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Central-Verein-Zeitung · 1933-05-04 · 18 (4.5.1933) · p. Seite 159

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
18 (4.5.1933)
Date
1933-05-04
Page
Seite 159 (sequence 7)
Language
German
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m cs wcnigcr aU ein Prozent, in Hamburg >:t Anteil mit Rücksicht d-araas, icr$ nur dü ...nrmsim: in Betracht kormnt. mit 4,55 Prozent fast so hoch n?ie in Preußcn, (in Hamburg sind 175 -ndi'ck? Studenten innerhalb einer Ecs.nn.tzch! van 3777). Einzelncitcn sind aus der llobernch: zn entnchnnn, 7m aas S. 155 abgedrnckr ist. Eine re''on.dcr? Bedeutung kon'ack innerhalb der Studierenden jüdischen Glaubens an den Hochschulen der Benaschen Reiches den Reichsausländer n zu. Innerhalb der (Gesamtzahl der studierenden der deutschen Hochschulen betrug die Ach! der Reichsansländer im ckc.nrncrsemester 1932 5,1 Prozent. Erheblich gröber ist der Anttck jedoch unter den jüdischest Studierenden. Hier sind allein unter den 4352 jüdischen Unwersirätsttudenlen 653 Reich-ausländer, d. h. rund -20 Prozent. An den Technischen Hochschulen ist der Prozentsatz, noch weit höher. Lösern das Studium von Reichsausländem. in Deutschland überhaupt nachküßt, mi:*3 sich der Anteil der jüdischen Studenten or. der Gesamtzahl der Studenten gegenübcr den in den vorgenannten Abschnitten dargelegren Anteilzahlen senken. Tiefe Senkung muß dann noch stärker sein, wenn der Anteil der Rem-ausländer jüdischen Glaubens an Len deutschen Hoch'chulen noch weiter zurückgeht als derjenige der Reichsmusländer anderer Konfeision.eu. # Es ist ausdrücklich daraus hinzuweisen, daß die vorstehenden Zahlen zum größten Teil Durchschnittswerte dar stellen und daß die Einzelwerte, aus denen diese Zahlen entstanden sind, zum Teck erheblich schwanken, insbesondere bei den Wetten, die sich auf größere räumliche Gebiete, nne alw auf das Reichsgebiet oder aus das preußische Ec bi et, beziehen. Ebenno wie der Eesarntanteil der Juden an der deut'chen Bevölkerung z. B. in Stadt und Land außerordentlich verschieden ist (in den Städten und besonders den Großstädten ist er Zum'Teil uni ein Mehrfaches höher als auf dem Lande), "o wird auch in einzelnen Fakultäten der verschiedenen Universitäten bzrv. Technischen Hochschulen odur Handelshochschulcn der Anteil der Studenten jüdischen 'Glaubens höher sein, als er d-m berressenden Landesdurchschnitt bzw. dem Durchschnitt für die betretende Fakultät an mehreren Hochschulen gleicher Art entspricht. Der Ausgleich dafür lvird durch einen geringeren Prozentsatz in anderen Hoch-chulen. bzw. Fakultätnr anderer Universitäten bzw. Hochschulen ergeben. Tie vorstehenden Zissern können daher nur ein allgemeines Bild über den Anteil der Juden innerhalb der studierenden deutschen Jugend geben. Inwieweit aber an einzelnen Universiuiten oder anderen Hochschulen dcr prozentuale Reichs-. Landes- oder Fakultätsanteil überschritten wird, darüber ist aus den vorstehenden Zahlen nichts zu entnehmen. Sofern es möglich ist, für die einzelnen Universitäten und anderen Hcchsckulen noch weiteres statistisches scktteria! bereitzustellen, wird dies in der folgenden Nummer geschehen. R. Gross-Berliner MitgHeder! Der Beitrag für das II. Quartal 1933 