Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 11 (1932)
- Issue
- 17 (22.4.1932)
- Date
- 1932-04-22
- Page
- Seite 166 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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1*6 Dann Dr.Fromms guEe Mnhrmi^ot ProicKurh froi» Niederlagen werden gern unverbindlich nachgewiesen ör. Fromm & Co.9ICöf asc&enbroda-C. Haben Sie einen Zührerschein? Bestrafte nationalsozialistische Anmaßung Ll. L. Am 19. Oktober 1931 befanden sich mehrere nationalsozialistische Parteiangehörige ans der Rückfahrt von einem Aufmarsch vor Hitler in Braunschweig. - Aus der Landstraße fuhr vor ihnen der Lastkraftwagen des jüdischon Metzgers Wolf Stern; am Steuer saß der Schn des Eigentümers, Jakob Stern. Die Nationalsozialisten waren der Meinung, der Führer des Lastkraftwagens erschwere. ihnen das Ueberholen absichtlich; so hielten die Nationalsozialisten den Lastkraftwagen an und verlangten von Jakob Stern die Vorweisung seines "Führerscheins. Dieser lehnte^ das^ Verlanden unter dem Hinweis darauf ab, daß eine Zivilperson dazu nicht berechtigt sei.. Hierauf fielen die nationalsozialistischen. Rohlinae über den Metzger Stern, eineb Mann von 52 Jahren und allen Kriegsteilnehmer, und dessen ^ohn her und mißhandelten beide. Am 21. März 1932 fand dieser Roheitsakt vor dem Schöffengericht in Kassel seine gerichtliche Sühne. Tie beiden Verletzten waren als Nebenkläger zugelasien. Einer der Angeklagten, ein bereits fünfmal wegen Uebertretung des Kraftsahrzeuggesetzes und außerdem wegen Betruges vorbestrafter Mann, wurde zu zwei Monaten Gefängnis, ein zweiter Angeklagter zu 300 Mark Gewstrase verurteilt. Außerdem Kunde diesem Täter die Zahlung einer Geldsumme an den mißhandelten Metzger auserlegt. In den Urteilsgründen erkannte das Gericht an, daß die Weigerung des Lastkraftwagenführers, den Führerschein vorzuz eigen, unberechtigt gewesen sei. Dev Angeklagte Nabe sich mit seinem Verlangen Befugnisse angc* maßt, die nur der Obrigkeit zuftchcn. Auch bei der Strafbemessung falle bei dem Angeklagten erschwerend ins Gewicht, daß er ohne nennenswerten Anlaß auf offener Straße unter Anmaßung polizeilicher Befugnisse gegen einen Krafrwagenführer tätlich geworden sei. Er habe dadurch den öffentlichen Frieden gefährdet. wegen VesHr'mpfrmgerr bestraft Bor dem Königsberger Schöffengericht hatten sich die drei Mitglieder der N.S.D.A.P., der Arbeitslose Herbert Möllernder Bäckergeselle Milkau und der Schlopergeselle T a lkowski zu verantworten, weil sie im Januar dieses Jahres in Königsberg in der Dunkelheit drei jüdische junge Leute in der Schnürlingstraße überfallen hatten! Als tapfere „Nicker" waren sie auch gegen eine junge Dame, die dia drei jungen Juden begleitete, handgreiflich geworden. Fast alle Uebersallenen wurden von den Schlagringen und anderen gefährlichen Werkzeugen der Nationalsozialisten nicht unerheblich"verletzt. In der Verhandlung bestritten sämtliche Angeklagte den Heberfall. Zwei von ihnen sind bereits vorbestraft, Müller wegen Landfriedensbruchs und Körperverletzung mit Todeserfolg, Talkowski, der bereits einmal in eine Ueberfallsache auf einen jüdischen Studenten verwickelt war, wegen Diebstahls, Hehlerei und Urrterschlagung. Gemäß dem Antrag des Staatsanwalts wurden Müller zu vier Monaten, Talkowski zu drei Monaten und Milkau zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Ivar Kreugsr Ein Bilderblatt in einem bekannten Buche, das viele für wisfonfchastlich halten, weil es dick ist. Zwei Köpfe, scheinbar rein sachlich nebeneinander gestellt. Der eine so geschickt photographiert, daß er überfüllt ist mit Merkmalen, die man als jüdisches Aussehen zu bezeichnen pflegt: Ivan Kutisker. Daneben ein Kopf, wikinghaft klar und kühn, wie Herr Dr. Goebbels ihn sich träumt, wenn er zu lange in den Spiegel gesehen hat: Jvar Kreuger. Wie gesagt: ganz sachlich diese Bilder — nebeneinander. Aber wieviel Schlußfolgerungen soll es nahelegen! Hier, der „schmutzige Schieber und Betrüger"', natürlich „typischer'" Jude. Tort der „nordische Wirtschaftsführer" selbstverständlich „schöpferisch". Unter des einen Händen entstehen nur Sumpfblüten, Wo der andere über die Erde schreitet, da trägt sie gesunde Frucht, da ragen rauchende Schlote, da pochen Maschinen. t Die Zeit schien erfüllt. Jüdischer Händler, tritt ab von der