Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 12 (1933)
- Issue
- 41 (26.10.1933)
- Date
- 1933-10-26
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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**}) W v 'y V w üw v i ßhi Ippeü mt das deMe MeakM WsHe» Md MSekungen Prägnanz der Sähe, knappe und deutliche Fornnilicrnngen wirten wie Thesen, wie unwiderleg. bare Wahrheiten. Ihre Kraft, ihr Ernst sind erschütternd und verlangen unwillkürlich die Auf. mcrlsamleit jedes Lesers Lolche Empfindungen werden wach, wenn man die kleine Schrift des Zentralausschnsses der deutschen Inden für Hilfe und Aufbau anfschlägt. die unter dem Titel „H i l f e und A u f b a u" soeben erschienen ist. Rabbiner Tr. Leo B a eck und Dr. Karl M elchior schicken der Broschüre Worte eindringlicher Mahnung voraus. Dnrch Wohlfahrtspflege und Wirtschaftshilfe, durch Vernssmnschichtnng und Wanderung soll das Ziel, Bestehendes zu erhalten und wo notwendig, Benes zu schaffen, erreicht werden. Zu diesem Zweck ist vor einigen Monaten unter Mitwirkung aller großen jüdischen Organisationen, voran des Ecntralvereins, bei der Reichsoertretung der Landesverbände der jüdischen Gemeinden der Z c n t r a l a u s s ch u ß der deutschen Juden für Hilfe und Ausbau errichtet worden. Er ist die Stelle für die Beschaffung und Verteilung aller Hilfsmittel des Inunb Auslandes, also gleichsam die Dachorganisation für das gesamte HilssN'erk. Leine umfassenden Aufgaben liegen ans sozialem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet, find aber lveniger charitativ-svzialer als anfbauend produktiver Natur: Ansball der jüdischell Wohlfahrtspflege. Wirtschaftsberatung. Stärkung des jüdischen Krcditloesens sowie Arbeitsvermittlung: dazu insbesondere kommen Förderung der Berussumschichtling, Vorbereitung für die Auswanderung. Ausl>an der südischeil Schuten. Tie wirkungsvolle, kurz, aber ansgezeichnet unterrichtende und dazu geschmackvoll ansgestattete populäre Broschüre ruf! die deutschen Juden gebieterisch zu tatkräftiger Mitwirkung nn dein umfassenden H'lsswerk dieser jüngsten lind zentralsten jüdischen Organisation Deutschlands auf. W>r glauben und wünschen, das; diesen; lnachtvollen Appell an da8 SolidaritätSetnpsinden der dcut- [d;cu Inden der Erfolg nicht versagt bleibt. '7- Tie jüdischen TarlehenSiassen haben durch die wirtschaftliche Entwicklung der jüngsten Zeit an Bedeutung erheblich gewonnen. Tie Zahl der Gesuche mil Gewährung von Darlehen und Krediten zur Ausrcchtechaltimg bestehender und zur Gründung neuer Existenzen ist naturgemäß stark gestiegen. Tie Zentral Helle für jüdische Tarlehnstassen, Bertin-Eharwttenbnrg 2, Kantstraße 158, betrachtet es als ihre wichtigste Aufgabe, die jüdischen Tarlehnslassen mit besonderer Intensität auszubauen. Blit Hilfe und Iknlerstnhung der jüdischen Wirtschastssiellen sollen im Lause des kommenden Winters Tarlehnskassen überall da errichtet werden, wo sie noch nicht bestellen. Besonderes Gewicht wird ans die Gründung von Bezirlsdarlehnskassen gelegt, damit auch den Ansprüchen in den kleinen und kleinsten jüdischen Geureinden Rechnung getragen werden kaum. In Nr. K! der „I nformationsb l ütte r" deS Zentralansschnsses der deutschen Inden für Hilfe und Aufbau von; 20. Oktober ist eine Liste der biS jetzt geschaffenen örtlichen und Bezirlsdarlehnskassen veröffentlicht. Bei dieser Gelegenheit wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß Gesuche nur an die örtlichen Tarlehnslassen bzw. dort, wo solche