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Central-Verein-Zeitung · 1932-07-22 · 30 (22.7.1932) · p. Seite 318

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
11 (1932)
Issue
30 (22.7.1932)
Date
1932-07-22
Page
Seite 318 (sequence 10)
Language
German
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31$ Prof. vr. Lar! Roch ns gesiorbsrst Am 5. Juli starb vr. jur. et phil. Carl Koehne, Professor der Rechtswissenschaft an der Technischen Hochschule Berlin-CharlottenLurg/ im Alter von 69 Jahren. Koehne stammte aus Danzig, prockovierte in Leipzig zum vr. zur., in Berlin, zum vr. phii. und war Mitglied der badischen historischen Kommission. . Auf Grund einer ^christ: „Tie Arbeitsordnung im deutschen C'werberecht" habilitierte er sich an der Berliner Technischen Hochschule für Cewerberecht, Arbeiterversicherungsrecht und Wirtschaftsgeschichte. Tas Gebiet wurde später auf Rechtswissenschaft und Nationalökonomie erweitert. ISIS wurde Koehne zum a. o. Professor an der Berliner Technischen Hochschule ernannt; 1919 wurde er Dozent auch an der Berliner Landwirtschaftlichen Hochschule. Seine Veröffentlichungen betreffen besonders Geschichte, Recht und Wirtschaft der Industrie und Verkehrsmittel. Kurz vor feinem Tode erschien noch ein Buch aus feiner Feder, das die Fragen der Allgemeinbildung im Rahmen der technischen Hochschulen behandelt. Das ist der äußere Rahmen, in dem sich Koehnes arbeitsreiches Leben abspielte. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit folgte er dem Drange seines -Gerechtigkeitssinns, der ihn trieb, überall und immer wieder Zeugnis für sein bedrängtes Judentum abzulegen, Als im Frühjahr 1893 ein Aufruf an die deutschen Juden erging, sich im C. V. zusammenzuschließen, fehlte auch er nicht. Seitdem ist er bis zu seinem Tode treues Mitglied des C. V. geblieben. Bei der Bildung von Ortsgruppen, die bald einsetzte, stellte er sich der Ortsgruppe Berlin „Alter Westen'" zur Verfügung und blieb lange Jahre ihr Vorsitzender. Daneben Wort und Schrift voll unserer Gleichberechtigung und. in der Form von Buchbesprechungen kamen feine immer wissenschaftlich begründeten Gedanken in der Monatsschrift des C. D. „Im deutschen Reich" an die Qefsentlichkeit. Im großen wie im kleinen war Koehne ein Mann der . treuesten Pflichterfüllung. Er entzog sich nicht Sei e'.rftachsten Kleinarbeit, warb persönlich viele Mitglieder, war pünktlich und unermüdlich bei allen wichtigen Sitzungen des C. V. zur Stelle und legte besonderen Wert auf die Tätigkeit in seiner Ortsgruppe „Alter Westen", die' ihm ihren wohlverdienten Dank durch seine Ernennung Ehrenmitglieds abstattete. Koehne war der echte Typ eines deutschen Professors in der edelsten Bedeutung des Wortes. Aeußerlich bescheiden und zurückhaltend, bekannte Eifer für die Erhaltung vielen Aussätzen er sich mit aller Energie, ^ohne rechts vnh links zu sehen, zu seinem festen Standpunkte. Wir betrauern in dem' Entschlafenen einen treuen, selbstbewussten, Mitarbeiter, der unsere Sache ein gutes Wtück weiter gebracht hat. Kleine Chronik Am 4. Juki beging in Breslau die Schriftstellerin AinanDa 6 o n n e n f e I 5, eine Schm euer unseres unvergeßlichen Führers Hugo Gönn e n f e I 5 , ihren 70. Geburtstag. Amanda Eonnenfels hat sich als Verfasserin ran Romanen, Gedichten und Diograrhien, in denen sie sich als gute Jüdin und Deursme bekannte, einen bekannten Namen gemacht. Dir sprechen ihr unsere aufrichtigsten Glückwünsche aus. — Das langjährige Borstandsmitglied der Ortsgruppe D-fermünde des Centralvereins Heinrich Kayser feierte am 18. Juli seinen W. Geburtstag. Als Ehrenmitglied des R. f. F. und vieler anderer Vereine wurden ihm anläßlich seines Geburtstages zahlreiche Ehrungen zuteil. Kayser ist einer der wenigen lebenden Kriegsteilnehmer vom Jahre 1806 und Mitkämpfer der Schlacht von Langensalza. Wir gratulieren unserem Freunde herzliHst und wünschen ihm einen gesegneten Lebensabend. — Geheimrat Dr. Friedrich D o l f f (Köln) wurde am 18. Juli 60 Jahrs. Dir gratulieren. . — Am 25. Juli vollendet der Vorsitzende der Ortsgruppe Dresden des Centralvereins, Rudolf A p t, sein 50. Lebensjahr. Wir gratulieren dem verdienten Manne, dessen Wirken für den Centralverein wir bereits in Nr. 36 der „L. V.