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Central-Verein-Zeitung · 1932-07-22 · 30 (22.7.1932) · p. Seite 317

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
11 (1932)
Issue
30 (22.7.1932)
Date
1932-07-22
Page
Seite 317 (sequence 9)
Language
German
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fie Anspruch hat. Sie wird fortan „Jüdisches Museum" heißen und die bisherige Bezeichnung als Untertitel führen. Darauf zielte schon der „Jüdische Museumsverein" hin, der vor drei Jahren durch die Energie von Tr. Schwarz begründet wurde. Unter dem Vorsitz von Generalkonsul Eugen Landau und dem Ehrenvorsitz Max L i e b e r m a n n 2 hat sich in dieser Verbringung eine beträchtliche Zahl von Kunstfreunden zusammengesunden, die trotz der Ungunst dieser Zeiten die Mittel darlot, Anläufe durchzuführen. Zu denen die etatmäßigen Gelder nicht ausreichten, namentlich schnell zuzugreisen, wenn hervorragende Stücke im Handel auftauchten und die Gefahr vorlag, daß sie aus Deutschland auswandern würden. Durch die gesteigerte Tätigkeit, die der Museumsverein ermöglichte, konnte die Kunstsammlung der Gemeinde seit 1928 überraschend erweitert werden. Tie Zahl der Gemälde stieg von 18 auf 80, die der Kultgeräte von 227 aus 348, die der Münzen und Medaillen von 794 auf 910, die der graphischen Blätter gar von 3354 auf 6694. Von Zeugnissen des alten Judenstaates, die durch die systematischen Grabungen der letzten Zeit zutage gefordert wurden, waren 1928 nicht mehr als 12 vorhanden — heute zählt man 187. Die Bereicherung dieser Abteilung ist besonders hervorzuheben: das Jüdische Museum besitzt darin Stücke von unabschätzbarem Wert, um die es von manchm Spezmlmmeen der Antike beneidet werden kann. In der Neche der Gläser und Lampen, um nur dies hcrvorzuheben, stehen Tinae von höchster Seltenheit und Schönheit, überdies von überraschend guter Erhaltung. Aus ten jungten Neuerwerbungen der anderen Gebiete sei wenigstens eine genannt: das berühmte. Prachtvolle und repräsentative Vertrat Bornes von Moritz Daniel. Dpvenheim aus dem Jahre 1527, das von seinem alten Stammsitz Frankfurt nach Berlin über nebelte. Ueberall spürt man, welch neues Leben in Verwaltung und Pflege der Sammlung einwMcn ist, wie systematisch Karl Schwarz veracht' und wie^scharf er auspaßt. Mit Beifall sei cs begrüßt, daß nunmehr auch die leitenden Lrgane der Berliner Gemeinde Wert, Sinn und Bedeutung dieses bisher so stiefmütterlich behandelten Besitzes erkannt haben und ihm die Aufmerksamkeit zuwenden, die ihm zukcmmt. mm WM im LlÄser- Am Lübecker Doinmustum wurde kürzlich eine neue jüdische Abteilung eröffnet. Eie ist ein/Werk von Julius Carlebaw (Oambural und- TnTT — ohne kunfchistori'me Absichten — den jüdischen Kuli und die jüdi'ckcn Bräuche erklären. Das große Jntercffe in nichtjüduchen Kreisen für derartige Aust Llarungsarb-eit bewies der starke Besuch cm Eröffnungstage, bei dem Rabbiner Tr. Winter (Lübeck) einen Vortrag über den jüdischen Kult hielt. Ter große Bortrcms'aal faßte nur einen Dell der fast a u s s ch li e tz l i ch ' n i ch t j ü d i s ch en Zuhörer, so daß der Vortrag in kurzer Zeit noch einmal wiederholt werden soll. Auch bei der Führung, die dem Vortrage folgte, blieb das Jnwres'e w rege, daß sich mehrere Gruppen bildeten, die einzeln verschiedenste jüdische Probleme an Hand der Gegenstände bewrachen. Tie Lübecker Presse berichtete lehr freundlich über die Veranstaltung und die Sammlung. . Ausstellung selbst gibt einen guten Iwberdlick über das gestünde jüdische Leben. Dynagogaler und häuslicher Kult, Cebrtsutcnsilien. die jüdischen Feste, Ehe und Vckchneidung, ferner auch Typen und Trachten, Amulettwesen und religiöses Eviclzeug, alles dies ist an Hand von zum Tci! kunstgewerblich sehr schönen Arbeiten erklärt. Durch Auswahl der Tbiekte aus verschiedensten jüdi'chen Kulturkreisen (Deutschland. Italien, Polen, Galizien, Tunis. Kaipathvruß'and) ist an Hand von Gegenständen und Photographien Gelegenheit gegeben, gleichzeitig die verschiedenartige Entwicklung der Juden aus der ganzen Welt zu übergehen. Diese Abteilung wird sicher zum besseren Verständnis des jüdischen Menschen und jüdischer Bräuche bei trogen. eins andere erhielt die so sehr begehrte gute Position! Trotz grossen Könnens war eben ihre, äussere Erscheinung nicht ansprechend genug. Das müssen u. Sie ändern! Kommen Sie zu uns, wir beraten Sie, wir helfen Ihnen! Verjüngung des Gesichts, Beseitigung jeglicher Falten, Ohren-, Uppen- und Nasenfehler, Hebung gesunkener Wangen, Brüsteberichtigung usw. schmerzlos u.narbenunsichtbar. Aerztliche Leitung. Zahlungserleichterung, Drucksache frei. Briefanfragen Rückporto. Broschüre mit etwa 60 Doppelbildern gegen 50 Pfennig in Marken. 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