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Central-Verein-Zeitung · 1933-10-04 · 38 (4.10.1933) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
38 (4.10.1933)
Date
1933-10-04
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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(2 \v$*/ /hr^nnna Nr*38 v^OWoZ-j'O^Ü.'v.JLjLivj 2. BoHaga UJUÜ. mnrvi c&)ü> :iiyjLiü{ MsS 'S OßT MSss Bon RabL'mer Dr. C. LeUgmann. ArauLfurL a. M. Seitdem Israel das Land seiner Väter verlassen und die Verbundenheit mit der heimailichen Schalle und dem Tempel in Jerusalem verloren hat, ist die Laubhütte zum Symbol geworden, das vielfache Deutung erfuhr. Erschütternd für unsere jüdische Gegenwart ist die talmudische Deutung (b. Sucka fia): „Verlasse das beständige Wohnhaus und weile in der vergänglichen Hütte/ Wir deutschen Juden haben einen solchen Umbruch unseres Daseins erfahren. Das Wohnhaus, das anderthalb Jahrhunderte der Enurnzipationskämpfe Stein auf Stein gebaut haben und unter Dach wähnten, ist für uns zusammengebrochen. Ausgeschlossen aus dem politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, kulturelle Leben unserer deutschen Heimat, verarmt und leer stehen wir vor den Trummern unseres Daseins, aller Sicherheit und Zuversicht beraubt. Mit flammender Liebe hatten wir uns dem deutschen Baterlande hingcgeben. Wie haben wir dieses Deutschland geliebt, feine Wälder und Ströme, seine Berge und Burgen, seine Landschaft, sciue Scholle, seine Märchen und Geschichte! Deutsche Sprache hat uns aus dem Dornröschenschlaf des Ghetto geweckt, hat uns die Schahkammmern deutscher Kultur erschlossen und uns die Weite verliehen, die unseren Geist mit Wissenschaft und Kunst, mit Denken und Fühlen der ganzen Menschheit vermählte. Wie lieben wir diese deutschen Dichter und Denker, Schöpfer und Künstler, Helden und Großen! Und können uns diese Liebe nicht aus dem Herzen reißen. Wir klagen nicht an. Wir verbittern uns nicht. Wir kennen keinen Kampf gegen den neuen Staat, an dem wir so vieles glühend bewundern. Er hat dem deutschen Volke einen seelischen Aufschwung gegeben, wie ihn das deutsche Volk seit Jahrhunderten nicht erlebt hat. Er hat den tausendjährigen Traum der deutschen Einhert zur Wirklichkeit verwandelt und alle Grenzpsähle und Trennungslinien der Stämme und Länder wie ein Sturmwind hinweggesegt. Er hat das Steuerrad mit Macht ergriffen und der in Parteien und Klassen zerrissenen Gesellschaft Nahe und Ordnung wiedergc geben. Jubclsansarcn schmettern, und Fahnen wehen stolz in allen Städten und Dörfern zu immer neuen Festen. Nur wir deutschen Juden, deren Seele an diesem Deutschland hängt, die wir die deutsche Sprache als unsere Muttersprache sprechen, die wir Deutschlands Schicksal als unser Schicksal erleben, Deutschlands Schmach und Größe, Schmerzen und Freuden als die unseren empfinden, die wir Leben, Gut und Blut und Herz und Atem dem deutschen Vaterland gegeben haben, sehen uns mit cincmmale, wie über Nacht zu Fremdlingen gestempelt und — wie viele von uns, von unseren Kindern zumal — gezwungen, den Waudcrstab zu ergreifen und in unbekannte Fremde zu gehen. Und sind noch schlimmer dran als unsere Väter, weil kein Land uns seine Tore öffnet und weil ein Heimweh in uns