-Zeitung" gewürdigt hatten, herzlich. — Anläßlich seines 60. Geburtstages wurde Iustizrat Dr. Galling er (Nürnberg) zum Ehren- ,vorützsnden der Ortsgruppe Nürnberg des Centralvereins ernannt. — In Friedbsrg, Hessen, wurde ein Kriegerehrenmal für die Gefallenen eingeweiht. Als Vertreter der jüdischen Gemeinde sprach Lehrer Seelig für die 21 Gefallenen seiner Gemeinde. — Die Freiwillige Feuerwehr in Grefrath bei Krefeld feierte ihr öüjähriges Bestehen. Aus diesem Anlaß wurden dem Mitbegründer Josef Will n er Zahlreiche Ehrungen zuteil. — Die Expedition des R. i. F. -u den deutschen Iiu-Iirsu-Meisterschasien in München hatte große Erfolge zu verzeichnen. Von drei ent'andten Kämpfern wurden -wer deutscher Meister, der dritte kam in die Endrunde und wurde Zweiter. Geschäftliche Nolizea Trrnkr Fachrrrgsr. Aerztlichr Berichte über dir , T. geradezu überraschenden Heilerfolge mit „Staat!, hingen"' neben Ihnen jederzeit dura) das Fachinger ntralburo. Bcclin D. 8, Diihelmstraße 55, zur Verag. Der rein-natürliche Mineraldrunnen ist in üen . Mineralwan erhandlungen, Apotheken, Drogerien usw. erhältlich und eignet sich hervorragend zu Haustrinkkuren, die bequem und billig jederzeit ohne Berufsstörung im eigenen Heim vorgenommen werden können. Togal-TaLlette» wurden laut einer Abhandlung in der medizinischen Fachzeitschrift „Fortschritte der Medizin" in einem MilitärlazareLt in Berlin einer eingehenden Prüfung unterworfen. Die umfang« ' reiche Arbeit weist in zahlreichen Fällen nach, daß sch dieses Präparat in hervorragender Weife bei Rheumatismus, Gicht und Erkältungskrankheiten be- ■ Währir. Dis Wirkung des Togals war stets prompt und anhaltend. Nebenwirkungen wurden nicht be- . obachtet. Schaffen Sir sich eigenen Grund und Boden. Auch beute noch iss es möglich, ein Eigentum zu erwerben. Die bekannteste Vaufparkane, die Gemeinschaft der Freunde, hat bereits zirka 13600 Eigenbeime finanziert. Dis G. d. F. ist durch Gesetz als Bausparkasse zugelassen. Wir verweisen auf das Inserat in der heutigen Nummer. Das jüdische Kurhospital Kolberg, das durch seine schöne Lage und angenehme Aufenthaltsmäglichkcit bestens bekannt ist, nimmt im August-September noch Erwachsene und Binder auf. Zu zeitgemäßen Preisen (einschließlich Solbäder und ärztlicher Behandlung) finden unsere Leser hier Erholung und Ausspannung. Hcringsdorf hat in diesem Jahr eine Rekordsaison. Sämtliche Häuss'r, Vergnügungsstätten, Kurdirektioh und Kurverwaltung sind bemüht, allen Güsten den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Politik ist in Heringsdorf vollständig ausgeschaltet. Jeder kann sich hier ungestört erholen und die Schöncheit der Natur in Ruhe genießen. . . . Baden-Baden. Besucherzahl der Kurgäste bis 15. Juli: 30 382 (davon 24 837 Deutsche und 5545 Ausländcr). 11M Meter hoch, dicht bei Oberstdorf, liegt der schöne Ort Riezlern, der zwar österreichisch ist, aber zum deutschen Zoll- und Wirtschaftsgebiet gehört. Daher ist hier Reichsmarkwührung und keine Zoll-' und Paßgrenze. Der Frsmdenverkehrsverein hat dir Eintritts-' preise zum Luft-, Sonnen, und Schwimmbad um 10 bis 20 Prozent ermäßigt. Privatzimmer kosten . 80 Pfennig bis 1 Mark. Volle Pension zwischen 4,50 und 5,50 Mark, beste Gasthauszimmec mit fließendem Wasser und Dalkon 6 Mark. Ein Heuschnüpfterparadies! Der Heuschnupfen blüht. In allen Formen, vom einfachen Schnupfen und Augenjuck-en bis zu Fieber und Asthma, plackt er die baniit Befallenen. Als allergenfreier Platz hat sich in den lebten Iabren mehr und mehr der Predigtstuhl bei Bad Reichenhall erwiesen. Ist schon dieser Badeort in seinem eingeschlossenen Ke',,el und mit seinem frühen Grasschnitt ein verhältnismäßig sicherer Zufluchtsort für jene Krankheit der höheren Intelligenz", so ist das entzückende Derghotel auf dem Predigtstuhl ein wahrer Heuschnüpfler-Rigi. Bis in den Juni hinein lag hier oben der Schnee. Verlag: Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. D., Berlin W 15, Emftr etc. 42. Tel.« Adr.: „Centralglauben Berlin". Postscheck: Berlin 30472. Hauptfchrist'eiter: Dr. Ludwig Holländer. Verantwortlich: Dr. Margarete Edelheim. Beide Berlin V.' 15. — Unverlangte Manuskripte werden nur zurückgesandt, wenn Freiumschlag beiliegt. — Verantwortlich für den Anzeigenteil: Hellmut Cohn, Berlin-Schlachtensee. — Druck: Rudolf Mosse, Berlin SW 100. e::t Bad 'Clssoisan © Haus U5] An derLtnd«-^ dpror.iencdcund Kurhauiitrciso neben Kurses 5en und Bädern. Pliessendes warmei und ksiks We-sier, Zennülbelaung. Lijf. 5chone Zimmer. Be'JeVerpsirgung. Massige Preise. Bes.: B. 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