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Central-Verein-Zeitung · 1933-03-16 · 11 (16.3.1933) · p. Seite 94

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
11 (16.3.1933)
Date
1933-03-16
Page
Seite 94 (sequence 6)
Language
German
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44 75 Mrs _ __ u y» y ü ij y du ui Zus/fw-, Gallen-, fcfzsen-, Darm-, lei »ra.Eierenhidsri i'^rer. SaM'^r^n, Hefe 3 Fer.ri'-ss in je>r Frais* b-\ FrsspeVtj d.rtü £* fc-firsit::: r. Vgrkä.nrst-rrr e. el|. Bio. Berlin Y« 62, Str 55. Tel. Eaftarcsa 5023. B£i!qc5l!eaLBu:se:n3rllCS3l,Pea>.f.ßJ.10,-t!»nzrv!I3a CSGi!es-!Df,r.RSI.«,-ab SLiin. gefeit. Anstalt für innere Kr3t%:»i Strengindivtdo. ll ©L-^ülL^ eLs DUtsuren. Alle physikaL Heilmixtol —Eontgco-ti.Stoff’W’ecliseUaboratonerL Volle diStetlscheVerpflegrung, . _ - - - -- - - - .... - . - ^rzt. r sch* * normale XrztL Behandlung einschi Thermalbadekur v. EM. 16.50 ab. Leit. Ar: Prof. Cr. Lei irr. bisher Chefarzt d. Lahmannschea Sanatoriums Wcisssr Hirs!]E0Ei::::nEn srödel zb Hauskurei drl E?i;nn3nv2f‘jls!)s-S,.G. Ecrlin SV/ 61, Tcrcxstrasse 59. Tel.: Sergraana 3533 - 33, 6177. erscheint, so wird die Gefahr deutlich, die darin liegt, dcrß inan die menschheLLZ-verbindende Musik w.it dei menschentrennender: NassenpolitiL in Beziehung bringt. III. Tie Betrachtungsweise Eichenauers ist vor allein deshalb abzulehnen. weil seine Ergcbniffe rm rorcm§ geiroßte sind. Für die Kunstbetrachtung ist alles Gewollte wertlos. Es gibt nur einen Schlüssel zum Kunstwerk: die reine Anschauung. Eie ist eine von aller Willkür des NwzelpersSnlichen Eeschmackes losgelöste Be* rnühung. das formale Geschehen eines Werkes herauszusiellen. Tie reine Anschauung wird in bezug au? das musikalische Kunstwerk durch das Erklingen der Musik bewirkt und durch die Founalanalyse mit dein Zwecke unterstützt, Musikfreunden und Fachleuten in gleicher Weise das Eindringen in das Werk zu erleichtern. Im weiteren bietet diese sich streng an das Werk haltende Betra^tuugsweise die einzige Gewähr dafür. Gültiges über dieses aus'agen zu können. Wenn so auf Grund solcher Betrachnmgsweise festgestellt werden kann, doch sich Form und Eehalt eines Werkes gleichwertig zu einander Verhalten, so mich dieses Werk, gleichviel von wem es stammt, als gut anerkannt werden. Wenn ich also auf Grund der Analyst fesisieüe, daß dw Bachsche Fuge die Meisterschaft des Kontrapunkts schlechthin bedeutet, so erscheint es angesichts dieses praktischen Ergebnisses äußerst belanglos, welche Nation Len großen Meister Zu ihrem Volkstum zählt. Taß Dach Deutscher war und der Etolz der deutschen Volksgemeinschaft ist, muß uns nur mit Stolz erfüllen, oder wäre er für die Menschheit von geringerer Bedeutung, wenn sich etwas anderes Herausstellen würde? IV. Wenn di? rassische Herkunft einer fimffle* rrschcn Höchstleistung für diese von Bedeutung wäre, dann könnte doch wohl vorwiegend nordische Musi! nur auf vorwiegend nordisä)? Menschen treffen. Tann müßte Bach eigentlich schon sehr bald nach seinem Tode als Heros der deutschen Musik allgemein anerkannt worden sein. Tie Musikgeschichte zeigt aber einen wesentlich anderen Sachverhalt. Hätte die rassisch gerichtete Betrachtungsweise