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Central-Verein-Zeitung · 1933-06-08 · 23 (8.6.1933) · p. Seite 214

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
23 (8.6.1933)
Date
1933-06-08
Page
Seite 214 (sequence 6)
Language
German
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ri4 siionen verwenden zur Zahnpflege morgens und abends CHIorodont. Warum? Tausends können sicli irren, Millionen aber nicht, sie ne Innen nur Cliloro doiit (Antwort auf unsere Preisaufgabe) Reichsdurchfchnitt, ebenso in Bayern und Hessen mit 7 Prozent bzw. über 6 Prozent. Auch in den Reformrealgymnafien ist die absolute Zahl der jüdischen Schüler mit über 1500 im ganzen Uebersicht NI DiejüdischenSchülennnen inden einzelnen Arten der höheren Schulen Deutschlands ün Schuljahr 1926.22 Schulart Zahl -er jüd. Schülerinnen im Schulsahr 1926 27 Xon 100 Schulenden waren güt innen Lwcen und Qbcrlnzccn Höhere Mädchen- und Mädchen-Realschulen 8520 4.20 Cvmnafralc Anstalten*) . . ♦ » 1146 2.41 Reargymnastale Anstalten**) . . . 21 Lbcrrealschnlrichiung. L — Grundständige deutsche 640 5.17 Oberschulen.... 103 53 Ausbauschuren ... 8 O.SO Frauenschnlcn . . . 18 4,45 Sonst, höhere Lchulen 93 3,So 10574 3.92 *) nur in Württemberg. **) nur in Änhalt. Mich beachtlich, in den Berliner Anstalten dieser Kategorie wird jedoch noch nicht einmal ein Prozentsatz von 3 erreicht. In der Provinz Hessen-Nassau ist dieser Typ der höheren Lehranstalten hinsichtlich des jüdischen Anteils von säst 7,5 Prozent erheblich bedeutsamer. In den Hintergrund treten die Protz h m n a s i e n, bei denen eine nennenswerte Zahl nur für Bayern mit 52 jüdischen Schülern herauszustellen ist, was einem Prozentsatz von 2.34 entspricht. Zurück treten absolut und prozentual weiter die R e a l p r o g y m n a s i e n und ebenso die Reform realprogymnasien, letztere mit Ausnahme der Provinz Hessen-Nassau, wo eine größere Zahl von jüdischen Schülern ihren Unterricht in dieser Form der gymnasialen Bildung erhält. Ten absoluten Zahlen nach ist der Typus der Oberrealsch n l e n mit über 2600 jüdischen Jungen von Wichtigkeit. Ter Reichsdurchfchnitt der jüdischen Schüler in der Gesamtzahl der Jungen in den Lberrealschuleu mit 2/28 Prozent wird stärker in Berlin überschritten (4,37 Prozent) und ferner noch in Tberschlesien, Hessen-Nassau und Baden (mit je 3 Prozent). Nicht weit hinter den Lberrealschuleu rangiert die absolute Zahl der jüdischen Schüler in den Real s ch u l e n mit über 2400. Ter Reichsdurchschnitt mit über 3,63 Prozent indischen Jungen an der Gesamtzahl liegt höher als bei den Lberrealschulen. In Hessen-Nassau ist diese Schulkategorie unter den Juden stärker bevorzugt als in den übrigen Landesteilen: aber auch Braunschweig liegt über dem Reichsdurchfchnitt. Aus den absolut und prozentual schwächer besetzten übrigen Schulkalegorien der männlichen Jugend sind weitere Besonderheiten nicht hervorzuheben. Bei den Mädchen ist die stärkste Zahl in den Lyzeen und Lberlyzeen eingeschult, lieber 80 Prozent aller jüdischen Schülerinnen höherer Lehranstalten gehören zu dieser Schulgrup/e. Ter Reichsdurchfchnitt von 4,2 Prozent jüdischer junger Mädel an der Gesamtzahl der Schülerinnen der Lyzeen und Lberlyzcen wird innerhalb Preußens überschritten in Berlin und Hessen-Nassau mit über 9 Prozent, in Niederschlesien mit über 6 Prozent, in Bayern mit über 5 Prozent. Ter nächste, sür die weibliche jüdische Jugend bedeutsame Schultyp ist der der h ö Here n M ä d ch e n s ch u l e n lt n d ädche ix - R e a (\ ch u len, eine Art, die in Preußen nicht vorkommt, aber allein außerhalb Preußens finden fast 1200 jüdische junge Mädel in diesen Instituten ihre Schulbildung, davon die stärkste Zahl (fast 500) in Baden, wodurch dort der Prozentsatz auf über 5 Prozent