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Central-Verein-Zeitung · 1932-01-15 · 3 (15.1.1932) · p. Seite 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
11 (1932)
Issue
3 (15.1.1932)
Date
1932-01-15
Page
Seite 25 (sequence 9)
Language
German
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25 DK LsMe--Mp--SsZZLÄ -V '-7 V‘> v-V V V ', in fee SMmr MÄSAZZM^ M Diese Ausstellung stellt eine Ehrung S^rr, wie sie Künstlern sehr selten Zuteil geworden ist. Sie steht an sichtbarster, säst geweihter stelle, im Hauptgcschoß der Berliner Nationalgalerie. die für die klassisch gewordenen Werke moderner Kunst bestimmt ist. Und der Verwaltung, Ludwig Fusti und seinem Mitarbeiter Thormählen, gebührt allgemeiner Dank dafür. Die Aufstellung ist mit großer Liebe und seinem Gefühl gemacht. Aber chr fehlt auch die tragische Note nicht. Sie sollte zum 70. Geburtstag des LAmstlers — er ist am 7. November 1861 in Birnbaum geboren — eröffnet werden, und Lester Ury narb am 18. Oktober 1931. Es lroi, als fjdite ihn das Schicksal, das ihm höchst feilen einen vollen Erfolg, nie die rechte Anerkennung gönnte, noch um diese Freude betrügen wollen. An der Bedeutung des Künstlers ist natürlich heute kein Zweifel mehr möglich. Tie 158 Bilder der Ausstellung rücken sie ins hellste Licht. Ury war Maler und nur Maler in einer Zeit, in der das für Deutschland durchaus noch nicht selbstverständlich war. Die Farbe in der Welt, die starke, leuchtende Erscheinung der Tinge war ihm einfach Glaubensbekenntnis. Lieberm a n n. der 15 Jahre alter war, hat diese freie Unbekümmertheit nie erreicht. Uh de war sehr an den Stoff gebunden, sein Altersgenosse Cvrinth kam erst auf Umwegen zu ihr, um dann stark über sie hinweg zu schreiten zu den letzten Ausdrucks.zielen aller Kunst. Leiser Ury ist schon ich den Pariser Bildern (18V) bis 1883) ganz Maler. Seine Segenlichtstudien und Interieurs haben in dieser- Zeit, so tastend sie noch sind, überhaupt nicht ihresgleichen. Tie Bilder aus dem flämischen Volluvet (188284) bedeuten eine Reife, die für einen Zwanzigjährigen unerhört ist. Es sind Gruppen rem Dorshäusern, in denen alle Kraft dos Gebantseins belebt iss durch eine volle und doch süße Farbigkeit. Menschen auf diesen Bildern — mit wenigen Ausnahmen — arbeiten und atmen in ihrer Lust, wie wirkliche Kinder des Bodens. Und schon das ist mehr als nur Malerei-. Als Leiser Ury sich 1887 endgültig in Berlin niederließ, wurde dort ein Künstler heimisch, der ein sehr kühner Maler war und zugleich ein Herz hatte. Das erste war bei den Alten nicht beliebt, an deren Spitze damals A n t c n von Werner stand, das Herz bei den Jungen nicht, den Künstlern im Kreis der Impressionisten, für die Mar Lieberrnann den Ton angab. Ury war schon damals isoliert. Am offensten hat ihn der alte Menzel anerkannt, der mit seinem Lob sonst so karg war. Aber für uns bedeutet sein Herz soviel wie sein Auge. Ury liebt die Tinge, die er malt. Um ihn ist Berlin, diese brausende, lebende, unter seinen Augen tvachsende Stadt. Lesser Urch der Jude aus Birnbaum, ist durch seine Liebe der Maler Berlins geworden. 