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Central-Verein-Zeitung · 1931-05-08 · 19 (8.5.1931) · p. Seite 238

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
10 (1931)
Issue
19 (8.5.1931)
Date
1931-05-08
Page
Seite 238 (sequence 6)
Language
German
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ftKliifc.ifl1 m f-uii j4'/I> | Loav.«üf:t;i:;uu:Brj l •:;="•••! Eine solche vorurteilsvolle Untersuchungsweise führt leicht zu Uebertreibungeu und Fehlurteilen. B. H. Dr. Kurt Lalornon: „Die .Losung drs soziLlcu Problems". Verlag u. H. Marcus, Breslau 1931. Tie Vertiefung des sozialen Problems unserer Tage führt den Forscher notnoendigeiw-eise aus die Bibel. Schon oft ist die außerordemi'che Bedeutung der biblischen Wirischcsts- und Lrzialgcsttzgebung hervorgehoben worden, ohne dag jedoch über die geschichtlichen Taten hinausgehend dieBedeutung dieser sozialen Gesetzgebung gerade für unsere Tags gewürdigt wurde. Tas hat Tr. Kurt ■cöloniDn in einem kleinen Werke, betitelt „Tie Lösung des sozialen Problems: Tie Bibel", Verlag M. u. H. Marcus, Breslau, 1931, getan, indem er zunächst insbesondere das Zrdeljohrgesetz sowohl in der Bibel als auch rm Talmud im einzelnen darstellt, und dann in weiteren Teilen seines Werkes das Wesentliche der sozialen Bedeutung des Iobclge'ehes auscinanderfetzt. Wir winen zwar, daß auch dieses Gesetz keineswegs lange praktisch durchgesührt wurde. Gewitz handelt der Verfasser unrecht, wenn er düse mangelnde Durchführung und die dafür gegebene, sicherlich nicht immer richtige Begründung als „phari'aerhaft^ bezeichnet, ein törichter Ausdruck seitens eines jüdischen Lchriftsteüers, statt darauf aufmerksam zu machen, daß -die gesamte damalige Wirtschaftsordnung gar nicht in der Lage gewesen ist, das so wunderbar entworfene Gesetz aus Jahrhunderte hinaus durchzuführen. Aber eines wird uns mit aller Klarheit dorgiftührt, wie heute die Turchmhrunz der altbiblisHen sozialen Gesetze, insbesondere die Vorschriften über das Jobeljahr, eine Reform herbeisühren choürde, deren Bedeutung gar nicht genug erfaßt werden kann. Zu den großen Strcitsragcn^und zu den Rätseln, die diese nur 74 Seiten umfa"ende ^chrift ausgibt, kann zurzeit hier nicht Stellung genommen werden. Wir milchen auf sie Hinweisen, weil ne für alle diejenigen, die über das Problem Nachdenken wollen, und die insbesondere in Vorträgen nicht nur zu wisiewchastlichen und nicht nur zu apologetischen Zwecken zu diesem Thema sprechen, unbedingt berücksichtigt werden muß. Ihre Erkenntnisse sollten unserer wisienschastlichen und politischen Welt nach keiner Richtung verlorengeben, denn das Buch ist lebensnah trotz des Alters des Stoßes, welcher in ihin behandelt wird. L. H. Zxicdrich Franz von Unruh: „NationaLsozialisruus." Lozictats - Verlag Frankfurt a. M. Friedrich Franz von Unruh, Frontosfizicr wie sein Bruder, laßt soeben eine feinsinnige Studie über den Nationalsozialismus erscheinen. Um so beweiskräftiger ist das Ergebnis seiner Untersuchung: scharfe Ablehnung, als wahrlich niemand dem Verfasser heißes Bemühen um Tbjektivität absprechen kann. Ja, manchmal klingt eine heimliche Liebe an, wenn auch nicht^gegenüber der Bewegung, io doch für einen Teil ihrer Anhänger. Aktivismus, Bekennermut. Gemeinschaft glaubt Unruh dort zu finden. Blickt er kritisch genug? Wir wollen schein Äk t i v i s m it s? Das Schlacwort von heute. Es kommt von actio, der %at. Aber die großen Taten der Weltgeschichte sind zumeist in der Stille gereist, zumal die von anno 1613, die oft als Beispiel gepriesenen. Lärm ist kein Beweis für Tatbereitschast. B e k e n n e r m u t? Ach, es war kein großes Wagnis, die Republik, die engelhaft geduldige, ihre Symbole und Vertreter zu begeifern. Tie Geldstrafen — auch sie meist gelinde — zahlte willig die nie versagende Parteikasse. Gemeinschaft? Wie schnell zerbricht sie, wie geschwind wird der Bruder von heute der Feind vou morgen. Gestern Lsaf-Lst — heute der Polizeihauptmann a. D. Stcr.ncs. Gestern Handschlag — heute einstweilige Verfügung durch die Gerichte der geschmähten Republik. Traut auch Unruh dem äußeren Firnis noch allzu sehr, so ist sein Schlußwort um so wahrer: „Ter Nationalsozialismus wird. scheitern am Gefühl für nationale Würde und soziale Notwendigkeiten/ Im Anhang der Schrift zerpflückt Tr. Carl Buse mann knapp und klar das Wirtschafts- Programm der NSTAP.. jenes Elaborat des -Ingenieurs Feder, depen Verwirklichung die Pr'watwirtschast zerschlagen würde, ohne den Sozialismus zu bringen. ^Immerhin bringt das Buch für solche Leser, die die Probleme schon durchdacht haben — aber nur iür solche, viel Ueberzeugendes und Lesenswertes. E. P. Gross-Berliner Kundgebung des C.V. am Donnerslag, d-em 28. Mai 1931, nachmittags, in dem von Professor Behrens errichteten Haus für ,,Deutsches Frauenwirken“ in der Deutschen Bauausstellung am Kaiser dämm. PROGRAMM: Pünktlich 4 Uhr: Treffen am Eingang Masuren-AIIee zur Führung durch die Bauausstellung. Führerin Dipl.- Ing. Ilse Bloch. Pünktlich SK Uhr: Kundgebung der C.V.er innerhalb des „Ringes Deutscher Frauen44. 1. Konrertprogramm, ausgeführt von jungen Künstlern aus dem Kreise unserer Mitglieder. 2. Ansprachen führender Persönlichkeiten. Näheres in der nächsten Nummer der ,,C. V.-Zeitung“. An diesem Tage beträgt der Eintrittspreis zur Bauansstellur.g für unsere Mitglieder nur 1 Mark. Die Eintrittskarte zur Bauausstellung berechtigt gleichzeitig zur Besichtigung der Abteilung „Deutsches FrauemvirkexT und zur Teilnahme an der Da wir nur eine beschrankte Anzahl von Eintrittskarten zum er« mässigten Preise erhalten, bitten wir um baldgefl, schriftliche Bestellung an den Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens E. V„ Landesverband Gross- Berlin, W. 15, Emser Strasse 42. U Zwei sSresIöttcr Studenten. Wir banken, für I-hrr Kritik an unserer Zeitung. Dir bemührrr uns immer, die „C. V.-Zeinrn^ euch in nichrjiidft'chen Kreisen zu verbreiten und würden dies in noch weit größerem Umfange tun, wenn uns ausreichende Mittel zur Verfügung stünden. Wollen Sie uns bei der Verbreitung unserer Zeitung in nichtjüdischen Kreisen Helsen, so setzen Sir sich Litte mit der Geschäftsstelle der Ortsgruppe des Ckutralvereins in Dreslau, Iunkerstr. 21* m Verbindung. 3 I3i!ilPaBIIIi!lll!li’fS!liiOI iüpt nn rai ILßHE 1ÜÜI11! - iiiiiii Gegründet 1636 rechtzeitig zu ziehen, sich ein klares Bild darüberzu machen, was geschehen würde, wenn Jhr Teilhaber einmal unerwartet sterben sollte, ist eine der nächstliegendsten Aufgaben für Siel — Es könnten Ihnen da plötzlich grosse Sorgen entstehen. Sichern Sie sich vor dem Schlimmsten durch den Abschluss einer f rsnfl hin, qh (f w ps 3 « LiSiihül« ia kr'tu tüs sä xJ ksa *1 <3 E*J *1 V&3 U y fcL3idV3 'dcSJ Ü Vi bei unserer seit fast tOO bestehenden Gesell Jahren schaft Vereinigte BerüinfseUG und Ppoussisstio Lebens-UQFSBShetrungs-ßlitien-CaGSQSilscfoavS Berlin SW 68 / Markcgrcfens&rasse %% r\/ o geschützter Name für Pinobad Marke „TEMMLER“ ßoclikonzenlrlerfgs homhiElsrles, nromatisdiss Eflelitnmen-lfliMlten- Hiefer-Mennmia-isa Rir Benrüse u. Elieumalmdenäs. Aeusserst ergiebig Im Gebrauch. ln allen Apotheken und besseren Drogerien vorrätig. TEilHLER-ßERRE, BERUH-JOliP.milSTilfll. M — V. e: > > ■■■.. ~,y «an rs s=» | r? ■ | r* Verzeichnisse (8CC0 B? Hervorragende Veranstaltungen im Kurhaus und in den beiden Staat sih entern / Golf, Tennis und andere Sportarten Bevorzugt als Wohnort - Töchterpenslonate H/e8S2>eSrÜhElCe KOChSSfetSiermeil 65,7° C Beste Heilerfolge der RJieuma u. CilcM Stoffwechselleiden, Nervenkrankheiten, Erkrankung der Atmungs- und Verdauungsorgane — Wiesbadener Kurdiät - f"! '; ■ * 7.—10. Mai: Intet nationales Tennis-TnrnUr J | | 9.—14. Mai: Internationales Astom-obit-Tnraier 23.—25. Mai: III. Wieibadener Reit-, Fahr- und Spring-Turnier tle~.\ durch des Stadt. Verkehrsamt und die Reisebüros, llnlc rkunfi &uch für bcschcUlcrxslc Ansprüche. Brun neuand Pastilkin-VcrRand. i lj Lj v

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