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Central-Verein-Zeitung · 1930-01-31 · 5 (31.1.1930) · p. Seite 54

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
9 (1930)
Issue
5 (31.1.1930)
Date
1930-01-31
Page
Seite 54 (sequence 6)
Language
German
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S4 Eine Aufklärungs- Versammlung in Emöen. Der stellvertretende Syndikus des C. B., Dr. Alfred H i r s ch b e r g, sprach^kürzlich vor geladenen christlichen Gästen in Emde n über das Thema: „Verstehen, Zusammenarbeit, Wiederaufbau, der Weg gemeinsamer deutscher Zukunft." Er gab einen Ueberblick über die geschichtliche Entwicklung des deutschen Judentums, seine kulturelle Verbundenheit mit dein Deutschtum, behandelte die Nassenfrage und befaßte sich eingehend mit den Momenten, die dem Judenhaß zugrunde liegen. Insbesondere wandte er sich gegen die immer wiederkehrenden Vorwürfe der Jnternationalität und der Drückebergerei der Juden und schloß mit einem Bekenntnis der Zugehörigkeit des deutschen Judentums zum deutschen Vaterlande. Der zweistündige Vortrag hinterließ einen nachhaltigen Eindruck und fand allgemein starken Beifall. Eine Aussprache fand nicht statt, doch blieb ein Teil der christlichen Zuhörer noch einige Stunden mit dem Vortragenden und dem Vorstande unserer Ortsgruppe Emden in geselligem Kreise zusammen, um sich in privatem Gespräch über die besonders interessierenden Fragen zu unterhalten. Der Vortrag fand ein lebhaftes Echo in der Presse, die die tiefgründigen und außerordentlich sachlichen Ausführungen des Redners anerkannte. Teilweise spaltenlange Darlegungen über den Vortrag brachten die volksparteiliche „Ostfriesische Zeitung" 'und die demokratische „Rhein-Ems-Zeitung". Auch das nationale Blatt für den Stadt- und Landkreis Emden, die „Emdener Zeitung" gab einen durchaus objektiven und guten Bericht. Erfolgreiche Werbearbeit öer Herliner Krauengruppen. 37 neue Mitglieder konnten die Frauengruppen Groß-Berlins des Centralvereins in einer Woche gewinnen. Wir danken den Freunden des Centralvereins, die ihr Haus und ihre Gastlichkeit für Werbetees zur Verfügung gestellt haben, und hoffen, daß diese Arbeit der Groß-Berliner Frauen weiter so erfolgreich fein möge. Die Frauengruppe Schöneberg hatte unter dem Vorsitz von Frau Regina Z u ck e r m a n n zu einem Vortragsabend eingeladen, bei dem cand. zur. Alfred Levh an Hand von Lichtbildern über die nationalsozialistische Gefahr sprach. An diesem Abend meldeten sich sechs neue Mitglieder, und mehrere Damen stellten ihre Wohnungen für Auftlürungsversanunlungen zur Verfügung. Im Hause von Frau Margarete Schneider (Friedenau) fand ein Aufklärungsnachmittag statt, zu dem neben unseren Mitgliedern auch eine Anzahl nichtjüdischer Frauen erschienen waren. Im vornehmen gesellschaftlichen Nahmen sprach Prediger Dr. Carl Nosenthal über das Thema: „Die Eingliederung der Juden in das deutsche Volksleben." Unsere nichtjüdischen Freunde beteiligten sich an einer lebhaften und wertvollen Anssprache. Nach dem Schlußworten von Margarete Fried, die zur Mitarbeit im C. V. ausrief, meldeten sich sechs Damen. Frau Minna Schwarz vereinigte in ihrem Hause etwa 15 Damen zu einer Anssprache über brennende Tagessragen, die Syndikus Dr. Alfred Wiener in einem ausführlichen Vortrage behandelte. Neun Damen erklärten ihre Bereitwilligkeit zur ehrenamtlichen Mitarbeit, und vier Damen meldeten sich als neue Mitglieder. Frau Lilli Caro (Wilmersdorf) hatte dre Mühe nicht