch st hat der AiaAvanderer seine S t e u e r r ü ck st ä n d e zu begleichen. In zahlreichen fi.UUm wird sich die Eindringung eines Gesuches MN Erlaß der Steuern aus B i l \ i q {c i t s g r ü n st e n rechtfertigen, insbesondere dann, trenn der SteuerjstliiNtige opue sein Berschu.lden in Deutschland iun seine Erislenz gekommen ist und seine ihm verbliebenen Werte mit Perlust realisieren muhte. . ' Gegebeueirfalls wird der Ausiuanderer sielst mit dem Finanzamt dahin einigelt, daß dieses sich wegen der rüaständigen Steuern aus den nicht ver>ver!elen Bcrmögensteilen. wie Immobilien. befriedigt und bis zur Flüssigmachung dieser Werte Stundung gewährt. Ergibt sich bei de>' (lullsatzsteuerpflichtigen) Veräußerung des Gewerbebetriebes oder des Altteils an einem. solchen ein B e r ä u h e - rungsgelpinn von mehr als 10 000 PM, daun'ist dieser ßZeräußerungsgeipinn der Einiommenstelier nach ein ein iNwäßigllm Daris uccheripprfeu. Die A e r I u ft e. die sich im Laust des regulären Geschäfts ergehen hastcm, ststruen tplnpwstiert Byxdtzn, ebenso nMgMixt der Vepstußwungspeptust gegen d^n lausenden Geschästsgehugun Hat beispielsweise efn Geschäftsinhaber, dessen Wirtschaftsjahr mit dem Kalenderjahr zusy.mmensaljt, am 1. £)[>_ )|Voin: U',33 sein Geschäft mit einem Vpch-' gewinn ppn 20 000 RM verlaust, dem in dhn ersten nelin Moiraten ein .Verlust im lausen- - den Geschäft in gleicher Höhe gegenübersteht, st> kommt die Versteuerung eines Veräußerungsgewiinros nicht in Frage. Auch für Ab sta udss u m m cn, die etwa etnem Angestcllteu wegen vorzeitiger Lösung eines langfristigen Dieustvertragos. gezahlt werden/ gelwn diese Ausführiutgen elttsprechend. jedoch mit denn Abmaß, daß hier die Freigrenze von.. 10 000 UM nicht bösipht. st Eine. Ausnahme gilt, gemäß UFMC vom lAnvcmber 1023. so lern es sich um freiwillige Elttschädiglingen für istcl'stlyitende Altgestellte bei der Entlassung aus eineuz Dienstverhältnis in Höhe von höchstens stecht Monatsgehältern handelt. Diese Ahktzhrg^der sind ei ul ommen steuerfrei. Die u n b e s st; rankte E i n l o m jn e in ff c u erpfli ch t eudet mit der Ausgabe des Wohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthalts in Delltschland, die unbeschränkte Berm ö g e n s st e u e r p f l i ch t dagegen dauert noch bis zum Schluß des Itechnnngsjahres, das ist bei Auswanderung am 1. Oktober 1033,. bis zum 3). Ätz'irz 103t fort. Eine N e ll p e r a n l a g u n g z u r 5131? v * m ö g e n s st e u e r wirkt sich zugunsten des Alltzwanderers um desloillen. nicht mehr aus, weil sie erst vom Beginn des nächsten Pechirnngsjahres, in unserem Fall demnach vour 1. April 193-1 ab, gilt. 2. KsichostNchWeosvr Die A>GwanPcir.uug lost die Pbprvflichtung zur Entrichtung her dl ß i ch sslucht, st e u e r aus. wenn drr- Alrswo.ud.erer eirjwpder aur \. Januar 10P3 oder am l- Januar fühl üitt steumpslichtteeZ " Vermögen vog nw.hr 2 0 0 OOß.'RM gehabt hat oder wW.n'er im . Stwwrsahr ,1SW i oder 1030 - oder 1031 ein steuerpflichtiges^ Einkommen vpn wghr als .20 000 AM hgzpg. Es genügt, wenn eine Loraussetzung vorliegt. Steuerpflichtig ist demnach beispielsweise ein Auswanderer, der am 1. Januar 1028 ein Vermögen von 50 000 NM sem eigen nannte - mW im Jahre 1020 ein Einkommen von 21 000 dWl besaß, auch daun, wenn er in der; ' Jahren jö30 oder 1031 nur über ein ganz geringfügiges Einkommen verfügte und einen Teil seines Vermögens verloren hat. Entstehende - Härten müsseil aus dem B i l l i g k e i t s w e g ausgeglichen werden. Nach einem nicht veröffentlichten Erlaß des Osoichsfinanzministers vom Juli 1933 paxs die P.eichsslnchtstener nach dem Vermögen tm Zeitpunkt der 'Auswanderung errechnet werden, wenn das Vermögen gegenüber der letzt^u Veranlagung erheblich zurüstgegangen ist. 