Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 12 (1933)
- Issue
- 41 (26.10.1933)
- Date
- 1933-10-26
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr, 41 ■nrvTj 2. Beilage jcr ,v>iIfotn'rcin bcr bcntfdjcn Juden, von Tiaitl Nathan und James Simon einst ge- (n'iinM, hotte neben vielen anderen großen ^„sj^ben auf dem Gebiete der Kultur- und Eß'vrbeit früher besonders die Aufgabe, aus- Wdischen Juden, die sich in Deutschland aufgelten oder durchreistem bei ihrer Ans- und xurchwanderuug zur Leite zu stehen. In Im lebten Monnien hat sich das Schwergeivivit seiner Arbeit, dem Wandel entsprechend, |iavf verschoben. Neben staatenlosen und ,'ttmven Staalsangehörigeu nehmen reichshciltsche Inden in großem Umfange seinen ttl.u und seine Hilfe in Anspruch. Die freml>cn Staatsangehörigen werden vom Hilfsmein, nur sofern sie a u s wandern wollen, unterstützt. Sofern sie aber in ihre Heimatlinder zurückwandern wollen — und es geht to« Streben dahin, ihnen, soweit es die politischen und tvirtschaftlichen Verhältnisse in ihrer Heimat gestatten, die Rückkehr anzuviiieit — iverden sie in Berlin von dem Vehlfahrtsamt der jüdischen Gemeinde, in t>em Reich von den Zweigniederlassungen der mnptstelle für Wandcrsürsvrge betreut. Fm April sehte eine starke Auswanderung w>: chiden ein. Unter denen, die Deutschland ncruehen. ivaren auch aus dem Osten, sei es ans Rußland, aus Polen oder den Randraaien zugelvanderte Juden aller sozialen Shichteii. aus Rhein und Ruhr, aus Baden Mitteldeutschland. Sie gingen nach Hamlceich und Holland. Manche von ihnen Ijiilu’it aber diese Lander schon wieder ver» laiicit. ES seht jetzt bereits die Auswandermin nach Uebersec ein. Rur verhältnisühiHii'i rvcnige konnten in ihre östlichen Hei- .rnländer zurückgchen. Rußland kommt aus Mitischen Gründen für die Rückwanderung ‘mm in Frage, in Polen ist die Arbeitslosig- :ru 311 groß. lit' Art der Auswanderung hat sich in An ietzten Monaten sehr gewandelt. Zuerst -rar cs ein blindes Lossahrcn. Die meisten Stilen kaum, wohin. Sie-fuhren ins Blaue, Milos und planlos. Die deutschen und die ausläudischen Organisationen waren nicht Warans vorbereitet. Sie hatten auch noch ‘nnm Plan für ihr Vorgehen. Und es wurde ldnnals vielleicht manchen eine Unterstützung -Mbeii. die sie heute nicht mehr empfangen olirven. Jnzwisehen aber hat man die Sinnlosigkeit und Gefährlichkeit erkannt, die darin liegt, wenn Menschen hinausgchen, die weder Geld noch Bezichnngen oder sonstigen Rückhalt in irgendeinem anderen Lande haben. Deshalb fragt man jedeil einzelnen Rat- und Hilfesuchenden, ob er in dem Lande, in das er wandern will, Verbindungen geschäftlicher, freundschaftlicher, verwandtschaftlicher Art, oder sogar eine Anstellung habe. Man fragt in ZwcifelSfällcn bei ben Komitees der entsprechenden Länder an, und wenn von dort befriedigende Auskunft kommt, wird hier eine Recherche unternommen und im Falle der Bedürftigkeit eine Unterstützung gewährt. Diese Unterstützung ist für das Fahrgeld bestimmt; bisweilen kann auch eiu kleines Zehrgeld oder ein Auslagencrsatz für Visum oder Gepäck gegeben werden; für Möbeltransporte dagegen kann leider nichts gewährt werden! so wichtig auch die Mitnahme von Möbeln manchmal sein mag. Die Mittel, die zur Verfügung gestellt werden, reichen dafür nicht aus. Die kontinentale Anslvanderung, die in den ersten Monaten eingesetzt hat, mußte, soweit sie irrativnell ist, abgestoppt werden und versickert allch von selbst immer mehr, weil die Nachbarländer Deutschlands selbst mit der Krise 311 stark zu kämpfen haben. Frankreich, Holland, die Tschechoslowakei sind für größere Mengen jüdischer Einwanderer nicht mehr aufnahmefähig. England kommt seit 1905 als Einwandcrungsland kaum in Frage. Belgien, Spanien und Italien haben eine Anzahl Auswanderer ausgenommen.