Einrichtungen noch nicht bestehen, an die Bezirksdarkehnslafsen zu richten sind Alle diese Stellen geben auch gern Auskunft über die Bedingungen. — In derselben Nummer der ..Informationsblätter" wird wie bisher über die neueste Gesetzgebung für die ver- Ibiedeneii Berusskatego eien berichte!. Bon den übrigen Informationen ßud noch die Auskünfte über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Palästina für eine große Reihe von Bernsen von Interesse. Auch die neueste Nummer der Zeitschrift ,.I u ö i s d) c Wohlfahrts p s lege u it b Go» f, i a lpoliti t", die, heransgegebeit von der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden und der Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorgc und Arbeitsnachweise, tiach fast halbjähriger Panse wieder erscheint, steht ganz im Zeichen der Parole „Hilfe und Aufbau". Hier werden n. a. Einzelheiten über die Entwicklung und die Notwendigkeit des Ausbaues einer wirksamen jüdischen Mittelstandhilfe in Form von Tarlehnstassen veröffentlicht, den Dr. Max Ke r e n tz b e r g e r dringend fordert. Dr. Hanns Re i ß ncr gibt einen brauchbaren und gut systematisierten Ucberbkick über „Die WrrtschaftS- und Sozialpolitische Gesetzgebung seit dem 00. Januar IRv;" und streift dabei zum Schluß die bekannten Auswirkuitgen numdjcp Maßnahmen ans den jüdischen BevölkernngStcil. Ans der Feder von Dr. Georg Landauer stammt ein Aufsatz „Die Bedeutung Palästinas für die jüdische Gegenwart"'. S. A d l c r - N u d c l bringt in feinem an Problemen reichen Beitrag „Berussmnschichtung M dss Wm| Die Ii'chrcrlir Vre .HattrLurgcr dcutsch-sttdi« scheu Itlgcnd, EcuLa Mcpcr, sendet rtnS nachstehende Ansprache, die sic kürzlich bei einer Ncraustalttlng der DIIG in Hamburg gchalicn hat. Bon Zeit zu Zeit während der Tauer unseres nun achtjährigen Bestehen.s haben wir, die Deutsch-jüdische Jugend, Sie gerufen, um Ihnen knndzngeben von unserem Sein unb nuferem Wollen. Zweierlei lvar stets Inhalt unserer Arbeit. schien uns Sinn unserer Gemeinschaft und der unserer Idee erwachsenen Verpflichtung: Zn erkennen und ztl bekennen. Zu erkennen die tiefe Berlvttrzelnng unseres Wesens in den beiden Werten, die unser Leben entscheidend bestimmten, die ihnt die eigene Prägung gab und die Formung und zu bekennen diese beiden Werte, die uns Heiligtümer sind: Tentschtnm und Illdentnm. Unser Judentum: vieltanseiidjährige Vergangenheit, Geschichte einer Gemeinschaft von Menschcit, die durch die Einzigartigkeit einer göttlichen Mission geprägt ist: die Gemeinschaft des Glaubens unb des Rechts innerhalb der Gemeinschaften der Macht darzustellen; zu bekennen als unseren ferneren Daseinswert, unser Tentschtnm: tiefste und innigste Verbundenheit mit unserer Heimat, ernsteste und heiligste Verpflichtung, ihr zu dienen, chrein Wohl zu leben, und wenn es sein muß, auch zu sterben. Wir erkannten die beibeu Quellen, ans denen utts segenspendende Kraft kenn nub wer bekannten uns rückhaltlos zu beiden, bekannten uns zu ihnen mit ernster Willensstärke und Tatkraft, mit unnmschränkter Liebe und Hingabe lebensbejahender und lebensbereiter Jugend. Vergangenheit! Wenn ich jetzt die Zeit unserer Arbeit überblicke, so erscheint es mir. als seien cs wahrlich nur Zeiten der Vorbereitung gewesen ans das Heute, als sei das, was im Ringen und Kämpfen als Erkenntnisse gewonnen und was für uns Seelenbekenntnis geworden, uns zur Stärkung und Kräftigung für diese Tage gegeben; ein Halt, ein Rückgrat, um nicht zu zerbrechen vor dem gewaltigen Sturm, der