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Central-Verein-Zeitung · 1931-12-11 · 50 (11.12.1931) · p. Seite 572

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
10 (1931)
Issue
50 (11.12.1931)
Date
1931-12-11
Page
Seite 572 (sequence 4)
Language
German
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572 Bekumersl’© unserer „Es werden Synagogen rauchen" „Möge noch so schwer da- Ringen und Kämpfen jetzt sein, es wird einmal alles abgerechnet und geräch: werden. Und es werden e i n m a l 3rni« agogen rauchen, denn nicht umsonst darf der jahrzehntelange Kamps gewesen sein, es konnnt der Tag der furchtbaren Abrechnung." (Tcr nationalsozialistische Reichsi^g-- abgcoidnete 3)! u t s ch m ann im Irm in eiirer Versammlung in Langcnwepm.dorf nach einer bis beute nicht vcmcni:-ilcn MeWuna tix „Vvllszcitung für das Vogtland" in Planen, (Nr. 149, 30. Inn: 1931.) „Der «Jude ist auszurotfen" „Ter ist u*ic ein DaiDmurm im menschlichen Organismus, und cs ist unsere Pslichc, ihn auszurotten." (Ter nationalsozialistische Neichsragsaba70ldnete Graf 3! evention? in Lönigstcrg am 22. August 19S).) „Das Ende des Judentums" „Denn ein System in so langer Zeit nichts weiter zmoege gebräche hach dann find die Führer Verbrecher cdrr das System, ist ein Wahnsinn. Wir werden erb-armungsles gegen die Führer Vorgehen. Eine nationalsozialistisck-e Regierung bedeutet, daß d i e H e r r s ch a s i des Judentums in Deutschland zu Ende ist. (Tosender Beifall.) D. h> Ausschließung des Judentums aus allen Gebieten, wo es die deutsche Wirtschaft zu hemmen imstande ist. Tie Entthronung des Judentums bei uns ist eine gute Ar.stachcümg auch für die cmderen Mächte. ' Der erste nationalsozialistische Minister ist das Ende des Judentums in Deutschland." (Gregor Straffer im Sportpalast, Berlin, am 23. Tktobcr 1931.) „Fanatischer Antisemitismus" „Ti- Kommunisten sind nir ehrlich gewesen. Das ist auch kern Wunder, denn pe haben die sittlich verkommene n I u d e n s ch w e i n c in ihren Reihen. Wir haben uns zu einem fanatischen Antisemitismus zu bekennen, bis die Juden fragrestlos gelöst ist." <Tr. v. Leers im Lind-cr.vark, Berlin- Zehlendorf ,am 10. August 1931.) AukstasheiunZ „bis zur Raserei" .Die naturgegebene Feindschüft des Bauern gegen den Juden, seine Feindschaft gegen den Freimaurer als Judenkncchr, muß bis zur Raserei aufge stachelt werden." - (Aus dem von der Crgomfttirr.lcfcstilung der NSTAP. hcrausrcrrderarr Führer- und Schulungsbrieft vom IX März 1931.) Der Rachesdw/ur „. . . Der Jude ist Ursache u n d Nutznießer unserer Sklaverei. Er hat die soziale Notlage der breiten Volkswagen dazu mißbraucht, die unselige Spaltung zwischen rechts und links innerhalb unseres Volkes zu vertiefen, aus Deutschland zwei Halsten gemacht und damit den eigentlichen Grund zum Verlust des großen Krieges auf der einen und zur Verfälschung der Revolution aus der anderen Seite gelegt. . . . . . D e r I n d e h a t u n s e r e N o t verschuldet, und heute lebt er davon . . . Er hat unsere Nasse v e rd o r b e n, unsere Moral a n g e f a u l t, unsere Sitte unterhöhlt und unsere Kraft gebrochen. Ihm verdanken wir es, daß wir heute die Parias der ganzen Welt sind. So lange wir Deutsche waren, war er aussätzig unter uns. Da wir unser Deutschtum vergaßen, triumphierte er über uns und unsere Zukunft. Der Jude ist der plastische Dämon des Verfalles. Wo er Unrat und Fäulnis wittert, da taucht er aus dem Verborgenen au? und beginnt sein verbrecherisches Schächtwerk an den Völkern. Er kleidet sich in die Maske derer, die er betrügen will, tut sich Freund mit seinen Opfern, und che der Arglose es merkt, hat er ihm schon das Genick gebrochen . . . ... Ter Jude ist doch auch ein Mensch. Gewiß, und niemand von uns hat das je bezweifelt. Wir bezweifeln nur, daß er ein anständiger Mensch ist. Er paßt