Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 11 (1932)
- Issue
- 49 (2.12.1932)
- Date
- 1932-12-02
- Page
- Seite 493 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Daß die nanonalsozialrstuche Propaganda fast jeden ein« zclnen persönlich trefün mutz, ist selbstverständlich, und daß das Gmühl, des VerlassenseinZ leicht in Erscheinun.g trirt, nur allzu natürlich. Ter Vorsitzende der Tagung, I. K a tz aus Vacha, dankte m seiner Eröffnungsansprache dem Landesverband Mitteldeutschland herzlich, datz er einem rein ländlichen Bezirk Gelegenheit gegeben habe, einen lebendigen Einblick in die Arbeit des C.V. zu tun. Leo Kamuitzer, Landesverband Gross-Berlin des C.V. Sonnabend, 10. Dezember, 8 Uhr pünktlich, -Aala de3. Dorotbeenstadtischen Realgymnasium?, Dorotbeenstrasse 12. Dr. Emst Cohn-Wiener: LicbtbilderTortrag mit Schallplatten, .Volk oder Rasse“. SoEdereinladtmgeu ergeben flieht. Geschlossene Veranstaltang. den meisten der Anwesenden aus feiner Tätigkeit in 'Thüringen persönlich bekannt, wandte sich gegen das hier und da auf dem Lande zu findende Vorurteil, der C. D. sei eine Organisation, die im wesentlichen nur der Stadt Zugute komme. Er gab ein' anschauliches B'ld, wie Stadt und Land in Thüringen zusammen arbeiten, und diese woblorammsierte Zusammenarbeit habe sich erst letztens gezeigt, als'es galt, sich gegen das Attentat auf die Gewissensfreiheit der Juden in Thüringen, das Schacht- Verbot. zu wehren. In eineinhalbstündigen Ausführungen zeichnete der stellvertretende Syndikus des E.B., Artur Schweriner, in groben Strichen Las Bild der politischen Lage, um dann aus der Arbeit des Landesverbandes Mitteldeutschland an Land von vielen Beispielen zu erläutern, wie die Ausllürungs- und Abwehrtätigkeit des C.V. in weit größerem Umfange dem flachen Laude zugute kommt als der Stadt. Darüber hinaus fest die Leitung des C.B. sich völlig klar, datz wir feelsorgerische Pflichten gegenüber den Vereinsamten'und Vorlasiencn auf dem Lande haben.' Tie rsamm« lung aller Freunde aus dem Lande und aus Städten, wo nur wenige Juden wohnen, d i e im Landesverband MitteldeutschlandjetztSonntagfürSonntagvor sich gehe, sei mit von dieser seelsorgerischen Pflicht bestimmt. Um so mehr könne der C. V. fordern, daß bis in das kleinste Dorf der jüdische Bewohner C. V.er ser. Der Beifall am Ende des Referats ließ erkennen, daß den meisten Teilnehmern die Bezirkstagung an der Rhön ein Ereignis geworden war, das über die Stunde der Veranstaltung hinaus wirken wird. Tie Bezirkstagung Altmark des Landesverbandes Mitteldeutschland des C. V.. die kürzlich in Stendal stattfand, war gut besucht. Aus Gardelegeri, ^angrrmünde und den umliegenden kleineren Lrten waren 60 Tarnen und Herren erschienen. In der Altmark soll demnächst eine um fastende Mitgliederwerbung eingebettet werden. Nach dreistündiger Terhandlungsdärrer konnte der Vorsitzende der Ortsgruppe Ltendal, Blumenthal, die Bezirkstagung mit einem Treugelöbnis für den E. V. und seine gute Sache schließen. Bezlrksiagung Kitzlngen a. M. Im Sonntag, dem 20. November, fand nachmittags 4>2 Uhr. eine vertrauliche Sitzung im Hotel Fränkischer Hof in Kitzingen statt, an der außer den Ausschutzmitgliedern in Kitzingen auch Vertreter der Gemeinden Burghaslach, Mainstockheirrr, Teitelbach, Mainbcrnheim und KLeinlanghcim teitnahmeu. Nachdem der Vorsitzende der Ortsgruppe Kitziugen, Gustav Gerst, die Sitzung eröffnet hatte, referierte der Syndikus des Landesverbandes Bayern, Tr. Werner Cahnmann, über „Tie politische Lage und die Tätigkeit des C. V." In der ausgedehnten Aussprache wurde auf alle Einzelheiten, die unsere Freunde besonders interessierten,, näher eingegangen. Am Abend fand eine Gemeindeversammlung statt, die von 156 Personen aus Kitzingen und Umgebung besucht war. Auch die Jugend war Zahlreich vertreten. Ter Syndikus des Landesverbandes, Tr. Cahnmann, sprach über „Tie Stellung der deutschen Juden in der Politik der Gegenwart^. In der Aussprache nahm außer einem Vertreter des Jugendvercins und der Ortsgruppe Cerolzhofen ein Zionistischer Student aus Würzburg das Wort; der Referent trat ihm im Schlußwort wirkungsvoll entgegen.