Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 12 (1933)
- Issue
- 33 (17.8.1933)
- Date
- 1933-08-17
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2277379-2277993-2278026--08087-2289052- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Bestandteil des NeichsvolkeZ in dieses eingegliedert bleiben sollen. Wenn unsere Deutung vom Wesen der StaatSbürgerregelimg zutrifft, so würde für da8 deutsch!» Judentum der tiefste Sturz im Verlaufe feiner deutschen Emanzipatlvusgeschichte zugleich auch den Ausgangspunkt eines neuen Ausstieges innerhalb der deutschen Gemeinschaft bedeuten können. Die allgemeinen Gesichtspunkte von der Einschränkung der Freiheit des Jndividnums zugunsten der Gemeinschaft, von der Notwendigkeit einer gewissen biologischen Einheitlichkeit und Auslese würden damit von außen her an das deutsche Judentum herangetragen und gäben ihm damit die Ordnung, innerhalb derer es den Weg der Gruppenemauzipativu beginnen könnte. Der Begriff „deutsches Judentum" erhielte einen neuen und besonderen Klang. Es könnte grundsätzlich zmn gleichberechtigten Faktor innerhalb des deutschen Neichsvolkes werden — gleichberechtigt im System des totalen Staates nationalsozialistischer Prägung, in lvelchem der Katalog der Grundrechte für alle recht dünn sein kann; denn er kommt ohne viele Grundrechte für den einzelnen aus, roeil er dafür der Gruppe Grundrechte im StaatSvrganiSmus zuerkennt. Das deutsche Judentum iu seiner überwältigenden Mehrheit, entschlossen. nicht ans wirtschaftlicher Zweckmäßigkeit, sondern aus seelischer Verbundenheit in der Heimat zu 1 bleiben, auch wenn sie kärglichere - Früchte trägt als zuvor, stellt sich dem ordnenden, ■ Prinzip des Staates zur Verfügung. ES kann ' daS um so mehr, als damit die. Treue zum Judentmn als geistig^geschichtlicher Inhalt nicht nur nicht verboten, sondern im Gegen-' teil zu gelassen und gefördert sein würde. Denn bei der Unmöglichkeit unserer rassischen Gleichschaltung würde die staatlicherseits gekannte und gebilligte Tätigkeit des deutschen Judentums für seine jüdischen Angelegenheiten bei einer Eingliederung des deutschen Judentums in das System des; Staates und das Reichsvolk verstärkt weiterbestehen müssen. Die Führer des deutschen Judentums und seiner Organisationen sind Bürgen dafür, daß ihre Vereinigungen und Körperschaften nur als jüdische Organisationen innerhalb Deutschlands lediglich . jüdischer Arbeit dienen. In selbstverständ- ’ l ich er Loyalität werden sie darauf achten, daß sich dieser jüdischen Arbeit nicht Menschen bemächtigen, die vor deni 30. Januar ihr Judentum nicht kennen wollten oder die stärkste Minderung ihrer jüdischen Werte als Ziel erstrebten und nunmehr ihre verhinderte deutsche Betätigung mit Hilfe jüdischer Organisationen sortsetzen möchten. Das deutsche Judentum will keine Lösung seiner Fragen, die es von Deutschland löst; es null seinen Platz innerhalb der deutschen Ordnung. rr H MW NNO \mmi r v Von Hanns Besftnec Judentum ist für den deutschen Juden wieder mehr als Synagogenbesuch an Neujahr und Bersöhnuugssest geworden. Sein Jude-sein erfährt er heute anders und stärker als nur durch die religiösen Zeremonien, die . Geburt, Eheschluß und Grablegung des Jndividuulns umrahmen. DaS sind erste unbeabsichtigt-zwangsläufige Rückwirkungen jener totalen Neuordnung, die dein einzelnen vielleicht zunächst nur in bitterem Verlust