dahinbraust, um uicht zu zerschellen vor seinem umchtigeu Anprall. Zeiten der Vorbereitung, in denen wir durch die Gemeinsamkeit unseres Wollen diese Gemeinschaft schufen, die uns heute so unendlich Vieles gibt, die uns heutiges Erleben ertragen läßt. Waren die vergangenen Zeiten Jahre der Vorbereitung, so ist das Heute die Zeit der Prüfung, ob sich diese Gemeinschaft, die wir, Träger gemeinsamer Idee, geschmiedet haben, betvähre, ob sie bestehe in diesen Tagen, da uns ein Leid getroffen von unaussprechlicher Größe, da wir verwundet sind in tiefster Seele. Freunde, es ist leine Zeit zu klagen; es tst die Stunde der Prüfung: wir sollen uns bewähren; die Zeit und unser Schicksal fordern es von uns und diese Forderung klingt scharf und stahlhart: „Glatibt niemand mehr an euch, glaubt an euch selbst!" Wenn cS kein Lippenbekenntnis war, sondern ein Seekenbekenntnis, mit Herzblut geschrieben; wenn uns Worte eines Kämpfers wie Gabriel Riesser galten, s o g i l t unser Treugelöbuis! Wir sind unserer deutschen Heimat zutiefst verwachsen; wir sind ihr ergeben in selbst- und vorbehaltloser Liebe; nicht durch Kränkung und nicht durch Zurücksetzung lassen nur uns beirren. Man fmui tms verbannen ans den; geisligert Leben Deutschlands, aber Kulturempstnden, Heimatgefühl, Schicksal und Bekenntnis bleibt unser. Hineingeboren in jahrhundertelange Vergangenheit dieses vielgestaltigeit und schicksalsvollen Deutschtums, sind wir mit unserer Heimat verwurzelt, dein Boden, in bcu seit mehr als zwei Jahrtausenden unsere Toten gebettet sind. Freunde! Hineingeboren aber auch in jüdische Vergangenheit, in jüdisches Erleben und Erleiden, ewig ihm, unserem Judentum, verpflichtet durch Ausgaben, unlösbar ihn; verbunden, nicht durch die als Ausweg? (Problematik, Organisation, Ersahrnngen, Möglichkeiten)" auch ziffernmäßige Unterlagen über die berufliche Umstellung, d. h. Kostenberechnungen und Statistiken. Das Heft, von Dr. Krentzberger mit grundsätzlichen Bcinerkungen eingelcitet, gestattet einen Einblick in Art und Riehtting, Inhalt, Umsang und Notwendigkeiten jüdischer Sozinlarbeit in der Gegenwart. E. Gr. n Macht äußeren Drucks, sondern nach dem Willen innerer Freiheit. Zutiefst empfinden wir heute in diesen Tagen der Prüfung den Wert, den wir uns selbst schufen durch Kenntnis unseres Judentums, spüren wir, wie durch Erkenntnis der großen Vcrgangenheit Selbstachtting und. Selbstbewusstsein geweckt und gestärkt werdet;, erkennen wir den Wert klaren, geschichtlichen Sehens, der vor falschen Hoffnungen, aber auch vor Verzagtheit und Verzweiflung schützt. Wir lernen Judentum und wir erleben Judentum. Erleben wir nicht die rteuen und doch ewig alten Verpflichtungen und Aufgaben, die jüdischer Lehre erwachsen: Hilfsbereit und opferbereit, ein jeder für die Gemeinschaft dazustehen, mit dem vollen Einsatz seiner selbst, seiner Persönlichkeit; denn nicht mehr genügt der Inhalt bishertger Arbeit: erkennen und bekennen; das Gebot der Stunde, Hilfe zu schassen, gibt neuen Sinn und noch höheren Wert unserem Bunde. , Weckrufe ertönen in unserem Innern, aus unserem jüdischen Sein. Vor einem Jahr wurde in der Zeiischrist der D.J.I.G. der „Wille zur Substanzerhaltting" der Leitgedanke unserer Arbeit genannt, der junge jüdische Menschen in einer Ingcndgelncinschast zusammcnführte. Heute ist der „Wille zur Substanzerhaltung" in verstärktem Maße vorhanden. Nur hat unsere Arbeit im Vergleich zu der der ersten Jahre Aenderungen erfahren, die darauf schließen lassen, daß sich