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Central-Verein-Zeitung · 1933-07-13 · 28 (13.7.1933) · p. Seite 277

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
28 (13.7.1933)
Date
1933-07-13
Page
Seite 277 (sequence 9)
Language
German
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277 T7S oe .1 n j? uu : f; j n .LJLlJlJlJ. n r LLi .''sLs ..Li n r\ /?yn AliniiiD< Dis $?ttfr<&n jüdifchsn Hilfs- und BsreLurrgSstellsn | Tie?:n'r;cL.un]cn des Eüft -5'üfj r e :ibert 3hK»idnr;eä’*ti^ „ZentralausschunsZ der deut-! scheu Juden für Hilft und Aufbau" mit den enges-chlossrneu Organisationen buben ihren Abschluß" gesunden. Es wurde 'eine zwcckentsvreci'ende Arbeitsteilung zwischen den der-- schied-.nen £ry:u\anoivcn scsteestellt und die nollrcu.dige Gliederung der Ärbeiisgcbiete vor-- geuununen. Ter Geschästssührende Ausschuß sucht feine Aufgabe darin, den „Zentralausftchusch organisatorisch allmählich?u derjenigen Stelle auszuacstatten, die planmäßig und syste- 4 mati'ch die Leitung der sozialen und Lllirt» - schasie-tuaftnatunen des deutschen Judentums j durck Tllrt. Leben der Weitcrsübruna und besseren Organisierung der Wohlfahrtspflege wird es sch in: gegenwärtigen Stadium vor altem darum handeln, die verschiedcueu Arten der B)iriuchaftsh;Ife auszugestalten. Es handelt sich dabei uw die fragen der Arbe i tsverru\irluug, BeruisumfchiHung)' Kredithilfe, Aechls- und Asirt'cha.stsberatnng. In diesen: Zusammenhang in zu erwähnen. daß auf Grund der Verhandlungen :nit dem Geschäfts führenden Aus- . schuß die .^Zentralstelle für jüdische Osirtschastshllse' mit den anderen Neichsorganisationen räumlich zu'anunengelegt worden ist. - Für Berlin ist' zuständig die ,.Wirtschaft?- stelle der Jüdischen Gemeinde zu Berlin", Berlin di 24, Oranienburger Straße 3l. ML der „ZeuLraluelte für jüdische Wirtscheu sh ilse" sichen im Arbeitszusammenhang: 1. ,2fturiAisch-wirbschastliche Beratungsstelle des k. VT, Berlin W 15, Emser Straße 42. 2. ,Lcntra-stelle für jüdische Tarkehnskaffeu" LKrcdimerrnittlung an Tarlehnskassen), Berlin-Eharlottenbnrg 2, Kantstraße 158. 3. ..Vereinigte Zentrale für jüdische Arbeitsnachweise" (Arbeitsvermittlung und Derussberatungch Berlin - Eharlollerbnra 2, Kanistraße 158. 4. „HauptfLclle für jüdische Wenderfürsorge" (Turchmandcruttg und Rückwanderung), Berlin- Eharlotwnburg 2, Kantstraße 158. Für die Bearbeitung der Wanderungsfragen ist zwischen den zuständigen Bereinigungen folgende Vereinbarung erfolgt: Tie „Kau Pt stelle für jüdische Wanderfürsorge", Berlin. - Ebarloüerbnrg 2, Kantstraße 158, ist zuständig für Rückwanderung, der „Hilssvereiu der deutschen Juden", Berlin \Y 30, MarLin -Lmher - S: raße 91, für Wanderungen im allgemeinen, das„Pa!astina-A:nt", Berlin ÜV15, Meinckestraße 10, für Auswanderung nach Palästina. Es wurde feiner festgestellt, daß die Wanderungsorganifationen, abgesehen von der rein für sorge rischen Betreuung der Emigranten, auch alle anderen mit der Auswanderung zusammenhängenden Fragen (Beratung, Berufsumschichtung) bearbeiten. WohlfahrLstranke in jüdischen Krankenhäusern Entgegen den Mewungon, daß