- Für Spanien und Italien gilt das gleiche wie für Jngoslavien und die Türkei. Dort könnten sich zunächst Menschen nicderlasscn, die, vorausgesetzt, daß sie die Genehmigung zur Ausfuhr erhalten, Kapital genug haben, um selbst eiu industrielles Unternehmen aufzmnacheu, dainit diese Industriellen daun wieder jüdische Arbeitnehmer, die brotlos sind, Nachkommen lassen können. Fast alle Länder haben Gesetze gegen fremde Arbeitnehmer und es ist deshalb ungeheuer schwer, jüdische Arbeitnehmer in fremden Ländern unterzubringen. Wenn aber jüdische Kauflente und Industrielle Unternehmungen im Anslande aufmachcn, so werden wohl die betreffenden Negierungen ihnen gestatten, neben einheimischen Arbeitnehmern auch eine Anzahl von jüdischen Arbeitnehmern und Angestellten zu beschäftigen. Jngoslavien kann verschiedene Industriezweige gebrauchen: vor allem chemische Werke, Glas und optische Industrie; auch für kleinere Bergwerke wäre geeigneter Boden vorhanden. Aber auch solche-Industriellen dürfen sich nicht Planlos niederlassen. Sie sollten sich beraten lassen und werden dann auch von den Komitees in den betreffenden Ländern Rat und Hilfe erwarten können. Daß Deutschland durch diese Auswanderung wirtschaftlich keinen Schaden erleidet, wird Aufgabe von Verhandlungen sein müssen. Und cs wird sicherlich in Vereinbarungen mit manchen Staaten eine ähnliche Lösung gefunden werden können, wie für die Palästinawandcrcr. Der Südosten Europas, zu dem ja Jugoslavien die Brücke bildet, kommt sonst für Masfeneimvauderuug kaum in Frage. In der Türkei hat der Antisemitismus an Schärfe verloren, aber die Türkei verlangt aus ihrem nationalen Interesse heraus, daß jeder Einwanderer auch wirklich Türke werden Griechenland. Rumänien, Ungarn und Bulgarien scheiden teils aus wirtschaftlichen, teils aus politischen Gründen als Ziel der Auswanderung aus. So sieht es in Europa aus. Wie steht es sonst in der Welt? Der Hilssverein legt besonderen Wert auf die Untersuchung von Uebersecwandcreru. Wenn sich jemand entschließt, Europa zu verlassen, dann hat man die Gewißheit, daß cs ihm mit dem Auswandcrn ernst ist. Unter den kontinentalen Auswanderern aber finden sich Konjunkturreisende, die nicht alle Brücken hinter sich abbrechen wollen, und denen vielleicht dann auch die Ernsthaftigkeit des Eristenzsucheus fehlt. Das größte Einwandcrungsland müßte eigentlich Nordamerika sein, denn nach der Quote könnten 25 000 Deutsche jährlich dort eiuwandern. Tatsächlich ist aber die Zahl der deutschen Einwanderer sehr viel geringer, denn die Behörden prüfen jeden, der hinübergehen will, auf Herz und Nieren nach feiner politischen Gesinnung, nach seinen wirtschaftlichen Möglichkeiten, den Verbindungen, die er drüben hat lt. dgl. So wird das Visum nur in verhältnismäßig seltenen Fällen gegeben. Es ist verständlich, wenn man an die Wirtschaftskrise in Amerika denkt, aber trotz allem wäre ein so großes Land doch noch in der Lage, weit mehr Menschen anfzunchmen und zu ernähren, als heute einwandern. Die holländischen Ueberseekvlonien kommen für Einwanderung schon aus klimatischen Gründen kaum in Frage. Tie englischen sind . nicht alle so ungünstig 311 beurteilen. Kanada, zwar nimmt nur Landwirte und solche Leute auf, die dort Verwandte haben. Aber Südafcika ist ein ansblühendes Land, und unternehmungslustige arbcitsfrcudige Menschen dürften dort ebenso wie in Teilen von Portugiesisch-Südafrika eine Existenz finden.. Emm fW usJa - Abend des AMurdundes ZU der lim 9c in den ersten Mindert cm des Kulturbundes 