Bühne der Wirtschaft, auf der du doch nur Schmierenkomödiant sein konntest! An deine Stelle tritt jetzt der nordische Kaufherr, langsamer gereift, sichtbar erprobt, und als Arier fähiger als du und großer im Hefter* schauen der Witschastsmächte! Rassenreiner Körper und seine Rassenseele bedingen einer die andere — sagt die Theorie. Die Wirklichkeit ist sehr unfreundlich gegenüber dieser sogenannten Wissenschaft. Jvar Kreugers Rassenseele war rücksichtslos genug, sich über seinen Langschädel hinwegzusetzen. Er zeigte freilich in einer Bestätigung der Theorie: dieGröße der Konzeption, wie sie nur nordischen Menschen eigen sein soll. Größer als irgendein Schieber jüdischer A b st a m m u n g wird er in die Geschichte der großen Schwindler e i n g e h e n. Dem Verleger des großen Rasienwerkes wünschen wir menschenfreundlich, wie wir einmal sind, daß er keine großen Nestbestände mehr am Lager habe. Tie Theoretiker begeben sich aus die Suche nach einer „wissenschaftlichen" Erklärung. Herr Dr. Goebbels hat weniger Minderwertigkeitskomplere oft seines .jüdischen Köpfchens". Rur die Mystiker werden lächeln: J. KJ Das konnte nicht anders ausgehen. Ridens. 0ioeckl-^Kandschuhe W 27 eigene Filialen r Vi n 1/1 Q^en grösseren H \ 1 Stadien des Reiches i ■ u CA D , r> J ' ^r^' Zum EmßH der Men euf wjffmschgMHes Aeukeu und Schreiben Heutzutage, wo über den angeblich so derhängnisvollen Einfluß der Juden in Kunst, Wissenschaft und insbesondere in der Presse so viel geschrieben und geredet wird, mag die Erinnerung an ein Wort von Friedrich Nietzsche zeitgemäß erscheinen, das sich in seiner „Fröhlichen Wissenschaft" unter Nr. 348 findet, wo er „Bon der Herkunft der Gelehrten" spricht. Die Herkunft des Gelehrten verrate sich an seiner Art zu arbeiten und zu schaffen. Nachdem Nietzsche dies an den Söhnen von Registratoren und Büroschreibern und an Nachkommen von Advokaten dargetan zu haben glaubt, fährt er fort: (>lnfnio Virrn VirO’Foffortftfrfvv» //^ * V »»' v 4, j . » v V W WVj v A V V w fc | 4 * V * k und Schullehrern erkennt man an der naiven Sicherheit, mit der sie als Gelehrte ihre Sache schon als bewiesen nehmen, wenn sie von ihnen eben erst nur herzhaft und mit Wärme vorgebracht worden ist: sie sind eben gründlich daran gewöhnt, daß man ihnen glaubt — das gehörte bei ihren Vätern zum „Handwerk"! Ein Jude, umgekehrt, ist, gemäß dem Eeschäftslreis und der Vergangenheit seines Volkes, gerade daran — daß man ihm glaubt — am wenigsten gewöhnt: man sehe sich darauf die jüdischen Gelehrten an, — sie alle halten große Stücke auf die Logik, das heißt aus das Erz n g e u der Zustimmung durch Gründe; sie wissen^ daß sie mit^ihr siegen müssen, selbst wo Rassen-, und Klayen-Widerwille gegen sie vorhanden ist, wo man ihnen ungern glaubt. Nichts nämlich ist demokratischer als die Logik: sie kennt kein Ansehen der Person und nimmt auch die krummen Nasen für gerade. (Nebenbei bemerkt: Europa ist gerade in Hinsicht aus die Logisiernng, aus reinlichere Kopsgewohnheiten den Juden nicht wenig Tank schuldig; voran die Deutschen, als eine beklagenswert deraiscnnable Rasse, der man auch heute immer noch zuerst „den Kops zu waschen" hat. Ncberall wo Juden zu Einfluß gekommen sind, haben sic feiner zn scheiden, schärfer zu folgern, Heller und sauberer zu schreiben gelehrt: ihre Aufgabe war es immer, ein Volk „zur Raison" zu bringen)." _ H. K. Wer gibt Auskunft? Soeben erschien eine Neuausgabe der Merkblätter für Berufsberatung „Wer gibt Auskunft?", herausgegeben von der Deutschen Zentralstelle für Berufsberatung der Akademiker E. V., Berlin W 62, Lühowufer 22. In diesen Merkblättern ist eine Fülle von Stellen und Einrichtungen benannt, die 'Abiturienten, Studenten und Akademikern für Auskünfte, Beratung und zur Praktischen Hilfe zur Verfügung stehen. Tie Blätter sind zum Preise von 30 Pfennig durch den Buchhandel oder die Firma Trowihfch & Sohn, Berlin SW'43, zu beziehen. DErTALM U D FÜR JEDERMANN Llllgememverständliche Auswahl tn deutscher lleöeriragung von Frorner. durch den es möglich ist, das vielfarbig gedruckte, awßangelegft fiaii 36 Mark fanfo zu liefern (auch kür. Sie müssen den Talmud kennener gehört neben der Bibel in jedes jüdische Haus. Bestellungen Edmund Metzer, Buchhandlung, Berlin W50, Samberger Straße 61, Postscheck 81309, gegen Aoreinsendung oder Nachnahme.