- Die in der Versammlung ausgesprochenen Gedanken fanden bei unseren Freunden lebhaften Widerhall. vis grosse Kundgebung In Leipzig Tie infolge des Burgsriedens in eine geschlogene Veranstaltung umgewandelte Kundgebung des C. V. in Leipzig gegen Ww??’ den dreisten Wahlflugblatts chwin - del, über die wir schon kurz berichteten, war glänzend besucht. Ter große Saal im Kaufmännischen Vereinshaus faßt 400 Personen und mehr als 700 besetzten Saal und Galerie, Vom ersten bis . zum letzten Wort folgten . die Massen der Zuhörer in vorbildlicher Disziplin und begeisterter Stimmung den Ausführungen der Redner, und man kann ohne Uebertreibung behaupten, daß der Centralverein in Leipzig selten während seines Bestehens eine solche Versammlung erlebt hat. Ter innvoll gesprochene Vorspruch von Gina Pe- : r u {d) f a am der Städtischen Schauspielschule chuf sogleich die Resonanz für die Ansprache von Rechtsanwalt Tr. Heinrich Elkeles (Berlin), Mitglied des Hauptvorstandes des C. A., der in seinem historischen Rückblick und Ausblick, die Notwendigkeit der Arbeit durch den C. D. überzeugend darlegte. In schlichten zu Herzen gehenden Worten forderte Frau Tora U r y die jüdischen Frauen Leipzigs zur Mitarbeit im E. D. auf. Ter Appell des öandesverbandssyndikus Artur Schweriner an die Treue der Leipziger Jrü)en und sein: „Hinein in den Centralverein!" fanden staute Zustimmung. Tie überaus zahlreichen Jugendlichen im Saale, unter ihnen beschlosten die Mitglieder der neugegründeien Sozralgeselligen Bereinigung Leipzigs, wußte der Leipziger Führer derTeutschjüdischen Jugendbewegung, Rechtsanwalt Tr. Herbert L i n d e m a n n, zur Aktivierung im C. L. wirkungsvoll aufzusordern. Tann folgte als Hauptreierat eine großangelegte Rede des "Syndikus des C. D. Tr. Alfred Wiener, die. wiederholt von Beifall unterbrochen, in allen Anwesenden den Eindruck hinterließ: der Centralverein ^mutzte morgen gegründet werden, wenn er noch nicht existierte. Ter Vorsitzende.des Landesverbandes Mitteldeutschland Tr. Felix G o! d - mann konnte in seinem Schlußwort unter allgemeiner ehrlicher Zustimmung feststellen, datz die Kundgebung die gute und gerechte Sache des C. V. vorwärts getrieben habe. Eine namhafte Kampffondsspende, beim Verlassen des ^aales von den vinansströmendeu geopfert, war der beste Beweis für die starke Wirkung der Kundgebung, deren wohlgelungener Verlauf der umsichtigen Leitung des Vorsitzenden der Ortsgruppe Leipzig des C. V., Stadtrat Krause, zu danken ist. A. Sch. Landesverband Gross-Berlin Mindestens ein Drittel der bcutfcfjen Juden wohnt in Berlin. Tie auf nnfernt Standpunkt stehenden Freunde organisatorisch zu erfassen, ist Aufgabe des Landesverbandes Groß-Berlin des Centralvereins. Er hat bei seiner Werbung und in der Ausgestaltung seiner Kundgebungen mit Von Rsudiersorgen befreit MONCHEN1 ist,werOesterreichische Regie-Zigaretten raucht, Zigaretten von Wohlgeschmack und Rasse. Memphis IH.Sorte Khedive 5 Pf. 6 Pf. 8 Pf. Sie werden unter diesen drei Sorten sicherlich die ihrem Geschmack entsprechende finden ^uvi (.? A \\ =77 4J$| H| Snwb^Müncklen.