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Central-Verein-Zeitung · 1933-03-16 · 11 (16.3.1933) · p. Seite 93

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
11 (16.3.1933)
Date
1933-03-16
Page
Seite 93 (sequence 5)
Language
German
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HA Ti.: ] rüüJJUCcji f " " ' - i ■ .ife*} >?.-(•r«^r£i5.; '•, Neu Gulgertcmmen! HSS) ^eu c^llenQf^men^ Alleinvertrieb durch die Firma J» Ant©e niGnaodcii?» EgfSSsi Lsndsäarger S^rasss 91. MM und Kaffs Don Joftph LevL lMannhelm). I. Neben einer grundsätzlichen Stellungnalime einer rassisch gerichteten Musikbetrachtung gegen- Über ist der Hauptanlatz zu dieser Arbeit daS 2992 in % F. LehrnannZ Verlag erschienene Buch ^Dlusik-und Rasse* von Richard Eichenauer. Was uns beim ersten oberflächlichen Studium dieses Buches von vornherein ausfallen muß, ist das Fehlen einer triftigen Beweissührung sür die Notwendigkeit einer Verbindung von Musik und Raffe, und cs fragt sich, was gewonnen Werden kann, wenn man die Stilmerkmale der Werte und ihren seelischen Gesamtcindruck mit den „Raffenscelebildern" vergleicht. Tie Raffenkünde erscheint meistens mit parteipolitischer Begleitmusik. In den Arbeiten Hans Günthers beeinträchtig! diese parteipolitische Einstellung die wiffenschastlichs Möglichkeit der Raffen-- Forschung vollends. Wenn Eichenauer trotzdem sein Buch unter Anlehnung an Günther schreibt, so muß diese Tatsache bedenklich stimmen, denn es ist stets gefährlich, die Kunst durch eine bestimmte Brille Zu sehen. Wenn cs sich dabei um eine eigene Brille handelt, so kann sie dem an sich schon einseitigen Beschauer allenfalls noch zu Gesicht stehen, bedient man sich aber einer srem- $en Brille, so kann wohl von Objektivität nicht Mehr die Rede sein und die Fehlurteile, die sich ergeben, müssen naturgemäß heillose Verwirrung stiften. II. Die reine oder absolute Musik ist die eindeutigste Form, in der sich musikalisches Schassen offenbaren kann. Alle Versuche, die Ersck)eimingen absoluter Musik anders als aus Grund ihres jonnalen Sachverhalts erklären zu wollen, müssen daher als gewaltsam abgelehnt werden. Tritt die Musik mit anderen Künsten in Verbindung, so hebt sie ihre spezifische Wirkung auf, weil sie mit den jeweiligen Verbindungen Zugleich Bindungen eingehr. Dies ist bei aller Opern- und Programmusik der Fall. Soweit die Stosstoahl nicht tendenziös erscheint, kann den Formen gebundener Musik ihre Berechtigung nicht völlig abgesprochen werden. Tie Gefahren der Mißdeutung sind aber bei gebundener Musik unendlich groß, wie dies die häufig sehr gewagten Konstruktionen Eichenauers klar Zeigen. So hat nach Eichenauer Hände! die alttestamentarischen Stoffe nur deshalb gewählt. weil den Deutschen infolge Unkenntnis ihrer Geschichte das Verfolgen eines Oratoriums dentschgeschichtlicher Prägung nicht möglich gewesen wäre. In Wahrheit rnag Händel die Bibelstosse wohl vor allem ihrer dramatischen Möglichkeiten wegen gewählt haben. Weil aber Hände! nach Günther- Eichenauer vorwiegend nordisch ist, dürste er z. B. eigentlich keinen Samson geschrieben haben. Nach Eichenauer ist alles Große und Erhabene lediglich dem Einfluß des Nordischen Zuzuschreiben. Dagegen hat leider kürzlich Professor Tr. Eugen Fischer in einer Studie über Raffenkreuzung und geistige Leistung gerade daraus hingewiesen, daß die erdrückende Mehrzahl der großen Komponisten in gemischt - rassischen Gegenden erwuchsen, wobei er betonte, daß gerade die weichen Einschläge (etwa des Slawischen im sächsisch-thüringischen Gebiet) hierbei von ausschlaggebender Bedeutung sind. Tie Heimat der verhältnismäßig reinen Norden habe dagegen fast keinen Allergrößten zu verzeichnen. Daraus geht hervor, daß gerade das Gegenteil von Eichenauers Munschtraum von der nordischen Borherrschast zutrisst. Wenn die Raffe wirklich für den Wert einer Kultunat fct der Weise von Bedeutung wäre, daß sich Me;> scheu verschiedener Raffen künstlerisch nicht untereinander vcrstärrdigen konnten, so wäre eZ VM und Huch Zum Tage öes Sucher am 2-2. März 1933 Von Arthur SUbergleil Ein Volk erhält oft Festbesuch Durch Ton und Marmor, Bild unT Buch Und manche Dichterzeile. Gleich Frühlingsmolken schwebt ihtz Sinn In Reigentänzen vor dir hin Und mahnt dich: „O verweile. Daß Hirn und Herz sich dir erhellt; Don Volk zu Gott, von Gott zu Wel§ Geht meine Reisemeile!" ja schließlich unmöglich gewesen, daß Eichenauer an recht entscheidenden Stellen seines Buches aus den Juden Hugo Leicht entiitt Bezug nimmt. Stellt man Beziehungen her, bei denen bvz Musik zum bloßen Beweismittel herabgewürdigk wird, so sind diese m keinem Falle natürlich, und wenn die Musik wie bei Eichenauer vm Spiegel einer bestimmten Tagcsmeinung gesehen koscher | yraemüCsQEijS’üod/i) IhonvQ FDR PESSACH # —*——1 WB© S® J®]yW©!m§ nos bx TOMOR Mandelmilch-Pflanzenmargarine enthält keine tierischen Fette. Sie ist fleischig wie milchig verwendbar und unter Fleisch ein köstlicherBrotaufstrich. Mit PALMIN koscher werden die Speisen auch für den empfind^ liehen Magen bekömmlich. Es ist beim Kochen und Braten von, großer Ausgiebigkeit!

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