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Central-Verein-Zeitung · 1932-04-15 · 16 (15.4.1932) · p. Seite 146

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
11 (1932)
Issue
16 (15.4.1932)
Date
1932-04-15
Page
Seite 146 (sequence 2)
Language
German
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146 DZZ ZNHZ WWA AmZSKZNW A k- K /'V^ •» rrr^$ <5^* £?44f**s» '%• tv4r»jy? fr-V&?&&*i4l* S^L44-^4S» fc*'i*tyi&> V^4 '‘44'^/tiif 4&?IS#ä»4 jAus ü’e/M „Stürmer“, April 1932 13. Mürz 1932 weiter angeschwollen war. ist jetzt zum Stillstand gekommen. Tie Reservoirs, aus denen sie gespeist wird, scheinen erschöpft. Das Wachstum vom- 10. Aprrl verdankt der Nationalsozialismus nicht der eigenen Werdekraft, sondern den deutschnationalen Hilfstruppen, die wie in einer Stichwahl den größeren Bruder unterstützen, und dein bolschewistischen Treibsand, der heute nach rechts rmd morgen wieder nach links geweht wird. Der Einbruch in die Hindenbrrrg-Front, aus der Hitler großsprecherisch zweieinhalb Millionen herausreisten wollte^ ist nicht geglückt. Nicht einmal die Zweieinhalb Millionen seiner Harzburger Koalitionsgenoffcn hat Hitler an sich zu zieheir vermocht. Die große Mehrheit der deutschen Nation lehnt den Nationalsozialismus ab, auch wenn er in. der hemmungslosesten Agitation sich über die Bevölkerung ergießt und die Abwehr, namentlich die offizielle, bei ebner manchmal schwer begreislichen Höflichkeit verharrt. Mit rund einem Drittel der abgegebenen Stimmen ist das Marimmn erreicht, das den NationalsoziaLisLen einschließlich ihrer deutschnationalen HLlssvölker erreichbar bleibt. Hiervon kann man ausgehen, wenn u'.an die Konsequenzen der Re i ch sp ra sid e n t e nw a h l für d'ie kommenden LandLagsivahlen, besonders m Preußen, Zieht. UederträgL man die Wahlziffern vom 10. April auf Preußen, so ergibt sich, daß in Preußen Hrndenburg 11,8 Millionen, Hitler 8,6 Millionen, Thälmann 2L Millionen Stimmen erhalten hat. Bei der Schätzung des voraussichtlichenWahlergebmsies vonr 24. April wird mau diese Zahlen dahin korrigieren, daß die halbe Million Kommunisten, die am 10. April für Hitler gestimmt hat, sich möglicherweise zum Linksbolschemismus.zurückjinden wird, und daß die halbe Million dentschnationaler Hindenburg- Wähler am 24. April möglicherweise doch wieder der Partei Hngenbergs ihre Stimme geben wird. Legt itKtn dieselbe Wahlbeteiligung und den WahlquotienLen von (»0 zugrunde, so saßen im neuen Landtag Nationalsozialisten und Teutschnationale 172, Kommunisten 54, Berfassungsparteien (Voltskonservative bis Sozialdemokraten) 226. Danach würde also etwa die Halste des Landtags aus der radikalen Opposition von rechts und links bestehen. Eine Verbesserung wäre nur. zu erwarten, wenn die halbe Million deutschnationaler Hindenburg-Wähler, durch den nationalsozialistischen Ilebermut und Unfug aufgeschreckt, sich den gemäßigten Parteien auch bei der Preußenwahl nähert, oder wenn in Preußen, wie das in Hessen schon geschah, die Wiedergewinnung der aus den Mittelharteren zur äußersten Linken verirrten Bürgerlichen gelingt, deren geistige Verfassung und ökonomisches Interesse im Widerspruch zum revolutionären und sozialistischen Eharakter des Rechtsbvlschcwismus stehen. Tie Front der Hindenburg-Wähler hat die nationalsozialistische Propaganda irreführend .als die schwarz-rote Koalition zu diskreditieren versucht. Die beiden Heersäulen des Zentrums und der Sozialdemokratie werden auch am 24. 'April unerschüttert bleiben — der Kampf um die Reichspräsidcntenwahl hat, wie er die Kommunisten schwächte, so die Sozialdemokratische Partei als Kerntruppe der siegreichen'Abwehr des Nationalsozialismus gestarrt. Aber diese beiden Gruppen allein reichen zur Abwehr nicht aus. Sie bedürfen der Ergänzung durch die bürgerlichen M r t t e l p a r t e i e n. Die Weimarer Koalition, die im preußischen Landtag bisher eine knappe Mehrheit besaß, wird bei den neuen Wahlen zweifellos in die Minderheit gedrängt. Aber auch Nationalsozialisten und Deutschuationale zusammen dürfen und werden im Preußischen Landtag keine Mehrheit erlangen, aurf) keine relative, die ihnen die Wahl des Ministerpräsidenten ermöglichen würde. Ziel muß die relative Mehrheit einer verbreiterten Koalition der Mitte sein, die gegen Umsturz von rechts und links, gegen die offene und versteckte Illegalität Recht und Verfassung, Gleichberechtigung aller und M e i n u n g s - wie Gewissensfreiheit garantieren k a n n. Hiudeuburgs Wiederwahl hat die. Voraussetzungen für die Stabilisierung auch der preußischen Politik geschaffen. Drostdem bleiben die Gefahren ricseugrost. Sie firrd nur zu bannen, wenn von allen Freunden verfassungsmästigcr Zustände bis zuw Wahltag eine unermüdliche Aufklärungsarbeit und eine unerschrockene aktive Werbung errtfaltet wird. In voröerftsr Front — Hopkott und Terror — Der C.v. hilft - vorbildliche Gpferbereirfthast Das Ergebnis des ersten Wahlganges sür die Reichspräsidentenwahl hat gezeigt, daß in Masuren, in jenem Landcsteil, in dem die Bevölkerung alle Ursache hätte, dem Generalseldmarschall von Hrndenburg ihre Dankbarkeit durch Anhänglichkeit bei den Wahlen zu beweisen, überwiegend stimmen für Hitler abgegeben wurden. Ein Bezirk, dessen Bevölkerung treu am deutschen Vaterlande festhält, aber doch rassenmäßig gesehen einen überwiegend slawischen Einschlag bat, hat also dem Führer jener Partei, dre auf der nordischen Rassenlehre fußt, chre Stimme gegeben! In diesein Landesteil macht die Vorherrschaft des Nationalsozialismus die Lage der Juden wenig erfreulich. In A l l e n st e i n, s 8 f ca 113 hochfeine handgearbeitete m. SUMATRA-SANDBL. sowie w. HAVANA -DECKEL Q.15.20.P.2.2&. r. i D auf den normalen JtLUSTQ. SPE2!AL-P2£ISLt$r£ KOSTENFREI Eiüerr^ü — Kös BERLIN Wö, Französische Strasse 2t Haus an Zoo — KSnirjstr. 43 — Kochstr. 59 — Bayerischer Plati S — tnvalidsnsir. 117 — Schloßctr. 93, SfegtrU serg Pr. . - Lc-

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