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Central-Verein-Zeitung · 1932-09-09 · 37 (9.9.1932) · p. Seite 380

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
11 (1932)
Issue
37 (9.9.1932)
Date
1932-09-09
Page
Seite 380 (sequence 8)
Language
German
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3s- Eigentum bedroht sind, die Rechte seiner Mitglieder zu wahren wissen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, daß diese nicht in Verzweiflung resignieren, sondern sich trotz aller Not und Bitternisse als Glied der großen Abwehrorganisation und Notgcmeinschast der deutschen Juden suhlen. Gerade die Verhältnisse in Ostpreußen beweisen, wie sehr die Aktivität und Schlagkraft des Eentralvereins von der Mitwirkung jedes einzelnen Mitglieds abhangll Wo Führer an gefährdeten Stellen ihr Letztes einsehen, um die Lage des deutschen Judentums zu erleichtern, muß auch von jedem einzelnen verlangt werden, daß er zu seinem Teil dazu beitragt, durch Mut und Selbstvertrauen diese Notzeit zu überwinden. MUMAMWÄM- SlSWMLMklÄk AuS Kreisen der Filmiridustrir wird uns geschrieben:' Daß die Hauptaktivitüt der NSDAP, „kulrurpolitisch" beim Rundfunk und beim Film ansetzt, ist bekannt; ebenso bekannt ist, daß diese ganze Kulturpolitik in einer beispiellosen Hetze gegen alle jüdischen Mitarbeiter. mögen sie sachlich noch so wertvoll und mit Deutschland noch so verwachsen sein, besteht. Seit einigen Monaten erscheint, herausgegeben von der NSDAP., Abteilung Film, ein Statt, „Ter Deutsche Film", ausdrücklich) bezeichnet als „Nationalsozialistische FilmfachzeitungT Irgendwelche diskutablen neuen Ideen, irgendwelche konstruktiven Vorschläge hat man bisher darin nicht entdecken können. Wäre der deutsche Film wie „Der Deutsche Film", so hätte er niemals seine heutige kulturelle Bedeutung. seine Weltgeltung erlangen können. Das Blatt beschränk: sich ausschließlich auf Skandalarrikel antrsemilischer Prägung; es überschlägt sich förmlich vor Juden st indschafr. Gewiß gibt es in der Fiünindustrie manches und manchen, die zu fachlicher Kritik herausfordern: dort aber wird nur im unsachlichsten, ja unflätigsten Ton, ohne jede Unterscheidung und oft mit nachweislichen Umvahrscheinlichkeiten jeder Jude innerhalb der Filmindustrie zu vernichten gesucht. Tie Filmindustrie selbst ist ohne Unterschied der politischen oder religiösen Anschauungen ihrer Mitglieder erfreulicherweise ausnahmslos von diesem traurigen Erzeugnis abgerückt. Nicht. ein Filmunternehrnen. begonnen mit der Ufa bis Zum kleinsten FilinfabrikanLen oder Verleiher, hat bisher von seinem Erscheinen Notiz genommen oder die Zeitung gar durch Vergebung von Anzeigen unterstützt. Die Letzte Ausgabe des .^Deutsche» Film". Nr. 8 vom 3. September, bringt die e r ft e Ausnahme. Keine deutsche Firma, aber das Tochterunternehmen des amerikanischen Paramount- Konzerns, die Deutsche P a r a m o u n t A. 4., kann den traurigen Nuhm für sich in Anspruch nehmen, durch eine Anzeige von 2 (in Worten z w e i) ga n z en Seiten die Existenz des antisemitischen Filmblattes entscheidend unterstützt zu haben. Diese Tatsache verdient — leider — festgenagelt zu werden. Als kennzeichnende Begleitmusik bringt die gleiche Nummer des Alantes auf der ersten Seite einen großen Artikel „Wer ist die amerikanische Filmproduktion?" Hier wird eine Reihe von bekannten amerikanischen Firmen und Direktoren aufge,zählt und zum Schluß heißt es: „Von diesen acht FilmherstellungsmaguaLen sind sieben . Juden. Und von diesen Herrschern, die auf die gesamte Produktion in den U. 2. A. den größten Einfluß haben, sind fünf eingewanderte Ostjudenftammlinge." Wer aber in dieser Aufzählung — seltsamerweise — fehlt, ist eine der größten cnnerikanischeu Firmen, eben die Paramount, die Gründung des jüdischen