persönlich wohlerworbener Rechte spürbar wurden. Judentum ist wieder Kvllektivschicksal, das alltäglich bewährt werden muß. Wir gedenken seiner nicht mehr allein in der stillen Sammlung eines Feiertags im Gotteshaus, sondern erfahren, wie unser ganzes Sein, unser Tun und Lassen davon, und gierst davon bestinunt sind. Es ist eine harte, grausame Zeit für Menschen, die gewohnt waren, sür sich iu täglicher Pflichterfüllung iyrem erlernten Berus nachzugehen lind so dem Laude zu bienen, in dem ihre Wiege wie die ihrer Väter stand. Wieviel unsäglicheu Leides lvird ein jeder von uns heute in seinem nächsten Kreis Zeuge, und all dies inmitten eines Ausbruchs, den Millionen Deutscher seit Jahren herbeigcschut haben und der die ganze Nation in seinen Rhythmus schlägt. Wir sollen ausgeschlossen davon sein, schlimmer noch, wir gelten sür viele als Verkörperung des Fluchs, von dem die Nation sich befreien müsse. Darf es dabei sein Bewenden haben, daß wir die Einbuße, die der einzelne erfuhr, als unverdientes Los entschlußlos beklagen? Lautet unsere ganze Antwort ans das Geschehen, das über uns kam, daß die Männer Ordensbänder ins Knopfloch tun, daß Väter und Söhne den Opsertod teuerster Angehöriger beschwören und so ihre eigene berufliche Fortexistenz formell zu sichern trachten? Verspüren wir nicht, daß auch in uns gestaltende Kräfte neu sich regen müssen? Aber noch sind wir wie ein Hause, der mitten im Ailsturm der andern sich formieren soll. Wo ist unsere geistige Front? Welches ist die Marschrichtung, die nun schon im Feuer abzustecken ist? Verhehlen mir es uns nicht: der Gott, den zu erleben wir noch fähig waren, war vielleicht die dunkle Schicksalsmacht, die die Gewalt hatte, nächste Angehörige zn sich zu versammeln, — aber nicht der Gott, dem wir alltäglich Rechenschaft schulden. Gott war zu einem Dogma verblaßt, nicht nur die Urwirklichkeit, in die wir eingebettet sind. Und jetzt greift die Urgewalt in unser Leben ein: unser Gott, der Gott unsrer Väter! Dürfen mir uns ihm entziehen, mie einzelne schon taten, die dies Leben von sich warfen, weil es ihnen unerträgliche Aussichtslosigkeit scheint? Diese Flucht ins Nichts im Vollgefühl eigener Gotiesgewißheit überheblich zu verurteilen sei uns gleich fern. Und doch wird da mir eine Leere sichtbar, die schon vorher bestanden haben muß, vielleicht eben verdeckt burrfj gestillte äußere Bedürfnisse. So wendcil wir uns an die, die —, nach einem Wort von Franz Rosenzweig — wede r Gläubige, n o ch Ungläubige sind, die nicht Glauben oder Unglauben haben, sondern denen Glaube und Unglaube geschehen. Der Fluch der Moderne — unb ihn will auch der Nationalsozialismus in Deutschland überwinden — hat Meuschenmasseu iu steinerncu i)tiefenftäbien zusammengeballt. Je mehr ihrer darin an Zahl wurde, desto einsamer wurde der einzelne. Aller Wurzelhaften geistigen und natürlichen Bindung bar, nur auf die eigene Erhaltung bedacht, gleichgültig, ob Prolet oder Intellektueller, ans dauernder Wanderschaft von einem Haufen zum andern, das waren hervorstechende Kennzeichen des Großstädters. Und mir Inden in Deutschland wurden immer einseitiger Großstädter. Statistiker zeigten an uns die Folgen der Verstädterung in ziemlicher Reinkultur ans: einseitige Berussschichtung, Gebnrtenstreik, Disposition zu geistigen Krankheiten, hohe Celbstmordzifser, Vergreisung. Doch dabei hatte es nicht sein Bewenden. Der