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Central-Verein-Zeitung · 1932-12-02 · 49 (2.12.1932) · p. Seite 491

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
11 (1932)
Issue
49 (2.12.1932)
Date
1932-12-02
Page
Seite 491 (sequence 3)
Language
German
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m ft- ■ y v-v4^ c-' •*-''?v . - . r. ■W * **>.> 'V * . ♦ ,t_. -- * > *'V » ■» ■> ' -> > <■*'*'•• ••*• f » j V •» i » i 4- Der Freiwillige Arbeitsdienst ist in seiner gedam:u/.:2n wie praktischen Voraussetzung von allen Parteien und Organisationen eiirle na^e^a V? ' wollten. Er ist dar :rch r.ü: einer Problematik e:\laA worden, die es schwer a.^.da eine cbj-kiive Wartung zu ilufaa, und er ist auch noch zu stark in der WunJW.s d^rtdea, als dass eine von unserem Standpunkt aus einheitliche Stellungnahme ::Wi:d; v d:e. Auf die bedeutsame Beteiligung jüdischer Institutionen im Rahmen des Freiwilligen Arbeitsdienstes soll in diesem Zusammenhänge nicht eingegangen werden. Wir verweisen aui die Arbeit aller hiermit betrauten Verbünde und auf die zusammenhängende Darstellung in Heit S 9 dieses Jahrganges der. Zeitschrift „Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik“. Unter den 40 jungen Leuten, die kürzlich das Diplom als Führer für ein Arbeitslager im Freiwilligen Arbeitsdienst erworben haben, befindet sich ein Jude; wir geben ihm im folgenden zur Frage des Zieles und des Aufbaues des Freiwilligen Arbeitsdienstes das Wort. Die Schriftleitung. Bk§§stm Noch einmal am 25. November, kam es vor der Lresümer Universität zu Ausschreitungen. Es waren ate: weniger Studenten als eine große Anzahl nichtstudernischea Elemente, die wiederum gegen die Arofcpur vorn mit Gesang und Radau zu proteüAren berAA:en. Die Vorlesungen van Professor Cohn Verliesen bisher ungestört Ob dir so Ruhe von Tauer sein wird, wird sich bei den weiteren Vorlesungen in dieser Woche zu erweisen haben. Tie Ortsgruppe Breslau des C. V. hat an ihre Mitglieder ein Rundschreiben versandt, in dem sie sie über alle vorn C. V. in dieser Angelegenheit rmtrrnomruerten Schritte unterrichtete. Im Anschluß an unsere Berichterstattung über die Vorgänge an der Breslauer Universität ist uns nachstehendes Schreiben des Dekans der Dreslarrsr juristischen Zukrülöl zugegangeno In Nr. 47 bei , C. D.-Zcituni" vorn 13. d. M. heißt es, ich hätte „im Zusammenhang mit der Angelegenheit' meine Amtsgeschäste als Dekan meiner Fakultät niedLigeugu Melde ..'Ar.gne-gcnbeiA hier gemeint ift, wird nicht mit L: stimmt hei: 311m Llusdruck gebracht. Gemeint kann sein Re Angele-aenheit von Herrn Professor Dr. Cohn schlechthin eher der Gegenstand des Artikels irn ganzen, d. h. die Unruhen an der Breslauer UnivTisität. oder auch nur die in dein betreffenden Absatz im unmittelbar vorhergehenden . Satz erwähnten sve stellen Fragen. In clkn drei Fällen unterstellt man mir Motive, die für wich nicht maßgebend waren. Dazu darf icb au den Anschlag verweisen, den ich am 16. d. M. anaehestet hatte: „Die .Sd)leuschc Zeitung' bringt heute einen redaktionellen Ansatz, der in Anknüpfung an die Angelegenheit des Herrn Professor Dr. Cohn meine Amtsführang als Dekan und mich persönlich auf das schwerste verdächtigt. Ich habt gegenüber diesen Völlig unveranlasten und döll'g unbegründeten Verdacht: gungen das Ministerium um Schutz gebeten. Bis zum Austrag dicker neuen Sache werden auf meine Bitte die Dekanatsge''chäste von Herrn Professor Dr. Fi'cher gesührt.' An einer reinlichen Auseinanderhaltung dieser meiner reckönlicken Angelegenheit von der des Herrn Prosc"or Dr. Cobn bin ich um so mehr interessiert, als cs sich bei dem für mich im Ausgangspunkt ftehenden Artikel der „Schlesi'ch.en Zeitung' um einen Rückzug der Redaktion im Falle Cohn handelt, dun die Redaktion durch Angriffe auf mich kaschiert, in welchem Zusammenhänge der Eindruck hervorzurusen veracht wird, ich Hane aus parteipolitischen Srstntun Herrn Cobn hierhergeüracht und dann dinierter durch die mir angeblich nahestehende fügisch-dem0kratische Presse fasche Nachrichten über die Berufung des Herrn Professor Dr. Cohn rexureitcb Es beißt dort sehr bezeichnenderw.