Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 11 (1932)
- Issue
- 28 (8.7.1932)
- Date
- 1932-07-08
- Page
- Seite 289 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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(Hn zuverlässiger Freund stellt sich in einem, trotz der Zeitoerh-ältnme neuen und reicheren Gewände fernen zahlreichen allen Anhängern vor und wirbt um neue Freundschrfr: Ter ..Anti-Antich jene bekannte Taschenkartolhek über die Judenfrage, seit ihrem ersten Erscheinen vor fast einem Jahrwhnt unzählige Male nachaeahmt, liegt nunmehr in sechster Auflage (24. bi? 26. Taufend) vor. Tie W a n d l u n g in der antisemitischen Agitation und ihrer Forrnuliernngen wird ebenso an den Blättern sichlbar. die jetzt fehlen. wie an denen, die neu hinzugekommen und. Vieles war gegenstandslos geworden, viele? war neu in den Bereich der gegnerischen Berrachtung hineingezogen lvordem viele? konnte bleiben und damit dokumentieren, das; biz;nden'eindttche Agitation cc:?r~e Trnrdlücen trotz elfer £tev::2.:::i ancheeBen genillr in. Aber auch die ü.ck er:hl der al.en Blätter ist vollkonnnru neu öemmstm worden. Nöi'? Bowlen nneben an"emnen neue ff lwrbeigwelo und als wichbwe. gmnb'B ni...e ZAmrmng jBom bobe.nnngbee.mn Zttr..o. on ein Lirercnrrr:r-.eich:::? an den T chm st aesteckr. durch La? die Möntichieir ceweben wird, ichtiefere Bclebmmg mr gründlichere Ans-'inmnbersehung zu verschütten. Annähernd 1 0**0 a ttchworter 'gegenüber 6M bis 7ckn der Lechen Am Lage weist da? dwginer auf. Manchem, de^en rednerisches Vermögen mit feinem Kmnp'esmur nicht ganz sickere iw nmmtt rvrrd ein ,ckled.Vorschlag" willkenwnen sein: Eine Tisni'ffonsrebe von zehn ck turnten Tauer befindet sich am Beginn der Blottersam.mlmrg. Tie Beobachtung der nationalsozialistischen Agitation läßt erkennen, daß sie sich für Len Wahlkampf wieder ihre? alren und bisher wirkungsvollen Vttnels. de? Judenhasses, bedient. imi An bänger zu gewinnen. Um so notwendiger, daß der ..Anti-Antich Le^en anßeiordenttich niedrig gehaltener Vreis c? jedem erw.bglicht, ihn sich anrnstcka'sten. in viele taufend chäude kommt wtd Lao erreicht, wa? sein nun schon berühmter Titel andeutett Au? der doppelten Verneinung eine starke Bejahung zu ermmlichen. nämlich ein positive? und anerkannte? deutsches I u d e n t u in'. A. H. * -! S'^'i f^ ' */A ff **'-V V v •>* V v v V VV ¥ V Vv V V *s/ V <? W' •/ *~3f Zur Beratung der Ackwehrmastna huren gegen die sich in letzter Zeit häufenden Bopwttbewreöungen gegen die jüdischen Lerzte in Breslau und in schienen überhaupt fand kürzlich eine überaus zahlreich besuchte Kundgebung der jüdischen lllerzte und Zahnärzte statt. T^ grundlegende!! Referate wurden von Tr. med. Friedrich V r o d n i tz (Berlin). Rechtsanwalt Tr. Fritz Michaelis und Tr. rned. Kutner erstattet. In einer längeren Aussprache wurden die binzelfragen auf Srund der verschiedenen Erfahrungen behandelt. Tie Versammlung zeitigteden einmütigen Entschluß, mit aller Energie und Ertt schlöffe nheit