Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1933-11-23 · 45 (23.11.1933) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
45 (23.11.1933)
Date
1933-11-23
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2277379-2277993-2278038--08235-2289212
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Serben soll: schön zu oft sind wir enttäuscht worden, wenn wir an keine mögliche UnlerbiLümg des^NlindestmQßeS von Selbstachtung aus dieser 'ereile mehr glaubten. Alan komme uns nicht damit, das; man die Versammlung der Herren Otto Mautner und Z-ritz Nachmann in Hanau Stadt und Land nicht überschätzen soll; daß die zitierte Ankündigung nicht vevbandsossizicll gewesen sei. Gerade so wie cs dastand, so Nne es dann stattgesunden hat, mit seinen wüsten, von keinerlei Sachkenntnis beschwerten Tiraden gegen die schlechthin an allein schuldigen Ostjuden, ist es eine charakteristische Frucht vom Baum der Erkenntnisse, die der Naumann-Verband sich seit der nationalen Revolution mit noch blinderem Eifer als bisher zu verbreiten bemüht. Man flieht nicht ungestraft in die schreiende Oesfentlichkeit der Litfaßsäule mit denunziatorischen Anklagen gegen alle, die einsichtig, aufrecht und still waren. Man hetzt nicht ungesühnt einen Teil der schwer geprüften deutschen- Jud'enheit gegen -den anderen, indem man den anderen aller erdenklicher Staatsverbrechen bis dicht an die Grenze des Landesverrats zeiht. So etwas muß sich rächen! Am EinladungZtext zu der Hanauer Versammlung, an deren offener Landesverrats-. beschuldigung nun auch dem Harmlosesten klar werden muß, wohin der Weg geht, hat sich die Rache des uationaldeutschen Geistes m einem ersten Anfang vollzogen. Wir zweifeln nicht, daß das deutsche Judentum zu dem ' vielen Schweren, das cs erleben muß, noch weitere Ergebnisse solcher Gesinnung als schwerste Prüfungen wird über sich ergehen. lassen müssen. Man nennt sich „nationaldeutsch" und überschreit sich im Deutschtum und übt Verrat über Verrat — das paßt schlecht zueinander! Man nennt sich noch Jude und empfindet nicht mehr die leiseste Verantwortung gegenüber der -jüdischen Gesamtheit: so entwürdigt man beide Gemeinschaften. Co/ Lj'VJv y ‘v yß ' y (l/U'UPli^Sv-Ot-Zl-u b b- Grenzmark. Am 19. November veranstaltete der Grenzmark« umwand der d e u t s ch - j ü d i s che n Jugend Am Rcichsverband der deutsch-jüdischen Jugend) riatc E r e n z m a r k t u g u n g in Schneidemühl. In einer Arbeitssitzung waren die Mitglieder der deüüsch-jüdischcrr Jugend aus Schueidemühl, Schönlaute, Schloppe, stRärkisch-Friedland und Pr.-Friedland säst vollzählig zusannuengekvnnnen; außerdem waren zahlreiche noch niefjt organisierte nwische Jugendliche aus der Provinz erschienen. Der Leiter des Grcnzinarkverbandes, Ludwig. Rosrnthal (Schncidemühl), konnte u. a. auch v^erweter der Schncidemühker jüdischen Gemeinde begrüßen. Zwei Mitglieder der Leitung des öreichsverllandes der deutsch-jüdischen Jugend, Adolf R u b i n st e i n und Alfred H a d r a (Berlin» -sprachen über Voraussetzungen, Ziel und Methodik der Arbeit. Am Abend fand eine öffentliche Kundgebung mit dein Thema „Mit der deutsch-jüdischen Jugend sür eine jüdische Zukunft in Deutschland!" statt. Die Versammlung ivar von etwa 300 Personen veiucht wtd übertras dainit