Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 11 (1932)
- Issue
- 47 (18.11.1932)
- Date
- 1932-11-18
- Page
- Seite 475 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein Bild — zwei Uniersdhrifisn mim cfer!.fCL l: - '? -y Bj.; im ••I te q y ,?n :] ■ Zive/ Generötionen — Zu>e/ We/ren Für de» Sabbath in Warschau — für Den ersten Mar in Moskau Ganz Polen demonstriert Ohne Unterschied sind eile Richtungen in der Ablehnung der deutschen Rechtsansprüche auf den Korridor einig In^berIllustrierten Beilage des Hamburger „Fsraelrtr'chen Fmnilienblaties" vorn §»). Inli 19ZI wurden die oben wiedergegeLenen Abbildungen^ zweier Demonstrationen.: 7stür den Darbar in W^r'chau —Für den ersten'Mai in Moskau verö'-entlichk. Die fünf ruhig schreitenden Raböiner demonstrieren für^ dle Einhaltung des religiösen Gesetzes, die jüdischen Kinder in Moskau nehmen an einem politischen Ilm- Zug teil. Die Unterschrift: .Zwei Generationen — Zwei Welten" macht diesen Gegensatz noch hewmders klar. Das Bild mit den Rabbinern finden wir in dem soeben im Verlag W. G. K or n (Breslau) erlchwnonen Buch: „Polen greift an" von Dr. Thiele wieder. Hier trügt es die Unter- B.,Eanz Polen demonstriert. Ohne Unten find alle Richtungen in der Ablehnung der .en Rechtsansprüche auf den Korridor einig." In perfider Weise wird hier der Smn der Demonstration verkehrt und durch die Unterschrift der Eindruck erweckt, als ob lediglich die Juden, und zwar alle Juden, in Polen gegen die deutschen Ansprüche demonstriert hacken. So wird der judenfeindlichen Agitation in Deutschland Vorschub geleistet.' Die „Beweiskraft" des Bildes ist um so stärker, die Irreführung um so gefährlicher, als'der Herausgeber des Buches Leiter der Kulturabteilung" des .,D-u:schm Ost'LundeM ist und somit den amtlichen Stellen nicht ganz fernsteht. kier seitens großer Teile der Arbeiterschaft? Der bekannte sozialistische Führer Salvador N i n p h o, Vizepräsident der International Ladies Garment Workers Union, empfiehlt, für Lehmann zu ftimmen. Er erklärt, Lelunam; sei ergebe n st e r Freund der organisierten Arbeiter. Man weiß, wie Lehmann die unzähligen Arbeiterkonflikte geschlichtet hat, wie er seine größte Sympathie den Gewerkschaften und allen ihren Nöten erwiesen hat. Und was der Sozialist und Unionführer Ninpho gesagt hat, haben auch andere Unionführer gesagt. Die State Federation o! Labor hat aus ihrer Jahreslouveution in Utica, New?)ork. eine Resolution gefasst, die Lehmann als den geeignetsten Kandidaten für den höchsten Posten der Staatsregierung proklamiert. Die Arbeiterschaft aus der Schule.Gregor Strassers möge sich einmal über diese merkwürdige Erscheinung Gedanken machen. Die Wahl von. Herbert Lehmann lag dem deutsch-amerikanischen Judentum natürlich besonders am Herzen. Das Interesse Lehmanns, des. Sohnes einer beittfdjcn Familie, für Deutschland i ft b e - t q n n t Die amerikanischen Politiker, die mehr mit den deutschen Interessen verbunden sind, wisien es. Und es ist kein Astall, daß unter denjenigen Diplomaten, die besonders für die Wahl Lehmanns eingotreten waren, in erster Reihe auch der ehemalige amerikanische Botschafter in Deutschland, G e r a r d. stand. Und kein Zw fall ist auch folgende Begebenheit, die sich vor den Wahlen ereignet hack De:r New Yorker Siate-Ccmncil der Steuhen-Society von U. S. A. entsandte eine Abordnung zu Oberst Herbert Lehnraun, urn ihm in wärmsten Ausdrücke:? feine Unterstützung znzusichorn. Tie Deutschen in Amerika hätten gut in Erinnerung,' das; Lehmanns Vater. Meir Lehnrann, einer der Auswanderer war, die im Jahre 1848 ihr Vaterland verließen, als viele deutsche Patrioten gezwungen waren, auszmrandern. Und sie schützten, so sagten sie, die erhabenen fortschrittlichen Traditionen, die Lehmann pflegt, hoch ein und würdigten feine Täckgkeir in vollem Maße. Die Deutschen A m c r t f a s ft änderr hinter i h ni .sie tu ür ) e n in i t i h m g e h en . Und die Deutschen in ll S. A. sind mit ihm gegangen. Die Otcuben-Geseüschaft von Amerika ist die gräme Organisation der Deutschen in den Vereinst wn Staaten. Sie trägt den Namen Friedrich Wilhelms von Steuden, des in Magdeburg geborenen, späteren nordamerikanischen Generals, des Hvhenzollerrr-Hechingischeu Hofmarsckwlls, Generalftabschefs von Washington. Gleichwie die Amerikaner und die amerikanischen Juden Ijabcn auch die Deutschen Amerikas dom neuen, jüdischen - Gouverneur Herbert Lehmann durch die Steubeu-Gesellschast ihr Vertrauen zum Ausdruck gebracht. In den Zeiten, die wir jetzt in Deutschland durchleben, soll diese Tatsache nicht unerwähnt blellc.-. - K.