brennt, das keine Wasser löschen können, wenn wir denn» noch gezwungen sind, Deutschland zu lassen. Was nun? Die gesetzliche Gleichberechtigung, den gesellschaftlichen und kulturellen Anschluß, den man uns in Deutschland versagt, können tvir nicht erzwingen. Aber der Verzweiflung d ü r f e n tvir nicht erliegen. Wir dürfen das Leben nicht hassen und von uns werfen, als wenn nun alles verloren wäre, als wenn tvir nichts mehr hätten und nichts mehr wären. Haben wir vergessen, daß wir nicht von heute oder gestern sind? Wir hatten cs vielfach vergessen. Wie von einem Taumel erfaßt, sahen wir alles Heil in der Abkehr von unserem geschichtlichen Eigensein und Glauben. Wir wähnten, uns als Juden nicht mehr nötig zu haben und rissen uns los von unseren tausendjährigen Wurzeln und warfen unser jüdisches Erbgut in den Staub. Nun aber, da der alte Sturm wieder unser schicksalschwcres Haupt beugt, da die fremde Sonne uns nicht mehr scheint und man die Ehre dort uns vorenthält, nun soll uns die eigene Sonne wieder leuchten, nun muß uns die eigene Ehre wieder teuer werden, nun wollen wir die eigenen Kostbarkeiten wieder suchen und die verfallene Hütte Judas wieder ausrichtcn. Wenn man uns zu Fremdlingen macht auf deutscher Erde, wollen wir ans dieser unserer deutschen Erde unsere Hütte bauen und schmücken. Wenn man die Pforten vor uns verschließt, wollen wir stolz und ohne Grollen uns wieder heimisch machen in unserem heiligen Bäterglanben. Hier, bei uns, brauchen wir nicht zu betteln um die Brosamen fremder Gunst und Liebe. Hier dürfen wir den Nacken aufrecht tragen und brauchen unsere Ehrenhaftigkeit und Ergebenheit nicht zu beteuern. Aus unserer Demütigung wachse unser Stolz. Ans unserer Schwäche schwelle unsere Ein junger Freund unseres Blattes schreibt uns: Wohl noch in keinem Jahre der letztVergangcnen Abschnitte der Geschichte sind die „Ernsten Tage" zwischen Nosch haschana und Jom äkippur so mit Zorge erfüllt gewesen, und wohl noch nie ist in diesen Tagen die Frage: Was mm? mit so bangem verzen gestellt worden. Und waprend der ganzen b'plen Monate war das gesamte Leben eines jeden unter uns ein einziges großes Fragezeichen. Biel ist in dieser Zeit geschrieben und gesprochen worden, was Trost und Zuversicht in die verzagten Herzen pslo.nzen sollte. Und trvhdem: Kann dertenige denn mutig und zuversichtlich werden, der davon überzeugt ist, daß er, gerade er persönlich unschuldig daran ist, daß uns alle dieses Schicksal getroffen ß,ü? Denn stets und ständig hört man m unseren Reihen: „Warum tnnßte das gerade uns so treffen? Wir können doch wahrlich nichts dafür!" Ist denn das richtig? Getviß. wir können uns von der politischen schuld frei fühlen, die man uns vorwirft. Nicht aber können tvir uns lvssprechcn von der Schuld, die wir gegen unser Judentum begangen haben, -enn wir s t u d hc n t c keine Juden A ehr. so wie es das Wesen des Judentums ersnrderi: Wir Huben das Judentum Politisiert und darüber vergessen, daß das Judentum eine geistige, religiöse Wesenheit sein soll. Tenn was wissen tvir denn vom Wesen des hndentums? Wer weiß denn unter uns wirklich Antwort zir geben, aber nicht mtr Antwort mit lchönen Worten, sondern wirklich mit heißem ans die Frage: „Warum Nennst du dich