jüdische Wohlsahrtslranke auf Kosten drs Wohlfahrtsamtes der Stadt Berlin nicht mehr in ein jüdisches Krankenhaus eingewicsen werden dürsten, macht uns das"Israelitische Krankenhenn, Berlin L 24, Elsässer Straße §5, darauf aufmerksam, daß die Kündigung seines bisherigen Vertrages mit der Stadt Berlin erst zum 20. September d. I. erfolgt ist. Temnach haben bis zu diesem Termin jüdische Kranke, wie bisher, Anrecht auf Ueberweisung in das Israelitische Krankenheim. Ten Wohlfahrtsämtern wie den Wohlsahrtsär.sten und dem Retümgsamt steht der Wortlaut der Kündigung zum 20. September 1033 jederzeit durch das Krankenheim zur Verfügung. Achtung, jüdische Arbeitnehmer! Wie in den „Fnsormationsblättern" (Ar. 6 vom 1. Juli d. I.) mitgcteilt wird, wendet sich der „B und der jüdischen A r b e i t - nehmer" in einein Ausruf an die jüdischen Arb-eitnehmer, ihm Leizutreten. Er sügt die Mitteilung hinzu, daß er die Ausgabe übernommen habe, die jüdischen Arbeitnehmer Zu sammeln und ihnen eine' .Interessenvertretung Zn bieten. Es wird in den „J-üormatiousbläuern" darauf hingewie'en, d^ß der „Bund der jüdischen Arbeitnehmer" in keinerlei Verbindung mit der „Reichsvertretung der jüdischen Landesverbände Teutschlands". dein Zentralausschuß der deutschen Juden für •'oilie und AuAau" oder einer der ihnen angelchlosieuen jüdischen Organisationen steht. Es scheint nicht z w c cf in n B i g , in: schigen Augenblick, in den: die CewerkschasLsirage noch ungeklärt ist, die S r n n d u n g j ü d i - scher A r b e i t n c h m e r o r g a i: i s a t i o - r» e n VorZu-nehmen. Hausangesieltte! Ter Verband Berlin des „Jüdischen Frauen- Lundes E. VA Leilr mir. daß B o r derert u n g s t u r s e f ü r 5c u sauge ft eilte arn 17. Juli beginnen. Tie Kurse sollen jungen Mädchen, die ihre Berufsausbildung nicht zu Ende führen konnten, den UcHergang in dis Haushaltsarbeit erleichtern. Ein geringer Ilukostendeilrag wird verlangt. Persönliche Anmeldung au Frau F. E! k a n, Berlin \\r 15, Sächsische Straße 2. am Renntag, dem 16. Juli, Zwischen 11 und 13 Ilhr. Gcschäftöstcrrc dcr rüdiscllen L-.andwcrfcr« rmd MrtteLstaridsorgQuisQiiouctt« Tcr Zentral v e r b a n d jüdische: 6 ß n ln» c r f c r Deutschlands E. V„ der D-rcin ülbnändiger Handwerker jüdischen Glauvcns E. D. und der: R e i 6) - v e r b a n d dejüdischen Bl i t t e! - st a v. b c § ßeben bekannt, daß sich ihre gemein* saure be'chästsstcllc ab 12. Juli in Berlin W v/)4 SlodiDbitT 8 tTrl.: B4 Bavaria 1036) benndcr. wird, rann nur gelingen, wenn gleichzeitig . mit ihr eine neue geistige jüdische Einstellung Platz greift. Wir wollen keine Hand-verker und Bauern schlechthin; wer immer das Weiterleben des Judentums wünscht, muß den deutschjüdischen Handworker und Bauern wollen, d. h. einen M^lAcheulup, der in seiner beruflichen Neuem stell ung eine persönliche wie eine :j gruppenmä.