gegen iXrs. unkollegiale und standeswidrige Verhalten gewisser Kreise vorzugehen- Sll Z"t:n Tas Hauplvorsiandsnntglied des Ecnkralvereiws. Tr. Friedrich Brodnitz. unternahm kürzlich auf'Einladung _ des Landesrerbancke? Baden eine Vortraasreise durch die grosiereu Ortsgruppen. Tie Reise begann mir einer Veranstalrurrg in Heidelberg, die besonders au? den Kreisen der BLudenLenschaft außerordentlich stark besucht war. Tr. Brodnitz sprach über das Thema: „Geistige AutarkieA und gab in diesen Ausführungen eine tiefgehende Auseinandersetzung mit den Gedanken des neuen Rationalismus, wie sie besonder? vom. ,siTar"-Kreise vertreten werden. Ter Vortram erregte eine lebhafte Aussprache. Am daranttolgenbon Tage fand eine Versammlung in M a n n b e i in statt. Zu Der die Ortsgruppe und die Q. V.-Jugend- Ärk^itsgemerns chaf t gemein s a m ei ngelad m harten. Ta? Thema lautete-. .Lstohm führt um er Weg? Tie materiellen und geistigen Strnkturwandlnngen im deutschen Judentum'. Auch an diese Ausführungen schloß sin; eine sehr ein gehende Ansipraciie, in der die großen iosiülen und geistigen Röte rmlorer jungen täenerairoy behandelt wurden, lle&er das gleia;e Thema sprach Tr. V r o d n i g am nächsten Tage m Karlsruhe. g!eic1;fat!s vor Ortsgruppe und Ingeudgrnvpe. Vlliedermn war der Besuch sehr zahlreich und der Eindruck ausisrOrderrrlich stark. Auch in Fr ei bürg i. B. beteiligten sick) besonders diele junge Akademiker an der Aussprache und Auseinandersetzung über die Eedamengänge eines fuhiiHerten Rarionaliozialisvms. MMOMisiELÄrLLO» Einer Einladung de? E. D. zu einer Preffckor»- strenz in dcn Räumen der Hunpteefckäst-steTe denen cnn i. Juli p^h.'-eieee Vertreter der stüdistnen Vrcue Folee geleistet. Ter stellvertretende Versigeude ^des iS. V. Tr. Ludwir T re tz war zugegen. Entchmttend einer bepstogcn^r?. die sim im üautt der zahne ick en aleickairigen Veranstattnuaen Areie? perausachchet chm namnen die Journaustcn zunächst kurze Referate von Tr. Al'r.d Wiener — der die Veranstallnng leitete —. Tr. Harr? R e i ck rrr a u n und Tr. tt'tted H i r i ch b s r g eucheaem Ter Aust marach der V-anerrn zur Reick-ttagsmoA. ihre Haltung zur Iudentta-ze, die Ächla l i ou? an träge der Narionalfoziattsten im Vreustu'cken ü'au.d'.age stowie aktuelle V-eraäunc in Berlin und im. Reucke waren Eemnstand dsr Tarstelluneen. Tndann erst lach lebdaste FraaesteUunz und Branurorrunz. Audem. Kreist der ttäst'e wurde der tlüu.n'ch laut. i?n A)a.stlmonat rrk.7.nmich rcaA.ne' .z ^n'amrnern'.Mommen. um die Au'ch'.'-ung der ü. tan I de? EeutraLrercin? zu allen B .neckenden Un u.e wrüestcn kennen;:.'- Lerrun — eine ttwBrckerung. Ler der C. V. gern Fache leiste:: wird. m krr 1y ' * *; * ■» f Bon Zeit zu Zeit taucht gerüchtweise — a!w in ihrem Verbretter nicht saückar — oder in der Vro^e — und dadurch vermlglnr — die Vestaumuug mir, daß den Juden - rettgiousgestmlich geboten sei. da? Fleisch rituell gaschchchwter Tiere. Las von Leu Jaden nicht geuoffen werden kann, zu besudeln, ehe es an ckiiffstUche KuuLickmst abgegeben wird. Ta? gleiche Verl-allen soll auch für audere Vebeusmittel als bei Fleisch vorge»chrieten sein. Z Butt'ich. Vro- .