Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 11 (1932)
- Issue
- 30 (22.7.1932)
- Date
- 1932-07-22
- Page
- Seite 316 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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3J6 Willi ve&SEsafiä! Fachinger Yexiaudstelle, Berlin SWll Schöneberger Strasse 16a. Telefon: Lützow: 8260.61 Ter stellvertretende 2mtbiftt§ des <5. B.. Arirr Schweriner, Dem Die Betreuung Des w.ittstdeuiselben Landesverbandes rl>Heat, veiate in eafcfmulidjcn Bildern, welchen Gef amen heute Die Kümpser für Die Freiherr und Gllichberectzichunz der deutschen Juden aus^eicch sind. Rach einem nnrkungsvvllen Appell unserem Freundes K a m n i h e x an feine thüringi'chen Freunde, mit wackstnd-.'.n Lpfersimi Der Sache des (5. V. zu dienen, falzte der Burschende Tr. Frcudcntbal die Bedeutung d-er sommerlichen Tagung in Dberchof zusammen. In ehrlich begeisterter Kampstsstinunung klang die Tagung aus. Ortsgruppen ihren Zweck, jedem Berliner Contra lveremler zu sagen, was ihn erwartet und rvas seine Organisation von ihm fordern muß. MrrMtr MrstmMiRN , m $mmt M AiEAm In einer von mehreren hundert Personen besuchten Wadlkundgebnng der Ortsgruppe Hannover des Centralvereins deutscher Staatsbürger indischen Glaubens wurde einstimmig folgende Entschließung angenommen: ,pDw am 18. Juli in einer Versammlung des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens versammelten jü dis ch en B ü rger der Stadt Ha n n oder echeben lauten und entschiedenen Protest gegen die maßlose Juden Heye, die sich in immer zunehmendem Maße im Wahlkampfe auswirkt. Sie weisen voller Entrüstung die durch nichts begründete Verleumdung zurück, daß die deutschen Juden die Schuld an der schweren Lage des Vaterlandes und an den blutigen _ Ausschreitungen haben, die sich täglich abspielen. Sie legen feierlichst Verwahrung ein gegen den Versuch, die Erregung und Erbitterung der breiten Volksmafsen auf die verschwindende Minderheit der deutschen Juden abzulenken, die noch nicht ein Prozent der. deutschen Bevölkerung betragen. Die deutschen Juden vertrauen auf den Sieg dos Rechtes und der Wahrheit!" Tie gleiche Entschließung wurde in einer überfüllten Versammlung in H i l d e s h e i m am 19.Juli angenommen. rhürinLiMr tnmrn Kr SLrrhsl 115 Delegierte aus allen thüringischer^ Ortsgruppen und mehr als 39 Gäste harten sich am Sonntag, dem 17. Juli, im Hotel Blum in Oberbos eingesunden- Am Lorstandsüsch hatte das Biitgtieö * des HauvworftanD-es, Bruno Heinemann (Meiningen >, neben dem Leiter der Tagung, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Landesverbandes des S. D. Mitteldeutschland, Rechtsanwalt Fr ende n t h 2 k (Erfurts Platz genommen. Landgerichts- Tat Tr. Joachim. S e l i g s o h n (Berlinlegte in seinem Vorträge: ,ckVas steht aus dun Spiel?- die politischen und sittlichen Fragen dar, die das deutsche Judentum setzt bewegen. Daniel prenn In tennisbegeisterten Kreisen sind zurzeit zwei Namen in aller Munde: Daniel Prenn und Gottfried von Gramm. Beide vertreten Deutschland in den Spielen um Den Davis-Cuv, beide bisher mit Erfolgen, wie sie selbst die Zuversichtlichsten nicht zu erhoffen gewagt hatten. Als in Wimbledon der Engländer Austin nur nach schwerstem Kampf dem Amerikaner Bines unterlag, da gab niemand den Deutschen eine Chance für den Kamps gegen England, in dessen Mannschaft Austin und der noch stärkere Perry gegen Deutschland spielen sollten. Deutschland hat dennoch den Kampf gewonnen. Prenn hat das Unmögliche möglich gemacht und die besten Tennisspieler des .Kontinents, Perry und Austin, geschlagen. Als der Kampf nach dem Verlust des Doppels und des Spiels von Gramm gegen Perry 2:2 stand und die Entscheidung für Deutschland von Prenns Spiel abhing, da war er es, der mit ungeheurer Energie in drarnatischein Kamps den Sieg für die deutschen Farben sichsrstellte. Das begeisterte Publikum trug Prenn, dem einige Oisizielle des Tennisbundes wegen seiner Zugehörigkeit zum Judentum noch vor kurzem glaubten, Schwierigkeiten bereiten zu dürfen, auf den Schultern chom Platze. Mit neuen Erfolgen beim Kampf gegen Italien fährt Prenn nun nach Paris, um dort Deutschland im