Ungarn Adolplje Zukor, ihres Präsidenten, und Jefse L. L a s k y s; die Firma, deren Verwaltung an maßgebenden Stellen die Herren 3 a m K a tz und Emanuel Cohen angehören, die Firma, deren europäische Interessen und damit auch die Deutsche Paramount Film A. G. dem Generalrepräsentanten Jke B l u m e n t h a l unterstellt sind . . . Für ein Inserat von zwei Seiten hat sich also die Leitung der Deutschen Paramount davon freigestellt, -auf dieser Liste mit zu erscheinen. Wenn sie schon kein Empfinden für die Würdelosigkeit besitzt, als Unternehmen, dessen Verwaltung jüdische Männer angehören, ein antisemitlsches Hetzblatt zu unterstützen, wenn ihr ferner schon das Gefühl dafür abgeht, im Gegensatz zu allen deutschen Filmfrrmen als einziges Unternehmen ein solches Blatt in Nahrung zu setzen — —: dann hätte man doch wenigstens ein wenig kollegiale Solidarität der Paramount mit den anderen amerikanischen Unternehmungen und Unternehmern erwarten dürfen, die ihrerseits mit einem solchen Blatt nichts zu iüTi haben wollen. Man muß sich ernstlich fragen, ob bei der deutschen Paramount besondere Ursachen vorhanden sind, die sie dem Druck des Nazrblattes besonders gefügig machen. Dann freilich wäre es richtiger, wenn Herr Zukor und Herr Jke Blumenthal in Berlin bei ihrer Vertretung einmal selbst kräftig durch greisen würden. Oder legen die verantwortlichen Führer des Paramount-Konzerns eine Ehre darein, die Förderer des Judenhasses im deutschen Film zu sein? Die ersten Früchte reifen bereits: es ist sicher kein Zufall, das; „Der Deutsche SUm" in der gleichen Ausgabe, die die zwei Paramount-InseraLsciten enthält, die Ankündigung bringt, von nun an jede Woche zrr erscheinen, d. h. seine den Haft fördernde Arbeit Zu verdoppeln. GrmöL§ um vrröun Zur Aufführung im Deutschen Theater in Berlin Das, was Hans Elch: nee erg uns hi-ll-'-rl.rWn hat. ist die Dichtung eines frühen Talents, dem im Leben und im Werk durch ein tragisch.s Geschick die Steife verjagt bl Leb. Die Aufführung seiner „Wunder um Verdun" als EA'fstumgsvorstellung der neuen Direktion im Berliner „deutschen Theater" kommt neben der künstlerischen ein ungewollt politische Bedeutung zu. In den Tagen des Stah'.Helm-Aufmarschs. in einer Zeit, in der der Pastsismus, der (Gaube an die Entwicklung der Menschheit im ^inue der Bibel verfemt ist. mar es ein mutiges Unternehmen, diesem Dichter des Friedens und seinem Werk mm auch in Berlin — nach Leipzig und Wien — ein Denkmal zu sehen. Mar Beer, der neue .Herr der Schumannstraße, hat ein große Tradition, die sich auf Brahm und Neinhardch gründet, zu bewahren und zu erneuern. Lv muß man diesen feierlichen Auftakt als gutes Omen für dm Geist werten, unter dem die Kunst dort gepflegt werden soll. Deswegen soll auch an dieser Stelle nicht mit Einzelheiten der Aufrührung. die unter Karl Heinz M a r t i n s Aegi? stand, gerechnet werden. Man hat geglaubt, weite Teile des Werkes streichen, andere dafür über Gebühr ausdehnen zu müssen. Das war nicht immer zum Vorteil. Als Gesamteindruck blieb jedoch die Vision des Dichters, dargestellt durch ein Ensemble ausgezeichneter Schauspieler, von denen kein einzelner, sondern nur die Leistung aller mit Achtung genannt sei. Das Publikum verließ das Theater mit zwiespältigen Gefühlen, die der Idee Ehlumbergs ihr Herz, seiner Dramatisierung aber nur Achtung entgegenbrachte. Durch die Kritik der Presse ist der Inhalt der dramatischen Dichtung bekannt. 