Jude?, WaS heißt denn das überhaupt: Jude sein?" Getviß. ich sehe so manchen Leser dieser Zeilen oen Kops schütteln und sagen: „Wenn es auch der Schreiber vielleicht nicht weis;, ich weiß ganz genau, daß ich «in fluten Jude bin!" Und er sagt es auch Ncher ans fester Ucbcrzengung. Doch die Gesamtheü der heutigen Juden ist weit entfernt vom wahren Judcntmn. Auch heute noch, da das Unglück einen jeden tief getroffen hat, gibt es noch viele unter uns, die zwar entrüstet wären, spräche man ihnen ab, gute und richtige Juden zu sein, die cs aber fast ebenso entrüstet ablchuen, einen Gottesdienst zu besuchen. Ja, munchmul ist man direkt versucht daraus hinzuwcisen, daß cs auch noch so etwas wie eine jüdische Religion gibt. Tie erste Forderung, die aber nicht mir eine solche bleiben darf, sondern deren Erfüllung jedem von uns eine Herzenssache sein muß, ist: Es muß Schluß geinacht werden damit, daß der einzelne so handelt, wie es seinen persönlichen Ansichten und Bequemlichkeiten gerade entspricht! Tenn Einheit in Form, Auffassung und Tat ist notwendig! Begannen werden muß dabei in der Jugendarbeitk Es muß anfhören, daß es verschiedene Gruppen und Bünde, verschiedene Fronten und Richtungen gibt. Und vor allen Dingen muß anshören, daß eS noch junge jüdisck)e Menschen gibt, die überhaupt nicht ersaßt sind! Jeder junge Jude muß der Gemeinschaft angehöreu. und zwar als bewußtes, arbeitendes Glied derselben. Im Ncichüunsschns; der jüdischen Jugendverbände ist der Aeginn zu einer allumfassenden Organisation gemacht, aber dieser erste Schritt darf nicht der letzte bleiben. Die Zeit dafür ist da! Ter Winter naht und zu Viele junge jüdische Menschen wissen nicht, wohin sie gehöreil! Die Ereignisse des abgelaufenen Jahres sollen wenigstens einen guten Sinn habeil: Die Jndeil wieder zu wirklichen Inden zll machen! Das jüdische Volk war nie ein politisches Volk, auch nicht, als es noch im eigenen Land znsamnlenlebte. sonderil cs war iulnrer im wesentlichen ein Religions-, ein Geistesvolk. Daß es wieder dahin komme, ein Träger des Geistes zu sein, dazu müssen wir arbeiten. Unser Grundsatz. im§ stets bewußt, muß sein: Jude fein. Hecht, jüdlsch leben! Um dieses Ziel zu errelchen. müffen wir jungen jüdischen Menschen die Notlvendigkeit der Einheit erkennen und dieser Erkenntnis die Tat folgen lassen. Dann aber heißt es: Das Jahr beginnt! Junger Jude, an die Arbeit! Luäi H. Steistatw* Kraft. Aus den Hammerschlägen unserer Not erglühe eine stählerne Liebe zu unserem Judentum. Wenn wir uns selbst wieder gesunden haben, werden wir frei und unverzagt weiter wandern, unserer großen Vergangenheit würdig, unseres Wertes uns bewußt, aus unserem Judentum eine lebendige Wirklichkeit machend. Dann wird für uns der Name Jude ein Segen werden; darin wird unser heilig glühend jüdisches Selbstbewußtsein Balsam legen auf die uns geschlagenen Wunden und .die Zcrbrochenheit unserer Seele heilen, und die Not der Stunde wird uns erträglich werden im Aufschwung unserer Seele. Man sage nicht, die wirtschaftliche Not könne einen Grad erreichen, der jeden solchen Aufschwungs unfähig macht. Not lehrt beten. Not erschließt neue verborgene Lebensquellen und rveckt ircue Lebenskräfte. Wir werden freilich die Not nicht bannen durch