Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 10 (1931)
- Issue
- 47 (20.11.1931)
- Date
- 1931-11-20
- Page
- Seite 537 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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537 HaifvMend! Fachin^er Yersandstclle. Berlin SV» II SebOnderber Strasse Itia. Telefon: I.ützow: ol. . 2cnternimuuci tcr „G. V. - Zcittmgh und die kündige «luTr.afjmt, Mc diese auch in mchtzudt'wou Kresten gesttnden habe. Ale Skitrctain der Zentrale bizidytiie Tr. Eva S1 c i cf) m a n n - I u u ö m ann (Berlin) über die außen- und inucrpolttt'aw Lage. 2ie gab wertvolle dlnrcgungen für die örtliche'Arbeit und beantwortete in der 'Ants'vrache zahlreteue 11freßen über die 3:dlitmj zu den Parteien, über die Kurfürstendamin-IIniuhen. über reicherbet teruatznabmen uiw. Am Aachmitiag erftaUete der vandeeverbandssyndikus Tr. Ja k ob o Witz den Tangkeit^bericht, in dein cr sich besonders mit Acchtsschutzfragen, Lgirtschastt-bvykett u'w. und der Arbeit in den G. B.-.Iuaendgruvven bc'&c.'uckder schr ausführlichen Aussprache wurden Richtlinien für die Erziehungsarbeit in dielen Jugendcruppen gegeben, und cs wurde beschloßen, einen I u a e n d a u s sch u ß i ü t O b e r f ch t c s i c n rd wählen und einen Jugend tag emzuberustn. Aach dem von Tirettor Loewv (Glciwitz) er^ statteten Kaöenbrricht crwchte die Wiederwahl des bewährten bisherigen VorUandcs. Nach einem arbeitsreichen Tage trennte man sich in dem Gefühl der Befriedigung über die vermittelten Anregungen und über die geleistete Arbeit, lieber allem anderen aber stand eine tiefe innere Genugtuung darüber,, daß die E. B.-Arbeit in Lberschlesien ein festes und sicheres Bollwerk ausgerichiet bat, das aiuh in der heutigen mn Gefahren reichen Zeit schütz und Beruhigung gewährt. Thüringen und ^Württemberg In ' Eisenach, 1U m , Z t u 11 ö a x t, 6 e i I b x o n ii und Würzöurg sprach Tr. Hans Reichmann (Berlin) über den politischen Kampf des G. V. Fach überall war das Interesie an den Vorträgen außerordentlich stark und die Versammlungen aut oder, wie in Würz bürg und Ulm, ausgezeichnet besucht. Tie Mitglieder nahmen die Gewißheit mit, daß der C. B. in dieser ernsten politischen Situation alles tut, was zur Wahrung un'erer Rechte und_ 31:1 Sicherung unserer wirtschaftlichen Eristenz überhaupt möglich ist. Geradedie prakusch-politische 'Arbeit des G. V.. die der Restrent cufzeigte und die cin Bild von der Arbeitsleistung der Hauptgeschäftsstelle gab, hat das Eesühl des Vertrauens der Mitr i \ prSr-H-- f j ' '■ N.'..!.. , / L.— gliedfchast in den G. V. und trotz der schwere uicheier prlsti'chen Lage die Zuderncht unsrer Freunde erneu: gestärkt. LerirkstüFUirAen Tcr Landesverband ^Rheinland- Westfalen veranstaltete am 2enntag. 8. November, eine große Bezirkstaattug ^ür Baderborn und Umgebung. Ti.' Tagung, zu der weit über Hunden Bertreler erschienen waren, verlief an.