einen wahren Hintergrund. so müßte Goethes Freund Zelter und nicht der rassisch anders geartete Felix Men» drlssohn es gewesen sein, der Bachs Msttchäus-Passion aus hundertjährigem Schlaf erweckt hat. Sollte es wirklich nur aus oberflächlicher Einfühlung heraus geschehen, oder fällt nicht vielmehr jene Rassenmauer angesichts der Tatsache, daß die Juden bezüglich der Bach- Interpretation mit an erster Stelle stehen? Wenn ich die Namen Siegfried Ochs und Otto Klemperer hierher setze, so könnte damit schon alles gesagt sein. Wem das aber noch nicht genügt, der möge bedenken, daß Ochs einen ernzig-riachigen Ausführungsstil für die Dachschm Werke Ln der Praxis endgültig festgelegt hall V. Angesichts des zweckbcwnßten Buches von Eiche namr komme ich abschließend zu folgenden Eiwbnisien: Tie Musik ist der einzige universale. weil gemeinverständliche Kuttursaktor, der allen Menschen in gleicher Weise das Neckst zu seiner Betätigung einräumt. Tie Rassenkunde kann, selbst wenn sie in reiner Fora: erscheint, der Musik gegenüber keine praktische Bedeutung Hallen, nachdem die Ergebnisie der Nassenforschung an Ausnahme und Wiedergabe der Meisterwerke nichts ändern werden. Allerdings kan.n eine Lm Zeichen der Tendenz stehende Arbeit. wie die Eichenauers, das Erlebnisvermögm der Menschen gründlich vernichten und durch diL Aushebung der Universalität der Musik zur ernsten Kulturgefahr werden. Zwiesprachs Eirrigs junge jüdische Menschen irt München geb-n eine Zeitschrift .Lwiesprache* heraus, in deren erster Nummer der Versuch gemacht Wuid-e. lli seelische und wlrtschastliche Lage der jurren südi'chen Generation von heute zu umreisen. Tie Not und die Mängel umserer jüdischen Umwelt sprechen deutlich aus den Aufsätzen, von denen sich einer, in Dialogform geschrieben, mir der Laedes jüdi'chen Arbeitslosen befaßt, der von Juden und Nichtfirden wegen seines Judeseins nicht eiu-estellt wird. Die beiden anderen Aussätze sagen Kritisch-eS zu den verschiedenen inncrjüdi'cbcn Einstellungen und zu den Jugendbünden. Es spricht der ernslbast? Versuch aus diesem Heft. sich sllbst über die Bedeutung und den Wert des Jüdischen in sich t'ar zu werden, um dann Möglichkeiten und Notwendigkeiten jüdischen Lebens in Deutschland herauszustellen. Meine Chronik Moses Gold stein, früher Cchönlanke, jetzt Der« lin, ein treues Mitglied der C. V.. feiert am 21. März seinen 73. Ccfcurtstag. — Aron 5tlcinstraß, Bredcndorn, langjähriger Mitglied der C. V-, wird am 16. März 75 Jahre alt. — Dar Vorstandsmitglied der Qrtsgrurpe Bocholt i. W. Gustav Gompcrtz feierte am 14, März seinen 70. Geburtstag. — Dir gratulieren unseren freunden herzlichft und wünschen ihnen einen ursegneten Lebensabend. — Im Alter von 65 Jahren starb am S. d. M. das Mitglied der Ortsgruppe Oranienburg des C. V. Isidor D o 1 f f. Die Ortsgrurpo betrauert den Verlust und wird das Andenken des Verstorbenen in Ehren halten. Niederrassnngömöglichteiten Nr. 457. In mittlerer Stadt in Pommern für praktischen Arzt. Nur schriftliche Anfragen von Mrt* gliedern des C. Van das Büro, Berlin W 15, Emser Straße 42. Geschäftliche Notizen Das Israelitische Erholungsheim für Frauen» Baden-Baden. gewahrt im Monat Mai eine