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Central-Verein-Zeitung · 1931-08-14 · 33 (14.8.1931) · p. Seite 407

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
10 (1931)
Issue
33 (14.8.1931)
Date
1931-08-14
Page
Seite 407 (sequence 7)
Language
German
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407 ■hs. J Q-- / M N WZMß? Ter „Westdeutsche Beobachter^ Nr. 170 vcrveröffentlicht den Wortlaut eitt.es Vorlrages über „Judentum, Nasse und Nevolutiou", den Neichetagöabgcor dncfet* Tr. NoberL Lcy in einen: „Lehrgang über die geistigen Grundlagen des Nationalsozialismus" gestatten stat. Tiefe Hochschule stand unter dem Protektorat der Abteilung für Naue und Kultur, Gau Köln-?lacheu, Jeder Mensch, der seine fünf Sinne zusammcnbat, ob er aus dem Katheder sitzt .odech am Schraubstock fleht, wird beim Tnrchlesen diews Bortrages erschreckt ausrufen: „Ta sitzt ja ein Verrückter im Reichstag!" , , . Es widerstrebt uns, an dieser Stelle einen länaeren Auszug über die „geistigen: Grundlagen des^Aationalsozialismus" zu geben., wie ü:_ an den: Bortragsabend der osfcnüchtlich ge-.üoslran.ke Herr Tr. Ley dem Gau Köln-Aachen unterbreitet hat. Zwei Stellen mögen genügen: „Ich m öch t e die I u d e n i n d r e i K a t e g o r i e n teilen: die einen leben v o n den: Schweiße i b r e r Wirtsvölker, die anderen begehr e u P q c r u n gmitdc m W i r t sv olle, die d r i t t e n — und das sind jene, die v o I l k o m m c u chavtis ch s i n d- —- haben, die S e h n s u ch t u c ch d e in Blut der Wirtsvölker. Sehen Sie, die erste Arr kennen Sie alle: es ist der normale Jude an den Banken und Börsen mit seinen Geschäften und Wuchereien usw. Tie Zweite Art kennen Sie auch, Sie sehen sie in den Bars und Gases, wie sie mit einen: blonden Mädel sitzen — nie mit einer Jüdin! Tie dritten sind die Umürirtensten, um sie sind schon viele Prozesse gewesen, und ich muß mich da sehr vorsichtig ansdrücken, da ich selbst zwei Prozesse dieser Art habe. . A Und dann drückt der Perrückte sich doch recht deutlich aus: „Es gibt Menschen jüdischer Basse, die aus ihrem Nasseinftinkt heraus fremdes Blut fremder Völker triukcrr müssen: Nicht wegen ihrer Religion und religiöser Dinge wegen, um ihrem Gott ein Opfer zn bringen, nein, ganz und gar nicht. Aber durch ihr unharmonisches nnd chaotisches Blut sind sie gezwungen, Mcnschenblut zu trinken. Sie sind wie die Vampire, die sich nicht mehr mit der Arbeit des Wirtsvolks begnügen und auch nicht mehr mil der Gcschtechtspaarnug, sondern sic haben den inneren Drang, sie müssen Blut znnr Ausbau ihrer Nasse haben, nur überhaupt leben zu können." Wir können nur immer wieder erschreckt fragen: „Sitzt ein Geisteskranker im Reichstag? Spricht ein Wahnsinniger in Versammlungen? ... anbetet und sich auf sittliche Lehren stützt. In ihren Gesetzen trete das Religiöse vollkommen in den Hintergrund, es diene als notwendige lülürfc zur Tarnung eines ranenmäßig ausgewhrten Wettbetruges. Ferner 'aale der Arwnvmus den Juden moralische MindciwcrLigkeit. abwegige Moral und perverse Tenkungswene nach. Tie Mitglieder der jüdischen Religionsgemeinschaft feien Nachkommen notorischer D e r b r