Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 10 (1931)
- Issue
- 5 (30.1.1931)
- Date
- 1931-01-30
- Page
- Seite 47 (sequence 3)
- Language
- German
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47 cini'V tüv*:ven uchrt lU^üei^vn V‘f« m$. Vrauchenkenntaine r:nC> uottiH'UOl^r; cl$ alle diese ncrti^citc::. 2. Mau sorge für §i:u SpezialauA'üduug junior dstensihen Ln den G^ieiou te* Wirtschastslebens. die ";:lvue: notwendig Oatvn! Man achte au? die Cücfou i::; Llirt schul sleoeu und stelle die jungen Arbstuer dorthin, wo Ar- Die Zahl öer Mischen Stuüiecrr'.örn nimmt ad Jeder Studierende in Deutschland ist beim Belegen der Vorlesungen gezwungen. eine statistische .starte auszumaen. Seit Ostern 1928 lft diese Loht karte an allen deut schell Universitäten. ' techniseüen i:nb den andern wissenschaftlichen Hochschulen die gleiche. Die Antworten der zurzeit etwa 182 090 immatrikulierten Studierenden auf die vielerlei Fragen der statistischen Karte legen die Verwaltungen der deutschen Hochschulen _ am Schluß jede?' Halbfatwes in der „Deutschen Hochschulstatisrik' wohlgeordnet und nach den verschiedensten Gestchtsruukten gegliedert vor'). Ein B-aud voller Aahlen,- ja. aber voll überraschender Zusammen!'äuge! In sch sondere die Auswertung d-er Antworten nach loafessionellen Gesichtspunkten führt zu teilweise une rwartcten Ergebnisten. Don den reichsdeuifcheu Studenten an den preußischen Universitäten ini Gommcrfcnxeftcr 1911 waren, etwa 66 v. H. protestantisch. Die Zahl der tathoufchen männlichen Studierenden betrug etwa 27 st v. H. Seitdem sind fast 20 Jahre ins Land gegangen. die Zahl unserer reichsdeutschen männlichen Studierenden an bcn Universitäten in Preußen ist La dieser Zeit von rund 24 090 auf rund 44 000 im S-onunerhalbjahr 1930 gestiegen, der Anteil der Konfessionell aber hat sich kaum verändert (Protestanten: 66,4 v. H., Katholiken: 26,6 v. H.). Dagegen weist der A n t e i L der 'deutschen I li d e n an der Dmdentensichaft in der Zeit von 1911 bis heute merkwürdige Veränderungen auf. Die jüdische Bevölkerung in Preußen stellte 5^ v. H. der gesamten retchsdeurschen Studentenschaft an den preußischer: Universitäten: so überaus groß war das Streben nach Berufen mit akademischer Vorbildung unter ihren Söhnen, denen doch ^„Deutsche H o ch s ch u 1 ft a 1t ft i f." Alt tc£fc* lichen (stläuterunsen und xrcrphischen. Darstellungen herausgegebon von dsn ^chfchulo'rDaltungen. Verlag Struppe L Wmckier, Berlin. bei rsk raste benot:, st werden! — Das ist allerdings lloch keine Losung des Pcoblenrs der Arbeitslosigkeit, aber doch ein Wegweiser zu ihrer Verringerung. Die Erkenntnis, daß Arbeitslosigkeit und BerMs.vahl eine ernste Beziehung zueinander haben, ist ein Weg zu ihrer sachgemäßen Lösung. I-acktruhchm-r Iw. Itreaer (Stutt^art). betaunriich der Zugang zu zahlreichen Bearntenlaufbahuen verschlosien' war. Dieses Streben ist heute gewiß nicht geringer geworden, aber die Zahl der jüdischen Studenten hat sich vor allem durch die Verarmung des jridnchen Ackttelstandes all Zahl so wenig vergrößert, daß sie seht nur noch etwa 3.4 o. H. an den preußischen und nur noch o v. H. an sämtlichen luüversitätcn der Teiches auslnache-n. Besonders eigenartige Ergebnisse hat die Bearbeitung dech Anvoorten unserer weibl i d\ er. Studierenden gezeitigt. Im Jahre 1911 stellten sie etwa 10 v. H. aller reichsdeutschen Studentinnen in Preußen. Es ist nur natürlich, daß die ungleich stärkere Zunahme der christlichen Studentinnen seitdem sich u.'a. auch in dern relativen Sinken der jüdischen Beteiligungssister auswirkte.