ßerordenuüeg anregend. Syndikus Tr. P laut gab einen Täugkeii-bericht, utrd Reche-anroalt Tr. Koprel «.Tortmund) sprach über Zudenturn, Wir:fchust und BoplotG. Am gleichen Tage hielt der Landesvcrb a n d> Hannover eine Beztrksiaattna in Leide n" a. d. Aller ab, die einen guten Besuch austoies. Frau Gertrud Lichtende r g (H a n n o v e r) gab in ihrem Vortrag ..Was verlangt bitter Winter von uns teupchm Juden?" Richüinien für unstre Arbeit. Weirerhin sprachen der Lovsibenda der Trlsgruppe, Erich schrägenh e i m, Tinktur S r er n - Q e m e l i n g e n sowie der Syndikus des Landesverbandes. Wilrels - h ö ] e r. Pressekonferenz Tie beunruhigenden Gwignisie der letten Zeit geben mehr denn \e der jüdischen Tesstmnchkeit ein Recht zu erfahren, in welcher Weife der Gentralverein in: Interesse des gesamtertz deutschen Judentums ''eine schwere Ausgabe zu crfülUn versucht. Tiesten Zweck diente eine Aussprache, zu d.r der Cenoralverein die Vertreter Per jüdischen Presse in Berlin am 9. Vlovember in seine Oauptgeschästssteae eingeladen hatte. Nach Bearüßmtgsworten des Syndikus des Gcntraivereins, Tr. Alfred Wiener, gab zunächT Reeötsamrmlt Tr. Hans Lnzarus einen Ueberdlick über aktuelle Fragen aus der umfangreichen, vielseitigen Rcchtsfchuourbeit des Centralvereins. Gin Mitglied d e s a u p t v o r st a n d e s berichtete sodann intercuante Einzelheiten aus dem letzten Nürnberger Talmudprozeß gegen den „Ttürmer"- Redalteur Holz. Tr. Alfred Hirschbera, der stellvertretende Syndikus des Centralvereins, knüpfte daran Bemerkungen über die grundsätzliche Bedeutung von derartigen Pret'eproze'wn und zeigte an Beispielen Art und Inhalt der Ausein-and-er'etzun.gen mit kulturell gefärbter Judenseindschasr. In längeren Tarlcgungen beleuchtete Tr. Hans Neichmann die gegenwärtige politische Lage und umriß im Zusammenhang datnit die vorausschauende politische Arbeit des Gentralvercins. der in jeder Situation für Recht, Gore und Ansthen des deutschen Judentums oinkritb. Zum Schluß richtete der Dorsitzcudo des Geniralvereins, Justizrat Tr. D r o d n i tz, einige in.abnen.de Worte an die zahlreich erschienenen Prestevertreter, nch ihrer verantwortungsvollen Austro.be gerade in ernster und unruhiger Zeit bewußt zu sein und mit dazu bc-zutragen, daß der Kampf des deutschen Judenrmn.s und feine Gristenz mit Würde geführt werde. —th— ZA SLsftm Zrssigs fünfzigstem Geburtstag Von Ernst Lissaner In Wien blühte während des neunzehnien Jahrhunderts und bis ins zwanzigste hn'chsti eine wohlhabende jüdische Oberschicht, voll vielfälliger Teilnahme an Theater, Schrifttum. Musik, den bildenden Künsten, wie überhaupt der Adel und i>as Bürgertum dieser Stadt. Tw Söhne die'er Familien waren „Erben": reich. \J L unabhängig. Amateure auf vielen Gebieten, genießende „Herren des Lebens", wie ein EcdiwtzykluZ heißt. Schnitzler und Hofmannsthal sind die Repräsentanten dieses Geschlechtes, Schnitzlers „AnatoB