25 Jahre nach Kriegsausbruch geschieht ein Wunder. Die Toten stehen aus. marschieren zurück in die Heimat. fordern ihr Recht von den Lebenden und münen erkennen, daß die Welt über sie hinwegaeschritten, daß kein Platz mehr für sie auf Erden ist, daß sie umsonst gestorben sind. Weniger bekannt jedoch ist. daß dieser ehemalige österreichische Offizier Hans E h l u m b e r g Jude war. daß seine Familie den Namen nach jenem kleinen Orte Chlumberg tragt, den des Dichters Vater nach der Schlacht bei Königgratz heldenhaft gegen die nachdrängenden Preußen verteidigte. Und dieses Jndesein des Dichters kommt in seinem Werk mehrfach zum Turck)bruch. Man hat die Hauptszene des letzten Bildes stark gekürzt, und so siel auch jener Teil, in dem die Geistlichen der drei Konfessionen nach den Männern der Politik, der Philosophie und der Mistenschaft den Wiederauferstandenen klarzumachen versuchen, daß sie gegen die göttliche Weltordnung durch ihre Wiederauferstehung verstoßen. Mit allen Argumenten des Glaubens lampst da der Rabbiner gegen das Wunder, das nicht sein darf, weil die Propheten §Müt MGHM 61Ä Durch einen unglückseligen Zufall wurde mir mein Verlobter entrü'.en. Lange Zeit hindurch wollte cs mir nicht gelingen, darüber hinwegzukommen. Endlich nach vielen Jahren beruhigte ich mich aber drch. Aber dieser langanhaltende Kummer hatte meinem Gesicht arg zugesetzt. Ich war ziemlich gealtert. und mein Aussehen war alles andere als begehrenswert. Kann denn eine Frau überhaupt auf Beachtung rechnen, wenn ihr Gesicht verblüht ist? Tie Menschen urteilen za immer zuerst nach dem Aeußern; die Männer nicht weniger als wir Frauen. . Wie aber sollte ich es anstellen, daß mich jemals wieder zufriedene oder gar bewundernde Blicke tresien würden? Alles Mögliche versuchte ich, um mein Gesicht wieder fang und frisch ivcrden zu lassen. Aber der Erfolg der Bemühungen war nur sehr gering. Ta hörte ich von einer. Creme, der man Wunderdinge nachsagte. Es war Marhlan-Creme, und selbstverständlich probierte ich auch sie. Ter Lohn blieb nicht aus. Zunäcüst spürte ich eine wohltuende Wirkung aus meiner Gesichtshaut. langsam blühte sie aus. allmählich glättete sich die Herbheit der Züge. Krähenfüße und Fältchrn begannen zu roeicken. Kurze Zeit nur. unb meine Angehörigen stellten einmütig mit mir fest: ich sähe so aus. als bade ich ein neues Gesicht bekommen. So schön wäre ich nie vorher gcwcstu. und mein Spiegel bestätigte mir. daß ich von Tag y.i Tag anmutiger wurde, selbstverständlich beeinflußte mein jugendliches Aussehen das ganze Wesen. Und aus einer kleinen Festlichkeit lernte ich dann auch meinen Mann kennen. Ohne Marylan-Ereme hätte er mich siäxrlich nicht beachtet. Meine glücklichste Stunde war es, als wir uns das Jawort gaben. Und die frohesten Minuten sind cs für mich, wenn ich mein Gesicht mit der famosen Marylan-Ereme pflege, '^ie bürgt dafür, daß die so begehrte Jugendlichkeit noch lange nicht entschwindet. und daß mir somit die Liebe meines Mannes erhalten bleibt. Nun begreife ich auch, daß in mehr als Ar notariell beglaubigten Schreiben Damen und Herren die Erfolge rühmen, die sie mit Marylan-Ereme erzielt haben. Und ich kann mit bestem Gcwststn jedem Mädchen. jeder Frau — und auch der Herrenwelt — nur dringend raten: erhaltet und ver'Ggstt Euch blühendes, gesundes, faleenloses Aussehen — durch MarylawEremel Marvlan-Ereme will auch Ihnen beweisen, wie leistungsfähig sie ist. Eine kostenlose, portofrei zugesandte Probe steht Ihnen jederzeit zur Verfügung. Auch ein aufschlußreiches Büchlein über verarm stige Gesichtspflege wird, cdewallZ kostenlos, beigeg.oen. schneiden Sie nachstehenden. Gratisoezugsst ein aus. legen Sie ihn in einen mit einer frankierten Briefumschlag, aus dessen Rückseite Sir Ihre genaue Adresse angeben: Creme und Büchlein gedeih Ihnen dann sofort, wie gesagt kostenlos und portofrei zu. Gratisbezugsschein: Än d-n Mcrriüan'.Vertrieb Berlin 243, Fricürichftraße 24. Ecbilke eine 3.l;arr;Iau*Gretne, dazu das neue Büchlei:: über kluge Schönheitüpstege mit Abbildungen: völlig kostenlos urro PoctoiceU

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