nicht zu uns. Er lebt nach anderen inneren und ^äußeren Gesetzen als wir. Daß er ein Mensch ist, das ist für uns nicht Grund genug, uns von ihm in der unmenschlichsten Weise unterdrücken und kujonieren zu lasten. Er. ist ein Mensch, allerdings —-aber was für einer! Wenn jemanb eine Mutter mit der Peitsche mitten durchs Gesicht schlägt, sagst du dann auch: Mensch, das ist ein Unmensch. Wieviel Schlimmeres hat der Jude unserer Mutter Deutschland angetan und tut ihr heute noch an! . . . Das soll anders werden, so wahr wir Deutsche sind . . Wiese Proklamation wird von Fall zu Fall in der nationalsozialistischen Presie in Form eines Eingesandt zum Abdruck gebracht. So erst kürzlich in der „Zinnowitzer Zeitung"' vom 27. November 1931.) Bluttriefende Lyrik Ter nationalsozialistische Sportversaud P a u l Are n d t in ^ulzbach, dessen Inhaber nationalsozialistisches Bezirkstagsmitglied ist, gibt unter dem Titel ,Deutschland erwache, Das kleine Nazi-Liederbuch" ein Liederbuch heraus, in dem sich auf Seite 9 ein Kampslied der S.-A. findet, besten zweite Strophe lautet: „So stehen die Sturmkolonnen, Zum Rasienkampf bereit. Erst wenn die Juden bluten. Erst dann sind wir befreit." Auf Seite 11 heißt es in dem Lied: „Oitlers Scharen ziehen durch die Lande" (nach der Melodie des Deutschlandliedes!) in der dritten Strophe: „Jagt die Volksverrater endlich Samt dem Jud zum Lande hinaus. Während viele darben müsien Leben sie in Saus und Braus." Auf Seite 15 heißt es in dem Lied: „Tie Stunde ist gekommen": „Im hLung-deutschm Gleiche Tie Not am größten ist. Das Haben wir zu verdanken Dem ganzen Juden.!" Auf Seite 21 beginnt das Lied 32 ,Ta lacht ein jedes Menschenkind" mit den Worten: „Es lackt ein jedes Menschenkind, Wenn es 'neu Juden sicht. Wo Nas' und Bein' gekrümmet sind. Fehlt jegliches Gemüt. - Ter Mund mit wüliftgem Lippenpaar Riecht oft nach Knebel lauch,^ Mit runden Matzen füllen sie Den dicken Judenbauch." Tie vierte Strophe des Liedes (Nr. 32) lautet: „Trum Jud', horch auf den guten Rat. Gib zeitig Fersengeld. Es könnt sonst sein vielleicht zu spat. Wenn Hitler recht behält." Dir, Judß verdankt das Deutsche Reich Verrat und alle Not. Wir rächen sonst an dir sogleich Den hinterlassenen Kot." Ferner wurden im August 1931 mehrere C.-A.-Lcute vom Schösftugericht Tübingen wegen groben Unfugs zu 15 Mark Geldstrafe verurteilt. Sie hatten, wie das Gericht einwandfrei seststellte, während des Marsches durch das Torf Tehrendingeir^ ein ähnliches 'Kampflied gesungen, das die atrophe enthält: „Wenn der Sturmwldat zu Felde zieht, Tann hat er frohen Mich And wenn's Judenblut vom Mesier spritzt, Tann geht's noch mal so gut." „AuShfingen, an die Wand stellen" „Wer bricht heute täglich die Weimarer Verfassung? (Zuruf: Die Juden, aufhängen diese Bande!) Wer hat an allem schuld, wir etwa? (Zuruf: T i e I üben! Aushängen, an d i e Wand stellen!) Wir bleiben draußen (d. h. außerhalb des Reichstags) und werden das Volk zur Rebellion bringen." (Tr. Goebbels in einer Sportpalast-Kundgebung in Berlin u. a. am 12. Februar 1931.) „Die Juden sollten ihre Mer ,L)ie Juden sollten lieber ihre Koffer Packen, mir wäre an ihrer Stelle schon längst zu heiß." (Tr. Goebbels im Kricgervereinshaus, Berlin, am 4. November 1931.) „Die Zentrale der Gifösßritzereien" „Man kann sich nicht vorstclleu, wieviel Gift gegen unverspritzt wird. Tie Zentrale dieser Giftspritzerei befindet sick in der Lindenstraße, woselbst sich ja auch das Zentralbüro der Deutschen mit den Schieber Visagen befindet. .... Aber cs wird nicht bei Verleumdungen bleiben. An dem Tag, an dem einem von uns etwas passiert, wird keine Ruhe bleiben. Tie Juden und ihre Zuhälter sind hiermit gewarnt." (Der nationalsozialistische Abgeordnete M ünchmehcr am 5. März 1931 in Berlin-Lpcmdau.)

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