Wettbewerb der Großstadt erzeugt gerade bei schwächeren Individuen zwangsläufig eine artistische Hochzüchtung inr marktschreierischen Anpreisen der eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten. Wie leicht wird daraus Betrieb nur um des Betriebes willen! In dieses sinnlose Gewimmel ist der Blitz gefahren. Verstehen wir, daß — unbeschadet zunächst der Art, wie das Gewitter uns als einzelne Inden trifft — die schwüle Lust, die über den Großstädten lagerte, von einem Reinignngssturm wieder in Bewegung gebracht werden mußte. Aber verkriechen wir uns vor dem Unwetter nicht in noch stickigere Keller. Es wird uns auch dort erreichen. Der Hammer-Verlag Theodor Fritsch (Leipzig) übersendet uns unter Bezugnahme aus 8 11 des Preßgcsctzes zu unserer Veröffentlichung bezüglich Herrn Theodor Fritsch in Nr. 82 vom 10. August 1983, Seite 2, folgende Erklärung: 1. Es ist u n w a h r, daß die in obiger Nummer veröffentlichte Urkunde ein Ehrenbürgerbries der Stadt Ludwigs- Hasen a. Nh. an Herrn Theodor Fritsch ist; wahr ist vielmehr, daß es sich um eine Urkunde über die Umbenennung der Walther-Nathenau-Straße in Theodor- Fritsch-Straße handelt. Wir warnt weder Gläubige noch Ungläubige, sondern Glaube und Unglaube geschahen uns. Seien wir bereit und erkennen wir im Alltäglichen des Kampfes um die bloße Existenz daS Ucberalltägliche der ewigen Wiederkehr. Wir sind nicht vereinzelte Individuen, denen unbegreifliches Unrecht angetan wird, sondern wir sind ausgerufen, im Verharren, die Wirtlichkeit unserer Gottesgemeinschaft zu bezeugen. Wir sind noch nicht Gläubige; denn wir wissen noch nicht. Wir sind aber auch nicht mehr reine Ungläubige; denn wir spüren dumpf, daß tief iu uns ein geistiges Erbe verschüttet sein muß. Wieviel auswegloser erscheint, verglichen mit unserem Geschick, dasjenige einer anderen Gruppe iu Deutschland: der nichtarischen Christen. Ter neue Staat kann sie ebensowenig als Volksgenossen anerkennen, wie wir, deren Bekenntnis ihnen fremd ist, ihnen Heimat zu bieten vermögen. Aber für uns können wir eine neue geistige Existenzgrundlage finden, die alte, die nur uns oder unseren letzten Vätern verlorengegangcn war. Der deutsch-weltbürgerliche Humanismus ist abgelöst durch den christlich-völkischen Totalitätsauspruch. Bekennen wir uns zu dem Bilduugsideal eines jüdische n H u m anis m u s. Ein solcher jüdischer Humanismus ist allerdings nicht etwa durch zwei wöchentliche Neligionsstunden im' Schulunterricht der Jugend zu erfassen, so wenig er durch geistige Inzucht gefördert werden kann. Auch machen weder Begriff noch Inhalt dieser Forderung Anspruch darauf, ein zufälliges Schlagwort zur geistigen Krisenüberwindung zu sein, dessen Befolgung in ein neues Ghetto führen müßte. Soviel wir wissen, tauchte die Idee eines jüdischen Humanismus in Deutschland zum erstenmal nach dem Kriege in einem Kreise jüdischer Gymnasiasten und Akademiker aus, die aus der deutschen Wandervogelbewegung ausgeschlossen, sich untereinander zusammengetan hatten. Platon, Shakespeare, Goethe, Hölderlin ltnb Stefan George waren ihre Führer in einer durch Krieg und Umsturz verwirrten geistigen Meli. „So mußt du sein, dir kannst du nicht entsliehn" lasen sie bei Goethe. „Wer je die Flamme um* schritt, bleibe der Flamme Trabant", und 2. U n wahr ist, daß der Hanuner-Berlag diese Urkunde in einem Prospekt abgedruckt hat; w a h r ist