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Central-Verein-Zeitung · 1933-03-16 · 11 (16.3.1933) · p. Seite 92

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
11 (16.3.1933)
Date
1933-03-16
Page
Seite 92 (sequence 4)
Language
German
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gezwungen, so gewaltig ihr euch bisweilen erscheinen mögt. Mahnt uns daran der Tod jedes Menschen, wieviel mehr das Sterben jener Millionen deutscher Männer und Jünglinge, die dem Schrtz der Heimat sich geopfert. In ihrer frühen oder in der vollen Kraft zogen sie aus, rmi nicht mehr heimpukehren, in ihrer Blüte dem' gc-valtigslen aller Gegner erliegend. Aber gerade darum geht von diesen Millionen Gräbern der durch keinen Abstand der Zeit sich fchrvächeude Llahnruf aus: Stark wie der Tod sei die Lieve! . T'.einaud darf cs loagen. sein Antlitz vor Eo:t .zu erheben, um etwas Letztes, Grobes Ai! beten, ohne daß er diesen bedanken in seinem Herzen trüge. Und die Männer, deren Andenken zu feiern uns heilige Pflicht ist. haben dieses ^Gefühl in idrcm Herzen getragen. Denn nicht Hrch gegen dm Feind, den stc getreu ihrer beschworenen Pflicht bekämpfen mußten, hat ne geführt, sondern die Liebe zu ihrer Heimat. So möge von ihrem vergoffencn Blute ein Strom des Lebens ausgehen, des srucyrb-arsnn Segens, den Gott uns schenken kann,- zu leben und zu arbeiten im Dienste des geliebten Vaterlandes, bis Gott unserem Leben ein Ziel sept. Amen!/ VreMchsu - In einem Leilaussatz der „Germania" vom Sonntag, dem 12. März (Nr. 71), lesen wir- „Seitdem die verzehrenden Flammen des Weltkrieges erloschen sind, ist das Gedenken an die zwei Millionen Toten, die ihre Liebe zu Bolk und Vaterland mit ihrem Herzblut dezahlten, das heiligste VennachtniZ der Nation, -keine Gruppe dos Lölkes, und mag sie prozentual noch so stark sein, wäre berechtigt, dieses Vermächtnis für sich allein in Anspruch zu nehmen. Diese Zwei Millionen sind als Deutsche gefallen, nicht als die Exponenten -irgendeiner polirischen Richtung. An ihren Gräbern hat Zu jeder Zeit nach dem Kriege ein ganzes Volk seine Knie in Demut gebeugt. Nichts ist doch schließlich so unumstritten, als die Tatsache, daß eine Nation, die Bestand haben will. Bezirke anerkennen muß, die jenseits des politischen Tageskampfes liegen. Zu ihnen gehört in allererster Linie das Gedächtnis ihrer Toten. Ter Begriff „Nation" muß zu jeder Zeit mehr als ein bestimmter politischer Weg sein, in dem Menschen irren können, den sie — um unvorhergesehenen Schwierigkeiten Zn begegnen — auch variieren rnüsien. Nur dann, wenn der Begriff der Nation einem Volke so sehr zur Selbstverständlichkeit geworden ist, daß es Meinungsverschiedenheiten über ihn nicht mehr geben kann, wird dre'es Volk zu einem Heroismus fähig sein, wie ihn lene.zwei Millionen in harter, phrascnloser Pflichterfüllung aus dem Felde der Ehre bezeugt haben .. * Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" vom XL Marz (Nr. 110) schreibt: „Tie Demonstrationen, die in verschiedenen Städten Deutschlands gegen die Tätigkeit und das Fortbestehen der Warenhäuser und Einheitspreisgeschäfte stattsinden, sind vom Standpunkte des Konsumenten aus nicht ganz Zu vergehen: Ter Dirtsclrastsvorgang des Handels ist vazu da, die aujkommende Gütermenge unter rnöalichst niedrigen Kosten, also für möglichst billiges Entgelt, an die Massen der Konsumenten zu verteilen. Taß im Zuge der modernen Entwicklung ^Organisationssormen des Handels