'JHchn ^leistete Arbeit InU das sichere Fuuda- ['uv die weitere Verfeinerung des Details. In: uAcn Avcnd war die Leistung erneut gesteigert. cs wurde jenes Niveau erreicht, bei dem Kritik f '-"w.iaUlvser Jnstimni'.ing und freudigster Bcziisamiuenfätlt. Joseph Rosen stock, ein - -sV'nt von internationaler Geltung, ist der ßscr airiij j„ den vergleichsweise noch kleinen H-iMtnisjei,, ein Überragender Orchestererzieher m 1 'nifnnt, mit einer Stabführung obendrein, "*9" Vornehmheit. Eleganz nnd Präzision ihres- Heute schon hat das Orchester die vllr11'1''1 u"^ Elastizität. ans alle Winke und m!01.11'11 des Dirigenten sinnvoll zu reagieren. O ‘oicrfn[nmnär war nicht allzu fühlbar, der ""d der Fagottist zeigten sich als Könner. ßHPbs vernngte man im Trio des Sinfvnic- J“!:'1*? VM die zweite Hornstinune. iyi - ''Vigaro"-Otlvertüre, bei der das Orchester . lagmde ckempo mit Virtuosität dnrchhielt, ,!'-X ./"R entzückendsten Ständchen. nnd rHoi'onntn uollurna“ für zwei 1 °1' vH re Mischung von altvaterischer Grautänzerischer Belli,nnngtheit gefiel dem!iiouc-gezeirt>»et. Levuid ät r e n h e r spielte -^ VMvlrrlmizert in li-dur, am schönsten den ealnrn ^ah. bei dem^seine große Anschlagknnst 'h HP Heltnng kam. Solist und Orchester waren ,:-.>"ÜMh anjeinander eingespielt, nnd die Zullllch dw den verehrten Nteister herzlich begrüßt ßtzuluertcn mit dankbarer Begeisterung P^osessvr Kreutzer nicht die Ori- F-ll ' A"zrn spielte; vvm lüusilerischen und histochßi.' HUsndpunkt wären sie den recht stillvsen Gem v. n-"'ln'Vl^^cn Ü^'weseu. Mozarts Bild tväre FF U'ililnndig ahne den Zug des ..fatalistischen c.von dem besonders seine O-mollck F ne ernlllt ist, die den Abend beschloß. Alle . unendlicher Wehmut bis zu ^enlln r ^vmen prachtvoll heraus, und der AÜckwv p noch diesem Werk die Form stur- MNr Themen an. Ludwig Alimaan. Vibelcrbend her AünsttsrhUle Im Mittelpunkt des Abends, der am 21. Oktober im Berliner Friedenstempel stattfand, standen Darbietungen von Rteinhart Ntanr. der Abschnitte ans dem jüdischen Schrifttum vortrug. Voran gingen Bekenntnisse der größten Geister vieler Völker zu unserer Bibel. Ihre Fortwirkung bis in heutige Zeit wurde an der Parallele ztvischen lxun Buch Hiob und dem ..Prolog im Himmel" aus dein „Faust" deutlich. Das eherne 'Organ und die männliche Vortragsart des Interpreten ließen die Lätze in ihrer grandiosen Einfachheit zu stärkstem Leben erstehen. Der Kunst, ler steht dem Dramatischen nnd Leidenschaftlichen viel näher als dem Epischen, ruhig Berichtenden nnd deshalb löste die Erzählung vom Durchzug durch das Rote Meer die wohl unmittelbarste und packendste Wirkung aus. Zum Beginn nnd Ansgang spielte das „Nene'Streiehgnartett Berlin" zwei Lätze ans dem v-nwll-Onartett von Schubert nnd Beethovens?-mo11-Onartett. Leider waren die Namen der vier Herren ans dem Programm nicht genannt. Tic Bereinigung bietet eine nuistergültig reine Intonation, vollendetes Zusammenspiel, jenes Einswerden im Dienste des Kunstwerks, das die verschiedenen Individualitäten erst zum Organismus vcrfchinelzcn läßt. Nur hätte man sich bei Schibert die einzige Dnr-Bariativn in der Todcstranrigkeit de?, langsamen Satzes rnehr ins nnirdisch Aetherische hinübergcspielt ge,vünscht. Das Programm war überlang geraten. Beschränkung auf die normale Dauer eines Vortragsabend? tvürde der Wirkungskraft der Küstler und der Empfänglichkeit des Publikums nur förderlich gewesen sein. L. A. stierte m T'ie dankenswerten Bemühungen, die Befriediig unserer 'kuliurellen Bedürfnisse mit , der cystütznng nnd Förderung indischer Künstler zu binden, haben mm auch in Karlsruhe feste Form >cnommen Die „Konzertabteilmeg des