ansteigt, während der in den übrigen außerpreußischen Ländern weit darunter liegt. Nur noch in Sachsen und Württemberg haben die höheren Mädchen- und Mädchen-Realschulen noch eine stärkere Bedeutung. Bon den übrigen höheren Lehranstalten weisen eine stärkere Besetzung nur noch die Anstalten der Ober realsch ulrichtung auf. u^Eiv bei denen der Anteil der jüdischen Mädel im Reichsdurch schnitt bei 5,17 Prozent liegt. In Berlin wieder liegt der Prozentsatz weit über dem Reichsdurchschnitt (9,22 Prozent), ebenso in Hessen (mit 8,22 Prozent). Es ist zu unterstreichen, daß sich die Zahlen auf das Jahr 1926/27 beziehen, so daß nach der Richtung der absoluten Höhe der Angaben bis zur Gegenwart ein st a rker Abstrich zu rn ach e n ist. Ter Beweis dafür kann aus neueren Zahlen, die für den Freistaat Preußen vorliegen. geliefert werden. Es waren in Preußen im Schuljahr 1926/27 10 309 männliche und 7 903 weibliche jüdische Schüler an den höheren Lehranstalten. Am 1. Mai 19)2 5s* trugen die entsprechenden Zahlm nur noch 8717 bei den Jungen und 3388 bei den Mädchen. Bei den jüdischen Jungen, die an den höheren Lehranstalten unterrichtet werden, ist also in der Zeitspanne von cura sechs Jahren in Greußen ein Rückgang von etwa 15 Prozent, bei der. jüdischen Mädchen sogar von etwa 20 Brozent eingetreten. Ta bei der männlichen Jugend nichrjüdischen Glaubens an höheren Lehranstalten der Rückgang nicht ganz so groß ist wie bei den Juden, bei den Mädchen aber etwas weniger groß, so ergibt sich eine Verschiebung der Anteilszahlcn. Wie ans der Anlage I ersichtlich, waren von 100 männlichen Schülern in Preußen - 1926/27 rund 3,3 Prozent jüdisch, bei den Mädchen 4,48 Prozent. Ana 1. Mai 1932 sind cs bei den Jungen nur noch 3.1 Prozent. bei den Mädchen dagegen 5,1 Prozent, lieber:rägt man diese wichtigen Ergebnisse sür Preußen auf das ganze "Reich, was ohne größere Einschränkungen vertretbar ist. so wird man Anfang des Schuljahres 1932/35 etwa mit -2 500 jüdischen Jungen an höheren. Lehranstalten und mit etwa 85O0 jüdischen Mädeln an höheren Leb.raustaltcn rechnen müssen, d. h. mit einem Anteil von 2,5 bis 2,6 Prozent bei den Jungen und von etwa 4 Prozent bei den Mädchen. Trotz dieser erheblichen Senkung der absoluten Zahlen der jüdischen Schüler wird man kaum mit einer starken Verschiebung innerhalb der einzelnen.Schulkategorien rechnen müssen, schon um derentwillen nicht, weil ja auch bei dun nichtjüdischen Schülern nicht zuletzt aus den gleichen Gründen der Wirtschaftsnot der Eltern die Schülerzahl in den höheren Lehranstalten sich vermindert hat. Die jüdischen Schüler und Lehrer in den öffentlichen mittleren Schulen Deutschlands ^tm Schuljahr 1926,22 Lsn-er und Landesleile 11© Ä- Tr «üi DonlvO Schülern w^rrrr Z2hl-cr h^u? Amtlich L2 rntttleren Schulen beschZftigkrn jüorfcheu l r,'-un -er vebr^nNlich an mlnleren Schulen Lr'-Lijr gtcn jüdischen Ztiur i r-h"- ' : rinnen Qstprcustcn . . 156 1 .35 l Berlin .... 1100 7.82 21 23 2 1 Brandenburg . 105 0.82 1 — — — Pommern * « . 96 0,8-0 — — — — (0reinmal*f . . 26 2.15 1 — 3. — Sriedcrschlesten . 121 1.07 — — 3 — Obcrschlcstcn . . 81 3.90 1 — 4 Lachsen .... 70 0.29 r — — Schleswig ... 21 0,15 — — jftrtmtrMter f + 157 0.75 — — 2&uic(cu . . « 198 1.06 — — 4 — L-cssru-Rastan - 242 1.86 2 3 2 — Rhcinprovinz . 301 1.15 1 — 6 2 Preußen « * . 2677 1.46 29 31 23 3 Bayern . . . « 1 1.14 _ _ Lvurtlcmberg « 34 0. £*> — — r 1 Baden . . . « 21 1.41 — — 2 —« Thüringen. . - 10 0.28 — — — McLkü-^chwcrin, 13 o — — — Oldenburg . . « 6 0.73 — — — — Braunschweig ♦ 18 0.52 — — — — Anhalt ... 4 9 0.18 — — — — Lippe . . « . i 0,5 Z- —- — — —- Lübeck .... U 0,59 — — — i — Lvawcek .... 7 3.05 — — — — Deutsches Reich . 2-817 ‘ 1.33 i9 j i 29 | i - *

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