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Central-Verein-Zeitung · 1933-02-02 · 5 (2.2.1933) · p. Seite 36

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
12 (1933)
Issue
5 (2.2.1933)
Date
1933-02-02
Page
Seite 36 (sequence 4)
Language
German
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3ö emor unter Ceitung des Vorsitzenden bcr Ortsgruppe Berlin-Weiße nsee des CenLralvereins L^o Lcß stehenden Versammlung, die gut besuch: war, sprach vor 2mem christlichen Publikum Syndikus Dr. Alfred Wiener (Berlin) über die Frage: Kennst du den deutschen Juden? Die Versammlung setzte sich aus Lehrern und Lehre- Tinnen, Mitgliedern der Bezirksversammlung, Kaufleuten u. a. zusammen. Der Vorsitzende wies einleitend auf die Notwendigkeit hin, vor 'allem im Vaterland dem inneren Frieder: einen Weg zu bahnen. Im aleichen Sinne war der Vortrag Dr. Wieners angelegt, der ruhig und sachlich sich, mit der Stellung des deutschen Juden auf deutscher Heimaterde befaßte und versuchte, ohne Schönfärberei das deutsche -Judentum, so wie es ist,^darzusteüen. Ausgiebig wurde besonders die Rauenfrage und die Frage: Ist der Jude Deutscher? behandelt. In München-Gladbach hatte der Centralverein erstmalig nicht nur die Frauen der Ortsgruppe, sondern die interkonfessionellen Frauenvereine zu einem Ausklarungsvortrag gebeten. Tie Schristleiterin der C. V.-Zeitnng, Tr. Margarete EdeIheim, sprach über „Die Einheitsfront der Frauen und Mütter". Bon 'der naturhasten Schillsalsaebundenheit der Frau ausgehend, wies sie nach, daß dieselben Kräfte, die die Frau auf die Gattungsaufgabe als alleinige Frauenausgabe weisen will, den Keil in die Volksgemeinschaft treiben: durch pseudowisienschastlic!)e Nassen- und Volkstumstheorien versuchen sie, den Inden aus dem deutschen . Volkstum auszuschalten. Sie forderte dieFrauen Zur Einheitsfront im Kampf gegen den Haß, der die Seelen der Kinder vernichtet, auf, und bat sie, in einer Front gegen jene Mächte zu stehen, die den echten liberalen und humanen Geist, der den Frauen und den Juden die Emanzipation gebracht hat, bekämpfen wollen. . In Krefeld hatten verschiedene Freunde rüchtjüdische und jüdische Frauen zu .einem Dortrage in das Haus von Frau Paula K ö n j * Wann eingeladen. Mehr als 60' christliche Damen waren erschienen und folgten der Rednerin, Dr. Margarete E d e l h e i ui, in ihrer Aufforderung, als Frauen gemeinsam den Weg des inneren Friedens zu gehen. Eine rege Diskussion, an der sich Frauen aller Konfessionen. Stadtverordnete, Lehrerinnen und Mütter, beteiligten, zeigte den erfreulichen Willen, das Schweigen zu brechen und aktiv den Kampf gegen den Haß auszunehmen. Ten Freundinnen des C. V. in München-Gladbach And Krefeld gebührt besonderer Tank sür das Gelingen dieser beiden 'L'eranstaltungen. Auf ihrer Nheinlandreise sprach Tr. Margarete Edelheim weiter in Elberfeld auf Einladung der Ortsgruppen des C. V. und des Jüdischen Frauenbundes über -,Die Jüdische Frau und ihre Umwelt", in Aachen, Köln und Krefeld auf Einladung der Ortsimö Frauengruppcn des C. D. über „Modeströmungen in der Politik". In Esse n konnte an den Vortrag von Tr. Margarete E d e l h e i m die Gründung von Frauenschulungskursen beschlossen und gleich tatkräftig in Angriff genommen werden. Ti? rheinischen Frauen haben überall durch ihre Teilnahme an den Veranstaltungen bewiesen, daß sie es, obsclwn in ihrem Landesteile der Terrorantisemitismus nicht so hoch brandet wie in anderen Teilen des Reiches, für ihre staatsbürgerliche und ihre jüdische Pflicht halten, gegen den Judenhaß auf dem Boden des C. V. zu kämpfen. bkZkMGtiSk In der letzten Nummer der „E. V.