Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 12 (1933)
- Issue
- 24 (15.6.1933)
- Date
- 1933-06-15
- Page
- Seite 227 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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227 VSEhUlAfFh -.rrrv* ly mAE PÄ^KHOTiL Lli”“rÄ8m®t; Dörn dsi ösr Glpmplaöel . Vor kurzer Zeit hat die Deutsche Turner sch a ft beschlossen, sinnliche Richtarier ohne Ausnahme aus 'ihren Reihen auszuschließen. Es war bei der Haltung der deutschen Regierung den Juden gegenüber auch selbstverständlich, daß Inden die deutschen Farben im Sport nicht mehr repräsentativ vertreten sollten. In der Praxis wurde dieser Grundsatz auch bereits durchgeführt. Zum Beispiel durfte Prenu, vorher Deutschlands umjubelter Lennissteger, zum Kampf um den Taois-Eup nicht aufgesteltt werden. Um so erstaunlicher ist, daß vor wenigen Tagen der deutsche Delegierte beim Qlmypischen Kongreß, Tr. Lewald, versicherte, daß grundsätzlich die deutscheil Juden aus der deutschen Mannschaft für die nächsten olympischen Spiele nicht ausgeschlossen sein würden. So erfreulich diese Tatsache an und für sich ist. so bedeuten swert sind doch folgende . Fragen: Tie Auswahl der Mannschaft und das Training für die Olympiade beginnen schon jetzt. Wie können die wirklich in Frage kommenden Juden trainieren, wenn sie keine eigenen Sportplätze haben? - Welche Sportinstan; wird sich nur sic kümmern, nachdem sie aus der deutschen Sportgemeinschaft teils ausgeschlossen, teils ' dein Ausschluß durch SetbstausLritt zuvorgekommen sind? Anläßlich des Endspiels um die dcnlsche Fußball Meisterschaft hielt Rcichssponkomnüffar von T s ch a m mer - £ ft e n eine Ansprache an die Führer der Sportverbünde und Sportvereine, in der er erklärte, die Vielgestaltigkeit des dcutsch-en Sportwcsens bringe noch abschließende Nachprüfungen mit sich, um Eingriffe 311 vor» meiden, die den Körper dieser Bewegung stören könnten. Er hoffe zuversichtlich, bald zu dem Ruhestand zu gelangen, der es ermögliche, das Deutsche Sportleben völlig in den Dienst der v ö l k i s ch e n A 11 f b a u a r b c i t gu stellen. Tic Neugestaltung des Sportwesens brauche nicht durch Gesetzeskraft unterst ricl)en zu werden, sie müsse ans der vaterländischen Gesinnung aller Tent'chen rrwachscn. Die Aufgaben des Sports seien sowohl national wie international. Bei der Au-wahl deutscher Reprä'-cntantcn im Sport kämen aber nur noch wirkliche Kämpfer in Frage, die ihren Sport ans ideellen Gründen betreiben. In der Arückfrage sei es ein Gebot der Stunde, diplomatisch vorzugehcn, was man ihm schon überlassen könne. Elternhilfswerk für öle Mische Jugenö Am 22. Juni wird sich in Berlin ein -Ellernhilsswerk für die jüdische Jugend gründen. Eltern schulpflichtiger Kinder und sonstige am Hilsswcrl für jüdische Jugend inleressierle Persönlichkeiten mögen sich schriftlich an Herrn Dr. Hclsst, Berlirr-Halcnsce, Joachim- Fried rich-Ttratzc 4, wenden. r [zz:z:zzz::IIZI:zz^IZz:zz:z:zz:Il^ DES BERLINER TAGEBLATTS setzt am Sonntag, den 18. Juni 1933, die grundlegende Erörterung des Themas Sfesrtslhfesa’eirti: men muemsema V fort. Sonderdrucke dieses Beiblattes vom Sonntag, den 4. Juni, in der das Problem der Einordnung der deutsdien Staatsbürger jüdischen Glaubens in den neuen Staat erstmals im Rahmen einer Tageszeitung in breiter Front aufgerollt 'wurde, sind kostenlos erhältlich durch mim «1 fi ti f\ i t: r*! ij; I n i 1 i p VERTRIEBSABTEILUNG BERLIN SWiOO ezizzz:iz~z~ L