ist füllg. Lasst Euch nicht mahnen! Erspart uns unnötige Spesen. CENTRAL-VERFiN DEUTSCH'R STAATS- BORGE« JÜDISCHEN GLAUBENS E.V. Landesverband Gross-Berlin Pcsfrcfcecfcfconfo Berlin Nr 115501 vUUijli-vUPOOljvvv UvJ5Ly ty v<7si^UU-iüUuUUU‘VvJU (Silier unserer Freunde m«ö dein Lande bat nn-5 in diesen Tagen itm Material, das sich niit der Ttcllnng des ^entralvcrcinö zuin Kommunisinnö besagt, da er cs aus besonderen Gründen brauchte. Tie Schriftlcitnng har ihm in cincrn Brief geantwortet, den tvir um seiner Grundsätzlichkeit willen nachstehend wicdergeben. Berlin, den 27. April 1933. Sehr geehrter Herr Doktor! Ans Ihr Ersuchen vom 25. d. M. geben wir Ihnen nachstehend eine Zusammenstellung der wichtigsten Aufsätze der „C. V.- Zeitung", die eine eindeutige Stellungnahme gegen den Kommunismus enthalten. Wir brauchen Ihnen als altem Mitgliede und regelmäßigem Leser der „C. V.- Zeitung" nicht ausdrücklich zu versichern, daß diese Haltung des Centralvereins gegen den Kommunismus stets geradlinig eingehalteu und niemals durchbrochen worden ist. Außer in der Zeitung ist auch von den Rednern des Centrawereins stets betont worden, daß der Kommunismus seiner religionsseindlichen Haltung wegen den Grundgedanken des Centralvereins, die nicht nur der Pflege des Deutschtums, sondern ebenso der Erhaltung des Judentums galten, entgegengesetzt sei. Dieser seit mehr als einem Jahrzehnt eingenommenen Stellung entspricht die Erklärung, die der Centratverein am 1. März in Hunderten von Zeitungen ~ veröffentlicht hat. In dieser Erklärung hieß es: „Aus der grurrdsählicheu Einstellung des Eerrtralvcrcrns, die ihnr die unbeirrte Pflege dev derrtsch-vatcvlandischcn Gesinnung und die kraftvolle Bcrteidigung der jüdischen Religion gegen jegliche Angriffe zur Pflicht macht, ergibt sich die Unmöglichkeit jeder Verbindung mit kommunistischen Zielen. Wir weisen jede Behauptung eines wie immer gearteten Zusammenhangs mit jeder staats- und rcligionsfeindlichcn Bewegung voll Entrüstung zurück." Wir dürfen in diesem Zusammenhang auch nochmals auf die Unterredung des preußischen Ministers des Innern, jetzt Ministerpräsidenten. G ö r i n g mit dem Vorsitzenden und dem Syndikus des Centralvereins, die am 3. März stattfand, Hinweisen. Airs ihr ergab sich eindeutig, das; Dcr Eentralvercin nichts mit kommunistischen und staatsfeindlichen Bestrebungen zu tun hat. Die „E. V.-Zeitung" hat wiederholt auf die für den Bestand des Staates überhaupt und des Judentums im besonderen gefährliche religiousseiudliche Tendenz des Kommunismus hingewiesen. Fritz Aronste in besprach in der „C. V.-Zeitung" vom 26. Februar 1932 (Nr. 9) das Buch des Kommunisten Cito Heller: „Der Untergang des Judentums", in scharf ablehnender Form. Wir fügen die Nummer dieser Zeitung bei, heben aber aus dem aussührlichen Artikel besonders die nachstehenden Stellen hervor: „.. .Wo liegen nun die Fehler in Hellers Argumentation? Er geht mit seiner fest begründeten konnnuuini'chcn Weltanschauung an die Kritik des Judentums heran, läßt aber dabei eine irgend'.nie geartete Eigengcsetzlickkeit des Judentums vollkommen außer acht. Tie jüdische E'.'