alle bis dahin in Echueidemühl veranstalteten Kundgebungen anderer jüdischer Organisationen. Die Teilnehmer feisten sich eüua je zur Hälfte aus jugendlichen imd aus älteren Eemcindemitgliedern zusammen. Die Versammlung gedachte des dahingeschiedmen Führers der deutsch-jüdischen Jugendbewegung und der gesamten jüdischen Jugend Deutschlands. Ludwig T i e tz. Nach Begrüßungsworten der Vorsitzenden mehrerer Ortsgruppen sprachen Alfred. h adra und Adolf R u b i n st e i n über das Bekenntnis zuni deutschen Schicksal und zur jüdischen Glaubensgemeinschaft als die Voraussetzungen unserer gesamten Arbeit. Nürnberg. Am 12. November fand in Anwesenheit der Vorstände von Gemeinde, EB und NIF, sowie der Rabbiner in Nürnberg die Abschicdsfeicr für den Führer des Landesverbandes Bayern der Deutsch- Jüdischen Jugend, Robert Neustädter, statt. In feierlicher Weise wurde allerKämpfer für Deutschtum und Judentum, die nicht mehr unter uns weilen, insbesondere Ludwig Tietz, gedacht. Dar Vortrag eines - Psalmcs beschloß diese 'einleitende Gedenkfeier. Dann sprach der Geschäftsführer des Reichsverbandes der Deutsch-Jüdischen Jugend, Norbert W o l l h e i m . Berlin. (5t zeigte in klarer Weise die Gegebenheiten und erklärte den tiefen Sinn unseres Deutschtums und Judentums. Dann _ verabschiedete sich Robert - N o u st ä d t c r von seinen Freunden: er gab einen kurzen Rückblick über die geleistete Arbeit und wies nach, daß er jederzeit das bei lledcrnahme des Bundes abgegebene Versprechen „Pflicht- und.verantwortungsbewußt, aufrecht und wahrhaft" gehalten habe. Auch in Zukunft werde es um deutsch-jüdische Jugend nie schlecht stehen, wenn dieser Grundsatz stets allen vor Augen schwebe. Anschließend übergab er die Leitung des Landesverbandes Bayern und der Ortsgruppe Nürnberg an Franz Bier m a n n. Bon den erschienenen Vertretern der Gemeinde.und jüdischen Organisationen sprachen n.- a. Rechtsanwalt Tr. Leopold Landenberger. Nürnberg, im Namen der Reichsvertretung der deutschen Juden, und Dr. Werner Eahnmann, München, für den Landesverband Bayern des EV. Bamberg. Nach langer Pause trat am Kl. November erstmalig wieder ein engerer Kreis der D e utsch- Jüdischen Inge n d . V a tu barg, zusammen. Nach Gedenkworten an Ludwig Tietz entwickelte Norbert Wollheim, Berlin, Zweck und Ziel dcutsch.jüdischer Jugendarbeit im neuen Deutschland. Im Anschmß daran wurden nach kurzer Aussprache die Richtlinien der zu leistenden Jugendarbeit sestgclegt. WorurK. Am 11. November ehrte der I ü dischePfadf i n d e r b u n b Worms das Andenken des allzu früh verstorbenen Ludwig Tietz mit einer schlichten Feier im großen Saale des Gemeindehauses. Kantor Jakob H o h e n e m s o r erzählte seinen Mädels und Jungcns in eindringlichen klaren Worten vom Wirken dieses Großen unter den deutschen Juden, dessen. Leben beispielhaft für jeden von ihnen sein solle. Die Fahnen, zur steten Erinnerung an den Toten auf ein Jahr umflort, senkten sich.' Kantor Hohenemser saug mit seiner prachtvollen Stimme das „Adonoi moodom" von Keller- Wwi*/v>>y Am 27. November b. I. ist Ehaim Weizmanns 60. Geburtstag. An diesem Tag wird jeder Jude, der geschichtliches Verstündms und jüdisches Interesse auch nur in kleinem Maße hat, mit herzlichen Wünschen der großen Persönlichkeit