'Auf der anderen Seite besteht keine Derpflichtung zur Zahlung der iAeichsfluchtsteuer, Wenn der Auswanderer erst im Jahre 1932 oder 1033 die Verrnögeusbczw. Einkommenssreigrenzen überschritten hat. Bezüglich des steuorpflichtigelr Vermögens gilt eine Ausnahme insofern, als Erwerbe von Todes wegen oder auf Grund einer S ch e n f u it g dem Vermögen per 1. 1. 1031 zuznrechnen find. . Der Neichsflnchtsleuer unterworfen sind nur'Personen, die am 31. März 1931 Ange- 1) ö r i g e des Deutschen U e i ch e s gewesen sind. Deiitsche Staatsangehörige jßdpch. die erst nach dem 31. Dezember 1027 ihren Wohnsitz ober dauernden 'Ausenthalt im Inlaiid genommen haben, sind ebenso wie Ausländer von der Ueichsfluchtstener befreit. Nicht sluchtstencrpslichtig ist weiter ein Auswarzderer, der trotz seiner Auswanderung leitender Aichestellter eines inländischen Un« ternehnrenS oder Mitglied des Aufsichtsrats einer inländischen Firma hleibt und m letzterer Eigenschaft, worin auch nur ermnalic;, Handlungen vornimrut, die in das Gebiet der Geschäftsleitling fasten (beispielsweise Vertretung eines Vprstandsinitglieds). Der fingierte Aufenthalt dieser Personen hindert den Anfall der Ueichssluchtsteuer. führt jedoch zur Olleitererhebung der unbeschränkten Einkomuwn- und Vermögcnstener. Im Verwaltungsrueg werden ferner ohne weiteres freigestcllt Auswanderer mit einem Vermögen von nicht über 30 00 0 .NM, die in einem der maßgebenden Jahre die Einkonnnenssreigrenze über" schritten haben. Die praktisch w i ch t i g st e Befreiung von der Neichtzflnchtsteuer jedoch besteht tür Perfonen, denen das Landessinanzarnt bescheinigt hat. daß die Aufgabe ihres inländischen Wohnsitzes vder gewöhnlichen Aufenthalts im Inchizd i m d e y tsche n Interesse liegt oder aus Gründen ersoflgf, die volkswirtschaftlich gerechtfertigt sind. Dieser Best2inng?>anspruch ist im Steuer r e ch t s m i t t e l y e r f a h r e n sterfolgbar, in letzter Instanz entscheidet der Neichsstnanzhof. Entschechlmgen, die sich auf die Anwendung dieser Befreiungsvorschrist für sogenannte Nichfarrer beziehen, find bi2 jetzt nicht veröffentlicht worden. In seiner bisherigen Rechtsprechung nahm das oberste Stcucrgcricht an (ver^l. insbesondere das Urteil vom 22. 9. 10.32), das; eine 'Auswanderung dann im deutschen Interesse liege, wenn durch sie deutsche Interessen auf jL@©p©|d ßuKd mechanische Taschenluchweberei Lauhan I. SäftSes. Rabbiner Dr, Wieners isnsIioIsnieZeStalfer äcr Essszlpsüsa 278 Seifen — Preis 6 Merk | Julius Bah: va /Tr;-?« ^inDpppelbildnis im deutsch-iüdisch.Raym iMasiäecte Qzsdi saßt - Weck über 100 Seifen, RM. 12.30 Dos Dezemberhcff des isf im Gedenken an Ludwigi ¥ i e t z der deutsch-jüdischen Jugend gewidmet. 52 Selten — Preis RM 1.— Piiiio Verlag uiul Suc!iE;and!uno G.m.b.H. Berlin W 15 Pariser Str,44! Farn^p/echori Oliva 1375 ideellem Gebiet gefördert würden, z. B. das deutsche Ansehen ans politischem, wlsjenschastlichem oder künstlerischem Gebiet gehoben werde. Der Neichswirtschastsminister hat jedoch im August 1933 angeordnet, daß auch New auswandorern die Genehmigung zur Trans« serierung larisender Versorgungsbezüge durch die Lebisenhewirtschastungsstellen zu erteilen ist. wann es sich dabei um Nichtarier handelt. Denn die Abwanderung von lll'tich tariern liege grundsätzlich i an deutschen Interess e. Was dem Reichswirtschaftsminister billig ist, sollte dem Neichsfinanzminister recht sein. Es schiene demnach nur konsequent, wenn die IZaudesslnauzämter vom Reichsfinanzminisie-- tium angewiesen würden (bisher ist dies noch nicht geschehen), Nichtaricr im Fall der 2lus« Wanderung svon der Neichsfluchtstener freizustellen, weil ihre Auswanderung im deutschenJnteresfeliegt. Zum mildesten ist aber diese Auswanderung in all den Fällen v o l k s u> i r t s ch a f tl i ch gerechtfertigt, in denen der