und „Herr von Sala", die Hofmannsthalfchen „Abenteurer" seine Abbilder. Aus solcher gesellschaftlichen Atmosphäre ist auch Stefan Zweig hervorgegangen. Er veröffentlichte schon als Achtwhnf-ähriger kultivierte Novellen und Gedichte; viele Jahre lang führte er das lässige Leben des reichen Amateurs und Erben; er schuf verbältnismäßig wenig: anmutend geschmackvolle Poesie, aber mrerrt ron der Mitte und den Abgründen des Seins. Ter e r st e Einschnitt: Zweig entdeckte den Belgier D e r h a e r e ii für Trittstchland und übersetzte einen großen Teil Kinos Werkes: hiermit durchbrach er den Umkreis der Wiener Kulturpoesie, der Paläste und Parks, der soignierten Herren m:d Kavaliere. Tiefe Gedichte handelten von dcn traditionslosen großen Jnd'ustrie- und Fabrikstädten, dcn Proletariern, den Masten, der lllot. Ter zweite Einschnitt: der Krieg. Zweig war von vorn- Uj.tt lÄMTSll.k'lsts j 6s-^''^vssta'-'l Prir-tschule st:7 Knaben und .nur, Mädchen, M. Gerhardt), Lübcck'Travernüuvr. Lckretariat: Lübeck, Burg st Id 10. ScrHa bis Prima, olle E^nlsysteme. Teichsvcrbatrdsrrürung (fr. Einsähriges) cr, der Anstalt. Dichtversetzie holen dir Zeit ein. Enlllassig eelellcles Ztuernak. Ge'unde Ccclago. lich d. BcrVu. Aerztlichc Leiwng. Tel.Mich ertdorsV)U •J y \JC ^3 >r n (R-s. [j J U L] l sr.i Dodensoe V ° " ri st- * r: - n o 7r» " n, fr gf \ 1 5? r>; vj •i v J rj? '-o? 1 1; j <w £ £ ’i.J U xj » S Ci i L J L Wi h kJ £ j'.i Log Inn des neue*, Schuljü-.hr33 1. C^tobGr. fö;:£3 b. Gl stT-ij auch f i: 7 Jugendliche Lt'orl, Sonnen- und Ljcgc.strecn, Lcsiulonterrlchk. Lc:t.Lcchr:fic7 Eva Lcrrrn 'tei u. Ende stnun. ur in Finnksnrt, Anfang T pze'.nbc: in Acr'.iu. rmteresfi-nten für er:l. Ann'reldunzen und Anscktnß en Fcrstntran-xort sollen sich baldigst an cbixr Adresse n'cttdc:u ^^ädnaoaiunr ^inkenwakde bei Stettin, y.- cc:ta~‘d:;.ri:r. Eehrrrlan: Oberrcalschule, Aec> gt)n.'.nc'innt. 5ü.tz.la''rn. Tic5.tr>crsttzte holen. vers.ZciL ci::.(3^i;l:rh:irr..) H:rrlla.Waldeseü’gen.Fceip:0r I' 7 0110 1 1 Tüleuvn'vüHNMiühMvgllm yjcrli:!, c r.. nfjaufee Bllce 16k. Monatlich -0 „d Isochenende, Ferien Wandlitz. -! Zch bin t•:irr,Amts-und Lauduericht CSfrc 11 a!ü " - 'tr "4 O -W-' «■»’ V-/ . V V V \v zogcka'stn. ülein Büro befindet sich Euer,, Fsaücllastrnste 34, Ecke blüiteix* scheid cr Liav. Telephon 4:*07^. Dr. jur. WEKXEU .STIIUX II, Rechtsanwalt, Civ,o 4c//a faß ‘fönfewfö&txUfttWr Abschied von Rilke .M. 1,— Amok, Novellen einer Lefdenschafi.M. 2,50 Drei Dicbier Ihres Lebens: Casanova - Stendhal — Tolstoi .M. 7,50 Erstes Erlebnis.M g 50 Jos. Fouche...g Gesammelte Gedlchfe.. M. 6._ Brennendes Geheimnis . M. 4,50 Jeremias^ Dramafurgische Dichtung .M5,— Der Kampf mif dem Dämon (Hölderlin — Klefsf - Nietzsche).M. 7,50 DreiMeisier (Balzac — Dickens — Dostojewski) M.7,50 Die Heilung durch den Geist: Mesmer, Mary Baker-Eddy, Freud .. M. 8, Zu beziehen durch riilMaluO nJiKiiMnillniis G.in.h!!.,