der Schwerpunkt des Interesses unserer Mitglieder von Themen allgemeiner Art ans speziell jüdische Themen verlegte. In den beiden ersten Jahren haben Themen wie: „Jugend erzieht sich selbst — Ktiltnrfragen — Deutsche Außenpolitik" den Hauptbestandteil der Arbeit ans den Gruppenabenden gebildet, während nach den umwälzenden Ereignissen Anfang dieses Jahres fast ausschließlich jüdische Themen behandelt wurden. Je stärker der Druck von außen wurde, desto mehr folgte mich unsere Arbeit dem allgemeinen Ruf: Be- ' wußteres Judentum! Da man erkannt hat, daß die hebräische Sprache eine notwendige Voraussetzung jüdischen Wissens ist, wurden in einer Anzahl Gruppen hebräische Kurse eingerichtet, in denen mit viel gutem Willen und mehr oder weniger Erfolg gearbeitet wird. Daneben lausen Kurse über jüdische Geschichte. Auch auf den Gruppenabenden verdrängten Themen wie: „Neugestaltung der jüdischen Lebensform — Indische Einheitsfront — Altjüdische Gesetzesbetrachtung" alle übrigen.' Aber schon im letzten Programm wird nmit bemerken, daß wenigstens in der Arbeit einzelner Gruppen Ansätze vorhanden sind, die in Zukunft eine größere Gleichmäßigkeit in der Auswahl der Gebiete erwarten lassen. Ebenso wichtig wie die Arbeit der Gruppenabende — vielleicht noch wichtiger — sind Fahrten und Ge° meinschaftsabeude der Gruppen außerhalb des eigentlichen Arboitsprogramms. Hier tritt inmitten einer Anzahl gleichgesinnter und hilfsbereiter Kameraden eine Entspannung ein, während wir sonst durch die Angriffe von außen im Berufsleben und in der Schule in steter Abwehrbereitschaft gehalten werden. Hier finbd die Erziehung des einzelnen zum Gemeinschaftssinn und zur Kauleradschaftlichkeit statt — beides Voraussetzungen dafür, daß die Jugend ihren Weg trotz aller Hindernisse findet. Der Bernfsuntschichtnng, als eines der brennendsten Probleuw, ist natürlich auch innerhalb unserer Arbeit ein weites Feld eingeräumt worden. Hier toerden wir uns wohl trotz allen guter; Willens auf theoretische Erörterungen beschränken müssen, da uns vorläufig zur Einrichtung von Kursen jegliche Mittel fehlen. Erzieherisch kann die Jngendgemeinschast wirke;;, soweit es sich um die innere Einstellung der Iugerrdlichen zu dieser Umschichtung handelt. Sie muß dafür sorgen, daß die Jugend die Berufsumschichtung nicht nur als notwendiges Uebel ansiehj. das ihr die Existenz ermöglicht, sorrdern erkennt, daß die politische Lage nur einen Prozeß beschleunigte, von dessen Notwendigkeit in viel weiterem Sinne schon vorher viele überzeugt waren. Rutil Braunschweiger (Berlin). Es wird augenblicklich sehr viel über die Lagö der jüdischen Jugend geschrieben. Man hat dies zum Teil sogar in so rneisterhaster Form gebracht, daß die Schilderung der augenblicklichen Lage oft seiner und tiefer gezeichnet ist, als sie sich für uns als Jugendliche selbst darstellt. Wir selbst müssen sic ans unserer Entwicklung heraus viel grober und einfacher sehen. Mau glaubt vielfach, daß die Heutige Stellung der deutschen Juden die Jugend anx schmerzlichsten seelisch angreisen urüßte. Wir, als Jugend selbst, haben eine andere Aust sassnng von unserer Lage. Als wir bewußt zu denken anfingen, war Krieg, Revolution, Inflation. Unsere Entwicklung geschah in einer Zeit Wirt, schastlichen Niederganges und beginnender Arbeitslosigkeit. Wir wurden in einen Strudel politischer Probleme hineingeworfen und mußten uns damit be. schäftigen, wie wir je einmal in dieser ganzen Hoffnungslosigkeit ein Leben würden gestalten