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Central-Verein-Zeitung · 1933-04-06 · 14 (6.4.1933) · p. Seite 122

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
14 (6.4.1933)
Date
1933-04-06
Page
Seite 122 (sequence 6)
Language
German
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(sine *imr Cou'Ifen ist die 2ci;rtii de- Pariser Anwalts Maurice Ioly „Dialoge aux Küfers ent re Maehiavel et Monte?:uieu oa la politique de Maehiavel aa XIX: Sieele par im Cöntemporain“._ 2i: Reindl ist in zweiter Anlage in Brü'rll cück'ienen. Eie enthalt Zwiegespräche in der Unterwelt zwischen MachiaveUi und :rico:csqu'.m; freie Ariegespränne sind eine 2rr:r; ans den 'ran- ZäststLien Uai'cr Napoleon III. 2d)on diese Tatsache genügt, uni die völlige Hai-Iosigkeit der in den Protokollen der Weisen von Zion hergestellwn Verbindung die-wr Texte mit zionistischen uongre-'en vor aller Welr tiarzulegen. Eoimstd zur Beek zitiert vielnnellr den wert an' 2ene r9 der Echrist von Ioly, wo die cinn-chlägige 3tcIIe in deutscher Ileberieyung lauter: „Sobald ein nichijlldiWcr Staat _p5 wagt, uns Widerstand zu leisten, müssen wir in der Lage sein, seine Nawöam znm Kriege gegen ihn zu vcramancn. Wollen ober auch' die Nachbarn gerne in san-.e <raehe mit itwn machen und gegen nns rorgehcri, so nno'.en wir den Weltkrieg tnumeln.. * 4. Wir erklären hier mit nochmals, das; dir Zitate im 'Ausruf des Zcntraltanrircco zur 2lbwcllr der jüdischen Grcncl- und Bonkvtttzcgc und im Lcitarridcs des „Völkisllicn Beobachters" auf einem schon lange als Fälschung uo.chocwicicnett und als TräLschnng anc rinn nten Werke beruhen, das; ihr Inhalt in feinem Punkte irgendeinem wirklichen Vorgang entsprich:. Wir legen feierlich Verwahrung dagegen ein, das; Ertrakrc aus französischen Literarischen Spicicrcicn, die in de? Mitte des vorigen IahrlmudcrLs aus innerpolitischen sranzösischcir Gcsichlspnntren versagt wurden., und aus Machwerken späterer Zeit (Grundlage für einen Vernichtungstainps gcgcrr die deutsche Audcnhcit sein sollen. M rlm,: « ZWM W WMW Zu dem Aussatz „Zn Bismarcks Geburtstag" in der „E. V.-Zeilnng" vom ül. März macht uns ein Leser rarerer Zeitung aus folgendes Zitat aufmerksam. Es Endet sich in dem Buch „Fürst Bis-'iarck 1894" von Hermann Hofmann, dem früöeren leitenden Politischen Jledaktcur der „Hamburger Nachrichten" (Union Teut'che Verlag stll schuft 1013) 1. Band, 2ei:- 143. „Was die antisemitische Agitation betrifft, so sehe ich, abgesehen von allen Erwägungen der Gerechtigkeit und der Menschlichkeit, keinen Weg, aus dem sie ihr Ziel erreichen könnte. Ich habe öfters mit antisemitisch gesinnten Herren gesprochen. Wenn ich sie nach der Ausführung ihrer Projekte fragte, so ging es ihnen ähnlich wie den Sozialdemokraten.' Eie griffen den gegenwärtigen Instand an, wußten aber nicht, wie er im heutigen Staatsorganismus abzustcllcn sist Sder wenn sie etwas vorbrachten. w lag die Unmöglichkeit, cs zu verwireichen, klar zutage. Ich sagte ihnen: Ausweisen können wir die Inden doch nicht und eine Bartholomäusnacht gegen sie auch nicht in Szene setzen. Andere Maßrca.An, wie ihre Ausschließung von richterlichen und anderen Ltaatssielien, aller konnten die Sache nur schlimmer machen. Tann würde sich die sreigewordene jüdische Intelligenz noch mehr als bisher auf dem winschasttichcn und finanziellen Gebiete betätigen. was zur Folge hatte, daß Klagen aller die Zunahme der jüdischen 'Macht und über deren mißbräuchliche Anwendung erst recht das Forum erfüllten. Es ist auch widerräilich. dem jüdischen Triwe nach Erwerb und Vcrmögensbildnng sto.atlicherstits Hindernine in den Weg zu legen. Solche Maßregeln können nicht getroffen noerden, ohne zugleich die übrigen Bcoolkeiung-Astemente im Erwerbsleben zu belnndern und zu beschränken, was nachteilig ans den nationalen Wohlstand ehnviden würde. Auch pstegt namentlich der wohlhabende Jude ein sicherer Steuerzahler und guter Untenan zil sein. Eden io darf man die Angen nicht vor den guten Seiten der Jaden verschließen. Es steckt in ihnen manches, was wir uiciji Hasen: Antriebe and Beweglichkeiten, die ohne die Juden in unserem Berkehrsleben kaum in gleichem Maße vorhanden sein würden. Tie Inden bringen in die Mischung der verschiedenen dcrnschen Stämme ein gewisses Mcnmeur, das nicht unterschätzt werden sollte. Wenn ich noch Minister wäre, würde ich in bezug ans die Juden den Gound'atz cmpfcolen: La recheruhe de la confession est inlerdite . . .