dieses Mannes gedenken. Dieser Ehemieprosessor ist eine der wesentlichsten Er-' s cheümngcn der neueren jüdischen Geschichte geworden. Die Balfour-Declaration vom 2. November 1027. jene wngna elmrtn des neuen jüdischen Palästinas, ist sein Werk. Die Ehren, die aus das Haupt dieses Mannes gehäuft wurden, waren für ihn immer Lasten von Arbeit, die sich auf seine Schultern senkten. Fast zehn Jahre lang Präsident der zionistischen Weltorganisation und späterhin der Jewish Agency, jetzt Präsident der englischen zionistischen Organisation und Leiter des Zentralamrcs der Jewish, Agency für Ansiedlnng und jüdische Flüchtlinge in Palästina, ist Weizmann überall dort zu finden gewesen, wo jüdisches Schicksal seiner Bewältigung harrte. Auch wer Weizmanns Weltanschauung fernsteht und sie ablehnt, wird stä; dem starken Eindruck nicht entziehen können, den dieser Mann in seiner Berührung nnt jüdischem Werk, noch mehr aber in ferner Berührung mit jüdischen- und nichstübrschen Menschen fühlen läßt. . Die bedeutsamen Ausgaben, vor dre dre jüngste Gegenwart-Weizmann. gestellt .hat, mögen, das ist unser herzlicher Wunsch, von ihm mit ungeschwächter Arbeitskraft und seelischer Frische bewältigt, werden. Freie jüdische Voltslrochschule, Berlin Ab 27. November beginnen in der Freien i ü d i - schon Volkshochschule — Kurse der Jüdischen Gemeinde Berlin — Vorlesungen von Rabbiner Tr. Warschauer, Dr. N u ß b a u m , Dr. B a m - bcrger, Tr. Eutlmann, Rudvls Kästner, Erna Stein, Magistratsrat Gossels, Haus I a c o b i, Tr. Einil B e r u h a rd - E o h n, Tr. Stern borg, sowie Handels-, Ernährungs: und Sprach l u r s c. Programm unentgeltlich in allen jüdischen Buchhandlungen, bei der Jüdischeit Gemeinde, Oranienburger Str. 29—31. und im Sekretariat der Freien jüdischen Dolkchochschulc, Lützowstrasze 16, III. ',ORT"-Tcchtti§rtur irr Wilna Das „O R X“i X c d) n i 1 u m in Wilna trifft Maß- - nahmen zur Aufnahme von ei>va 25 Jugendlichen aus Deutschland, für die Sun Vorkurse' für' Elekirotechnik und mechanische Schlosserei eiirgerichtet werden. Das „ORT"-Tcämrtnm.in Wilira besteht seit dem Jahre 1921 und ist die einzige jüdische Fachanstalt dieser Art in Osteuropa. Es ist mit zahlreichen modernen Instrumenten und Syezialmaschinen ausgerüstet -und. besitzt mehrere Laboratorien für. praktischen und theoretischen Unterricht. Das Lchrversonal besteht aus erstklassigen' Fachleuten, die ihre Ausbildung in westcuropäiscbcn. vorwiegend deutschen Hochschnlcn erhalten haben..Das Technikum besuchten im letzten Lehrjahre etwa.299 Schüler. Die Sondcrkurse-für Elektrotechnik und'mechanische Schlosserei, die jetzt für junge deutsche Juden, ewisnet werden, sind auf eine Lehrzeit non ein bis eineinhalb Jahren berechnet. Die -Gcsauükvstcn für Lehre. Wohnung und Verpflegung stellen ficb aus 55 NM pro Monat. Interessenten'wollen'sich Del der „ONL"-Gesellschaft, Äbt. Tcutschlarrd,. Berlin-W' 57, Bülvwstraße 90, melden. Mnser wirLschsftötzroLiLrscher PcrläsLrrm - BerichierstQLLLL ZLrchnet heute die politischen Verhältnisse, die zu den letzten Unruhen in Palästina führten. gefitelßte!M An Dord „Marictta Pascha",' den 10. November. Nur Uneingeweihte können behaupten, daß die Unruhen vom Oktober 1935 spontan ent- . standen seien, und daß es von