ä-e sied;;; die .Jachesiut:be;::r er: e :::■ r;:ts ge;-u die\e B r - l e m d u u g gc'üaaei warben, wm-rwi c? ouu-ck mästig *u der Feststellung kann. Last die B -e n a n .? t .: r g /r: r e i i: ' i* r' v " d - k^che e i \ i-J e.. ' ab im -7..'.. ,-a ) . ' .. n-»cn f:i, wem.ch t>vc ».uz l-c i ::d olung o r} .7 vc l U a. Tzr ls ivr f r a i v e v e i n hach sich in den lech All: tRo-naten wü-Lersiolt mit L.rarugeu Beestumduuaen gegenüber MitglstSc-mi bestimm müssen. (??_ genügte in der Regest Last Die Verbreu er ch'charf augosasit wurden, um sie Zum ^Zurücknehmen der Behauptung zu reranmnev. Beir bitten, in jedem Fan. in denn solche Verleumdung cmstaueht, um Benachrichtigung der zuständigen Land esverbar r d s st ell e oder der Zentrale, damit solchen Bechiuptungen nachdrücklichst eutgegengetreteu wordeii kann. ^**1 ick"ow- H %«p«i Xy »-y J j 2d]on ivochenlang war ein Heister Kampf der ettizclncir Elterubeirntsliswn um die Werbung der Elrernscha.fi entbrannt. Ans der einen Beite stand die ch r i st l i d) -- u n )> o I i * H f ch e Visie. die sich zum Ziel gestmu hat. die schule zu ritt politisieren und sie im christttllck Poürioen Tinne zu beeiuflunen. Auf dieser Pille kandid-erte auch eine Anzahl jüdischer Eltern, besonders in den Tchulen, in denen man sich aus eine Einheitsliste geeinigt hat. itm einen unfruchtbaren Wahlkampf zu umgehen. Ihre vauptgegnerin war die Liste „TchulauffonT, die die gesamte sozialdemokratische Elternschaft umfaßt. Tazu kommt noch die „Komuunnllische Einheitsliste der werktätigen MernR Tie Voablbeteiligung war. wie immer bei diesen Dahlen, recht schwach', sie bat im Tnrchschnitt höchstens 4ll Prozent erreicht. Rur an der K a r l - Vst a r x - 2 ch u l e in R euköll n betrug die Wahlbeteiligung ctiua sitt Prozent, was aus das größere politische Juieresie.und die bessere Schulung und Tisziplin der sozialdemokratischen Elternschaft znrückzumhreu ist, die auch ihre Ttimnwnzahl verdoppelte (von 4i1 aus 89?) und damit mir ib Mandaten gegen 8 Mandate der anderen beiden Listen die absolute Mehrheit erlangte. In säst allen anderen Tchnleu lw.it Ausnahme der welttiu^en Volksschulen) bat die christlich-unpolitische Liste die große Mehrheit der Trimmen erstalten. 3o werden in den 167 höheren Tchnleu Groß- Berlin? die christlich-unpolitische Liste zusammen etwa 1060 Mandate, die Liste .,TchniaufOau" et!va 150 IHanbate, die Kommunisten ctvea 20 bi? elUaubate erhalten. Allerdings iit dabei zu berücksichtigen, daß in der christlich- LZZIZIII^^I:23 Lancees^erb^itd Mms^n -> Kassau yrsd Hessen des €.¥. Der Direktor des C. V., Dr. Ludwig Holländer, spricht om: Sonntag, lö.Juli, abends, in Kassel Montag, ll.JuH, abends, in Wiesbaden Dienstag, abends,rn Frankfurta.M, über das Thema*. ^VordarEnfscheJdüng—Unsere Aufgaben im WahSkcnipf" Vo’irähfigcs Erscheinen cHer Freunde w-rd erwarte!