Aus- '2llareu wir wirklich einmal so theaterübersättigt, daß wir die Bedeutung des Bühnenspiels sllr uns auzipellelten und glaubten, der Film oiete uns einen vostwerfigen Ersatz für die — vielleicht schon überholte — .Form des^ Fheaterspiels mit lebendigen-Meüschenl Nach dreiviertel Jahren Karenzzeit wissen wir wieder, was uns das Theater ist. Es geht uns wie Mutter Soukin, die sich erst klar wird, usie sehr sic gehungert hat. nachdem sie sich einmal wieder an guten Dingen satt essen kann. Wir gehen ziu wir hatten mancherlei Beiür.chluugen: Würde ein gutes Niveau zu haften sisin trotz der Primitivität, die ärptwr-ndig ist'll'Mußte man diesem ersten. Abend: nicht eine schlechte Prognose stellen? Statt des Schauspielhauses mit Polstersesseln. ei>. hächem Parkett, den Logen und lltäugen. den disserenzierwsten . Beleuchtungsmöglichkeiten, dem Foyer' und dem prunkvollen Ptarmorausgäng ein Saal, an dessen Seiten Alps-- Ichchftporrichtulrgen angebracht sind, ein rasselnd sich ösiuender Vorhang vor einer allerdings geräumigen Vereinsbühue. Welche darskellerische Eindringlichkeit gehört daun diese Umgebung vergessen )u machen, das Fludinm von' dies e m Podium in dies e n Zn- Uy.merraiilu übepsprülgeu zu lassen? Zkonnte diese Zkrast einem Spietkörper gegeben seiiu der sich eben erst gebildet hatte? Zwar bürgte der Name des Regisseurs F r ä nkel - Fr o o n — bis zum April OberspieUelter des Eosener Stadttheaters -- für eine gute Ausführung. Aber war eL nicht eine unmögliche '.'lufgabe. eine 'Anzahl einander fremder Schauspieler so schnell zu einer Einheit, zu' versahmelzen und zugleich die Hauptdarsteller zu denhöchsten Leistungen ■ zu führen? F r ä n k e l - F-'r o o n hat sie erfüllt. , Die wesentlichsten Bedenken crber hatten wir gegen die Wahl des. Stückes. Die jüdische -willlurbundbühne ist weit mehr als ws jedes, andere Theater war, u n s e r e.Angelegenheit. Wip sehen' in. ihr nicht nur die Stätte der Ahlenkuug und Zerstreuung, sondern eine Art. „uroralische Anstalt"mnd auch ein Instrument der Repräsentation. Die Tragikomödie Semen Inschteioitschs ..Sonkin und der Haupttreffer" handelt 'im östjüdischeii Milieu. Tie Oesichr lag nahe.- sich in-der 'chtilieuschildernng zu verlieren und dadurch statt Menschen Chargen aus die Bühne zix bringen, mttrrerte Typen, die im westlichen Inden das Gefühl des Trennenden statt des Gemeinsamen wach-- rufen. Als der Vorhang sich öffnete und Soukins Dasein mit all den kleinen, bösen Sorgen und ein wenig Freude sich abzuspulen begann,- wußten wir. es geht u n s an. als Menschen, die ihren Alltag' in einem Glas sehen, das manches wohl ein wenig verzerrt oder trübe wiedergibt, allein unser Leben in großen Umrissen spiegelt. 'Als der Vorhang des letzten 'Aktes sich senkte, wußten wir, es 'geht uns au als Inden. Die Fabel des Stückes ist aus einer der stärksten und besten Eigenschaften des Juden heraus entwickelt, der Htlssbereitschast. der. Verantwortung gegenüber dam Nebenmenschen. gegenüber'dem Schicksal des Mchsten. Sonfin träumt — wie ein Kind vpm Schlarafsenland — von 'Reichtum, Luxus und Unabhängigkeit. Als sich sein Traum erfüllt, ist er nictzt hart genug, sein eigenes kleines Glück zu leben. Er versucht die Stimme seines zarten- und allem Leidenden geöffneten Gewissens zu übertönen. 'Abprsiie schweigt nicht und zwingt ihn, alles wegznschenken. Die Tragikoiuödie, die Ehnralierstridien in einer Anzahl gut geschauter^ Situationen., vermittelt, ist skizzenhaft gearbeitet, eine 2lrt.