Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 38 (20.9.1929)
- Date
- 1929-09-20
- Page
- Seite 512 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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G. Grosser Spe?islhsus für ftinr Hrrren-Msfchr, Trikowgrn ufw. BERLIN W FERNSPRECHER: CHARLOTTENSTRASSE 65 MERKUR 6330 ein Werk zu bilden, das aus ehrlichsten Motiven heraus ein jüdischer Verfasser über das Judentum schrieb? Stans Oppenheimec schceiU: Walter Mehring, der ja im wesentlichen meinen Eindruck von der Wirkung seiner Historie auf das Publikum bestätigt, habe ich wenig Zu erwidern. Die Ablehnung, die die Aufführung erfuhr, wurde von mir deshalb begrüßt, weil die Besucher von Piscators Theater nicht reif für Mehrings Werk sind. Die wenigsten überschauen das Arsenal der antisemitischen Rüstkammer und können Scherz, Satire und tiefere Bedeutung unterscheiden. Gerade in diesen Tagen, in denen die Hetze radikaler Kreise solch traurige Früchte trügt, müßte alles vermieden werden, was diesen Elementen neuen Stoff zur Hetze bietet. Ich weiß, daß dies ein Argument von der politischen Seite her ist, das von der künstlerischen abgelehnt werden wird. Aber gerade Piscator will ja Kunst mit Politik verbinden, und deswegen hat er die doppelte Pflicht, abzuwägen, ob der zur Ausführung gewählte Zeitpunkt im Hinblick auf die Wirkung richtig ist. Und da bin ich eben der Ansicht, daß die Zeit für Mehrings Historie noch nicht gekommen ist. Zwei Dinge sollen bei dieser Gelegenheit richtiggestellt werden. Meine Ausführungen in der vorigen Nummer der „C. V. - Zeitung" waren keine Besprechung, denn zu i h r hätte das Buch herangezogen werden müssen?) In meinen von der Redaktion gestrichenen einleitenden Worten kam zum Ausdruck, daß ich nur einige B e - m e r k u n g e n zu der vielumstrittenen Aufführung machen wollte. Im Abschnitt V mußte es heißen, daß der Krieg durch die Kriegsliteratur (nicht a l s Kriegsliteratur) in das Denken der Menschen kam. Zum Schluß sei zusammenfafsend noch einmal gesagt: Mehrings gute Absicht wurde durch die Zeit und auch durch Piscators Inszenierung um ihre Wirkung gebracht. Aus den gleichen Gründen, aus denen dies bedauert werden muß, muß die Ablehnung *) Soeben im Verlage S. Fische r, Berlin, erschienen. Der Landesverband Rheinland (linksrheinisch) des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens ladet zur ordentlichen Delegiertentagung am Sonntag, den 29. September 1929 im Klubzimmer der Rheinlandloge in Köln, Cäcilienstrasse 18—22, ein. Tagesordnung: Vormittags 11 Uhr: 1. „Der völkische Rassenwahn im Licht der deutschen Aufbauarbeit!“ Referent: Herr Rechtsanwalt Dr. Rudolf Callmann (Köln), 1. Vorsitzender des linksrheinischen Verbandes. 2. Vertraulicher Bericht über die Lage und die Arbeit des C.-V. Referent: Ein Vertreter aus der Leitung der Berliner Zentrale. Gemeinsames Mittagessen. Nachmittags 3 Uhr: 3. Der Nationalsozialismus fm Rheinland. Wie muss sich unsere Arbeit im kommenden Halbjahr gestalten? Referent: Herr E. Jacobi (Kein), Syndikus des linksrh. Verbandes. 4. Allgemeine Aussprache. 5. Verschiedenes. begrüßt werden. Wir hoffen aber, daß bald die Zeit kommt, in der eine politisch entgiftete Masse bereit ist, sich den Spiegel Vorhalten zu lassen, um im Spiegel die Wahrheit zu erkennen. wenn nach Potsdam, dann mir „Klosterkeller“ das führende Weinrestaurant« Kiiciae und Keller Weltruf! Tel. Z043* H« MEYE. Ksnetendovf t. MssV. Landerziehungs-, Erholungsand Ferienheim; Elise Hörriger. Ausländerinnen im Hause. Abitur, Obersekunda. Vormittag-, Abendschule. Private Vorbereitungsanstalt. Direktor Vamlaer, Verlin. Alte Iakobstr. 124. Israelitisches Mädchen-Pensionat Clara Epstein Breslau 13, Elsässer Sir. 7, i. Dresden-A. Zöchtervenfionar egStoflT? Iw» Sinn Muli Min XeUDmjer totr.ö 3^. Margarete LMerSein Villa Frohsinn, staatl. geprüfte Lehrerin. Eigenheimm. gr.Garten. Gegr. 1884. Fernr. 41921. Wissensch. Sprachen, Haush., Haubelsf., gefellsch. Fortb., Sportpflege, Fachausbildung auf Wunsch. Miu Töchterpensionat, rituell, mit tzoushaltungs- und Fortbildungskursen. Kleiner Kreis. 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