vielmehr, daß die Urkunde, sowie das Begleitschreiben des Bürgermeisters von LudwigShafcn a. Rh. lediglich als Mitteilung an die Bcrlagsbuchhändler und Sortimenter sowie an die . Hammer-Leser benutzt worden ist. 3. Es ist auch unwahr, daß die Urkunde als Reklame für die B ü ch e r des Hammer-Berlages benutzt worden ist; wahr ist vielmehr, daß eS. sich um eine in der gedrängtesten Kürze gehaltene Mitteilung än einen Kreis von Personen handelt, die aus gleicher völkischer Einstellung heraus Interesse an der Ehrung Theodor Fritschs haben. ‘ „fehlt ihm der Mitte Gesetz, irrt er zerstiebend ins All" hieß es bei Stefan George. An diesen deutschen Geistern erlebten sie — ihr Judesein. Martin Buber sprach sie vom jüdischen User aus an: seid die „Herren der Mahl" zwischen außen und innen. Buber und Franz Rosenzweig. jeder sür sich und beide gemeinsam, erschlossen ihnen in Arbeitszirkeln und durch Übersetzungen in neuem Geist das jüdische Erbgut. Diese „Konventikel" mögen damals vielen mehr spielerisch und exklusiv, . als nötig sür eine breitere Wirkung je geeignet erschienen sein. Heute können wir diesen Männern und Jünglingen nur Tank wissen dafür, daß sie aus soviel „unpraktische" Dinge Zeit verschwendet haben. Tenn ihnen schulden wir das Bild des geistigen Menschen, der die großen Geister Europens verehrt, die wir nicht missen können, und der sich tief verwurzelt fühlt in jüdischem Kulturgut. Wer iu diesen Tagen, die sür uns einzelne soviel Urnwätzendes mit sich brachten, nach des Tages Erregung abends zu der Bibel als einem vertrauten Buch zu greifen vermochte, der erfuhr, daß ihm in Wirklichkeit nichts Erstmalig-Einzigartiges widerfahren war. „So mußt du sein, dir kannst du nicht entflieh::." Lest es selbst nach in den Berichten über unsere Frühzeit iu Aegypten und den Bund, den wir in der Wüste aus uns nahmen, hört es aus den Klagen und Hoffnungen der Psalmen, nehmt die Haggada vor und das Buch Edom, das vom Geschick der Kreuzfahrertage handelt! So wird uns grundlegendes Gebot im Kampf um unsere Selbstbehauptung, noch vor. allen notwendigen gegenständlichen Bemühungen, das Wort unserer Weisen: „Je ul'mad". Geh aus und lerne! * Diesen Aussatz entnehmen wir dem August- Heft der Zweimonatsschrift des „Morgen" (Philo-Berlag, Berlin), die unter dem Motto: „Unser Wille zum Leben", Beiträge zu den Fragen der Zeit steht. Sie enthält u. a. Aussätze von Hans Bach, Heinrich Stern, Heinz Kellermanu, Max Dieueinanu, Julius Bab. Julius Galliner, Jakob Horowiy, Hermann Bogelstein, Kurt Bcrgel, Betty Markus, Pauk Schreiber, Max Schindler, Martin Goetz. ZUC IMhM btt AWWMSWKhl Rechtsanwalt Dr. Oswald Freister, der Gauobmauu des nationalsozialistischen deutschen Juristenbundes, Gan Kurhesseu, wendet sich in der „Hessischen Volksmacht" dagegen, daß arische Prozeßparteien sich jüdischer Prozeßvertreter bedienen. Die „Bossische Zeitung" vom 12. August (Nr. 381) weist demgegenüber aus einen Erlaß des Reichsjustizkommissars Frank hin, der sich gegen jede Störung der Rechtsordnung wendet, und schreibt: .. Mit dem totalen Staat ist es nicht in Einklang 31t bringen, wenn neben seinen amtlichen Organen Einzelpersonen und Personenvereinigungen ihre Ansichten . . . zur- Geltung bringen wollen. Der heutige Staat hat nur das Wohl des Ganzen im Auge und unterscheidet sich insoweit grundsätzlich von seinen Vorgängern, als er Jnteressentengruppeu und