1888 hat er die Linden und den Potsdamer Platz, die Alleen im Tiergarten und die' nächtlichen Straßen zuerst gnnach in den wechstlnden Beleuchtungen der Zahroszestan. an Nebeltagen und beim Glidern der Lichwr nun Abend. Er entdeckt das si.alerllche im. Gmststadtverkehr, den Noch der Stadtoahnlchso, die über den Straßen sell'om zu schweben scheinen, und die lieberschneidungen durch die Bahnüberführungen. Die Freude an diesen Dingen begleitet ihn sein Leben lang. Man könnte eine Geschichte der Berliner Beleuchtung und des Berliner Verkehrs aus Urys Bildern schreiben. Seine Augen verfolgen die Entwicklung von der Gaslaterm bis zu den glänzenden Farben der Nachtreklamen und von der Drofchkenlaterns zu den Scheinwerfern am Anicmobrl. Dabei malt er nicht dis Effekte, sondern immer die Stadt. Er ist überhaupt ein Landschaftsmaler ersten Ranges. Tie römischen Bilder von 1390 sind noch zaghaft. Manches überwältigt schon, etwa der Titusbogen, der auf der Höhe der Bella hoch im Lichst steht. T'e Bilder seit 1892 dem Gardasee, aus Thüringen und dem Grunewald, aus London und Paris haben überhaupt nicht ihresgleichen. Immer entsteht eine leuchtende, selbst in Dunkelheiten strahlende Vision, die ganz der Eindruck und dach ganz die Seels ist. Wem? man etwabedauern darf, so nur, daß ran diesen Bildern nicht noch mehr auf der Ausstellung sind. Sie sind wahrhaft europäisch. Tie Ltilleben begleiten diese Reihen. In ihnen kehrt der Künstler in sein Zimmer zurück, Zu den Nelken und dem Flieder, der auf seinem Tisch in einer Vase steht. Duftig sind SonderabteNung für Haut- ‘herapie und Beinleiden \4rschmäht? ... er nahm doch die Freundin. Trotz meiner inneren Qualitäten war ihm also mein Aeusseres nicht anziehend genug. — Kommen Sie zu uns, wir beraten Sie, wir helfen Ihnen! Verjüngung des Gesichts, Beseitigung Jeglicher Falten, Ohren-, Uppen- und Nassnfehier, Hebung gesunkener Wangen, ßrüstaberichtigung usw. schmerzlos und narbenunsichtbar. Aerzt- Hche Leitung. Zahiungserleichterung. Drucksache frei. Briefanfragen Rückporto. Broschüre mit etwa 60 Doppelbildern gegen 50 Pfennig in Marken 3ROF. BIHLMAIER’s INSTITUT rÜR KÜNSTLERISCHE CHIRURGIE IERLIN W 15, KU RFÜRSTEN DAMM 38/39 ' ECKE KNE5EBECKSTRÄSSE ■PRECHZEIT 17 -18 UHR ✓ FERNSPRECHER J 1, BISMARCK 960 ' J Jüujü Ihres Lebens, m5gen Sie es noch so gewissenhaft und sorgfältig aufgestelit haben, ist durch die Macht des Schicksals unaufhörlich Asnderungen ausgesetzt Sie bauen auf Ihre unermüdliche Arbeitskraft Was geschieht aber, wenn Krankheit, Ung’ücksfäile oder das nahende Alter Ihnen diese Kraft nimmt oder schwächt? Bauen Sie ¥©rl Wenden Sie sich noch heute unter Benutzung beiliegender Karte an die Vereinigte Berlinische ynd Prausslsshe Ubens-Veisicherimss-Aftäsn-Gssel&täCii gegründet 1836 BERLIN SW 68 Markgrafenstrasse 11. py \ iß] in der C.V.- Zeitung haben guten Erfolg. — Ucber die Beilagebeciingun - gen gibt die Anzeigen ver val tun g der jC-V.-Zeitung4, Berlin SW i OO, unverbindliche und kostenfreie Auskunft np. Jü wiisiifisriüssnzoüofs EIGEÜE SCHWEISSEREi er:,::] na izzzszizrx sei ca FERNSPRECHER: AMT AtüKAfwcR Kr. «ISO. »I3J n:mnnrmr i ... -J L.Jl'JVJ L.„J heiz- UIJ3 unsssnnninsEo e.r.j.a& BEIZÜüSS-, UIHÜüSS-, M3H- UJSSiiTESSOS-. CE- L’O Eniv’.ESSzrdiiOS-fl'iiriOEii 111 JEDER fini 0130 GRÖSSE

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