e ch e t; jeder Jude ''ei ein direkter oder indirckrer Betrüger, und zwar je frommer er sich gibt, ein um so größerer. Vor Cer ich: suchte sich der A n g c k l a g t e damit hcrauszureden, daß er den beanüande:en Artikel erst nach Erscheinen gelesen .habe. Gr übernehme zwar für jene Nummer die preßarützliche Verantwortung, mißbillige aber den Aw'Ttz nach Ferm und Inhalt nnd bcdaure seine Derösientllchuna. Ter vom Gericht als Sachverüändieer berbeigernKne Tr. Fclir B l u m e n f c l d ustanci-, Mitglied des Haurtvorstandes des G. V., bezcichn.ete den 'Artikel als eine unerhörte Beleidigung der jüdischen Rcligionsgen'cin'chast und machte aus die Fragen des Borntzcr.d-m klare, wichtige und aufschlußreiche Ausführungen über Sinn und Inhalt der jüdi'chcn Religion und die Bedeutung von Talmud und Lchulchali Aruch. Ter Vertreter der Anklage, der in seinem Vlaidotzer rnehi'ach auf die Tarlegungeu Blum.en'elds Bezug nahnr, beantragte vier Monate Gefängnis. Nur durch eine Freiheitsstrafe, so führte der Anklagevertreter aus, könne dem 'Angeklagten zum Bcwußttein gebracht werden, daß das religiöse Gmpttnd-.n Andersdenkender auch dann unantastbar lern niü'v wenn cs sich um politische Gegner handle. Tas Gericht milderte in idncm Urteil des Strcümaß aus zwei Monate Gefängnis, weil der Angetlagw zn erkennen gegeben habe, daß er die Bcrössemlichung bereue, —th.— mm t?, W y f- An: 6. August verstarb der Führer der Osnabrückcr N^TÄP., Buhs, an den Folgen eines Giftmord Versuches, der vor etwa zehn Moneren an' ihm verüb: wurde. Tie nationalsozialistischen Blätter brachten es damals fettia, wsort „die Juden" als Urheber zn verdächtigen. So schrieb Z. B. der „Völkische Beobachter" unter der Ueberschrist: „Das Werk Judas: Politischer Gislmordanschlag gegen den Führer der Qsnabrückcr Nationalsozialisten. Er sollte durch Arsenik beseitigt werden — d i e jüdische Presse hatte Zyankali empfohlen.": „Tie verbuchte Gisnnordhetze in jüdischen „Farnilic:ckblätteru, über die wir vor einiger Zeit berichteten, Hot also ihre ersten Früchte gezeitigt. Rur, daß gegen unseren Pg. Buhs Arsenik angewandt worden ist statt Zyankali, wie es das galizi'che Gelichter empfohlen hatte, — ohne daß sich bis heute ein Staatsanwalt gekrallt hätte, ein Verfahren wegen Merdausiordernng cinzuteitenck Tie Staatsanwaltschaft hatte sehr wobl sofort eine Untersuchung eingeleitet, die Allerdings nicht die Meinung der Nazis bestätigte, sondern klar ergab, daß Buhs n u r von seinen engsten P a r t e i s r e u n d c n vergiftet sein kann. Tas Arsenik wurde dem Lrrsgruppcnführcr ausgerechnet in den Getränken gereicht, die er in feinem Betrieb und bei Parteisttzungen zu sich nahm. Bon der Presse wird seit erstellt, daß n'.an innerhalb der Osnabr Ücker -NSTAB. osünbar auch davon überzeugt ist, daß die Täter inner- Ivalb der Partei zn suchen feien. Anders ist auch kaum das Verhalten der Parteileitung zu erklären, die trotz Bitten der Polizei um Stillschweigen von sich aus die ersten Pressemeldungen lancierte und dadurch ein positive? Ergebnis verhinderte. Buhs hat während seiner langen Krankheit geschwiegen, trotzdem er sicher einen bestinnnten Verdacht