-Zeitung" ist der außerordentlich eindrucksvolle Verlaus und die außergewöhnliche Zahl von 600 fast ausschließlich nichtsüdiichen Besuchern unserer C e n t r a l v e r e i n s - V e r a n st a l t u u g in Hannover bereits gemeldet worden, in der Rabbiner Tr. Felix ^Goldrnann (Leipzig) über das Thema: „G i b t e s eine j ü d i s ch e E e h e i m l e h r e V gesprochen hatte. Tie Er- Wägungen der Leitung der Ortsgruppe H.:nnover, die Talmudfrage würde weite Kreise interessieren und bei sorgfältiger Vorbereitung sei eine sehr große Beteiligung au einem Vortrag über den Talmud zu cnoarteu, haben sich volllommeu richtig erwiestn. Zur festgesetzten Stunde war der große Festste-! des Alten Tuü= Hauses in Hannover fuerülli. Tie Hörerschaft setzte sich aus den akademischen Kreisen der Stadt, Vertretern der Behörd-en, der Richterschaft und Amval t festest und vor allem aus der Lehrerschaft der höheren und Volksschulen, der beiden Hochschulen und ans der Geistlichkeit beider Konfessionen zusammen. Selbst die am Vortragstage herrschende Kälte und die in Hannover leider grassierende Grippe hat dem in solchem Ausmaße nicht erwarteten Besuch kaum Abbruch getan. Ter Redner wies zunächst nach, daß es keine jüdische G e h e i m l e h r e gibt, was sich schon allein daraus beweisen läßt, daß die talmudischen Bücher sür jeden, der Hebräisch und Aramäisch versteht, im Original zugänglich sind. Eine große Reihe christlicher Theologen beider Bekenntnisse verfügt heutzutage über eine genaue Kenntnis des Talmuds. Um den Talmud zu verstehen, muß man auf die fünf Bücher Mose znrüekaehen. Ein Treifaches umfaßt die Thora: die Geschichte Israels bis zmn Tode Mose, di? Grundlehrcn der jüdischen Neligiou mit den zehn Geboten, dein Fundament aller Sittenlchren. und endlich den Nechtskanon des alten Israel. Das Judentum ist bis auf den heutigen Tag eine Gesetzesreligion geblieben. Seine Bekenner sind in jeglicher Lebenslage verpslichtet, bestimmte Vorschriften zu besolgen. Für den gläubigen Juden ist die Thora göttlichen Ursprungs und darf darum niemals verändert werden: aber Zustände und Menschen wandeln sich im Lause der Jahrhunderte. Taher genügte das frühere Recht. das sür eine ackerbautreibende Bevölkerung bs. stimmt war, nicht mehr unter den veränderten Verhältnissen. Um den Erfordernissen des. Tages zu ge. nügen. ohne dabei Ewigkeitswerte auszugeben, wurde das alte Gesetz durch Interpretation verändert. Das geschah zunächst durch mündliche Ueberliefernng. Erst im zweiten nachchristlichen Jahrhundert entstand die All i s ch n a, in der das neu zmn Gesetz Gewordene schristlich fcstgelegt wurde. Zu bestimmten Zeiten des Jahres kamen sowobl in Palästina als in Babylon die jüdischen Gelehrten zusammen. um in großen hochschul-. ähnlichen Versammlungen die Mischna gemeinsam zu erklären. Diese schriftlich festgehaltenen Verhandlungen bildeten die Grundlage des Talmuds, der als protvkollartige Enzyklopädie des jüdischen Lebens der Vergangenheit anznsehen ist. Während des XII. Jahrhunderts verfaßte in Spanien der berühmte jüdische Gelehrte Maihi o n i b c s einen Kommentar zum Talmud, und im XVI.. nach der Vertreibung der Juden aus Spanien, der große Caro einen weiteren, den S ch uldjcn Ä r n ch. Beide wollen nur das in