seelische Kraft, aber werden sie erträglicher machen. Der Jude hat gelebt in vielen Jahrhunderten und lebt vielerorts heute im Osten, trotz und vielleicht wegen seiner Not. Denn nicht die Zeiten und Stätten der Sattheit und des Wohlstands sind die Erzeuger fruchtbaren Lebens, sondern die Zeiten der Not und der Arukut. Nicht was wir haben, nicht was wir gelten, macht uns groß, sondern was wir sind. Sclbstbewußtsein ist das Zauberwort, das einen Menschen wie eine Gesamtheit reich in Armut, frei in Knechtschaft, adlig in Verfemung macht. Jeder ist nur wahrhaft glücklich, wenn er aus dem Platze steht, wo er nach | Ueber | | Weltallmeilen... j |= (Aus dem Zyklus „Die Nachtwache.) D | Von ERNST LISSAUER. | Ueber Weltallmeilen, D ff Jubelnd und jagend, ff ES Willst du schimmernd zum Ziele weh*n, ff D — Flug und Wucht ff ff In Geistes Zucht — ff ff Erdenmeilen, ff ff Lastend, tragend, ff. ff Musst du geh’n. ff ff Ungetümer, SE ff Ungestümer, ES W Bebend in Taumel und Prall und Tumult] ff ES — Ehern der Geist SE ff Hämmert und schwcisst —* SS ES Hast SE ES Zu Rast, SE ff Gewalt ES SE Zu Geduld. ES ili[||li!ll!i!!llllllllllillllllli]l!lllll!lli!iil!l!lllillllllill!ll!llli![!l!li!!lil Geburt und Schicksal hingehört. Kehre um, so ruft uns das Hüttensest zu, aus der unbeständigen Wohnung und weile im ewigen Hause deiner Väter. Don Dr. I. IacoLson Will man sich einen Begriff von dem machen, was noch in guten Zeiten des vorigen Jahrhunderts einer jüdischen Gemeinde das Sutkothscst war, so braucht man nur au das bekannte Bild der Kvhlhöfen-Spnagoge in Hamburg zu denken. Ein unendliches Gewvge festlich gekleideter Männer mit dem traditionellen Feststrauß in der Hand kommt dem Beschauer entgegen, — ein Fest, eine religiöse Hebung, eine religiöse, alle beschwingende und umfassende Stimmung. Nur wenn man sich solche Bilder vor Augen stellt und sich vergegenwärtigt, daß in den vergangenen Jahrhunderten naiver ungebrochener Einheitlichkeit jede Synagoge, in den größten Gemeinden und in der zusammengedrängtesten Siedlung, ein solches Bild bot — in jedes Mannes feierlich erhobenen Händen der synrbvlisch beschwerte Feststrauß des Sukkoth-Zeremoniells —, nur dann kann man begreifen, daß die Masscnhastigkeit der zu diesem Zeremoniell verwandten Naturprodukte findige Köpfe zu Finanzspekulationen und zu staatswirtschastlichen Projekten verlockte. Es soll hier außer Ansatz gelassen werden, tvie die jüdischen Gemeinden selbst für die auskömmliche und rechtzeitigeBeschaffung undBerteilung besonders der mit dein Sulkvthfest verknüpften E t h r o g i m Sorge trugen. Hier soll nur Vvn einigen Fällen erzählt werden, in denen die Ethrogim, jene exotische Citrusfrucht, die der Tradition zufolge sich Adam im Paradies als Apfel darbot, den geldbedürftigen Staaten des 18. Jahrhunderts als Einnahmequelle empfohlen wurden. Im Jahre 1744 unterbreitete ein Prager Jude der Kaiserin Maria Theresia das Projekt, ihm ein Monopol für die Belieferung der Juden in Böhmen, Mähren und Schlesien zu überlassen. Er setzte bei seinem Vorschläge voraus, daß 12 000 Juden ihm Ethrogim abuehmen müßten. In dieser Form kam aber das Projekt nicht zustande, vielmehr wurde der schvn ohnedies durch Sondersteuern hart geplagten böhmisch-mährischen