ßige Aufgabe für das Judenj iuin erblickt. S v wird jüdischeBil- ) düng nicht der wohlgemeinte Zeitvertreib einiger „Gebildeter",fouderndiegeistigeundseel i s ch e B o r a u s s e tz u n g a u ch f ü r d i e wirtschaftliche N e n g e st a l t u n g des deutsche n Judentum s. Es erhellt hieraus, daß eine solche Arbeit nicht auf das individuelle Vorgehen einzelner gegründet bleiben darf, daß vielmehr stärkste Zuftunmensasjung der Kräfte und zentraler Einsatz von einer Stelle l aus notwendig sind. Der n e u g e g r iln * | bete Erzie h u n g s a u s schuß der! N eichsvertretun g der deutschen i Juden kann dieses Wer? bewältigen, wenn ' er sich die Aufgabe setzt, unter Verzicht auf alle Blicke nach rechts oder links ein Erj zTH'rMgspregrannn für das deutsche Judenj tum anstglstellen und dies sogleich tati fxajiig in Angriff zu nehmen. Zu diesem Zwecke muß die gesamte jüdische Jugend, angefangen vom Kindergarlcnkind bis hinauf zum in den Berus eintretenden Jugendlichen, erzieherisch erfasst werden. Das wird nicht ohne eine gewip.e planvolle Vereinheitlichung der Arbeitspläne und Organisationen zu erreichen sein. Das Arbeitsgebiet eines solchen Erziehungsrates, der eine bevollmächtigte OrganrsaLwn der Neichsvcrtretung darstellt, wird also der jüdische Kindergarten, die jüdische Profanschule. das Religionsunterrichtswesen, das jüdische Jugendbildungswesen sowie insbesondere auch die Sorge für den in der Verussausbildung befindlichen Jugendlichen sein. Ein Netz von jüdischen Kindergärten, Prosansckulen' sowie Bildungskursen für Jugendliche wird aus gebreitet werden müssen. Hierbei ist der Ansbildung der notwendigen Lehrkräfte besondere Sorgfalt zuzmoenden. Cie sollen ihre Erziehungsarbeit nicht nur aus der Grundlage soliden Fachwisiens, sondern auch einem reichen Schatze jüdischen Wissens und jüdichen Geistes heraus leisten können, im ’iarfcn Bewußtsein ihrer allgemeinen deutchen wie auch ihrer jüdischen Verantwortung die Kinder und Jugendlichen formen. Atanchem, der durch die Not des Tages kleinglänchig geworden ist, wird das geforderte Werk unmöglich erscheinen. _ Er möge gerade aus unserer jüdischen Geschichte die Lehre ziehen, daß auch in den Zeiten der grössten Not das Judentum sich immer wieder erheben konnte, wenn es nur zu den eigenen geistigen Leitern zurückkehrte. Wir alle, gleich welcher jüdischen Richtung, hoffen/ daß es uns oder^ späteren Generationen einmal vergönnt sein möge< glücklichere Tage zu sehen. Sorgen wir dafür, daß diese glücklichere Zeit eine deutsche Judenheit antrifft, die im starken wusstfein ihres jüdischen Wertes unserem .Vaterlande vollgültige Bürger zu stelle:^ vermag. Leinr Olm. Ter preußische KulLnsministtk^ftcllt itt einem Erlaß im Hinblick aus vereinzelte Fälle fest, daß die früher ergangenen Erlaße noch in Geltung sind, wonach jüdischen Eltern, wstcho aus religiösen Motiven ihre Win der am Sam-mg genz oder für die Stunde des Golteedienstes vom Schulbesuch entbunden zu sehen wünschen, das gebührende Berücksichtigung nicht versagt voerden kann, und w'vnach jüdische Schüler nno Schülerinnen aus ausdrücklichen Wunsch per Eltern auch vom Schreiben und Zerchncn zu befreien sind. Für die aus derartigen Versäum. nisien den betresfenden Schülern ur:d Sch-llerinnen etwa entstehenden Folgen übernimmt die Schule aber keine Vcranllrortu.ng.

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