hegte. Bemerkenswert scheint, daß Buhs bei der Oldenburger Gnuleitung sehr verhaßt war, weit ihm der ossizielle Hitler-Kurs nickst benagte und er deshalb eine eigene Zeitung an säen, locht hatte. Turch die auitretenden Krankheit-erscheinungen, die aus die Ärscnikvergistung zurnckzuführen waren, wurde Buhs gezwungen, das Blatt an Oldenburg abzugeben. Sein damals bereits erfolgter Ausschluß ist daraufhin inner „Beförderung" zürn Gausührcr zurückgenommen worden. —' Hoffentlich gelingt es jetzt, nach dem Tode des Buhs, die mysteriöse Angelegenheit aufzuklären uud die Attentäter zu fassen. G. A§M iC;!fiw?üti her jWMn vMrM Ein Hauptvorstandsmitglicd des 0. V. als Gutachter Kassel, Anfang August Iblll. Wegen Be'chimp'ung der jüdiwhcn Religionsgcmcinschast lrnd wegen Gotteslästerung hatte sich vor kurzen: der vetcnlirotUid e Schriftleiter der in K.asscl erscheinenden natieital 'ozialn'tisä)en „Hessischen Volkstracht", Wol^gana Berg e m a n n, vor dem dortigen erweiterten Schöffengericht zu verantworten. In diesem, übrigen? trogen seiner gehässigen Arrgri'ß' aus die Regierung mehrfach verbotenen Hetzblatt, war am lll. Alärz ein Artikel erschienen mit der llcber''chrift „Löie entstand die jüdi'che Wcltana'chauung?", der mrslütig'te Beschimpfungen der Juden und des Judentums enthielt. Ter anonyme Vermsür halte darin rn a. den jüdischen Gott als einen „Oberjuden" bezeichnet, die Juden seien keine Rcli- 6 i v n s Q e m c i n } d] a j i, b i c einen Gott Me FnehhosMÄOiKg Der Fricdstos der jüdischen Gemeinde Ncichelssteinr ist von bisher unbekannten Tätern hcinrgcsucht worden. Etwa zehn Grabsteine wurden umgcworfcn und beschädigt. Die Gerncinden Reichelsheim und Fränkisch-Erumbach (Hessen) haben cinc Gcsamtbclohnnng von 100 Mark für die Ergreifung der Täter ausacscht. & Königsberg, den 10. August 1031. In verhältnismässig kurzer Zeit ist cs gctungcn, die au der frevelhaften Schändung des jüdischen Friedhofs in Mcmct Beteiligten zu verhaften. Gs handelt sich um vier noch in? jugendlichen ^llter stehende Angestellte bzw. 2trbcitcr, die sämtlich aus Litauen starumcrr. Tie Beweggründe zu der, wie das „Mcmctcr Dampsboot" meldet, „geradezu viehischen Tat", bei der viele wertvolle Grabsteine zerstört wurden und zahlreiches sonstiges Friedhofsgut beschädigt wurde, sind noch ungeklärt. . Tas Schöffengericht Wiesbaden- Bic brich vernrteilte^lürzlich den vorbestrasten Arbeiter Otto ^chöneck, der die 'Umzäunung der dortigen S y n n g o qc b :t r d) ein in meiner £ci{cr b e ausgemaltes Hakenkreuz besudelt hatte, wegen Sachbeschädigung zu einem Monat Ges ä n g n. i s ::ud zur Tragung der Kosten. In der Nrw'ilsbegründttttg heißt es unter anderem, daß es sich bei der Tat um eine schuoere A u s s ch r e i t u n g handele, die eine niedrige Gesinnung verrate. -th— ' .m h c.j y ö - i— -—TT_ i —-u-- - r- ]üi u r .TTOW- :a.t 'TM ÜM Zur itatrirlfcTjcn Bräunung d-rv Haut fette man vor und'nach'der Besonnung die Haut, insbefonbere Gesicht u::b Hände, mit Creme Oeodor gründlich «ia; raa:: erzielt bann ohne schmerzhafte 3;oiung eine gesunde, somnengebräunte LautsärLung. 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