** W?M MEtt! Seit dem 1. April gehen wieder viele Neuanmeldungen vcn Mtgliedern bei dein C. V. ein. Ein Beweis, daß dis vom Maisenfchick'al ergriffenen Menschen erkennen, Latz nur der Zusammenschluß dem deutschen Iudentum die Kraft geben kann, der gegenwärtigen Krise skandzuhallcn. Heute darf keiner, der die Grundidee des Cenkralvereins, das Bekenntnis zu Deutschtum und Judentum besaht, beiserkesrehen. Freunde und Freundinnen, werbt für den Een kralverein. Stärkt seine Reihen und ihr stärkt euch! SrrSrrilrt bie.E.B.'ZrlrWg!' Unsere Bitte, die „Cf. B.-Zeikrmg" der letzten Dcche im In- und Ausland zu verbreiten, ist in erfreulichem Umfange befolgt worden. Die Nachbestellungen waren so stark, dasz wir eine Neuauflage Herstellen mutzten. Einige unserer Freunde haben uns die kostenfreie Weitergabe mehrerer tausend Exemplare durch besondere Geldspenden ermöglicht, weil ihnen die Nummer zur Aufklärung besonders geeignet erschien. Auch die Denkschrift über die schritte des Ecnlralvereins zur Bekämpfung der Ereuelpropaganda, die inzwischen noch ergänzt worden ist, ist in vielen Hunderten r?n Exemplaren angesorderk worden- Dir danken allen, die uns bisher auch in dieser Aktion unterstützt haben, und bitten unsere Freunde, auch weiterhin für die Verbreitung der „C. B.- Zeikung" in christlichen und jüdischen Kreisen zu sorgen. Bruno Werl 50 Jahre all Als am 4. Avril unser altbewährter Freund P r n n o W e i l die Feier seines 50. Geburtstages beging, konnte er auf ein ebenso arbeitsreiches wie wcchselvolleZ Leben zurückbäckcu. Im Saar lande geboren, ist Weil in frühester Jugend nach Metz übergesiedelk und dorr ausgewachsen. " Bereits als Student trat er für seine Ideale, für die Vermählung von Temschtum und Judentum, ein; als Angehöriger einer st. E.-Berbindung war er in diesem Sinne organisatorisch. schriststellernch und rednerisch tätig. Er ist getragen von einem snddentsich-elsässischeu Einschläge, der im Gemmtrahmcn des deutschen Vaterlandes auf die Sonderarr seiner Heiraa: besonders stolz gewesen ist. Bruno Weil hat später die st. E.-Iahrbücher geschaffen, in denen unter seiner Leitung und maßgebenden Mitarbeit große grundsätzliche Fragen der deutschjüdischen Jugend erörtert wurden. Sein Werl „Juden in der deutschen Bmschcnsillast" schaute ihm einen wohlbekannten Namen. Als Anwalt ließ er sich in Straßburg nieder. Nach dem striegs aber traf ihn das Schicksal der Ausweisung ans dem Elsaß. Er mußte Straßburg verlassen. Sein neuer Wohnsitz u-nr Berlin. Hier iy:d er sich seiner vertriebenen Landsleute a-ißerordemäch angenommen und in den streilen der ihrer Heirnat beraubten Elsaß-Lothringer viel Elend lindern können. Er verfaßte mehrere sicht vier: ge juristische Fragen lösende Werke über die Nochöslage der verdrängten Auslandsdeulschon, die aus diesem verroickelten Rechts gebier viel Klärung gestchasstn haben. Bereits in Straßbnrg hatte Bruno Weit sich im Eeniraworein betätig:. In Berlin stellte er sich psticht- und überzeugnngsgetreu zu seiner Verfügung und wurde bald zu einem der Stellvertreter des Vorsitzenden genoäh-r. Literarisch trat er durch eine Reihe von gesichichtekrinsihen Werken hervor. In Wells starker Vitalität verkörpert sich seine Heimat. Sie zeigt sich rtamentlich in einer glänzenden Rednergabe, die auch den großen streis unserer Freunde ost erfreut und erlloben hat. Ihm ist die Nunst seingeschlinenerAu^sührungen, besonders in der Debatte, gegeben. Sein starker Wille ist für seine Mitarbeiter getviß nicht mtmer bequem; aber die Fülle der Anregungen, die er gibt, die sichere Art, in der er entscheidende Gesichtspunkte sucht und findet, lasten aus seinett Attssnhrnngen stets reiche Anregungen mtd fortreißende Lebendigkeit fließen. Wir!vüuscheu unserem Freunde zur Feier der Hölle stines Lebens von Herzen alles Gute. llNögen ihm noch viele Jahrzehnte segensreichen Wirkens bcschieden sein! L. H. fcivile der M Berlin S'Y II, Scher^cr Wirst! vorbsugenü! Bezug in Cr*j.s.s-Berlin frd Haus durch die Versandchingcn and N'ied-:r?eLtcr3 Str. lCa. Tel: B2Li.tz.o2G4!

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