-. Textbuch, das erst durch die Rtusik — in diesem Faste die schauspielerische Leistung — , endgültig geformt und sestgelegt wird, so daß " Regisseur und Schauspieler daran zum Dichter -werden durften. Das Weibchen, die Mirtter, der Mieter, der Kostege, die Vormandten, sie gibt es ebenso wip „solche Soukins — überall". Doch such sie nicht typenhaft erstarrt, sondern hahpn .jeder ihr i eigenes Menschenangesicht behalten. Diese Lebendigkeit, diese Glaubwürdigkeit der einzelnen Personen, das ist neben dem fein ■ abgewogenen Zusanunenspiel das besondere Signum dieser ausgezeichneten A u s f ü h r n n g. Frünkel-Fropn verzichtet auf billige Effekte zugunsten des menschlichen Gehalts. Die kleinen Späße des Volksstücks kamen zu ihrem Recht,.die kölnischen Situationen wurden ansgespielt, doch immer wurde ein 'Abgleiten der Komödie ins Schlvankartige vermieden; nur so war die erschütternde Wirkung der Schlußszene, in der sich Regisseur und Schauspieler zu kongenialer Leistung verbanden. inöglich. Sonkin, Hermann S ch i n dl o r; er ist ebenso der nervöse, ewig übermüdete, kleine Beamte wie der geheimnisvolle Tränmer. ,,den niernand kennt" und der sein gütiges Herz wie ein heimliches Köniareich mit sich herumträgt. Bewegung und Atienspjol reden das gleiche Idioin wie das gesprochene Wort, jede Lcbensäußerung stellt den ganzen Menschen dar. Friedl M ü n Z e r, Manitscksta, Sonkrns Frau: mit einem Herzen voll Liebe für ihren Sonkin und einem gesunden Appetit auf die Delikatessen des Lebens; 'eine Leistung fern aller Routine, naiv, anmutig und lebenswarm, das Weibchen wie es in der Kleinbürgerstuüe sitzt. In kleineren Rollen: Werner Herrin a n n als Pusis. Untermieter und Kommis, Charlotte Landau ass Sonkins Mutter, Fred Löhnen als schüchterner und diensteifriger Vnrokollege Sonkins; ' die mit ein paar Strichen fest umrissenen -Figuren der Verwandten, wiedergegeben von Ella M ü n chhausen, Julius R u t k o w s k yS t r ä ußl e r und Lore P o s e n t h a l. Sie'-aste haben dlnteil am Gelingen des Abends. " M. K. Die nächsten Ausführungen von „SorrNn und der Haupttreffer" finden statt: Am 16. Dezember: Rh ein landlege Köln — 18. Dezember : Neichhhallen K ö l n —-19. D e - zemüer: Stadkhalle Eelsenkirchen für Bochum und E e l s e n k i r ch e n 20.Dczember: Wuppertal, MOWiÄLZO.WM« 4iiö «U« WW Rach einer Reihe musikalischer Veranstast Lungen hat die Gesellschaft für j ü d i - s ch e V o l k s b i l d u u g dein großen Kceis ihrer treuen Gefolgschaft einen dralmrstschcn 2lbeud geboten. Die Folge kurzer Szeueu von Akeier Aaron Gold s ch m i b t, PereZ. Ben A m i und Satomon K o h n , hotte ols gemeiusainen Nenner nicht.so sehr eine spezi.- fisch jüdssche Eigenart der dichterischen Form vper der künstlerischen Gehalte als eine gc° wisie^Sfrzzenhoftigkeit in der Eestaltuno der zum Teil originellen Einfälle. Bei der Szene „Die Erbschaft" von M. 'A.'Goldschmidt blieb denn auch das wirksame ÄtoLiv — wie ein axnier Jude sich benehincn möchte, wenn ihm unvermittelt Reichtum verliehen würde — ohne rechte Pointierung, Ter Mangel einer im eigentlichen Sinne dramatischen Auseinallderjetzung war auch bei den anderen Szenen unverkennbar, die über das Tialogsi sierende nicht hinauswuchsen. Tie Herkunft aus der Gattung der rein erzählenden Literatur blieb deutlich, so geschickt auch die dramaturgische Bearbeitung 'Alfred A u e r b a ch s sich der Werke angenommen hatte. 2llsred 2l u e r b a ch, der die Regie des Abends führte^ bestätigte sich wiederum auch als eindringlicher und feinsinniger Darsteller, dessen persönliche Eigenart im 'liebensivürdig Humorvollen sich ganz entfaltet. Tie Herren Ganz, Busch und Z>R a s s a r e k. die Damen Mar um. Brünnthal und Lupeseu konnten sich mit ihm des lebhaften Erfolges des Abends freuen. Herbert Fromm schrieb den Szenen mit wahrer Einfühluifg eine begleitende Musik, die in ihm (am Flü'ch den besten Interpreten fand. Carlo Gostds ch m i d t und Willy L ö w e n st e i n schurr die Bühnenbilder, welche die Szenen vorteilhaft silhouettierten. J)r. H. 6.

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