ßchichte ist mefjr noch als jede andere Geschichte nicht nur durch ökonomische Momente (in diesem Fall die soziologische Lage der Juden in Palchuna) zu erklären, svudttÄ enthält Kräfte, die nicht durch einen Marris-» mus, wie ihn Heller vertritt, deutlich gemacht werden können."... Für uns beucht eine jüdische Ausgabe hiev in Deutschland'. Tie hat ihre Begründung in der soziologischen Lage der deutschen Juden und in den ständigen Bewegungen, die wir in der jüdischen Geschichte — der Stammes- und Ceistcsgeschichte — sehen. Es bedeu:et ein Um« biegen der Tendenzen im Judentum. wenn man glaubt, sie durch eine vulgär-marxistische Auffassung erklären zu können. ... Das Judentum hat die Besonderheit, daß es nur durch ein tiefes Wissen seiner Duellen, die nicht durch das Studium marxistische? Theorien erschlossen werden, vollkommen er« kennbar wird. Rabbiner Tr. Reinhold Lew? n (Königsberg) beschäftigt sich in der gleiaz-- falls angefügteu Nummer 38 der „C. B.- Zeitung" vom 16. September 1932 mit dem Buch des Katholiken Adolf Ziegler „Die russische Cottlosenbewegungch In diesem Aussatz finden Sie neben der Jnhaltswiedergaöe folgende grundsätzliche Betrachtungen: „. . . Was heut allgemein und im besonderen aus dem Spiele steht, wird durch die Umwälzung deutlich gemacht, die von den Sowjets her gegen unsere Gesellschaftsordnung anrennt. Ter Neugestaltung aller Dinge, aller Formen, aller Berhaltnipe, wie sie da im Namen des Kommunismus erfolgt, wird keine politische und keine ökonomische Betrachtung gerecht. Vollkommen anders muß unser Blickpunkt sich einstellen, will er die Linie des Ceneralangrifss einsangen, der von dort ans. bald auf diesem, bald auf jenem Terrain seine Truppe entsendend, gegen uns vorstößt. Seine fanatische Eindeutigkeit sah es auf nichts als auf unsere Seele ab, was immer unser gegebener Sprachgebrauch unter ihr versteht, ob er sie nur gegen Stoff und Aeußerlichkeit abgrenzt oder ihre Werthastigkeit religiös bestimmt. lieber diese eigentliche Zuspitzung jeden Zweifel benommen, jede Unklarheit zerstreut zu haben, ist das vielleicht unfreiwillige Verdienst der sogenannten Gottlosenbewegung, deren Borpostengeplänkel seit Iäu* gereut dazu überging, planmäßig aus der russischen Festung auszuschwärtnett. Es ist ungemein aufschlußreich, je Pein« licher die Sowjets Zensur und Nachrichtensperre handhaben, je schwieriger das Material und seine Beherrschung in der Ursprache zugäugig ist, in jenes Geisteszentrum des kärnpferischen Kommunismus Einblick zu erhalten. Ein angesehener Verlag des katholischen Deutschlauch legt eine dankensrverte Veröffentlichung vor. die, übersichtlich gegliedert, mit reichen Belegen und Abbildungen ausgestattet, nur von gelegentlicher ^Erregtheit durchblitzt, den Eindruck höchster -achlichwit und Zuverlässigkeit macht. Mit ihrer Eilse Kenntnis nehmen von dem antireligiösen Terrorsystem, das von Moskau her ans allen Gebieten und mit allen Mitteln der „Verband der kämpfenden Gottlosen" organisierte, heißt Zwangsläufig für den jüdischen Loser die Ueberzenguitg ge:vinnen: hier geh: es letztlich um unsere Sache, um die 'Regierung desjenigen K u l t u r s a k t v c § . m : t bem io i r Juden a l s Volk des G l a u b c n 3, a l s Gemeinschaft der Offenbarung glauben und beö n f p r u ch e n . d i e Menschheit s - ge sch i ch t e bereichert zu haben.

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