Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 10 (1931)
- Issue
- 18 (1.5.1931)
- Date
- 1931-05-01
- Page
- Seite 228 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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22S •j ff; wichtige fiuMäeungsarbelt Im Jüdischen Jugen-verein Fifchach (-^ch:vahcn) sprach der fathcdiidje Ortsgeist iichc, Pfarrer Helmle über „Geschichte der Juden in Fi'chach". Seine Untersuchungen stellten einen wertvollen Beitrag zur Frage der Heimatverbundenheit der deutschen Juden dar und fanden bei einer interessierten Hörerschaft lebhasten Beifall. In der Ortsgruppe Chemnitz des Centralvereins hielt Rabbiner Tr. Fuchs einen Zyklus von vier Vorträgen über das Thema: „A sfirn i l a t i o n und Selbstbehauptung in vier Jahrtausenden/ Cr zeigte darin, wie zu allen Zeiten im Judentum A'siinilalwn in dem Sinne stattgesunden hat, daß Fremdes ausgenommen worden ist. Manchmal wurde dies in den Inhalt des Eigenen so stark cingearbeitet, daß cs zu dessen Verstärkung diente. Manchmal wurde es so stark, daß eine Gegenaktion zur Bewahrung des Eigenen einsetzte. Manchmal aber wurde es selbst so ausgenommen, daß es bald danach als das spezifisch Jüdische galt. Heute ist durchaus nicht, wie viele glauben, eine Zeit der besonders starken Assimilation, sondern der Selbstbcsestigung. Auch der C. D. mit seiner Devise: sei stolz, dient ihr. Allerdings ist darum nötig, daß wir, im Rahmen unserer Religion-- und Weltanschauung, auch wirklich möglichst vielseitig und intensiv jüdisch sein wollen'. Tie Besucherzahl der Vorträge war ständig steigend, ein Beweis für das große Interesse, das die inhaltlich und rednerisch gleich vorzüglich durchgesührte Veranstaltung allseitig fand. Heiller, Hitner, Hitler. In Len ernsthafter Forschung gew'-dmeten „Mitteilungen der Gesellschaft für jüdische Familie n f o r s 6) u n g" findet sich im Märzhaft 1931 folgende Anfrage (S. &4S): ,Jn Budapest gibt es Juden mit dem Namen .H e itlerch in Dien solche mit Namen .H iin er'. Kennt .jemand vielleicht Juden, die Len' Namen Hitler tragen?" — Das hat dem Begründer der Raffen-, kampfpartei des Nationalsozialismus gerade noch gefehlt. Eugen Easparl) zum Gedächtnis. Tie Zentralwohiiahrtsstelle der deutschen. Juden und die Hauptstelle für jüdische LZanderfürsorge und Arbeitsnachweise widmet das Marz-Heft ihrer Zeitschrift „Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik" dem Gedächtnis an ihren Begründer und ersten Vorsitzenden, den kürzlich dahingeschiedenen Eugen Caspary. In einem besonders warm gehaltenen Nachruf feiert Rabbiner Tr. Leo B a e ck den Verstorbenen als den Mcn'chcrr der Idee des Guten, den Menschen des Geistes und der Religion, und dankt ihm vor allem dafür, daß er sich als einer der ersten für die Durchführung einer durch die Wirtschaftskrise notwendig gewordenen planmäßigen -und großzügigen jüdischen Sozialvolitik tatkräftig eingesetzt hat. Einer seiner engeren Mitarbeiter kennzeichnet Cafparp als unermüdlichen, zielbewußten, ja oft rücksichtslosen Wegbereiter und Führer der gesamten zentralen jüdischen Wohlfahrtsarbeit in Deutschland, als das Vorbild jüdisch-sozialen Wirkens. Ueber einen wichtigen Teil seiner Lebensarbeit berichten Tr. Fritz Lamm und <?. A dl e r - R u d e l in einem umfangreichen Artikel „Fünf Jahre Wohlfahrt-- und Jugendsürsorgeamt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin". E. G. L. Kleine Chronik Das Fest der Silbernen Hochzeit begingen die lang, jährigen treuen Mitglieder^ unserer Ortsgruppe Königsberg llniversitätsprofe^or Dr. Ralph colo* loWsry und Frau Eva, geb. Eeelig. — Unser treues Mitglied, der langjährige Stadtrai und .Vorsteher der Synagogengemeinde Küstrin, I. D. Müller, feierte am 21. Avril das Mjährigr Iub-iläum als Vorstandsmitglied der dortigen Allgemeinen Ortskrankenkasse. — Am 1. Mai begeht Lehrer Moritz Hoffmann, ein treuer Anhänger des C. D., fein Lojähriges Amtsjubiläum im Dienste der Königsberger Jüdischen Gemeinde. — Die Eheleute H. Bargeboer in Hannover feiern am 5. Mai das Fest der Goldenen Hochzeit. Allen Freunden herzliche Glückwünsche. — Ern treuer Freund und Förderer unserer Bewegung, Iustizrat Eugen D111, München, ist in die Ewig, fett abberusen worden. Eugen^V eer war Mit. Kid). — Iw Marienburg (Vestpr.) starb wjährige C. B.