- der Anteil der reichsdeut sichen jüdischen Studentinnen an den preußischen ichirersitäten beträgt heute noch etwa 6.2 v. H.. an säuülicheu deutschen Universitäten nur noch 6,1 v. H. Somit ist sestzuftellen. daß die männlichen sowohl wie die weiblichen jüdischen Studierenden in Preußen und im ganzen Deutschen Reich in: Vergleich mit den beiden großen christlichen Konfessionen seit 1911 dauernd und stark zurückgehen. Diese rückläufige Bewegung innerhalb der gesamten jüdischen Studeutenstchafr kommt besonders deutlich in den einzelnen Studienfächern zum Ausdruck. Jurisprudenz und Medizin (galten früher und gelten auch heute noch vielfach als bevorzugte Domänen jüdischer Studierender. Mit wie wenig Recht, zeigt nachstehende liebe rächt: Phllossphische nu&iertcrt Vifferr. Zxr. Medizi» sch-fN» In beu Jahren ert innt I-^deu 3ube:i I-asen Ur.iT>:rfxtaie:t v. H. c. H. v.H. 1911 Preußens . 10.3 12.8 3.3 193») 5,2 0,9 2.6 193») des ganzen Reiches . . 5,1 5.9 2.16 Im gesamten Reich sind den;nach die Anteil- Zahlen der deutschen jüdischen Studierenden an den Universitäten in den lebten 20 Jahren noch stärker zurückgegangen als in Preußen. Wesentlich niedriger noch _ ist d:e Aalst des jüdischen Nachwuchses auf de:: chor-geu wiff e n f cha ftftdjeu Hochs ch ulen Deusi chl w. Ws. Aus den landwictfch-astfichen mW forstlichen Loch schulen, d-.m Bergakademien und pädagogischen Akadernien sind Juden/o stuchoie gar nickst vertreten, an den dxhnistchLU^Hochschulen in Pre11ße:i freirägt 16r An te: 1 2,3 v. Lim Reich nur 1,72 v.L.. an den 7-o.udcl-Hochschulen 2.8 V.H. bzw. 2v. H. Ein Bei-stoich mir der Vorkriegszeit läßt siet: für alle diese Hochschulen leider nicht anstelle!!, da entweder die statistischen Unterlagen dafür fehlen cder sie. wie die pädagogischen Akademien, erst wenige Aihre bestehen; ausfällig ist auch der geringe Besuch der Handelshochschulen. Dr. Margot Melchior. vöMfths CempelMänöLr Arn 23. Januar fand vor dem Schöffengericht in Essen die Verhandlung gegen fünf völkische Jünglinge statt, die im. Oktober 1V» einen Morgengottesdienst in einer Sdnaaom in Esse n in der gröbsten Weife gestört hatten. Sie drangen im Ganseinarsch in die ^unagoge ein und verursachten so starken Lärm, daß der Gottesdienst ' unterbrochen werden mußte. Lehrer B u ch h e i m wies die Eindringlinge aus dorn Betraum, ohne daß diese seiner Aussorderung nachkamen. Buchhe'v.n wurde vielmehr mißhandelt, daß er über vier Wräun lang krank und in ärztlicher Behandlung war. Der Kantor wurde gleichfalls erheblich verlech. Unter fortgesetzten Rusen .Juda verreckest wach reud derer einer der Helden sein asteer an den steinernen Treppenstufen wetzte, verließen die Äowdies das Gotteshaus, noch bevor die Kriminalpotizei eingetrofsen war. Sie kennten aber in einem Gasthaus, wo sie sich in der Küche versteckt hatten, bald sestgenonunen werden. Der Staatsanwalt betonte in seinen: Vlaidoyer die ungeheuere Rücksichtslosigkeit und Unverschämtheit, die aus dem Verhalten dieser Burschen spreche, und beantragte deshalb eine eremplarische Strafe. Das Gericht verurteilte derr Haupttater zu fünf Monateu, einen anderen zu vier Monaten rnrd die drei übrigen Angeklagten zu je zwei Monaten Gefängnis. In der Urüilsüearüuduug fand der Vorsitzende sehr tresstud-e Worte zur Eharakterisierung der Dürer: er bezeickmete sie wegen ihrer flegelhaften Tat als .Lüuuuelsst Wenn die Täter auch in der Verhandlung die Frage, ob sie einer politische:: Varrei angehörten. verneinten, der Kampfrui ..D-eurschland erwache" zeigt nur allzu deutlich, in welche Parteischule sie gegangen sind. f00 -MM i/WA-iM 9 '1.1 i/ X' \v4\ 7 \ ,r \ ': v\ -y T^1 st /' ~ j i&S Jeder C.V er, der 5 neue Mitglieder wirbt, erhalt einen Gutschein in Höhevon 10 v. H. des Jahresbeitrages dieser 5 Mitglieder, den er bei der Philo-Bucbhandlung gegen Büchec nach eigener Wahl einlösen kann. Der Durchschnittsbeitrag jedes der 5 neugeworbenen Mitglieder muss M. 18,— betragen. Leistungsschwachere Mitglieder können zu einem geringeren Beitrag aufgenommen werden, sofern dafür bei anderen ein Ausgleich nach oben herbeigeführt wird. Der Guischem beträgt, also 10 v. H. von 5 mo! »3 Mcrk, das sindM. 9,—.Seine Ausstellung wird von der Geschäftsstelle des zuständigen Landesverbandes veranlasst werden, sobald die neugeworbenen Mitglieds" ihren ersten Viertefjahresheitragbezahlt haben i '