dem denkwürdigen Jahre 1929 an bis zu diesem Zeitpunkt keine Arabcrsrage in Palästina gegeben habe. Der Zustand der sogenannten AraÜergefahr ist stets latent gewesen und erlebte nur im Oktober dieses Jahres einen Ausbruch. Mit jeder zahlenmäßig beachtlichen Einwanderung wuchs das Mißtrauen und die Furcht der Araber. Der Bevölkerung wurde klargemacht, daß eine „Ueberfrcmdung" Palästinas durch' die Juden eine politische Gefahr für die Araber bedeute, und daß in dem Umfang der Einwanderung von Inden die Chance des versprochenen Arabischen Reiches eingeengt werde, vielleicht sogar eines Tages vollends zu schlvindcn drohe. Diese Argumentation verstand der Fellache vielleicht nicht so recht, aber er billigte sie in seinem Empfinden, sich lieber, wenn es schon so sein müsse, von dem Rassen- und Volksgenossen ausnutzen und aussaugen zu lassen, als einem Fremden zu dienen. .So mancher Scheich sah auch wohl schon'eine Beengung seines Reichtums, wenn er daran dachte, daß seine Arbeiter und Fellachen eines Tages, beeindruckt durch ben sozialen Fortschritt und Erfolg der jüdischen Bevölkerung, nicht mehr mit dem Hundelohn einverstanden sein würden. Bei aller Würdigung solcher Argumcn- tation darf aber nicht vergessen werden, daß der .Kamps, den die Araber führen, aus einer für sie heiligen nationalen und wohl auch religiösen Gesinnung, heraus geführt wird. Man darf aber auch in diesem Zusammenhang nicht glauben, daß die Führerschaft der Araber aus wilden, ungebildeten, sich ihrem Temperament und ihrem Fanatismus überlassenden Elementen besteht. So mancher von ihnen hat wohl in Cambridge oder an bev Sorbonne studiert . und sich seine politische Schulung in Europa geholt. Der Unterschied der Kampfesführung vom Oktober 1933 zu den Unruhen vom Jahre 1929 zeigt aber auch, daß die Araber an politischem Takt und in der Organisation ihrer Bewegung vieles-gelernt haben. 1929 kämpfte man gegen die Juden, und parallel zu diesen blutigen Kämpfen kamen Plünderungen vor. Die Streiks und die Demonstrationen im Oktober 1933 waren lange und gut vorbereitet. Ihnen ging eine mindestens dreimonatige Presseagitation voraus, in welcher der Bevölkerung immer wieder gesagt wurde, daß mau unter keinen Umständen gegen die Juden Vorgehen sollte, sondern sich ausschließlich gegen die Engländer zu wenden habe, welche die Schlüsselstellung hätten und von Palästina immer nur als von der nationalen Heimstätte der Juden, aber niü)t mehr von dem versprochenen großen Arabischen Reiche redeten. Die Organisation des Streiks und der Demonstrationen hat geklappt, und so kam es denn auch, daß keinem einzigen der jüdischen Bevölkerung etwas geschehen ist. (Lediglich ein jüdischer Polizist soll in Ausübung seines Dienstes 'verwundet worden sein.) Weiterhin ist aber auch beachtlich, das; im Gegensatz zum Jahre 1929 uns von keiner einzigen Plünderung etwas bekannt wurde. Und endlich, wenn auch unter gar keinen Umständen an die letzte Stelle zu setzen, haben sich die Menschen für ihre Forderung und für ihr Ideal totschießen lassen. Um sich ein einigermaßen abgerundetes Bild machen zu können, muß man noch eine der . letzten Verlautbarungen der Arabischen Exekutive hinzunehmen, in der gesagt wird, daß der Kampf trotz der jetzt eingetrctenen Ruhe nicht als