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Central-Verein-Zeitung · 1932-07-29 · 31 (29.7.1932) · p. Seite 325

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
11 (1932)
Issue
31 (29.7.1932)
Date
1932-07-29
Page
Seite 325 (sequence 5)
Language
German
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325 Main-Köln, die 4000, die eia zweites Mandat geschaffen hatten. Dann aber wären zwei weitere Mandate auf der Landesliste gewonnen und von den 332 000 staatsparteilichen Stimmen wären 300 OX) abgenutzt worden. Dasselbe wäre natürlich auch der Fall gewesen, wenn die Staatspartei ebenso eine Listenverbindang vorgenomraen batte wie die Yolkspartei, die mit 2000 Stimmen weniger als die Staatspartei sieben Mandate nach Hause brachte . . . Soll nnn wiederum der Kleinmut zu solch' verheerenden Folgen führen? — Nein und abermals nein! — Wer staatsparteilich empfindet — nur an sie wende ich mich —. der darf nicht daran denken, seine eigene Stimme zu ..retten", sondern er muss an die Hunderttausende denken, die er wirkungslos machen kann, wenn er nicht die Partei wählt, der er sich verbunden fühlt. — Wenn aber wirklich die Zuversicht trügen sollte, so will ich lieber zu den Hnnderttausenden gehören, die für die eigene Partei stimmten und unterlagen, als zu denen, die anderen Parteien Mandate verschaffen und die eigene Partei begraben helfen. * Aehnliche Gedankengänge hat das Mitglied des Hauptvorstandes des Centralvcrelns, der Berliner Stadtverordnete Dr. Erich Eyck, in einer Ausschusssitzcmg des Landesverbandes Gross-Berlin des C. V. am 19. Jali ausgeführt. Arnold Belrich, üagen: An die Auswertung der in diesen letzteren Wahlkreisen aufkommenden Reststimmen vermittels der Reichsliste hat Herr M. anscheinend nicht oder doch nicht ernstlich gedacht. Angenommen, die Staatspartei würde in den angeführten Verbänden fünf oder sechs Mandante aus eigener Kraft gewinnen, was durchaus wahrscheinlich ist, in den übrigen Wahlkreisen aber würde entsprechend Herrn Mendels Rat statt staatsparteilich vermehrt sozialistisch und Zentrum gewählt, was wäre die unmittelbare Folge? Die Folge wäre, dass die Staatspartei keine, mindestens aber viel zu wenig Reststimmen hätte, um die ihr auf Reichsliste zustehenden Mandate zu besetzen. Es würde dadurch die Situation entstehen, dass die erste Voraussetzung (Grundmandate!) für die Wahl der auf der Reichsliste stehenden staatsmännischen und republikanischen Persönlichkeiten wie Höpker- , Asehoff, Dietrich, Lemmer, Elisabeth "Luders, Bartelt, Reinhold, wohl gegeben wäre, dass diese überragenden Persönlichkeiten aber doch kein Mandat und damit keine politische Wirkungsmöglichkeit erhielten, einfach, weil die Reststimmen fehlen aus allen den Wahlkreisen, denen Herr Mendel empfiehlt, nicht staatsparteilieh zu wählen- — Wäre das zu verantworten? Doch sicherlich nicht! ... In Sachsen kann das Mandat für Herrn Oberbürgermeister Dr. Külz, Dresden, als sicher betrachtet werden, da die drei sächsischen Wahlkreise einen gemeinsamen WabIkreIsverband bilden, in welchem insgesamt 60 GiXJ Stimmen zur Erringung des Mandats genügen. Ein weiteres Mandat auf der Reichsliste wird hierdurch ebenfalls gesichert. Für die sächsischen Juden, die auf dem Boden der Einstellung der Deutschen Staatspartei stehen, ist es deshalb unbedingt Pflicht, dieser Partei die Stimme zu geben... Dr. Höpker-Asehoff sagte in einem seiner letzten Vorträge: „Was wir heute in Deutschland erleben, wäre nicht denkbar, wenn an der Seite der Sozialdemokratischen Partei . .. und neben dem Zentrum ... eine starke bürgerliche Demokratie stände, die Bürge der politischen, geistigen und wirtschaftlichen Freiheit in Deutschland ist"... M. K.s Aachen: In der „C. V. Zeitung" vom 22. Juli bringen Sie die beiden Ansichten von Stadtrat Katz und R. Mendel. Der Standpunkt, den Mendel vertritt und den ich für den allein richtigen halte, ist auch in der „Frankfurter Zeitung" vertreten worden, und zwar zunächst in der Sonntagausgabo vom 17. Juli und dann noch einmal als Erwiderung auf einen Brief des badischen Abgeordneten Nemnaon. Nach meiner Ansicht sollte die Staatspartei nur in den Wahlkreisen gewählt werden, in denen die Aussicht besteht, dass auch eia Staatspartei ler gewählt wird. Die Gefahr, dass etwa nicht genügend Stimmen vorhanden wären, um alsdann alle Mandate, die etwa auf die Reich sliste entfallen, zu besetzen, i^t sehr gering, da doch in allen Wahlkreisen Staatspartei gewählt werden wird. Auf keinen Fall aber darf die Staatspartei überhaupt fallen gelassen werden. Wenn ein Staatsparteiler aiK-h heute einer anderen Partei seine Stimme gibt, so muss er doch Mitglied der Staatspartei bleiben und ihr durch weitere Unterstützung die Möglichkeit zu späterem Aufstieg geben. O. L.j, Köln: Der Streit, der in den Spalten der „C. V. - Zeitung*' ausgebrochen ist, ob diejenigen Mitglieder, die sich bisher der Staatspartei zurcchneten. wieder Staatspartei wählen sollen oder nicht, ist an und für sich bedauerlich, weil er bei Uebelwolicnden und Oberflächlichen den Eindruck erwecken kann, als bestehe der Verein ausseniiessiieh aus Mitgliedern, die der Staatspartei angehören, und weil er ferner die falsche Meinung bei Unkundigen hervorbringt, als hätte der Centralvercln seine politische Neutralität allen Parteien gegenüber, die auf der Grundlage der Verfassung die Gleichberechtigung der deutschen Juden anerkennen, aufgegeben. Diejenigen deutschen Juden, die ihre Stimme einer anderen Partei als der Staats- R E I S E D I E U 3 T D E S c V REEMTSMft SORTE c*wvew r» eis 22 * ssysrsscia^ O*' ttrta O # OK ,3^3 tfCSSTSaA ClOASrrTZüfAnft«;« 3.SS.&H. ASJTG *a - «a h. ss * * 2! d

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