Vereins iüdischc Geschichte und Literatur" unter der Mndigcn und eifrigen Leitung von Architekt Richard FnchS hat schon für diesen Winter ein igramm zusammciigestellt, das fernab von ittantischcn Experimenten — wahre Knust zu Mitteln verspricht. Wie dankbar diese Bebnngcn ausgenommen. werden, bewies bereits überaus zahlreiche Besuch des ersten Konzerts,; im vollbesetzten Saal des Mmizsa)en Konseroriums stattfand und einen Arien- und Liederabend des bekaiintcn Baritons -Lermann Sch eh brachte. Kapellmeister Eurt Stern begleitete den Sänger mit feinem Einsühlnngsvermögen. 8t. Weibekon^erk in der Mannheimer tzaLLpksynacz>06e In tvertvollen Koiizerten uird hochstehenden Borträgen des Lehrhanses silcht man in Mann, heim iii künstlerischer und kultiireller Hinsicht zu wirken. Ter Gesaligvereiu „L i c d e r k r a n z" veranstaltete eine umsikallsche Abendseier im Verein mit der Ge in ein de in der Haiiptsynagoge. Während der erste Teil des Konzerts liturgische Gesänge Saloinon Sulzers und Rossis in hebräischer Sprache uiiifaßtc. bot der zweite Teil unter der straffen, umsichtigen Führung von Kapellmeister S i n z h e i in e r deutsche Gesänge ans HändelS „Samson", die den gemischten Chor des „Liederkranz" ebenfalls klanglich auf bemerkenswert hohem lliivean zeigten. Im Alittelpiinkt des stark besuchten Konzertes, das am fol° gcnden Abend wiederholt' werden mußte, staiid die fesselnde Ansprache von Rabbiner Dr. Grünew a l d. Neben dein Ehor und dem Dirigenten Josef Levi machte sich Selnia W e i l - E l k mit einem cbettfo wirksamen Alt, Kantor Hugo Adler mit seinem edlen Tenor und die Sopranisten Gisela L i e b e r m e n s ch verdient. 80. Hauskonzeere m Breslau Neben den zahlreichen Kimstveranstaltniigcn nn großen Nahmen, die man uns jetzt in Breslau bietet, werden künftig ailch regelmäßige jüdische H a u s k 0 n z e r t e stattfindcn. Das heißt ans der Not eine Tilgend machen. Tenn mit der Befriedigung des gesteigerten Bedürfnisses nach geistiger und künstlerischer Unterhaltung wird hier zugleich an die beste Tradition des jüdischen Hauses angcknüpft. Ten ersten Abend veranstalteten Organist Erich Schaffer (Klavier) und Elise Szöp h;i s y (Violine) in Gcineinschaft mit Alirzam L e w i n (Cello) am 19. Oktober im Hause von Dr. Frchhan. In dem Hause von Frau Felicia Bab („Kleines Haus der Geselligkeit") wurde am 22. Oktober von K ä t e Fischer (Gesang), Thekla Eis net (Rezitation) und Werner Sander Von den südamcrikanischcn Staaten bietet Brasilien verhältnismäßig günstige Aussichten. Kleingewerbetreibende, Kaufleute mit gewissen Mitteln, Elektrotechniker, auch Kapitalisten, die eine Industrie ins Leben zu rufen vermögen, dürsten in Brasilien Existenz finden; der südliche Teil kann auch Siedler anfnehmen. Argentinien dagegen ist selbst wirtschaftlich ungeheuer schlecht daran, und auch in Mittelamerika sieht es nicht besser aus. Dort ist es außerdem sehr schwer, die Arbeitscrlanbnis zu bekommen. Australien hat die Wirtschaftskrise im lvescntlichen überwunden. Es liegen verschiedene Projekte für größere Ansicdlnngen vor, aber diese müssen ebenso wie verschiedene Asrikaprojckte erst gründlich geprüft werden, ehe man die Verantwortung übernehmen kann, Menschen dorthin zu schicken. Nicht uninteressant ist auch der Ferne Osten in Asien. China und Mandschukno suchen einzelne Acrzte, Professoren, Musiklehrer. Es gibt in Eharbin bereits ein Komitee, und auch in Schanghai sind Inden, die sich für die Unterbringung jüdischer Ansiedler zunächst einmal theoretisch interessieren. Daß auch einige Ingenieure oder Acrzte nach Persien und ähnlichen Märchenländern gegangen sind, ist zlvar erfreiclich. ist aber