ausgetreten sind, die den übrigen Mitgliedern dieser Branche als eine lästige Konkurrenz er- Scheinen, ist schließlich kein hinreichender Grund, »iese Konkurrenz künstlich zu unterdrücken. Auch der Warenhausbesicher oder sein Vater oder sein Großvater ist in den meisten Fällen ursprünglich ein kleiner Ladeninhaber gewesen. Durch Tüchtigkeit und moderne Geschäfts- Methoden ist er dann zu einer Vergrößerung des Geschäfts gelangt oder hat seinen Kindern diese Vergrößerung ermöglicht. Erst nachdem cs sorveit war. begann der von den Gegnern der Warenhäuser so angegriffene Bankkredit zu Ließen. Fm übrigen pflegt die Bedeutung dieser Unternehmungen gegenüber dem übrigen Einzelhandel überschätzt zu werden: Ter Anteil der.Darenhä.mcr cm gesamten Umsatz dis Einzelhandels bcrrägt nicht mehr als 4 Prozent. der der Einheitspreisgeschäfte nur 1,1 Prozent. Man würde sich aber einer Täuschung hingebrn. wenn man glauben wollw, durch die Vernickning der Warenhäuser uod Einh eitspre isge' ckün re würden diese oj Prozent Umsatz automatisch an die restlichen 95 Prozent des Einzelhandelübertragen. Ein Teil dir Waren, der in den Warenhäusern zu den so viel beklagten billigeren Preisen verkauft wird, würde vielleicht überhaupt nicht mehr gelaust werden. Auf der andern Seite würde durch den Wegfall der Preiskonkurrenz der Warenhäuser die Gefahr eines Preisauftriebs für die konsumierenden Pionen der Bevölkerung entstehen, was ganz 'Meisellcs in den Plänen der Reichsregierung nicht im mindesten beabsichpitt ist. Schließlich darf nicht vergeben werden, daß die Därigkeit der Warenhäuser über 103 OiO Arbeiter und kleine Angestellte in Arbeit und Brot erhält. Was will man mit ihnen anfaugen, wenn die Warenhäuser vernichtet würden? Tem schwer bedrängten Mittelstand und kleinen Einzslhnwde! muß und soll geholfen werden. Las kann aber nicht mit Erfolg geschehen durch die Unterdrückung der Konkurrenz. sondern durch den radikalen Abbau der unerträglichen Steuere; und Lasten." Außer den in der Vorigen Nummer der „C. V.-Zeitung" aufgeführten zahlreichen Tageszeitungen haben folgende Blätter die offizielle Erklärung des Ecntralvereins zur Durchsuchung seiner Hauptgeschäsrssrccke veröffentlicht: Aachener Post: Allenfteiner Bolksblatt; Allensteiuer Zeinmz: Bad Seyuhausener Tage, blockt und Anzeiger; Bamderger Lolksölou; Bcrgisch-Märkische Zeitung (Wuppertal-Elberselb); Blumenthalcr Zeitung (Blumenrhal Untenwcser); Ter Bote ans dem Riesengebirge (Hirsch berg); Bodezeitung-Sschersleben); Bremer Nach- Tidjten; Breslauer Neueste Nachrichtm; Burestein furter Zeitung: Chemnitzer Tageblatt; Duisburger Generrl-Anzerger: Der Gebirgsbrie (Glah): General-Anzeiger für den Niederrhein (Krefeld); Eelsenkirchner Zeitung: Cladbach Rheydter Tageblatt: Tie Glocke (Solde i. Vst Gochaisches Tageblatt; Grün.stadter bleueste Nachrichten; Grünstadter Zeitung; Iülicher Kreisblatt: Kreisblatt für den Ncnc kreis; Leir» Ziger Neueste Nack richten; Mannheimer Tageblatt: Münchener Zeitung: Neue Augsburgs Zeitung: Nene Lewziger Zeitung; Neue Wc'> falische Bollszeillmz (Herford); Regensburger Allgemeine Zeirunu. Regensburger "Anzeiger; Saarbrücker Landes-Zeitrmg; Saarbrücker Zertung; Steiniurtor Kreisbtatt (Burgsteinfurt i. V.); Stadmuzeieer für Wuppertal und Umgebung; .General-cknzeiger (Stettin): SLolbcrg-r Zeitung: Srrehlner Tageblatt; Tangermünder Anzeiger; Volksmacht für Lberpsalz und Niedcrbahern (Regensburg); Westdoaisch; Grewrpost (flachen); Würzburger Gcnerab-Au-? zeiger. Tie in der vorigen Nummer der „C. V.