ensicherdungsvollen Kampfe gegen Amerikas Beste im Tennis zu vertreten. Alle Zeitungen feierten seine neuerlichen Siege wiederum als deutsche Siege. Niemand, auch die nationalfOzialistifä-en Blätter wagten es, Prenns Leistungen für Deutschlands sportliches Ansehen geringer .zu bewerten. Der „Völkisci>e Beobachter" vom 19. Juli 1932 schreibt: „Prenn, der in seinen letzten Trammgsfpielen einen ganz vorzüglichen Eindruck gewachst hat und in der Pestform seines Lebens zu sein scheint, macht auch in Mailand wieder einen glänzenden Eindruck. Er erscheint noch im Pullover und ist die Ruhe selbst, während de Stefanie einen etwas nervösen Eindruck macht. In prächtigem Spiel kann der Deutsche mit 6 :1, 6:5, 1:6, 6 :2 den italienischen Meister besiegen und damit Deutschland eine klare 2:0- Führung verschaffen/ Ter Jude Daniel Prenn wird auch in den: schweren Kamps gegen Amerika ein würdiger Vertreter des deutschen Tennissports sein. A. L* Cm „Möffchrs Mussum" in berlln ' ‘ | Von De. Klas Gsbsrn Wiederholt ist an dieser Stelle Klage darüber geführt worden, daß die vortreffliche ■ „Kunstsammlung der Berliner Jüdischen Ge-; meinde" in völlig unzulänglichen Räumen nntergebracht, man muß schon sagen: zusammcngestop't ist. ^ll.s soll nun endlich an- ' ders werden. Das ^stchenheim vor Gemeinde in der Oranienburger Straße 31 wird an dieser Stelle ausgelöst, es wird mit dem Jüdischen Krankenhaus in der Ererzierstraße verbunden, und das große Gebäude westlich neben ' der Synagoge wird stell Da hat man denn bei der Neuverteilung seiner Räumlichkeiten tatsächlich auch an die Kunstschatzkammer gedacht, die bisher zwei Häuser davon entfernt unterm Dach ihr Aschen'orstdel-Daftin fristete. Daß diestr Beschluß gefaßt wurde, ist zum großen Teil das Verdienst von Tr. Karl Schwarz, der seit Jahren nur unermüdlichem Eifer, kenntnisreich, " umsichtig und spürsinnig die Sammlung betreut. Blau hat auch ein Einsehen gehabt und in dem. jetzt verfügbaren Hause das erste Stockwerk zur Verfügung gestellt, so daß der Besuch lockender und bequemer gemacht wird. So soll nun. der kostbare Besitz an künstlerischen und kutmrhistorifchen Werten, die sich im Laus der Zeit angesammelt haben, eine würdige Heimstätte finden und zu gebührender Geltung kommen. Tie Naumverhälrniffe liegen außerordentlich günstig. Es sind große Zimmer vorhanden, einige von saalartigem Charakter, und das Licht ist sehr gut. Nach der Straße zu finden sich zwei stattliche Räume, die im wesentlichen die Gemäldegalerie und ihre interessante -rwnderprovinz: die Porträtsmmnlun.g, aufnehmen werden. Daran schließt sich eine Halle mit mächtigen Fenstern, die für Werke der Plastik und für Bilder von größtem Format geeignet ist. Der nächste Raum gehört den Ergebninen der Ausgrabungen in Palästina und sonstigen antiken Denkmälerm Drei weitere helle Zimmer sind für die ^ammluriz der Kultgeräke bestimmt. Kleinere stlabinctte für Direktion und Büro führen schließlich wieder zu einem Saal von respektablem Ausmaß, in den die wundervollen graphischen Bestände und das Münzkabinett einziehen, der überdies als Studienraum ausgestaLret wird. An allen diesen Räumen, die nach dem ganz freien und damit Hellen Rückgelände liegen, zieht sich ein langer, ungewöhnlich breiter Korridor hin, der Eelegenheit bieret. Schränke austustellen und kleinere Einzelheiten, vielleicht in wechselndem Turnus, vorzuführen. Man will hier die Decke herunterziehen und Oberlicht cmbringen, wodurch eine ansprechende intime Wirkung gewonnen wird. Nun wird man auch daran gehen können, der Sammlung den Namen zu geben, aus den im i&j s ii $bOJ Harnsäure und andere Aöbausstff: sind die Ursachen der imifreu Kran kanten und fuhren Leich: 311 schincrcr illrterienverkaklung, Magen-, Leber-, Gallen- und Nstrmlriden, schweren Nervenleiden, dvr^ich-.'m Altern und einem stüsen, rst p--alp Mm n. vdst Dv. Sander's §chrn4st'ffrim, ein Kombinatronstmrdnkr von 20 vsr'cblldenen ststanzenwstrn und Erte.st-en nach dm: Bro'st'er Bürgistben Cestch scheidet dstst Krank.Di:-- tzxc "er restll!■ m:s und macht einen rnrmn Meu.ststen cos Ihnen.' Einmal ervwbt — imn.mr gellet! 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