für die große Masse derer, die ein Anslvanderungsziel suchen, belanglos. Immerhin sind alle diese Menschen, die einzeln hinausgchen. Pioniere, und solche Pioniere sind immer nötig gewesen, um eine Auswanderung zustande zu bringen. Tenn jede jüdische Wanderung ist bisher eine Familicnwanderung gewesen. Ter eine geht hinaus, kommt weiter imd läßt dann seinen Freunds seinen Bruder, seinen Bctter Nachkommen; so wachsen die Niederlassungen. D'.cr große Aufgaben sind zu bewältigen, damit mau wirklich von einer planvollen Acrswanderung sprechen kann: die Arbeitsmärkte aller Länder müssen vor allem aus die Frage hin geprüft werden, wo Arbeitnehmer unterzubringen sind; dann müssen die Menschen, die noch AUttcl besitzen, als Basis für die Unterbringung von Arbeitnehmern ansässig gemacht werden: mit den einzelnen Regierungen sind Verhandlungen über eine kontingentierte Einwanderung zu führen, und schließlich sind all die Siedlungsprojekte zu prüfen, die für die verschiedensten Länder vor- Panser ZZMMllsÄgMee setzt seine Ardeiken sock Tvs Londoner Wochenblatt „Iewish Chronicke" behauptete in seiner letzten Nummer, das Pariser Zeutralhilsskomitee für jüdische Auswanderer aus Teutschlaiw n'vllc feine Täiucheit au? Mangel an NUtteln ein ft eilen. Iu der Nietdung hieß es ferner, auch die Hilfskomitees in Ptntwerpen und Amfterdam stünden vor der Auflösung. Diese iUtittcitunaen werden, wie die Iüdillhe .relegraphenagentur (ITA) mitteilt, vom Pariser Zeutralhilsskomitee kategorisch dementiert. Cf ine Schließung der Büros, die in vollem Betrieb sind, sei incht beabsichtigt. (am Flügel) ein Künstlerabend aus Werken ausschließlich jüdischer Komponisten vernuftaltet. Beioe Abende boten hohe künstlerische Genüsse. H ans Baron hatte mit seinem am 21. Cf* jober im Mozart-Laal veranstalteten zweiten jildiscl)en Küiistlerabend tviedcrnm einen Volten Er. folg. Lotte S ch w a rtll 0 s c n b a u m überzeugte wie immer durch ihr rezitatorisches Können. Alfred Salzmann plaiiderte unb spielte wieder amüsant, Ruth Hennig spielte und sang sehr sympathisch. Günther Lricnctzer gefiel als Conförecier liicht restlos. Neu tvar Walter Markus als erstaunlich guter Instrumentalvirtuvie. Besonders verzeichnet sei die tzNitivirkniig Lieg« srid Brucks, des Ehrenmitgliedes der ehemaligen „Bereinigten Theater".^ und R 0 s l A l - bachs, ans ihrer Tätigkeit am Schauspielhaus und im Rundfilnk rühinlichft bekannt. Am Flügel neben dem bewährten Werner Scklllliivald nuk gleichem Können Günther Pulvcrmacher. s—n. KasperleLheaker in FrankfurL a M. Hörern des Südwestfiinltz^ und Schallplatten, freiiiidcn sind die fröhlichen Spiele Kasperles und seiner sainoscn Gesellschaft längst bekannt. Sie müssen sie nun im RiUidf'nnk eiitbehren. Tie Frankfurter wurden dafür durch eine Nachmittagsvorstellung am 21. Oktober entschädigt, die im Neuen Theater staitf'and. nnd die am 2ö. wiederholt wird. Zwei Schwänke wurden gespielt, unterstützt Vom Orchester und ganz besonders von dein zahlreich erschienenen Publikum. Gros; und Klein freute sich über die ebenso stimmungsvollcu wie künstlerisch hochstehenden Darbietungen. —x— Gemischter Ä - cappela - Chor Im November beginnt die unter Leitung von Alexander W e i n b a u m stehende Bereinigung für A-er»op6lln.Gesang ihre Proben. Außer st'idisch.gelstlichcr Alusik sollen auch bedeutendere geistliche und weltliche Touschvpfungen älterer und moderner Meister mit und ohne Beglcitung einstudiert werden. Das erste Konzert findet im Laufe des Winters statt. Anmeldungen nur wirklich musikalischer Damen und Herren beim Trigenten Alexander Weinbau m, Berlin W.30, Luitpold straße 4L Telephon: B5 (Barbarossa) 4656. V