-Zeitung" veröffentlichte Mitteilung über das Gespräch . Des kommissarischen preußischen Ministers des Innern, Neichsministee G ö r i n q , mit dem Vorsitzenden und Dem Syndikus des EenLralvereinS ist in der Tagespreise vielfach veröffentlicht worden. Bisher sind uns folgende Zeitungen bekannt geworden: Allen st einer B olksbla U; Allgemeine Thüringische Landeszeitung PDeM'chland"'- (Weimar); Ter Altmärker (Stendal); Augsburger Postzeitung; Berliner Börsenzeitung: Berliner LokattAnzRger; Berliner Illustrierte Nachtausgabe; Ver- Nner Tageblatt; Berliner Dolkszeitumg: Bois aus dem Riesengebirge- (Hirschberg); Braunfchweigische Landesze'ckung; Bremer Nachrichten; Cottbuser Anzeiger; Dampsboo! Cöpenick stBerlin); Dortmunder Zch.mng; Dramburger Kreiszeitung; Dresdner Anzeiger; Dresdner Neueste. Nachrichten; Der Iunadautsche (Berlin): Dem'icke Allgemeine Zeitung (Berlin); Düsseldorfer Nach-, vichtcn; Förster Tageblatt; Fuldaer Zerrung; Frankfurter Zeitung: Eeneral-Artzcrgcr für Dortmund; Gttttra!-Anzeiger (LteLrin): Gießen.ar Anzeiger; Glauchaner Zeitung: Hagener Zeitung; Hamburger Anzeiger; Hamburger Fremdenblatt: Hanrburger Nachrichten; Der Hohenstause tGöppingen); Iserlohner Kreisblatt; Königsberger Hartnngsche Zeitung; Kölner Lokal-Anzeiger; Kölner Tageblatt: Kölnische Zeitung: Leipziger Abendpost;- Licgnitzcr Tageblatt: Rlach-eburgi'che Zeitung; ckllainzer Anzeiger; Der Mittag (Dü'Dldarf); Münchener Telegrannn-Zeirung: Neckar-Zeitung (Heilbronn); Neuer Görlitzer Anzeiger: Lbcrbarnimer Kreisblatt ttFreieuwalde): Lstd-em'che Morcenpost (Beitthen): Ostdeutsche Zeitung ignsterburg); Sber'chlen'cker Anzeiger (Ranbor); Pirmasenser Zeimng: Prager Presse; Der Sachfische Erzähler (Bi'chosswerda); Schien'che Tagesrost (Bres-uu); -Sck)!esische Dottszeriung (Breslau); Solinger Tageblatt; Spandauer Zeitung: Stadtau zeiger für das Wuppertal; St edt- Anzeicer für Köln; Stargarder Zeirung: Tägliche Rundschau (Berlin); Tilsiter Allgerneine Zeitung: Tremcnia rDortmund); Ter Volksfreund (Aachen); Wiesbadener Tageblatt; Wiesbadener Zeittlng; Wormser Zeitung. Fortsetzung des redaktionellen Teils Seile 93 §2L MukfPr VttllUkZMg KN Die fachmisienschafttiche Tagung des Reichsverbanden Deutscher Tentglen E. V. findet mit der Ausstellung „Un'rre ZähneE in der Zcit vom U. bis 20. März 1933 im Europahaus am Anhalter Bahnhof statt. Diese -ahuhhgir- Nische Ausstellung soll die breite DefscntÜchtt'it nicht nur über Zahnlttden ausklären, sondern vor allem dazu dienen, über dre Notwendigkeit einer geregelten Zahnpflege und sachgernaßen Behandlung zu unterrick)ten. In den einrMen Abteilungen wird das Gesamtgebiet. anzefanaen von der Behandlung der Milch.zähne bis zum Zahnersatz in Wort, Bild und Modell darrestellt. Besondere Bildtafeln vom Deutschen Hvgicne- Museum zeigen, mir welch einfachen Mitteln der Hygiene Zähne uuck> Mund gesund erhattcn werden können. Ter beruflicken Ausbildung der Dentisten sowie der geschichtlichen Entwicklung ihres Tätigkeitsgebietes sind zwei besondere Abrcilunpen Vorbehalten. Für die Schuljugend ist ein Preisausschreiben mit zahlreichen Preisen reranstalttt. Jedes Kind, das die Ausstellung besucht. erhält ein Geschenk in Form einer hyaii> nisch verpackten Zahncürste mit den dazugehöri» gen Zahnpslegemitteln Die Ausstellung ist täglich von 10. bis 20 Ahr b-ci freiem Eiuttüj geofjuet,

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