-i-e, man svräche besser nicht „von dein ganz tirJAulAren Professor Cohn', als von einem „Fall Waidecker'. Dr. jur, Ludwig Waldecker, 0. ö. Professor des öffentlichen Rechts an der Universitär Breslau. Die alle Schwierigkeiten überrennende Entwicklung des deutschen Arbeitsdienstes auf der Grundlage des freien Willens Zwingt jeden Staatsbürger, der sich seiner Verantwortung gegenüber der Heranwachsenden Generation bewußt rt, zur klaren Stellungnahme. Tie Tatsache, daß in einer erstaunlich kurzen Frist nahezu eine Diertelmillion junger Deutscher dem Ras der Verbände gefolgt ist, hat auch solche Organisationen, die.ursprünglich ablehnend eingestellt waren, veranlaßt, sich einzuschalten, um zu verhindern, daß ihnen ihre Jugendlichen davonlamen. Zurzeit sind es nur noch die Kommunisten, die sich offiziell der praktischen Arbeit verschließen, wahrend sich ihre Parteiangehöri- &eu bereits in beachtlicher Zahl einzelnen Lagern angeschlosien haben. Es ist höchst erfreulich, daß der Staat unter weitgehender Schonung „traditioneller" — wenn man bei der Frist zwei bis drei Jahren diesen Ausdruck gebrauchen darf — Ansprüche urib weltanschaulicher Rücksichten durchaus entschlossen scheint, die Gestaltung in die Hand zu nehmen und von starker Zentrale aus die Uebertragung der politischen Zänkereien in die junge Bewegung hinein zu verhindern. Verständige Kreise kommen ihm dabei entgegen; so in Berlin die Berliner Arbeitsdien st g e in e i n s ch a f t, die, mehrere^ Vereine zmarnmensassend, bei allen Maßnahmen aus dein Grundbesitz der Stadt Berlin Volksl a g e r errichten will, die unabhängig von Parieieinslüssen an die hohen erzieherischen Ausgaben des F. A. T. Herangehen sollen. Um die Möglichkeiten zu erläutern, die dem Staat und der Stadt in solchen Fällen gegeben sind, ist es notwendig, aus die Entstehung?- geschickte eines Arbeitslagers eiuzuaehen. Ein Arbeitslager kann dort Zustandekommen, um eine im Interesse der gesamten Volkswirtschaft notwendige Maßnahme nicht vorgenommen werden kann, weil kein Geld dafür vorhanden ist, das heißt, sie muß nach den technischen Ausdrücken. „zusätzlich und gemeinnützig" sein, zusätzlich. tun zu verhindern, daß dem freien Arbeitsmarlt und der freien Wirtschaft dadurch Schaden entsteht, gemeinnützig, um einzelne nicht zu bereichern. Beides sind Kautschukbegrisse, und sie werden je nach den örtlichen Verhältnissen verschieden ausgelegt. Befindet sich zum Beispiel bei dem Torf Lykusen ein Sumpf, so beantragt die Gemeinde seine Trockenlegung zur „Ungeziefer- und Seuchenbekämpfung". also ^nr -„Hebung der Vclksgesundheit", oder aber auch, um anbaufähiges Terrain zu gewinnen, also im Interesse der Volkswirtschaft. Tie Prü'ung dieser Angaben obliegt dem Bezirkammmissar, das ist regelmäßig der Präsident des zuständigen Landesarbett-amtes. Verwirft er das eine Projekt, so gibt es andere. Ein Bodenkompler wie der der Stadt Berlin ergib- Projekte bis zum - Jahre 2000. Ist nun eine Maßnahme als wrdernngssähig anerkannt, so bedeutet das, daß der Bezirks:ommiffatr sich bereit erklärt, das Geld zu zaicken. welches im Rahmen der einschlägigen Verordnungen und Erlasse eine genau zu errechnende Anzahl Jugendlicher während der Durchführung des Projektes braucht, um zu leben und vorschriftsmäßig betreut zu werden. Tie Frist beträgt 20. höchstens 40 Wochen. Ter Besitzer des Grund und Bodens, auf dem die förderungsfäb.ige Melioration eriolgt, ist „Träger der Arbeit". Tiefer muß sich nun an eine Organisation wenden, die ihm die förderungssähigen Jungmannen zuführt, den Leiter stellt und die ganze Arbeit in erzieherischer Hinsicht überwacht. Sie ist der „Träger des Dienstes". Sind also die materiellen Bedingungen des F. A.-D. abhängig v 0 m G r u n d b e s i tz e i n e r s e i t s u n d d e n die Förderung a u s s p r e ch e n cke n Arbeitsämtern anderseits, so steht und füllt sein geistiges Gedeihen mit den Führern. Es wird also überaus notwendig sein, die zahlreichen, wie Pilze aus dem Boden geschossenen Tienstträaerverbände, die sich restlos als unpolitisch bezeichnen, im Auge zu behalten. Beispielsweise nennt sich der nationalsozialistische Verband sehr neutral „Verein zur Umschulung arbeitswilliger Kräfte". Ter Staat ha: jedoch schon erkannt, daß es wenig sinnvoll ist, die deutsche Muttererde an tausenden Stellen anzukratzen, und will vom näch sten Frühjahr ab nach einem genauenLandestulturplan Vorgehen, er hat aber auch die Führerausbildung selbst zu übernehmen begonnen und zu dickem Zweck staatliche Kurse errichtet. Hierztt haben die katholischen Bünde ein. treffendes Wort gefunden. nämlich die Losung: „Wir wollen kein Pferde st all sein, sondern ein Reite r k 0 r p sck Es ist unsere feste Ueberzeugnng, daß der Staat willens ist, in dieser Arbeitsarmee nur die Leistung zu werten; gelingt ihm das, so können Arbeitsamt mb Arbeitslager neue Duellen wahren Bolksgemeinschastsgeistes und echter Kameradschaft werden. 12. X. fU Der Haarausfall h5rl auf — c'ie Schuppen verschwinden— die Haare wachsen wieder! Triiysin isf Oberalt zu hoben l Die halbe flasche RM. 1.94, die ganze Flasche RM. 3.24, die neue wohlfeil© W-Ffsr-flasche RM. 7.50.

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