-Mitglied, der erste Vorsitzende der dortigen Gemeinde, David Bernstein, im 61. Lebensjahre. — In Düsseldorf verschied im Alter von 81 Jahren Sanitätsrat Dr. Samuel Mayer. Vir werden das Andenken unserer Freunde stets in Ehren halten. — Am 24. April entschlief Frau Laura Falk geb. Dux, die Mutter unserer hochrerehrten Mitarbeiterin Frau Gertrud L i ch t e n b e r g , Hannover. Ihr und ihrem Gatten sprechen wir unsere herzlichste Anteilnahine aus. — Im Alter von 20 Jahren starb vor einigen Tagen Hildegard Dolfsfeld, die Privatsckretärin des stellvertretend en Vorsitzenden des Eentralvereins Ernst Wallach. Wir werden dieses in so jungen Jahren dahingefchiedene Menschenkinds das in Treue mrrfi fT V hrent* ntrfi D L ß Kl 7L Gegründet 1836 r”I3 M - rechtzeitig zu ziehen, sich ein klares Bild darüber zu machen, was geschehen würde, wenn Ihr Teilhaber einmal unerwartet sterben sollte, ist eine der nächstliegendsten Aufgaben für Siel — Es könnten Ihnen da plötzlich grosse Sorgen entstehen. Sichern Sie sich vor dem Schlimmsten durch den Abschluss einer bei unserer seit fast 100 Jahren bestehenden Gesellschaft Schreiben Sie noch heute unter Benutzung der beiliegenden Anfragekarte an die Vereinigte Berlinische und Preussisciie Le&ens-VersicfcarcsFigs-AliSien-CieseiisciiaSt Berlin SW GO / Harksrafens&rasse 11 ' 'hdtuÄ ■Vf S3ö ZLLZöMS, §M mm §sM. Aerztlich geleitet. Beste Verpflegung, forgfciltigstrAufsicht. Referenzen,Prospekte. Berliner Anmeldung: Wedding 3677. Reisebegleitung. Ein ü'erii sim Br. Eni Ima nn-Lo s d Fhilippstrasse 6, Telephon 843. Solbäder im Hanse. Prospekte. 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Es wurde «ln eingehender Uebcrblick über die Entüehung der Synagoge, ihre Einrichtungen und gottesdienstlichen Handlungen gegeben. — Der Vorsitzende unserer Ortsgrppe L ü n e n, Lehrer Louis Meyer, ist nach Mähriger Tätigkeit aus dem Amt geschieden. Eine große Äbschiedsfeier, zu der viele frühere Schüler aus allen Orten zusammenkamen, wurde ihm zu Ehren veranstaltet. — Ludwig Strauß, Mitinhab-er der Firma S. Strauß, Ulm, feierte kürzlich sein ^jähriges Geschaftsjubiläum. Der andere Teilhaber der Firma, Max De t I, begeht gleichzeitig sein öchähriges Geschäftsjubiläum. Wir gratnzieren herzlichst. — Der Verein für Ferienkolonien jüdischer Kinder E. V., Berlin X 24, Monbijouplatz 10, eröffnet Anfang Mai seine Heime Eimen, Hirschborg und Mrsd^roy. Anmeldungen umgehend an die genannte Adrene erbeten. — Das Erholungsheim für israelitische Frauen in Baden-Baden f>at am 15. April wieder eröffnet. Es bietet dem heute notbei Potsdam, in schönster Lage an Wald und Wasser. AÄgWMWMMOen Mhrr ferner fchulentlaffene, junge Mädchen zu hauswirtschacklicher und kinderpflegnischec Vorbildung. Paüagogrschr Lettung, ärztliche Aufsicht, Schulen in Potsdam und Caputh; Ernte!» und Gruppenunterricht im Hauke. Musikpflege, Gymnastik, Sport, Werk- und Gartenarbeit. dertrud Feiertag, Caputh,Potsdamer Strasse 13, - Fernruf: Caputh 361 und Stemplatz 2513. ISSSSEKSS 1 Minute vom Strand. / Sonniges Heim, kließendrs Wasser in allen Räumen. Seöffnet ab 1. Mai. / Anmeldungen — auch für die Psingstferien — baldigst erbeten. Ermäßigte Preise, besonders für die Vorsaison. M.WeHer,Hamm.Fernspr.1517. W, Ab:,Hagen. Fernspr.22575 ZVer die Inserenten der C. V- Zeitung berücksichtigt, unterstützt den Central- Verein [_I Krx.O .MftV ■•- -x me ilapüßseie bl T E ^r\n' u vJ t.l Vi. /»! r.):\ Xütmn 26333 parkstraße 69 TöÄteroenM88tGrsHB.SsSeml;r!m Zeitgemäße vrclt. Ausbildung » Ferienu.Erholungs« ausenthalt fürt-ciuder und jg.Mädchen. 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