Sonderwünsche nicht zur Geltung kommen laßt. Wenn sich jetzt eine nichtamtliche nationalsozialistische Stimine dagegen wendet, daß sich Prozeßparteien jüdischer P r 0 z e ß- Vertreter bedienen, und damit droht, derartige Bortommnisse fortlaufend zu veröffentlichen, dann kollidiert das mit dem Anspruch des Staates, allein von sich aus die Rechtspflege zu ordnen. Ter neue Staat hat genau sestgelegt, wer vor Gericht Parteien vertreten darf. Wenn er auch einige n i ch t a r i s ch e N e ch t s a n w ä l t e zugelassen hat, dann hatte er sicher seinen Grund dazu. Greisen Unbefugte in den feinen Organisnnis der Rechtspflege .durch Beschränkung der Freiheit der Anwaltswahl ein, dann wird dadurch auch die Rechtsfindung selbst und damit die Autoritär des Staates gefährdet . . / AWWs.VZO«8r lief sf 81 «WA Für jüdische Aerzte, die als Kriegsteilnehmer oder Altapprobierte auch jetzt noch zwecks Zulassung zur Kassenpraxis ihre Eintragung ins Arztregister beim Oberversicherungsamt beantragen können, sind einige Umständlichkeiten des Verfahrens von Wichtigkeit, wenn sie den Antrag aus Eintragung ■ ins Arztregister mit allen darin vorgeschriebenen Unterlagen beigebracht haben und nach der Eintragung aus die Zulassung durch das Schiedsamt warten. In den meisten Fällen ' kommt jetzt die außerordentliche Zulassung durch die örtliche lässenärztliche Vereinigung in Frage und bedarf nur der Bestätigung durch das Schiedsamt beim Oberversicheruugsamt, durch das die „ordentlichen" Zulassungen beschlossen werden. In Berlin erfolgen aber auch die vorläufigen außerordentlichen Zulassungen durch das Schiedsamt, das bereits in seinen Sitzungen vom 5., 12. und 19. Juli die außerordentliche Zulassung von 18 praktischen und 60 Fachärzte:: vorläufig beschlossen hat. Da die Beschlüsse des Schiedsamts im „Amtsblatt für den Lande s p 0 l i z e i b e z i r k Berlin" veröffentlicht werden, das in..Publikumskreisen wenig gelesen wird, und da die Aerzte, über die verhandelt wird, zu den Sitzungen keinen Zutritthaben,- auch eine vorherige Ankündigung der Sitzungen nicht erfolgt, ist es sür die ' Interessenten .wichtig, im Amtsblatt nachzu- 9' lesen, ob ihr Name in einem Beschluß dc Schiedsamtes unter den Zulassungen genau: ist oder nicht. Im letzteren Falle empjiehlt c sich, bei dem Arztregister des Oberversichl rungsamtes nachznsragen, ob in der betressei den Sitzung auch über den nicht im Beschlu genannten Arzt verhandelt worden und c etwa übergangen worden ist. Tann wüi beim Schiedsamt des Oberversicherungsamtc sür eine Gebühr von 5 Mark die Erteilmi einer Ausfertigung des bezüglichen Beschlusst zu beantragen. Nur so kann unter Umstäi den die Frist zur Revision an das Reichschiedsamt beim Neichsversicherungsamt i Berlin innegchalten werden. Diese Revisiv ist sür die übergangenen Aerzte nämlich m binnen einem Monat nnch Beendigung bi Aushangssrist möglich, die für die oben g nannten drei Berliner Sitzungen a: 5. August endet, also sür diese Fälle bis z ui 5. September. Vinnen zwei Wochen nac Beendigung der Aushangssrist kann die Er teilung einer Ausfertigung beantragt werde: In diesem Falle beginnt der Laus der Rechts mittelsrist erst mit der Zustellung der V! schlußaussertigung. Auch außerhalb Berlins empfiehlt es sic in jedem Falle, sestzustellen,. in welcher Zen schnst die Beschlüsse des Schiedsamtes bei: Oberversicherungsamt veröffentlicht werde: H, G,