beendigt angesehen werden soll, sondern lediglich als Kampfpause anzusehen sei, um dem High Commissioner Zeit und Gelegenheit zu bieten/seine Politik in der Frage der Judeneinwanderung zu ändern. ' Sofern das nicht geschehe, wird ein Wiederaufleben des Streiks und des Kampfes für die'nähere Zeit in Aussicht gestellt. Man muß also sagen, daß bei aller Entschiedenheit und Schnelligkeit des diesmaligen, Auftretens der Engländer (und hierin ist ein weiterer bemerkenswerter Gegensatz zu den Ereignissen des Jahres 1929 festzustellen) die stets la.tent gewesene Frage der Auseinandersetzung mit den Ärcckiern mit der Zu- nähme der jüdischen -Ausdehnung ihre Ausweitung erfahren wird. - Am Abend vor denn2. November, dem Tage der Balfour-Declaration, waren-wirin Haifa nnd mußten^ wieder! um' ^9 Uhr.- zu Hause sein; daS forderte . der Belagerungszustand. (5jnherrlicher Blick vom Karmel aus das Lichtm^r der Stadt und dahinter die See. Man sic-F deutlich das Straßennetz. Es ist leer, zzchj Auto, kein Fahrrad, kein Mensch ist zu sehen Nur eine Lwlonne von 10 bis 14 Militär- und Panzerwagen fährt langsa:n immer durch andere Straßen der Stadt. Sie wachen für Rübe nnd Ordnung. , Schmerzerfüllt denkt man an die Zukunft und daran, daß doch nicht immer die Ruhe und die Sicherheit von Panzerwagen : nnd Gewehren ausrechterhalten werden kann und darf, soll ein Land sich frei und groß ein, ' falten können. In diesen Tagen erklärten sich i übrigens die Araber Syriens mit denen : Palästinas in Demonstrationen solidarisch, i wobei allerdings für den Außenstehenden nichs j klar zu erkennen war, in welchem Umfang sie die passende (Gelegenheit benutzten, ihre eigene Unzufriedenheit ihren Mandats Herren gegenüber zu zeigen. Es ist schon gesagt worden, daß die Lösung der ans der Arabcrsrage entstehenden Probleme aus die Tauer nicht durch die Gewalt der Waffen herbrigeführt werden kann. Erkenntnis der den Kümpfen zugrundeliegendcn geistigen und politischen Auseinandersttznngen, die frei vom nationalistisch übersteigerten Blickptinkt vorgenounnen werden muß, sst die erste Voraussetzung einer ruhigen Eutsaltungswöglichkeit für die Zukunft. Vielleicht kann die deutsche Alijah, die nicht von überspitztem Nationalismus getragen ist, und durch ihre allgemein geistige Einstellung gute Borbedingungen für eine kulturvcrsöhnende Arbeit mitbringt, hier eine nwrtvolle. Hilfe sein. Für den. der die Tage der Unruhen in Palästina miterlcbte, war der erste und stärkste Eindruck die Haltung der Juden selbst. Ans allen Gesprächen klang immer wieder die Zuversicht. daß inan sich doch jetzt in einer festeren Situation fühle, als cs vor vier Jahren der Fall gewesen sei. Dem kritischen Beobachter möchte cs jedoch manchmal erscheinen, nlo ob. nicht bei den Führern, sondern bei den breiteren jüdischen Massen, im Gefühl der eigenen Stärke die Gefahr, die der jüdischen (yntnncflung aus dem Konflikt mit den Arabern drohl. unterschätzt würde. Gewiß, die Lage der Juden in Palästina war in diesen Tagen in bezug aus die augenblickliche Sicherheit eine ganz andere als!929. Absolute Ruhe auf dem Lande und Uuangesochtclcheit des Lebens in den Städten kennzeichneten die Situation. Ans einy längere Sicht jedoch gesehen, wird die Wirkung dieser, unruhigen Tage recht