fönneu. Wir sind aus diesen Gründen hart, vielleicht sogar etwas abgestumpft geworden und können des. halb vielleicht den vollen Umfang der seelischen Ka, tastrophe des Judentums nicht ganz begreifen. Klar und nüchtern sehen wir zwar, wo und wie wir heute stehen, doch können die Ereignisse der letzten. Atonale wis nicht ganz zerbrechen. Znm Ausbau der Geineinschaft ist folgende? kurz zu sagen. Wir komrnen als deutsch.jüdischc Atenschcn znsainmen, aber für uns ist die deutsch, jüdische Idee nicht Ziel, sondern Voraussetzung unserer Arbeit. Für uns erstrebenswert ist die Gemeinschaft; deshalb brauchen Nur gleichgesinnte Menschen, um einen geschlossenen Ingcndkrcis bilden ,;u können, in dem jeder „hilssbereit" ist. das ist unsere Forderung und wurde deshalb bei uns zum Gruß. Wir sehen klar die ungeheure Verantwortung, die nur junges Geschlecht der Geschichte des Judentmns gegenüber tragen. Doch diese Erkenntnis macht uns nicht fchivach, ja, man mitß sogar einmal seststellen. daß sie uns vielleicht etwas stolz inacht. Stolz, und so bewähren zu urüssen, und froh darüber, uns an solchen Ausgaben bewähren zu können. Stolz, znm Manne und zur Frarr her« anreifen zu können, die das Schicksal ihrer späteren Tage aus sich selbst heraus gestalten. Joe <le Haas (Dresden), A§ 8elhe.§WMeÄMe Die innerhalb der festgesetzten Prozentzahlen als Nichtarier zugelassenen Sttidenten hatten sich, wie bereits gerneldet, am Montag und Dienstag in der Berliner Universität einzusinden, wo sie eine neue gelbe Studcntenfarte für N i ch t Mitglieder der deutschen Studentenschaft unb ein schraffiertes gelbes Rechteck aus das Studienb u ch erhielten. Wir wissen nicht, ob die gelbe Farbe in Anlehnung an den gelben Iudensleck des Mittelalters gewählt worden ist; aber auch, wenn dies so sein sollte, werden sich die jüdischen Studenten keinesfalls in ihrer Ehre getroffen fühlen und werden diesen gelben Fleck mit Stolz tragen. Lesüch jüdischer Bepeflforen verbalen Der Nationalsozialistische Deutsche Stu» doutenbund hat mit sofortiger Wirkung seinen sämtlichen Atitgliedern verboten, jüdische Repetitoren zu besuchen. Die Lehranstalt (früher Hochschule) für die Lüisscrrschast dev Iudcrrtuurö ladet die Wohltäter der Lehranstalt zu einer am Ticnslag. dem 14. Noveinber 1933, nachmittags Uhr, in der Aula der Lehranstalt staltsiirdenden außerordentlichen G e n e r a l v e r s a m m l u n g. Tagesordnung: Satzungsänderung, Umwandlung des Namens in Lehranstalt. Naübincr Dr. Vaeck bittet, alle Zuschriften, dis Angelegenheiten der Neichsvertretetung betreffend, nicht an ihn persönlich, sondern an das Büro der Reichsvertretung, Berlin-Charlottenbnrg 2, Kantstraße 158, zu richten. (arllF 'ULHi/fiiM/i V tkSs 5? mm fellwN“ 5 •iUüliiia w uii i Uky wü lull. W. Richtor (Mit:-], dop O.V.) BorlinC.2, i Burnstrasso iß. - ilaus mit. allem Komfort. ' Zimmer mit ll. w. u k. IVassor von il. an, I r)n|i]H‘l/,iinmor von >1. 5 an. | l'estsaal und Vonrolmix 1 mmor. li »'-JOYU.L. WGHLSiOR l3iä»UiN ijGrösr.tor. Hotel den Kontinents. fciponU'imor: j! Gurt Elschnor, Mit dumAnhnltor3hf.cl.Tur.no! »verbunden. Telogr.-Adr,:Excclslorhotol. Tel. Ib Ucrcimnnn 0000. Shmtl, Zimmer m.Stnnts | ml. u. 111033. Wessor wnrm u. kalt, v. 4>- M.nn SWottstficft Wolnu. Klorrestfturnnt. Kondl l^xcolslor. Sner.-Aussch. Bürol.Brnuh.PlIsoi i lAuoustincr Brtlu. Münchon.Paulonor-ßrflu c JThomns- BriUi (7. Sh-ritschk). Thomns-Kollot KWK°MZM Urfin tjf P.SJ?;! '05ÜU r^: Dr. med. 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