Ermäßigung von 10 Prozent. Näheres siche Anzeige in dieser Nummer. Universität Köln. Das Sommer-Semester 1833 beginnt cm 1. April. Vorlefungsbeginn: Donnerstag, den 20. April. Das Vorlesungsverzeichnis kann vom ÜniDcrnTät5*c:!iciaciat gegen Einsendung von 35 Nps. Und 30 Npf. Porto bezogen werden. Die Baruch Aucrbachsche DaLsenerziehungsLnstalt ßx jüdische Onaben und Mädchen begeh: im Mai eses Jahres das Fest ihres 100jährigen Bestehens. Aus diesem Anlaß wendet sich der Baruch Auerbach. Verein, in dem die ehemaligen Zöglwge des Laufes zufammenaefLIoffen sind, an alle früheren Schüler des Instituts im Zn- und Auslande mit der Bitte, ihre jetzige Adresse dem Direktor des Auerbachschen Waisenhauses, Herrn Direktor Plaut. Berlin d7, Schönhauser Allee 152, oder dem Vorstandsmitglied des Baruä)-Auerbach-Vcreins, Herrn Apothr!cnbe?tzer Artur Lichauer, Berlin 8016, Köpenicker Straße umgehend mitreileu zu wollen. Die Nshstoffe sind ausschlaggebend. Eine Ware, dir Unter Verwendung bester Nohsiofie hergesrellt ist, bezeichnet man als ersttlassig. Wußten Sic schon, daß dir großartige, stets gleichbleibcnde Qualität der berühmten Ehlorodont-Zahnpaste darauf zurü2;u?ühren ist, daß immer die gleichen hochwertigen Rohstoffe verwendet werden? Jedes Jahr verbraucht die Ehlorodon.i- Fabrik 20 00v Kilogramm des feinsten Pfeffcrminzöles, das aus eigenen Pflanzungen gewonnen wird. Neuerdings sind solche Pfefferminzkulturen in Odcrdanern entstanden, die vielen deutschen Bauern Arbeit und Verdienst bringen. Das ist Aufbauarbeit und Sicherstellung der Qualität. Bad Mergentheim. Dem Beispiel der wuranstatt Hohenlohe fölgend, die uach kurzer Winterpause de-; v' f.1 Töpferi*-b bi väjaiueö rnelster Jiitgücd des Jüd. IlLnäv^ei-Lerver-i—3 ÄO Berlin V/37fV/in!ßrfetdls&24 Telf.'on: B7 I'illas c-jr/7. V^V FRIEDHOFSBESUCH Eil £> erhörte? Sie das EIKZlGfc JÜDISCH^ Biumengesd’i5ft am Friechof V/eiOense« H&RZFÜLD, L.otor,nosn5trotSe 16, c6 Wa^truee 1767. Schrihlicne und leie« g^aph. Au f!r 5g © prompt cv^g« führt r Ucncn-l'azz-Schncidcrci ::i H23sies::ül fe t:2 2 Herren - Sarßero!:3 W50, Spicherns.tr. 17 - Bavaria 571! Ecste \emteit3ns zq massigen Preisen Dekorateure ll' lltz^ D'rckf abFabrJ&J Klubm£bel, Coüc!i3, yürat. zen.Aul-u.ürnar- -r:r» beitg..Dekarafioa. j LScheibe.fr:her ''-j ift Pesen, Po!;‘irrr:i >31 r^rhL^rrJis, L!t-ri2Lbit LZ, fadn'-ftz-tL 2. B«l» Ts!.:C 9 l:tf£i?lAä iVA. ViftriUft'S5ac4i 8*f?rfeisi.^ ElEMüiiiiüiiiiiüIüilliiljüi P1S9QPO ROKOTNIT2 6. m.u.H. W G5, Sellerstr. 2.7 Telefon: 1-6. 6-191 Tapeziere?—Dekor aL S.PragorjTap.a.Dek. BarSaras3a:h-.<a,Corn.20H Ä.achDeh«Pol3term.aQf- 6rh. Eivdam, Alt wirtJoea, Schreibmaschinen Rothholz. Ingenieur Schf£ :T.isch;r.en-WerVstatf Sc^icnf23c^ncn-y£rj(aüf. 0 1. Steinplatz 5433. S Inßiallationcn { AUfßu JiCsiu, Lc-^.-Büro. LfchN, KraH-.-i-CfO-An!.. Keon* An! ] e d Art. Ee leue h t. - Kör? ..R u nd- (ur<o-/j‘.’rtjGas-u.V<a3sef inlag, Cfiiv)g.4.iy3»'air. I. £4^.204^1. bl.iiit.:.lillitri.iM.iltiiiillllülli! /\u*otCsrfüüikel ZuLehoru Sosrlislüno liir Äülomo&ils Berlin SO 36 Höpenickcr Sir. 183. Ob er bäum b 6 216S» Hoben Sie Arbeiten zu vergeben? So beochfen SIs diese Rubritl

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