erheblich sein. Tie Mandatsregicrung. die durch die Verhandlungen vor dem Völkerbund und das Drängelt der mit jüdischer Immigration besonders belasteten Staaten in eine schwierige Situation geraten war, wenn sie die jüdische Einwander.ung nach Palästina begrenzen wollte, hat jebt einen sachlichen Vorrvand für die Durchsülp rnng ihrer Absichten. Dies kommt aus den neuerdings erlassenen, anßcrordentlich scharfen Bestimmungen über die .Kaurtrolle des Tonristcnverkchrs bereits zum Ausdruick und wird sich sicher bei den weiteren Verhandlungen der Jewish Agench bei der Viandatsregierung um die Höhe der Zertifikate als erschwerender Um- ' stand auswirken. Dir Gefahren kranker Zähne. Es ist noch wenig fakönnt, daß kranke Zähne häufig die Ursache so ina.iclnc ÄUgemcinerkrankungen sind. Durch die Verbindung de: Zähne mit der Blurbahn gelangen nämlich sehr lrioä Kranthcijokcime in andere lebenswichtige Organe, uv.a führen so, um nur einige Beispiele zu nennen, zu Er> krcnrlungen der Nieren und Gelenke. Deshalb gilt cug) hier der Satz: Vorbeugen ist besser als heilen. Durch tägliche Pflege der Zähne mit einer Ouatitäts-Zahnpaste, wp das jahrzehntelang bewährte Chlorodoirt, lassen sich ■>>* Zähne dauernd gesund erhalten, und dadurch Püssi M auch so manche Ärankheit von vornherein vermeiden. Das bekannte. Epezialharis für Herren, und »nahen' beklcidung S. Joseph, Derlin-Schonederg, Hauptstrasie >» ist, wie jedes Jahr, auch setzt für den Winter gcrülty. Reichhaltige Läger in Stratzen- und Lportcuizüge:^ so wir Ulster und Palerots irr halbschwcrcn nnd sü,weren >rto!ic>r in 1a. Qualitäten für jede. Figur und jeden Geldbculcl Passend, erleichtern Ihre. Wahl. Lciichrigcn Die die Dchonscnster und den großen Ausstcllungsrauni. Die seit langen Jahren bekannte Firnia kuttstedt & Qimott, Berlin SW G8, Alc^andrinenstraße 103:106, 2cU- Phon: Dönhoff Nr. 8207 08, hat ihre umfangreichen MryeUungsräuino an obiger -Adresse durch Hinzunahine eu"-- Ausstcltungsladens in demselben Haus vergrößert. VZj findet dort eiire vollständige -Auswahl von L>crdcn icber sowie Oesen in jeder -Ausführung, transportable Kachelofen, eiserne Dauerbrandöfen für Braunkohle, Holz. Kofö ut^ amerikanische Dauerbrandöfen für Äoks und dcuüchrn Anthrazit, tlcssclösen, ferner Badeöfen jeder Art usw. ulw-, überhaupt alle in das Fach schlagenden -Artikel. Es beit sich hier unt ein ausgesprochenes Fachgeschäft.^ aud) Die größten Aufträge infolge seines rcichhaltlgen Lagers jederzeit sofort ausführen kann.. Des VuFtages wegen wurde Diest Nummer beretts am 21. November abgeschlossen. L——j Lj a „ C/OÜ SCHIRÄS fflgo* 13045. '«75^041. ca80'150||„ .:ca90x180g|. M0SSUL BOCHÄRA- 'H'ERIS' n je § P-ft Unser Logen' ECHT EP 2 PE P S E ß-T E P PICHE oller Provenienzen enthdir Stücke / n ,ch> .I- „ IUM von■tslreiierSctiöhfreiH - iLJl " ki 11 m Ü'&aO; $ r ' C; Ui .aini ruft Kui den sine Me wir dab Die C Ur schuft Reichs wird schuft mehr sicher schuft lieber schuft ster c Bind, vor al schuft sich O r d 3 die 1 eine 1 har b sei. l (H Sei In mich versel den i veraii die \ ruhig Neuai i'ftidh Volls i-ung K 1) hu U7, Revo heicl Muss Ui ne Miss der Meil «ege prer feie] Kon Ein ver such zulr 1 m\- Keu sich zu Ees< iühi 7v,re

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.