Jtrdenschaft für den freien Einkauf der Ethrogim und Lulawün (Palmwedel) eine Steuer von 40 000 Gulden auferlegt. Allerdings wurde diese Steuer, wenigstens wissen wir dies von der zu einem Drittel beteiligten Judenschast Mährens, schon drei Jahre später erheblich herabgesetzt und bereits 1748 aus Zweckmäßigkeitsgründen wieder aufgehoben. Der Erfinder dieser Ethrogirnsteuer erhielt gleichzeitig 1000 Dukaten Abfindungssumme, bemühle sich aber noch ein Menschenalter später um eine Restzahlung für die Entdeckung dieser Besteuerungsmöglichkeit. Etwa 60 Jahre später, am Ende des Jahrhunderts, tauchte der Gedanke einer Ethrogimstcuer in Oesterreich und in Preußen aus. Drei polnische Juden beantragten 1790 bei der österreichischen Regierung die Einführung einer solchen Steuer. Cie sollte 20 Kreuzer bis erneu Gulden für den einzelnen Ethrog betragen. Die Projektenmacher schlugen ihre Steuerersindung, die doch nur eine Neusiuduug tvar. recht hoch an, sie verlangten dafür eine Prämie von 4000 Gulden. Ten Ertrag einer solchen Ethrogimsteuer werden die spekulativen' Sleucrschöpser nicht gering bewertet haben. Sie wollten für die Pacht dieser Steuer jährlich 150 000 Gulden erlegen und wollten jede Steuerhinterziehung mit einer Strafe von . 25 Gulden belegt wissen. Sie kamen aber glücklicherweise gar nicht in die Verlegenheit, solchen Steuerterror auszuüben, denn der .Kaiser Franz lehnte ihr Angebot ab, weil es ihm widerstrebte, religiöse Handlungen zu besteuern. Ganz anderen Motiven verdankt das etwa gleichzeitige Projekt in Preußen seine Entstehung. In der zweiten und dritten polnischen Teilung der Jahre 1703—05 war dem preußischeu Staat ein ungeheures, in diesem Umfange — Kaliseh, Warschau, Plock und Bialystok waren damals preußisch — nur ein Jahrzehnt festgehaltcues Neuland zugewachsen. Mit diesem Gebiet erhielt der preußische Staat eine für die ihm bisher gewohnten Zahlen- Verhältnisse ganz ungewöhnlich große Menge von Juden. In diesen Juden, ihrer Zahl und ihrer Art, lag ein ungeahnt schwieriges Problem für die neue Herrschaft. Tie reformfreudigen preußischen Beamten konnten und mochten an dies Problem nicht nach den in Westpreußcn geübten Grundsätzen srcderizianischer Bevölkerungspolitik Herangehen, sondern näherten sich der hier plötzlich neuartig gestellten „Judcufrage" Vvn der Seite der Aufklärung her. Sie glaubten sie durch radikale Derufsumschichtung und durch Eimvirkung auf die geistige Kultur der neuen Untertanen lösen zu können. Im Mittelpunkt jener neuen Judcnpolitik stand die Frage der Einführung und Durchführung eines aufgeklärten, germanisatorischcu. Schulwesens. In diesen Gedankenkreis hinein gehörte die Denkschrift eines ungenannt gebliebenen, aber zweifellos den Zirkeln der jüdischen Aufklärer in Königsberg nahestehenden, Verfassers. Diese Denkschrift nannte sich im Stil einer uns heute weltenweit dünkenden Zeit „Plan'zur Einführung eines öffentlichen Unterrichts für die Juden m Süd- und Neuostpreußen, um sie zu brauchbareren und glücklicheren Unterthanen zu bilden". Sie lies darauf hinaus, die geistige Umbildung durch die Errichtung eines Lehrerseminars zu befördern. Zur Finanzierung seines Plans machte der

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