der Thora nicdergclcgte jüdische Recht den Gegemvartsforderungen ihres Jahrhunderts anparien. Vieles in den talmudischen Schriften Enthaltene wird mißverstanden und mißdeutet, weil mau n'.chtz in Betracht zieht, unter welchen Zeitverbäl-nisieu es entstanden ist. Ter Redner zeigte au verschiedenen Beispielen. wie oft der Talmud gefälscht wurde und wird, indem mau Teile aus dem Zusammenhang reißt oder durch falsche llebersctzung entstellt. Unsere Forderung ist lediglich die, daß die Beurteilung des Talmuds allein aus Kenntnis und Verständnis des auf der Bibel fußenden Werkes erfolgt. Gertrud Lichtenberg. * Tie gesamte Hannoversche Presse brachte zum Teil spalteulange Berichte über den Vortrag von Coldmann. die allgemein die gleiche Anerkennung zeigen, wie sie die aufmerksam lauschende Zuhörerschaft durch ihren überaus starken Beifall bekundete. Besondere Hervorhebung verdient der vier Spülten lange Berich: der Latholiscl)en „H a n n o v e r s ch e n Volks zeitung", die als Kopfblatt im Bistum Hildesheim eine weile Verbreitung hat. Tas Mitglied des Hauptvorftandes Frau Else T o r m i tz e r sttzürnberg) hielt kürzlich an zebn auseinandcrsolgcndrn Tagen in zehn südbadischen Ortsgruppen Vorträge, und zwar rn Rastatt, Bühl, O f f e n b u r g. Lahr, E m m e n d i n g e n, I h r i n g e n . Breisach. Lörrach. Cailingen lind Hon* ft o n 3; auch in der württembergischen Ortsgruppe Schwäbisch-Hall sprach sie am 27. Dezember. Tie Vorträge waren alle sehr gut besucht und bewiesen dadurch, daß das Interesse für unsere Arbeit überall groß ist. Die Sorgen einer Iran Venn man ln gesicherter Stellung ist und so!, «llerttcbstcs Frauchen besitzt cie ich, dann hat ma Tlrfachs, glücklich zu sein. Und das waren wir au beide. Unsere glückliche Che währte nun schon üb, echt ^ahce. Da legte sich ein leichter Chatten auf unser Glü, Merne kleine Frau wer zuweilen fccttübr. Benin Lch. forschte nach der Ursache. Zunächst behalf si rnem Cvchen mrt Ausflüchten. Als ich aber niö rrachließ. konnte ich schließlich die Ursache ihres Kop Hängens hcrausbekorumen. Äv'o: Frauchen hatte i Kren Augenwinrekn kleine Fattcn entdeckt. Und die Falt^en liefen sich nrcht weabringen, wollten si «rnschernend sogar weiter ausbreitcn. „Ich will aber ron der Iurend noch nicht Abtcbn nehmen, Gerhard: niemals will ich altern. Ach (Le hard. rch bin ja so unglücklich . Vstme Tröstungen wirkten nur ein paar Stundei <dle lieg sich ihren Kummer nicht ausreden. Ich ru thr, es doch einmal mit einem Schönheitsmittel i idi ia sdcn- ®cl5aii- Was sollte ich tun? Ick, suchte Spezialisten auf, wir probierten mancherlei Mittel, aber fanden nicht tie richtige Hilfe. .Sann aber kam der große Darf. Dir fanden das Mittel, das mein Frauchen wieder e-ückttich machte. Ein Arzt, der unserem Sportklub angebörte, sprach von der ausgezeichneten Wirluna, die leine Frau durch Marylan.Lreme gehabt habe, Marplan'Creme? Den Namen mußte ich mir merken. Ich befragte diesen Arzt weiter. Er sagte, Marylan.Creme sei das beste Mittel, das er 'sich Lenken könne: die graue Haut würde bald rosig. Fallen verschwänden und selbst reifere Gesichter würden bei regelmäßiger dauernder Behandlung verjüngt und verschönt. Kurz: Marylan-Lreme sci ein Idealmittel. And er übergab mir gleich ein Büchlein über die MarylaN'Gesichtspslege, das ieder völlig kostenlos erhalten kann. Diesem Büchlein entnahm ich wertvolle Anregungen. 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