gescheut, für 160 Damen, die sich angemeldet hatte::, Platz und Bewirtung zu schaffen. In den vornehin und wohnlich anmutenden Räumen waren die Teetische gedeckt, und in der fünften Nachmittagsstunde herrschte ein lebhaftes Treiben. Die Anwesenheitsliste wies die Zahl von 140 aus, als es unmöglich wurde, sie weiterzusühren, denn immer noch kamen neue Gäste. Der Sohn des Hauses hatte seine Kommilitonen von der Sprevia eingeladen. Nachdem der Tee gereicht war, sprach Dr. Alfred H i r s ch b e r g über „Die nationalsozialistische Bewegung und ihre Lehren für unsere Arbeit". Seine Ausführungen wurden durch Alfred Levh, der die C. B. - Lichtbilder vorsührte und die Jugend zur Mitarbeit aufrief, ergänzt. Der Hausherr, Sanitätsrat Dr. Leo Caro, leitete den Abend und sprach der Vorsitzenden der Frauengruppe, Frau Hanna L o e w e, die in unermüdlicher Kleinarbeit für das Gelingen des Abends gesorgt hatte, seinen besonderen Dank aus. Der Vorsitzende des Landesverbandes Groß-Berlin, Dr. Bruno Glaserseld, unterstützte in wertvollen Ausführungen den Werbeaufrus von Margarete Fried. Einundzwanzig Danien meldeten ihre Mitgliedschaft an, und eine große Anzahl von Hausfrauen stellten ibre Wohnungen zu gleicher Werbearbeit zur Versüauna. LI. F. Gemeinöewahlen in Württemberg. Bei den Wahlen zur Israelitischen Landesversammlung sind die nachstehenden Abgeordneten und Ersatzmänner gewählt worden: Rabbiner Tr. Verlinger, Hall. Oberlehrer Rothschild, Eßlingen. Ministerialrat Tr. Otto Hirsch, Stuttgart. Leopold Kahn, Stuttgart. Siegfried Kahn, Cannstatt. Rechtsanwalt Tr. Henry L e p m a n, Stuttgart. Eduard Weil, Stuttgart. Rechtsanwalt Dr. Heinrich Wolf, Stuttgart. Frau Charlotte R o s e n b u s ch , Stuttgart. Religionsoberlehrer Emanuel Adler, Cannstatt. Max D r e h s u s, Ludwigsburg. Rechtsanwalt G u m p , Ulm. Simon L. Steiner, Laupheim. Rechtsanwalt Dr. Gumbel, Heilbronn. Dr. med. A. Würzburger, Heilbronn. Moses Herz, Hall. David Stein, Crailsheim. Rechtsanwalt Dr. H a h u m sen., Tübingen. Hermann Kahn, Baisingen. Als Ersatzmänner: Rabbiner Dr. Kahn, Bad Mergentheim. Religionsoberlehrer A d e l s h e i m e r, Stuttgart. Rechtsanwalt Tr. Engen Flegenh e i m e r, Stuttgart. Frau Martha Kops, Stuttgart. Julius F r i e d m a n n , Stuttgart. Hugo S c a b e r, Stuttgart. Karl L e v i, Stuttgart. Rechtsanwalt Albert M a i n z e r II, Stuttgart. Frau Bertha Bach, Stuttgart. Gustav Mäher, Gmünd. Sallh Pappenheimer, Oberndorf. Frau Sofie Levh, Ulm. Franz Moos, Buchau. Anselm K a h n I, Heilbronn. Dr. Manfred Scheuer, Heilbronn. Albert Adler sen., Mergentheim. Richard K a n d e r s , Oehringen. Simon Weil I, Rexingen. Julius Adler, Rottweil. Die Landesversammlung der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs wählte an: 26. Januar das Mitglied des Hauptvorstandes des C. B. Ministerialrat Dr. Otto Hirsch, Stuttgart, zum Präsidenten des Oberrats d§r Israelitischen Neligionsgemeinschaft Württemberg und den Vorsitzenden unserer Ortsgruppe Tübingen, Rechtsanwalt Dr. S. Hatzum, zunr Präsidenten der Landesversammlung der Israelitischen Neligionsgemeinschast Württembergs. [ Asfmol- Asthma-Räucherpulver Asfmol. wird «ärztlich vielfach verordnet bei Atmungsbeschwerden, Kurzatmigkeit, Engbrüstigkeit, es ist im Gebrauch sehr angenehm und bequem und kann dem Asthmatiker in Fällen von Brustbeklemmung etc. sofortige Linderung bringen, Preis der Schachtel Mk. 2.50 in den Apotheken. 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